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    Der mächtige Editor

    Der Kern jeder IDE-Express-Edition ist derselbe: Ein mächtiger Texteditor, je nach Anwendungstyp auch noch mit einem grafischen Designer (WYSIWYG – What You See Is What You Get, also mit Live-Vorschau wie es dann tatsächlich aussehen wird). Die Express Editions für Visual Basic, C#, J# und C++ erlauben die Erstellung verschiedener Anwendungstypen, unter anderem von grafischen Windows-Anwendungen und Konsolenanwendungen. Außerdem enthalten alle Express Editions eine Reihe von Starter Kits, die bereits fertige und damit sehr einfach erweiterbare Projekte mit sich bringen. Weitere Starter Kits werden regelmäßig veröffentlicht und zum Download bereitgestellt. Bild 5 zeigt ein Starter Kit, das einen Bildschirmschoner implementiert. Über den Menüpunkt Datei/Neues Projekt erscheint eine Liste aller Projektvorlagen, inklusive der Starter Kits (Bild 6).

    Wo sich im Editor was befindet lässt sich recht frei konfigurieren, aber die Standardanordnung ist meist ähnlich zu der in Bild 7. Hier die wichtigsten Elemente (die meisten davon über das Menü Ansicht ein- und ausblendbar):

    * Die Toolbox: Der Werkzeugkasten bei der Entwicklung. Hier befinden sich wichtige Elemente wie Textfelder, Tabellen zur Anzeige von Datenbankinhalten, Kalender und vieles mehr.

    * Der Editor: Der Hauptbereich; dort kann das Programm bearbeitet werden. Es gibt je nach aktueller Datei zwei Ansichten. Die Entwurfsansicht zeigt WYSIWYG (wie auch in Bild 7 zu sehen), die Code-Ansicht arbeitet auf Textbasis.

    * Der Projektmappen-Explorer: Hier haben Sie eine Übersicht über alle Dateien im aktuellen Projekt.

    * Der Datenbank-Explorer: Dieses Bedienfeld ermöglicht einen einfachen Zugriff auf Datenquellen.

    * Das Eigenschaftenfenster: Hier werden Informationen zum gerade aktuellen Element (etwa die Beschriftung einer Schaltfläche) angezeigt.

    Die für Entwickler praktischsten Features befinden sich im Texteditor. Dieser bietet natürlich die mittlerweile zum Industriestandard zählenden Features wie farbliche Hervorhebung von Code, doch er kann noch mehr. Unter anderem werden Fehler häufig frühzeitig erkannt. Zum einen überprüft die Express Edition permanent den eingegebenen Code. Bei einem möglichen Fehler wird die entsprechende Codestelle unterringelt. Fährt man mit dem Mauszeiger über diese Markierung, erscheint ein Hinweistext mit dem möglichen Grund des Fehlers. Bild 8 demonstriert das anhand eines offensichtlichen Fehlers: Ein Tippfehler in der Anweisung (Txt statt Text).

    Die Express Editions enthalten zudem einen professionellen Debugger, mit dem ein Programm Schritt für Schritt durchlaufen werden kann, komplette Überwachung aller Variablen inklusive. Damit lässt sich fast jedem Fehler auf die Spur kommen.

    Damit Fehler überhaupt nicht erst in Massen auftreten, ist IntelliSense eine große Hilfe. Dieser Begriff bezeichnet bei Microsoft-Produkten eine Art Autovervollständigung beim Tippen. Beispielsweise lässt sich im Starter Kit für den Bildschirmschoner die Beschriftung einer bestimmten Schaltfläche setzen, indem validateButton.Text ein Wert zugewiesen wird. Tippt ein Entwickler nun validateButton. ein (inklusive dem Punkt am Ende!), erscheint sofort aus Auswahlmenü mit allen möglichen Ergänzungen, kurzen Erklärungen inklusive (Bild 9). Viel besser noch: IntelliSense merkt sich, welche Auswahl der Benutzer in welchen Situationen trifft; nach einiger Zeit ist dann immer der Eintrag vorausgewählt, der am häufigsten zum Einsatz kam. Ein Großteil der Programmierung besteht dann nur noch darin, die richtige Eigenschaft auszusuchen und mit Enter oder Tab in den Code zu übernehmen. Die Programme schreiben sich dann zwar immer noch nicht von alleine, aber man spart viel Zeit und vor allem viele Tippfehler ein.

