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  • WoW: Casuals ruinieren World of Warcraft? Spoiler: Nein!

    Wann immer irgendwas - egal was - nicht so ganz läuft, wie wir uns das vorstellen, dann suchen wir uns erst einmal einen Sündenbock, den wir dafür - für ebenfalls egal was - verantwortlch machen können. Das funktioniert auch in World of Warcraft ganz prima und bekanntermaßen sind an all den Veränderungen, die WoW über die letzten Jahre ereilt haben, einzig und allein die bösen Gelegenheitsspieler schuld. Schon, oder?

    Bevor jetzt irgendwer nur die Überschrift liest und direkt in einen Rant verfällt, ohne zu wissen, um was es eigentlich geht, soviel vorneweg: Erst kürzlich bin ich über einen Post auf reddit.com gestolpert, in dem mal wieder das leidige "Casuals haben WoW ruiniert"-Thema aufgegriffen wurde. Ich habe lange überlegt, ob ich meine Gedanken dazu teile, mich nach langem Hin und Her dann doch dafür entschieden Vorab jedoch drei kurze Anmerkungen:

    • 1. Nein, es gibt keine "TLDR"-Fassung, deal with it!
    • 2. Ich verstehe sowohl die Pro-, als auch die Kontra-Fraktion. Beide haben Recht, zumindest bis zu einem gewissen Punkt. Um eine vernünftige Diskussion führen zu können, sollte aber auch jeder bereit sein, sich in die Lage der entsprechenden Spielertypen zu versetzen.
    • 3. Ich denke, wir können froh sein, dass es so viele Casual-Gamer gibt!


    Als WoW vor über elf Jahren seinen bis heute anhaltenden Siegeszug begann, war Blizzards MMORPG schnell in aller Munde. Von (inbesondere aktiven) Spielern geliebt, von Nicht-Spielern mitunter verachtet - immerhin hörten gerade Letztere von WoW meist nur im Zusammenhang mit diversen gescheiterten Existenzen. Und das behaupte ich nicht einfach. Selbst mir als Vollzeitzocker, der seine Freizeit schon immer am liebsten mit Kumpels vor Konsole oder PC verbracht hat, kamen die Leute aus dem Freundeskreis, die mit WoW angefangen hatten, anfangs ein klein wenig suspekt vor. Die konnten ja echt über gar nichts anderes mehr labern - WoW hier, WoW da! Nun stelle man sich vor, was das für einen Eindruck auf jemanden macht, der mit Video- und Computerspielen nichts, also wirklich rein gar nichts am Hut hat(te). Und aufgrund seines Suchtfaktors und den damit verbundenen Folgen wurde Blizzards MMO-Spitzenkandidat von so mancher Institution - sei es der thematisch gänzlich unbedarfte Otto Normalverbraucher oder auch der Medienvertreter (aus dem Nicht-Gaming-Bereich, versteht sich), der aus jedem Shooter-Spieler automatisch einen Amokläufer stricken wollte - sogar mit Drogen der übelsten Sorte auf eine Stufe gestellt. WoW = Nerd-Crack! Das erste Pfeifchen ist umsonst ... weißte Bescheid! Heute heißt's "Werbt einen Freund!"

    Ein Fünkchen Wahrheit steckt immer drin

          

    Dummerweise kamen derartige Gerüchte ja nicht von irgendwoher. Natürlich setzten nicht sämtliche Spieler ihr gesamtes Real-Life auf's Spiel, um ein(ig)e Stunde(n) mehr Zeit in Azeroth verbringen zu können. Aber die schweren Fälle waren es, von denen man immer zuerst zu hören bekam und wer selbst nicht aktiv am Spielgeschehen teilnahm, konnte eh nicht aus erster Hand beurteilen, ob da was Wahres dran war. Aber wenn wir mal für eine Sekunde ehrlich sind, welche Story klingt besser? Die vom langweiligen Gamer, der Traumjob, -frau und - familie problemlos unter einen Hut bekommt? Oder die Skandalgeschichte vom Versager ohne Freunde, der für WoW sein gesamtes Leben auf's Spiel setzt? Leute, das ist der Stoff, aus dem man urbane Legenden macht!

