Der buffed-Community-Roman
Der buffed-Community-Roman - Kapitel 1 - Seite 1
Der buffed-Community Roman
Kapitel 1: Das Bild im Nebel
Elf Jahre waren vergangen, seit jenem Tag als Mimir in die Dienste Sir Sigurds trat um seinen Vater zu entlasten und das Überleben seiner Familie zu sichern. Er erfuhr eine harte Ausbildung am Schwert, an der Taktik auf dem Schlachtfeld und beherrschte einige Schrittfolgen der am Hofe angesagtesten Tänze. Auch ein Instrument hatte der junge Knappe von damals gelernt, und mehr als nur einmal die Taten seines Herren auf gar festlichen Banketten besungen. Doch nun lag seine Ausbildung hinter ihm und er hatte Ehren und Titel erhalten. Ritter des Königs. Jetzt war es an der Zeit für den jungen Streiter, seine eigenen Heldenlieder zu verdienen.
Reif hing noch an den Grashalmen am frühen Morgen. Mimir beugte neben seinem Pferd auf dem Boden und griff einige Brocken Erde mit den Fingern. Er roch selbst daran, dann hielt er die Klumpen seiner Canvula Hündin hin. Eifrig schnüffelte das Tier daran. Sie war ein Geschenk von Sir Sigurd. Die Canvuli waren die besten und reinsten Jagdhunde in den menschlichen Königreichen. Es gab nur noch wenige Züchter, die sich auf ihre Ausbildung verstanden. Einen solchen Hund zu besitzen kam einer großen Ehrung gleich. Die kleine Hündin mit ihrem Drahthaarfell nahm die Fährte auf und stürmte los in Richtung Fuchsbau. Mimir schwang sich auf sein Ross und setzte der Canvula nach.
Es war ein kalter, trockener Morgen. Der Atem hatte sich in kleinen Eisklumpen am Revert seines Mantels niedergelassen. Doch Mimir liebte den klaren Geruch solcher Tage. Er atmete tief ein, als er sein Pferd zügelte und es zum Stillstand brachte. Die Luft war durch die Kälte so rein, dass man über mehrere Meilen weit blicken konnte. Ideale Bedingungen für die Jagd. In der Nähe hörte er seine Hündin bellen. Sie hatte die Beute gestellt. Er Griff nach seinem Gewehr und wartete bis irgendwo vor ihm der Fuchs aus seinem Bau schlüpfen würde. Kaum hatte er das Gewehr angelegt, schlüpfte auch schon ein roter Kopf aus einem Erdloch und stürzte davon, dicht gefolgt von der flinken Canvula.