    Obwohl es sich bei den Express Editions um ein Gratis-Produkt handelt, hat Microsoft der Express Edition auch zahlreiche Profi-Features spendiert. Ein heißer Trend momentan in der Softwareentwicklung ist Refactoring: Bestehender Code wird unter Beibehaltung der Funktionalität umstrukturiert. Wenn Sie im Texteditor Code markieren und im Kontextmenü (rechte Maustaste) den Eintrag Umgestalten wählen, startet das Refactoring-Modul. Unter anderem können Sie Code in eine eigene Methode auslagern; die Express Edition kümmert sich dann automatisch darum, dass der Aufruf dieser Methode korrekt an die ursprüngliche Codestelle eingefügt wird. Früher war das noch ein manueller und fehlerträchtiger Prozess.

    Dynamische Webseiten

    Websites sind fast ein noch spannenderes Thema als Windows-Anwendungen, denn sie können von jedem beliebigen Betriebssystem aus angesehen werden, mit einer Vielzahl von Browsern. Lediglich der Webserver benötigt ein Windows-System mit ASP.NET 2.0 (auch wenn es mit Mono – http://www.mono-project.com/ – eine interessante Alternative für andere Betriebssysteme gibt). Mit der Visual Web Developer Express Edition, kurz VWD, lassen sich in kurzer Zeit beeindruckende Ergebnisse erzielen.

    Vom Aufbau und vom Layout her steht VWD den anderen Express Editions in nichts nach. Der Fokus liegt aber nicht auf Projekten, sondern auf Websites (Menüpunkt Datei/Neue Website). Innerhalb einer Website sind zahlreiche Dateitypen möglich, die mit Datei/Neue Datei eingefügt werden können. Bild 10 zeigt eine Liste davon. Auch hier sorgt der mächtige Editor mit seinen zahlreichen Features für eine schnelle Entwicklung und für gute Unterstützung bei der Fehlersuche.

    Ein besonderes Highlight ist der bereits angesprochene integrierte Webserver. Normalerweise erfordert die Entwicklung einer dynamischen Website bereits das Vorhandensein eines Webservers. Frühere Versionen von Visual Studio beispielsweise erforderten dazu den Microsoft-Webserver IIS (Internet Information Services), den es nur bei den Professional- und Server-Variante von Windows gab. Dem ist jetzt nicht mehr so. Beim Anlegen einer neuen Website kann das Ziel dieser Website angegeben werden; neben IIS ist eine Möglichkeit auch schlicht das Dateisystem. Das macht das Online-Stellen der fertigen Website später sehr einfach: In vielen Fällen genügt es, einfach das komplette Verzeichnis auf den Webserver zu kopieren.

    Der integrierte Webserver unterstützt ASP.NET 2.0, allerdings nur für den lokalen Zugriff (sprich: zum Testen). Zum endgültigen Hosting von ASP.NET-2.0-Anwendungen ist er leider nicht geeignet, aber das ist dann eh die Aufgabe des Hostingpartners, den Server bereitzustellen.

    Ein weiteres schönes Feature des VWD ist die Unterstützung von Web Services. Dabei handelt es sich um eine Reihe von Spezifikationen und Techniken der Computer-zu-Computer-Kommunikation. Beispielsweise ermöglicht die MSN-Suche anderen Computerprogrammen den Zugriff, so dass sich diese in die Suche einklinken und beispielsweise auf der eigenen Website anbieten können. Das Ganze geschieht über mehr oder minder komplexe XML-Protokolle wie etwa SOAP. Ein Großteil dieser Komplexität wird aber vom Editor abgefangen. Denn zu den meisten Web Services gibt es eine Art Selbstauskunft im WSDL-Format (Web Services Description Language). Die WSDL-Datei zu einem Web Service enthält alle relevanten Informationen wie etwa Ort des Dienstes, welche Methoden, welche Datentypen, et cetera. Anhand dieser WSDL-Informationen generiert VWD automatisch Klassen, um den Dienst simpel aufzurufen, ohne mühsame XML-Verarbeitung oder HTTP-Aufrufe. Bild 11 zeigt die entsprechende Funktionalität: Nach Eingabe einer WSDL-URL sucht das Programm nach den dazugehörigen Web Services und erzeugt nach Klick auf Verweis hinzufügen automatisch die entsprechenden Hilfsklassen, um den Web Service in eigenen Anwendungen einzusetzen.