    Was rückwirkend scheinbar kaum wer in Erinnerung behält, ist die Tatsache, dass Videospiele noch gar nicht so lange die gesellschaftliche Akzeptanz erfahren, wie es inzwischen glücklicherweise (!) der Fall ist. Wer schon damals WoW gespielt, war jedoch automatisch ein Voll-Nerd, der von denen vorverurteilt und belächelt wurde, die mit der Materie nichts am Hut hatten. Ob das fair war/ist, spielt an dieser Stelle keine Rolle. Nüchtern betrachtet dürften wir uns aber zumindest in einer Sache einig sein und zwar wertungsfrei: Wer in WoW damals ganz vorne mitmischen wollte, der kam um Grind der übelsten Sorte und damit ein entsprechend großes Zeitopfer nicht herum. Dass World of Warcraft seinen heutigen Erfolg aber unter anderem genau der Tatsache schuldet, schon damals als vergleichsweise "Casual" gegolten zu haben - zumindest im Vergleich mit Genre-Konkurrenten -, das ignorieren wir mehr als eine Dekade später recht gerne. Warum? Weil sich eben jener Aufwand für einen Großteil der WoW-Veteranen nicht "casual" angefühlt hat. Wie auch? Nicht jeder WoW'ler war zuvor zwangsweise in geistigen Vorgängern wie Ultima oder Everquest unterwegs. Für viele Spieler war World of Warcraft der Einstieg ins MMORPG-Metier - da fällt vergleichen natürlich schwer. Aber es war diese Tatsache, die WoW letztlich so groß gemacht hat - heute aber verteufeln wir das Spiel und seine Entwickler genau dafür! WoW: Karazhan, einer der bis heute beliebtesten Raids, diente als erster 10er-Raids in erster Linie Casuals dazu, leichter ins Schlachtzugsgeschehen einsteigen zu können. WoW: Karazhan, einer der bis heute beliebtesten Raids, diente als erster 10er-Raids in erster Linie Casuals dazu, leichter ins Schlachtzugsgeschehen einsteigen zu können. Quelle: Blizzard

    Wer rastet, der rostet ... oder geht irgendwann unter!

          

    Nun sind mehr als elf Jahre in einer derart schnelllebigen Gesellschaft wie der unseren eine stolze Zeit und entsprechend viel hat sich darin getan. Zum einen im Leben eines jeden von uns, zum anderen in World of Warcraft. Das Spiel hat sich verändert, genau wie wir. Und Blizzard? Die haben ein Gespür dafür sich anzupassen. Denn auch wenn wir nicht mit jeder Entscheidung d'accord gehen, die WoW bis heute ereilt hat: Veränderung ist wichtig, Stillstand hingegen selten ein gutes Zeichen. Sicherlich ist das Spiel an so mancher Stelle inzwischen deutlich einfacher, sprich: "casualiger" (stimmt das so?), an der anderen dafür anspruchsvoller als damals - es wird einen Grund haben, warum nur die Crème de la Crème die hintersten Bosse eines Raids im mythischen Modus in absehbarer Zeit auf die Bretter schickt, und nicht erst zwei Add-ons später! Was wir aber irgendwie ständig unterschätzen, ignorieren oder einfach nur schönreden, ist, dass viel von diesem ominösem Anspruch schlicht und ergreifend dem Faktor Zeit geschuldet ist. Fünf Abende die Woche raiden? Acht Stunden Material X farmen, um es gegen Ruf bei Fraktion Y zu tauschen? Jede Woche auf's neue sämtliche Raids solo abgrasen, in der Hoffnung ein einzelnes Mount einzuheimsen, das uns bescheinigt, wie toll wir sind? Und wer die Zeit nicht hat, ist direkt ein schlechterer Spieler oder eben ein Casual? Ach bitte ...

    Casual ist nicht gleich Casual!

