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    • Silarwen
      27.12.2014 19:01 Uhr
      buffed-TEAM
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      Loony555
      am 30. Dezember 2014
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      Ich zockte damals, so um 2003, in einem Clan. Wir waren spezialisiert auf Battlefield 1942 und Battlefield Vietnam, gelegentlich spielten wir auch Counterstrike und Unreal Tournament. Nie richtig professionell, aber organisiert und gar nicht schlecht, mit eigenen Servern.
      Ich hatte damals zu Studiumzeiten doch recht viel Zeit, verbrachte auch viel davon beim Zocken im TS.
      Es ging (zumindest mir persönlich) aber wirklich nur ums Zocken und weniger um die Leute und ihre Lebensgeschichten. Für mich wars ein Zweckbündnis, weil ich sonst niemanden hatte, um halbwegs koordiniert meine damals geliebten Shooter zu spielen. Und echte (RL-)Freunde hatte und habe ich genug.

      Dann nach ca. 2 Jahren traf man sich einmal zu einem RL Clantreffen.
      Und mir fiel dann sofort auf, eigentlich hatte man sich kaum etwas zu sagen.
      Ich hatte auch irgendwie gar keinen Spass.
      Denn, und das klingt hart und sau-arrogant, ich war als Uni-Student mit durchaus Köpfchen den meisten anderen intellektuell einfach meilenweit überlegen. Ich kam mir teilweise vor, als wäre ich in eine Mischung aus Kindergarten und dem Treffen der örtlichen Bauarbeiter-Innung geraten. Alleine wie die Kollegen redeten, und was dort teilweise für eine Grütze von Weltansicht und "Humor" rauskam. Das war mir so beim normalen Zocken und im TS nie (in diesem Ausmaß!) aufgefallen. Hatte mich da aus privaten Dingen auch weitestgehend rausgehalten.

      Der größte Teil des Clans zerbrach dann auch wenige Wochen später.
      Nicht wegen diesem Treffen, sondern weil World of Warcraft die Weltbühne betrat, und viele Spieler dauerhaft dorthin wechselten.
      Allerdings wurden wir uns damals schon im Clan nicht einig, ob man gemeinsam anfangen sollte, und wo. Die einen wollten unbedingt auf einen PvE-Realm, die anderen auf einen PvP-Realm. Letztendlich waren dann alle auf vier verschiedenen Realms verstreut. Sagt ja auch viel über den Clanzusammenhalt aus.
      Bei mir kam hinzu, dass etliche meiner RL Freunde, die zuvor schon, wie ich selbst, gern RPGs spielten - Baldurs Gate, Diablo, die Ultima Reihe, diverse JRPGs (FF auf der PS1 z.B.), teilweise auch schon Everquest - auch mit WoW anfingen.
      Und so kehrte ich letztlich dem Clan den Rücken, und fing zusammen mit meinen RL-Freunden in WoW ein neues Zockerleben an. Eine Entscheidung, die ich nie bereut habe. Und hatte dann auch kurze Zeit später mit keinem mehr vom alten Clan Kontakt.

      Anderes Beispiel war dann WoW, wo ich schon in 2005, kurz nach Release, Spieler kennenlernte, die damals in unsere erste selbstgegründete Gilde einstiegen. Mit etlichen davon habe ich bis heute netten Kontakt, mit bzw. gegen einen davon spiele ich z.B. regelmäßig ein paar Hearthstone Partien.
      Satus
      am 27. Dezember 2014
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      Alles F... außer Mutti
      Jerod
      am 27. Dezember 2014
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      Stancer
      am 27. Dezember 2014
      Kommentar wurde 6x gebufft
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      Ich nenne sowas überhaupt nicht Freundschaften, sondern schlichtweg Bekanntschaften !
      Solange ich jemanden nicht regelmäßig in Echt treffe kann es kein Freund sein !

      Selbst, wenn es nicht in einem Spiel ist, also z.b. über Facebook zählen solche "Freunde" kaum etwas.

      Denke dann immer nur an das Beispiel wo ein junges Mädchen gestorben war und der Vater den FB Account als Andenken weitergeführt hat. Als es durch die Medien bekannt wurde gabs "Freundschaftsanfragen" in Massen. Laut Facebook ein 5 stellige Zahl an Freunden.
      1 Jahr später berichtete der Vater, das sich zum Todestag ganze 11 Leute gemeldet haben !

