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  • Interview mit Tom Chilton (27. Juni 2009)

    In Köln fanden vom 26. Juni bis zum 28. Juni 2009 unter den Augen begeisterter Zuschauer die Regional Finals der WoW- und Warcraft-3-Turniere statt. Mitten im Getümmel befand sich auch Blizzards Game Designer Tom Chilton. Wir haben den PvP-Fan mit Fragen zu Patch 3.2 und folgenden Updates gelöchert.

    buffed: Patch 3.1 ist erst seit vergleichsweise kurzer Zeit auf die Live-Server aufgespielt und gerade sind die Test-Server für 3.2 gestartet. Das ging ja schnell. (lachen)

    Chilton: Absolut. Das liegt teilweise daran, dass wir schlichtweg weniger Bosskämpfe entwickeln mussten. Das Kolosseum hat eine neuartige Spielmechanik, die wir so noch nicht verwendet haben – zumindest nicht in einer Instanz. Wir haben das Konzept bereits in Events wie dem Ring des Blutes verwendet und dachten uns, es würde auch für einen Dungeon funktionieren.

    buffed: Einem umfangreichen Dungeon, mit Varianten für fünf, für zehn und für 25 Spieler.

    Chilton: Und mit Hardmodes für die Raids.

    buffed: Wollt Ihr das neue Hardmode-Konzept für weitere Instanzen verwenden?

    Chilton: Ja, das ist unser Plan. Außerdem wollen wir Hardmode und den normalen Modus strikter trennen. Als Ulduar fertiggestellt und veröffentlicht war, stellten wir fest, dass die Umsetzung der dortigen Hardmodes nicht wirklich transparent ist. Manchmal aktivierten Spieler die Hardmodes beispielsweise aus Versehen – es war dann völlig unklar, warum der Kampf auf einmal deutlich schwerer wurde als der Schlachtzug es angenommen hatte. Für uns ist die Entwicklungsarbeit dann natürlich auch einfacher.

    Zudem haben wir noch eine weitere Neuerung eingebracht: Wer im Verlauf des Events ohne Wipes auskommt, fährt bessere Ausrüstung ein. Je seltener Ihr sterbt, desto besser werdet Ihr belohnt.

    buffed: Behaltet Ihr das kürzere Patch-Intervall für die Zukunft bei?

    Chilton: Das würden wir natürlich gerne, ich kann jedoch nichts garantieren. Patch 3.3 wird mit der Eiskronen-Zitadelle, Arthas und seinen Kumpels eine große Sache. Für 3.3 werden wir wieder mehr Raid-Bosse auffahren als für 3.2 – deshalb weiß ich nicht, ob wir die Geschwindigkeit halten können. Aber es ist auch für uns toll, Updates zügiger zu veröffentlichen.buffed: Wird’s also nichts mit Arthas-Loot unterm Weihnachtsbaum?

    Chilton: Wir würden den Patch definitiv gerne noch dieses Jahr herausbringen. Aber ob das klappt, muss die Zeit zeigen.

    buffed: Das Argentumturnier soll die Spieler auf die Begegnung mit Arthas vorbereiten. Meint das nur die Hintergrundgeschichte, oder hängen das Turnier und Eiskrone auch spielerisch zusammen?

    Chilton: Es geht hauptsächlich um die Geschichte. Wir haben das Turnier mit Patch 3.1 gestartet und hatten das Gefühl, das es einen eigenen Patch rechtfertigt. Es geht ja um den Argentumkreuzzug, der eine Armee aufbauen will, die es mit Arthas aufnehmen kann. Alle Zusammenhänge der Story werden aber erst im großen Finale verständlich werden.

    buffed: Da wäre es doch auch möglich, dass die Spieler erst in den Kolosseum-Hardmodes Dinge erbeuten, mit denen dann die Zitadelle aufgesperrt wird.

    Chilton: Wir haben noch nicht darüber entschieden, wie genau die Zitadelle aufgebaut ist – oder wie man hinein gelangt. Aber wir werden das Kolosseum in Patch 3.3 noch einmal für eine Art Final-Event aufgreifen. Das wird dann auch mit Eiskrone zu tun haben. Ob sich daraus eine Voraussetzung für den Zutritt ergibt, können wir derzeit aber noch nicht sagen.

    buffed: Was kannst Du uns denn noch über Patch 3.3 erzählen? Abgesehen davon, dass ein Wasser- oder Schattenwächter in Archavons Kammer einzieht? (grinsen)

    Chilton: (lacht) Ich kann Euch verraten, dass Archavon vermutlich zu Patch 3.3 in den Ruhestand geht und dass ein neuer Boss seinen Platz einnimmt. Uns geht in der Instanz schlichtweg der Platz für weitere Bosse aus. (lacht) Und da die Beute von Archavon nicht mehr wirklich von Interesse ist, werden wir ihn ausmustern und an seine Stelle größere und coolere Kreaturen setzen. Größere und coolere Archavons.

    Außerdem steht natürlich die Eiskronen-Zitadelle auf dem Programm. Wir planen wieder mit einem 25er- und einem 10er-Raid. Außerdem wollen wir dort auch noch einen Dungeon für Fünfer-Gruppen einbauen.