          

    Was mich an diesen endlosen Debatten am meisten aufregt, ist nicht nur das ätzende mit dem Finger aufeinander zeigen, sondern auch diese starre Einteilung in Schwarz oder Weiß. Wer keine 50 Stunden die Woche online ist, ist ein Casual und/oder Noob - wer sein Pensum erfüllt ist der krasse Pro!? Irgendwann kommt man eben an den Punkt, an dem das Studentenleben endet oder die Freizeit, die man vorher aus welchen Gründen auch immer genoss, ordentlich schmaler ausfällt. Familie, Job, möglicherweise auch andere Hobbys - wer weiß das schon? Und wenn es jemand dennoch schafft, derart viel Zeit in ein einziges Spiel zu investieren, muss er zwangsweise an anderer Stelle kappen, so ist das nun mal mit den Steckenpferden. Wer aber sind wir, darüber zu urteilen, wie andere Personen WoW spielen? Was exakt ändert es denn an meiner persönlichen Spielerfahrung, wenn sich ein Großteil der Gelegenheitsspieler - sagen wir - über Inhalte wie LFR-Raids freut? Ich habe keinen Spaß daran, also melde ich mich nicht an! Ganz. Einfach. Ich könnte mich derweil natürlich auch über die ganze "Bobs" beschweren, die im Raidbrowser "alles" hinterhergeworfen bekommen - aber genau DAS wäre in meinen Augen Zeitverschwendung. Sich darüber mokieren, das Spieler sich im "Easy-Mode" die Bosse ansehen und (deutlich schlechtere) Ausrüstung abgreifen ... in keinem anderen Spiel, das über verschiedene Schwierigkeitsgrade verfügt, beschwert sich irgendwer darüber, aber in WoW - jaaaa, da geht das ja mal gar nicht! DIe Leute haben gefälligst genauso viel zu zahlen, wie der Rest, aber alles sehen dürfen nur die Voll-Pros! Das läuft so nicht (mehr), ist aber eh nur die eine Seite.
    WoW: Kil'jaeden, den Endboss des Sonnenbrunnenplateaus, bekam der Großteil aller Spieler erst in späteren Add-ons zu Gesicht - dafür war die Instanz bei ihrer Einführung einfach zu schwer. WoW: Kil'jaeden, den Endboss des Sonnenbrunnenplateaus, bekam der Großteil aller Spieler erst in späteren Add-ons zu Gesicht - dafür war die Instanz bei ihrer Einführung einfach zu schwer. Quelle: Blizzard

    Auf der anderen Seite des Extrems ...

          

    ... stehen Spieler, die den Gesamtumfang eines Spiels wie WoW tatsächlich am liebsten auf dem Silbertablet serviert bekommen würden. Das funktioniert aber ebenso wenig und sorgt am Ende nur für unnötige und teils nachvollziehbare Querelen. World of Wacraft ist als MMORPG nun mal auf Langzeitmotivation ausgelegt - "alles" und "sofort" sind zwei Worte, die bei der Beschreibung des Spielumfangs eines solchen Titels eher nicht in ein und demselben Satz stehen sollten, erst recht nicht nach elf Jahren. Das ist Sinn und Zweck dieses Genres und auch hier funktioniert das Argument am Beispiel eines beliebigen anderen Spiels: Ihr wollt in Resident Evil den Rocket Launcher mit unendlich Minution? Dann spielt das Spiel in weniger als drei Stunden durch! Ihr habt darauf keine Lust oder schafft es nicht? Pech gehabt. Sollte am Ende des Tages tatsächlich dieser eine Faktor, dieses eine Extra/Collectible/wasauchimmer das sein, was den Gesamteindruck nicht nur trübt sondern regelrecht zerstört, dann liegt das Problem doch an ganz anderer Stelle.

    Ein weiteres Beispiel: Ihr meldet euch im Fußallverein an, zahlt brav euren Monatsbeitrag wie alle anderen, kommt aber nur einmal alle vier Wochen ins Training. Dass die Chance im Nationalkader zu landen, "geringer" ausfällt als für eure Mitspieler, die sieben Tage die Woche über den Platz bolzen, sollte kaum verwundern. Geht dann mal zu eurem Trainer und schnauzt ihn an, was das soll - immerhin zahlt ihr ja denselben Beitrag. Auf der anderen Seite freuen sich all diejenigen, die täglich trainieren, dass irgendwer die Vereinsfinanzen auf Vordermann bringt, ohne dabei wertvollen Platz auf dem Rasen einzunehmen.