      Nun der Vater wusste vermutlich, das dies keine wirklichen Freunde waren aber es gibt ja tatsächlich diese Leute, die glauben virtuelle Freunde = echte Freunde ! Das Problem ist ja, das die Leute vereinsamen ohne es zu wissen ! Wenn der Freundeskreis nur noch aus virtuellen Freunden besteht werden sie dir trotzdem erzählen, sie hätten 1000 Freunde !
      Wenn sie dann irgendwann von der Realität eingeholt werden kann sowas dramatische Folgen haben !
      Loony555
      am 30. Dezember 2014
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      @Snoggo Es sollte sich aber inzwischen auch zum letzten Internet-User herumgesprochen haben, dass es den Leuten NATÜRLICH NICHT gefällt, wenn wieder 200 Leute bei sonstwas ums Leben kamen!
      (Ok, scheinbar hat sich das doch noch nicht ganz zu allen rumgesprochen...)

      Aber was bitteschön soll man den klicken, um zu zeigen "Aha, verstanden", "ok, gelesen", "Zur Kenntnis genommen", durchaus auch "Danke für die Info!"... und natürlich sehen durch den Klick auch die FB-Freunde dann den Artikel.

      Was soll man denn sonst machen ausser "Gefällt mir" zu klicken?
      Und genau deshalb klicken die Leute dann gefällt mir. Und nicht um zu zeigen dass sie es wahnsinnig toll und unterhaltsam finden, dass dieser oder jener über die Klippe gesprungen ist.
      erban
      am 28. Dezember 2014
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      Mir ist es recht egal wer genau mein Mitspieler ist oder was er im RL macht. Wir haben ein gemeinsames Interesse und können uns gut genug leiden um es gemeinsam zu verfolgen, mehr erwarte und will ich garnicht. Letztlich läuft es mit den meisten Arbeitskollegen oder Leuten im Verein doch auch nicht anders. Einige wenige von denen Leuten werden dann Freunde aber Mehrheit bleibt auf dem Niveau.
      Stancer
      am 28. Dezember 2014
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      Ja, natürlich sind Online Bekanntschaften nicht grundsätzlich schlecht. Wir haben auch ein paar sehr gute Freunde dadurch gewonnen.

      Aber es gibt auch die Beispiele, wo sich die Leute über Jahre kennen aber nicht einmal getroffen haben und ein "Gildentreffen" ist zwar ein Anfang aber noch lange keine Freundschaft !
      Tikume
      am 28. Dezember 2014
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      Ich kenne es so, dass man sich irgendwann dann auch RL trifft wenn man online viel miteinander zu tun hatte.
      Snoggo
      am 27. Dezember 2014
      Kommentar wurde 1x gebufft
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      "Heute jährt sich der Todestag"
      "1.000 Menschen bei Flut umgekommen."
      "Hund beisst Kind die Hand ab."

      "blubb gefällt das."

      Mir graust ja immer noch alleine vor diesem "Gefällt Mir" ...
      Dunglor
      am 27. Dezember 2014
      Kommentar wurde 1x gebufft
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      Virtuelle Freundschaften.....leider bisher nicht von großer Dauer. Zu UO Zeiten hatten wir mal ein Trefffen, aber wenn man ausser dem Spiel nichts gemeinsam hat worüber man sich unterhalten kann ist das schon blöd.
      Dann die Leute die viel im TS sind und man über einen langen Zeitraum miteinander zockt, welche dann von heut auf morgen einfach weg sind und jeden Kontakversuch abblocken.
      Zasalamel82
      am 03. Januar 2015
      Kommentar wurde nicht gebufft
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      also mir geht es so, wenn ich über einen gewissen Zeitraum mit jemanden spiele, meist war es WoW, man hat sich mal bei einer q getroffen und beschreitet nun viele Wege und Quests und Inis gemeinsam, dass ich es meist auch auf dem Level belasse. Auch wenn es sich erwiesen um einen weiblichen Spieler handelt. Warum? Manche bestehen darauf, die Ebene gemeinsam spielen zu verlassen und wollen sehen, wie du ausschaust und logischerweise will man dann ja auch den oder halt die andere sehen. Wenn mir das Mädel nun aber so gar nicht optisch zusagt, dann habe ich dieses Bild bei jedem gemeinsamen Spielen vor mir und es trübt halt den Spielspaß, weil ich eben weiß, wie sie ausschaut. Ihr mag ich ja gefallen aber sie mir nicht. Du kannst dann einfach nicht mehr so unvoreingenommen mit der anderen Personen umherziehen in der virtuellen Welt. Und der Sympathiefaktor geht ins Bodenlose, es stören einen dann auf einmal auch mehr Sachen an der Spielerin etc. Sicher gibts einige, die wissen, was ich meine.
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buffed.de: Wie viel sind Online-Freunde wert? - Reportage über virtuelle Freundschaften
Nie war es einfacher Freunde zu finden, nie war es einfacher den Kontakt abzubrechen. Haben Online-Freundschaften den gleichen Stellenwert wie Bindungen in der Realität? Eine Charakterstudie. Eine Reportage von Maria Beyer-Fistrich. Mit Beiträgen von Matthias Dammes und Tanja Adov.
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