    Datenbank

    Die SQL Server 2005 Express Edition ist der Nachfolger der MSDE – Microsoft SQL Server Desktop Engine. Bei der MSDE streiten sich die Experten, inwieweit diese ebenfalls kostenlose, aber ebenfalls funktional abgespeckte Version im semiprofessionellen Bereich einsetzbar war. Die Einschränkungen waren für ein High-End-Produkt herb, aber für die meisten Anwendungen kaum relevant. Beispielsweise konnten nur fünf Datenbankzugriffe gleichzeitig behandelt werden (der Rest landete in einer Warteschlange). Auch die SQL Server 2005 Express Edition besitzt einige Einschränkungen, doch diese wurden im Vergleich zu MSDE weiter gelockert:

    * Nur eine CPU wird genutzt.

    * Der Puffer-Pool nutzt maximal ein Gigabyte an Speicher

    * Jede Datenbank darf maximal vier Gigabyte groß werden (aber beliebig viele Datenbanken sind möglich)

    Diese Einschränkungen sind vielleicht für ein Datacenter ein Showstopper, aber im semiprofessionellen Bereich gibt es kaum Anwendungen, die hier auf Probleme stoßen. Selbst die meisten kommerziellen Websites gelangen nicht an diese Grenzen.

    Die einzige wirkliche Einschränkung: Bei der SQL Server 2005 Express Edition sind keine komfortablen GUI-Werkzeuge zur Administration mit dabei – der SQL Server 2005 enthält mehrere dieser Tools. Aber auch für dieses Problem gibt es eine mögliche Lösung, mit einem ganz besonders komplizierten Bandwurmnamen: Die Microsoft SQL Server Management Studio Express Edition (kurz: SSMSE) ist eine solche Administrationsoberfläche, und wie alle anderen Express Editions ebenfalls kostenlos erhältlich. Im Microsoft-Download-Bereich werden Sie unter

    http://www.microsoft.com/downloads/ fündig. Bild 12 zeigt das Tool in Aktion.

    Fazit

    Mit den Express Editions gibt es für die Entwicklung mit .NET einsteigerfreundliche und trotzdem funktionsreiche Entwicklungsumgebungen für lau. Sowohl die Erstellung von Windows-Anwendung als auch von Spielen und von Websites wird mit speziellen Produkten unterstützt, und im Hintergrund werkelt eine professionelle Datenbank.

    Ein wichtiger Tipp noch zum Abschluss: Die Express Editions sind bereits November 2005 erschienen. Mittlerweile gibt es auch schon die ersten Service Packs, deren Installation sich auf jeden Fall lohnt, weil ein paar Fehler behoben und auch neue Features hinzugefügt werden. Unter http://www.microsoft.com/downloads/ gibt es die Update-Pakete für die verschiedenen Express Editions zum Download. Auch für die SQL Server 2005 Express Edition gibt es Aktualisierungen, genauer gesagt bereits das zweite Service Pack; dies wird aber automatisch über Microsoft Update (http://update.microsoft.com/microsoftupdate/) verteilt.

    * Zur offiziellen Homepage

    * Informationen zur Installation und Registrierung

    * Zurück zur Übersicht

    Nutzungsbereiche Nutzungsbereiche Bild 5: Dieser RSS-Bildschirmschoner ist als Starter Kit fertig mit dabei

    Nutzungsbereiche Bild 6: Verschiedene Projektvorlagen für verschiedene Anwendungen

    Nutzungsbereiche Bild 7: Die Oberfläche, hier am Beispiel der C# Express Edition

    Nutzungsbereiche Bild 8: Fehler werden häufig automatisch erkannt

    Nutzungsbereiche Bild 9: Der Editor denkt mit: IntelliSense

    Nutzungsbereiche Bild 10: Viele mögliche Dateitypen in einer ASP.NET-2.0-Website

    Nutzungsbereiche Bild 11: Web Services werden per WSDL eingebunden

    Nutzungsbereiche Bild 12: Ein Gratis-Administrationstool für die SQL Server 2005 Express Edition

    • buffed.de Redaktion
      07.01.2009 13:02 Uhr
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