    Viele Inhalte also, die Euch hoffentlich gut unterhalten.

    buffed: Patch 3.2 bringt ja einige PvP-Änderungen mit sich. So wird die Abhärtungswertung wieder wichtiger und Spielern in 2v2-Teams sind nicht mehr die neuesten PvP-Items zugänglich.

    Chilton: Die Änderung der Abhärtung war nötig, weil die meisten PvP-Kämpfe durch sehr hohen Schaden deutlich kürzer ausfallen als wir es gerne hätten. Und wir mussten eine Lösung finden, die andere Bereiche des Spiels nicht negativ beeinflusst. Könnten wir die Zeit zurückdrehen, würden wir vermutlich zunächst einmal die Lebensenergie der Charaktere anheben. Aber täten wir das jetzt, hätte das massive Auswirkungen auf das gesamte Spiel und nicht nur aufs PvP.

    Zu den Zweier-Teams: Wir fühlten uns nie wirklich wohl dabei, 2v2-Matches fair ausbalancieren zu müssen. Als wir diese Teamgröße damals ins Spiel brachten, sagten wir uns „Versuchen wir’s“. Im Hinterkopf dachten wir aber glaube ich alle „Sollten wir nicht lieber 4v4 einbauen? Es wird fast unmöglich, in dieser kleinen Größenordnung für Balance zu sorgen“.

    Und das ist es auch – wir haben eigentlich keine Chance, jeder der möglichen Team-Kombinationen gerecht zu werden. Aus dem gleichen Grund gibt es auch keine 1-gegen-1-Kämpfe. Dafür ist das Spiel einfach nicht ausgelegt. World of Warcraft lebt von größeren Teams, bei denen sich die Klassen gegenseitig unterstützen. Darunter leiden die 2v2-Teams. Da diese Matches aber im Spiel sind und man sich mit ihnen die bestmögliche PvP-Ausrüstung verdienen kann, besteht zu Recht die Erwartungshaltung, dass sie auch fair ausbalanciert sind. Und das ist nicht der Fall. Außerdem ist der organisatorische Aufwand für Zweier-Teams natürlich geringer als für die größeren Teams. Es ist toll, dass man sich einfach mit einem Freund zusammenfindet und direkt losspielen kann. Aber es scheint ein wenig unfair, wenn man sich damit das gleiche Equipment verdienen kann wie Spieler, die deutlich mehr Arbeit investieren.

    Das sind die beiden wesentlichen Gründe, die uns zu dieser Änderung bewogen haben.buffed: Es gibt ja auch noch eine weitere PvP-Neuerung: Luftschiffe!

    Chilton: Ja – das ist etwas, das wir den Spielern unbedingt ermöglichen wollten. Wir haben ja bereits Luftschiffe, die in Eiskrone herumfliegen. Und dann sind da diese Geschütze montiert und man denkt unweigerlich daran, wie cool es wäre, mit denen schießen zu können. Das hat uns dann auf die Idee gebracht. „Man sollte von Luftschiffen aus mit Kanonen feuern können, das wäre cool“.

    Die Insel der Eroberung soll einem wirklich das Gefühl geben, Teil einer großen Schlacht zu sein. Ähnlich wie im Alteractal und in Tausendwinter. Wir haben viele Elemente aus anderen Schlachtfeldern übernommen, die gut funktionieren. Große Spielerzahlen, der Kampf um wichtige Schlüsselpunkte und Festungen, die übernommen werden müssen.

    buffed: Wie stehen eigentlich die Chancen, das wir jemals das für Azshara geplante Schlachtfeld zu sehen bekommen?

    Chilton: Wir haben die Arbeiten an „Azshara Crater“ begonnen, kurz bevor das Alteractal in seiner ersten spielbaren Fassung fertiggestellt wurde – die beiden Schlachtfelder wären sich sehr ähnlich gewesen. „Azshara Crater“ blieb dann allerdings liegen, weil wir merkten, dass wir beim Alteractal noch einiges zu tun hatten. Es war bei seiner Veröffentlichung zu unübersichtlich, viele Spieler fanden sich nicht zurecht. Das mussten wir erst einmal in den Griff bekommen, bevor wir ein weiteres, sehr ähnliches Schlachtfeld entwickeln konnten, das am Ende mit den gleichen Schwierigkeiten gekämpft hätte.

    Statt die Insel der Eroberung zu entwerfen, hätten wir die Arbeiten am „Azshara Crater“ wieder aufnehmen können. Das grundsätzliche Layout liegt bereits vor, es hätte uns also Zeit gespart. Aber die damaligen Entwürfe sind nicht auf die Möglichkeiten ausgelegt, die wir heute mit zerstörbaren Gebäuden und Belagerungswaffen haben. Es war also wieder die falsche Zeit, das Projekt neu aufleben zu lassen. Ich bin auch recht skeptisch, ob wir das Schlachtfeld jemals realisieren werden.

    • buffed.de Redaktion
      29.06.2009 11:29 Uhr
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Interview mit Tom Chilton (27. Juni 2009)
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29.06.2009
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