    Unterm Strich handelt es sich bei allen Beispielen primär um spaßige Freizeitbeschäftigungen, die man - je nach eigenem Wunsch - auf verschiedenste Art und Weise und vor allem mit unterschiedlichster Intensität betreiben kann. Und das Prinzip beider Beispiele lässt sich problemlos auch auf WoW übertragen, da wird dann aus dem Raketenwerfer eben irgendein seltenes Pferd. Ich als Trophy-Hunter verstehe das Bedürfnis, für besondere Herausforderungen adäquat entlohnt zu werden. Sei es nun durch eine spezielle Waffe, einen ausgefallenen Skin oder Titel oder eben eine weitere Platin-Trophäe. Dafür opfere ich aber auch entsprechend viel Zeit, in der ich auch andere Titel zocken könnte, die mich interessieren, die dann aber leider (erstmal) auf der Strecke bleiben. WoW: WotLK ist bis heute das in seiner Gesamtheit erfolgreichste aller Add-ons und ebnete den Weg für Gelegenheitsspieler in vielerlei Hinsicht. WoW: WotLK ist bis heute das in seiner Gesamtheit erfolgreichste aller Add-ons und ebnete den Weg für Gelegenheitsspieler in vielerlei Hinsicht. Quelle: Blizzard Was hingegen nicht sein darf, ist dass mir ein Spiel den Zugang zu einem großen und womöglich sogar relevanten Teil des Inhalts von vornherein untersagt. Oder erneut an meinem Resident Evil-Beispiel: Wer die Story, egal ob mit Jill oder Chris, einmal durchspielt - ebenfalls egal, ob auf Very easy, Easy oder Normal - hat viele Stunden Spaß, erlebt ein noch heute fantastisches und spannendes Grusel-Survival-Abenteuer und schaltet damit automatisch den nächsten Schwierigkeitsgrad, einen Invisible-Mode (unsichbare Feinde) sowie den Real Survival Mode frei. Ob man sich an einem dieser Modi versucht und schlimmstenfalls frustriert aufreibt, bleibt jedem selbst überlassen - die Story aber kann jeder erleben und das auf Wunsch auf dem Schwierigkeitsgrad, der ihm lieb ist. Absolut fair. Und ob es die Hardcore-Gamer nun hören wollen oder nicht: Es ist wichtig, dass WoW auch dem "Casual", dem Gelegenheitsspieler, diese Möglichkeit bietet. Denn wir brauchen Casuals. Jedes Spiel braucht Casuals - vor allem, wenn es in einer Größenordnung wie der von WoW noch weitere Jahre überleben will! Und ich möchte gar nicht wissen, aus wie vielen Gelegenheitszockern am Ende die Mitspieler wurden, die aus reiner Begeisterung die eine Stunde mehr investiert haben und nun unseren Raid als Heiler, Tank oder DD unterstützen. Und wie viele ehemalige Veteranen ganz hätten aufhören müssen, hätte WoW nicht all die Wandlungen vollzogen. Und wieder muss ich mir die Frage stellen: Beeinflusst deren Art zu spielen auch nur ansatzweise meine persönlichen Erfahrungen? Stellt euch mal vor, EA für irgendeinen Shooter auf den Markt bringen, der kaum Inhalt hat, und der ständig nach mehr Kohle für ein paar lächerliche Zusatzinhalte ... oh, wait ...

    Ein Geben und Nehmen

          

    Auf was ich hinaus will, ist: Blizzard hat es mit WoW geschafft, das Genre des MMORPGs für die Masse überhaupt erst salonfähig zu machen und davon haben wir alle profitiert. Peaks von mehr als 12 Millionen aktiven Spielern - glaubt ihr denn wirklich, das haben wir den paar Prozent Hardcore-Gamern zu verdanken, von denen ein Großteil der Einstigen wahrscheinlich schon lange nicht mehr oder eher nur sporadisch aktiv ist? Hätte WoW diese Erfolgskurve nicht verzeichnet, würden uns die Leute wahrscheinlich noch immer komischer beäugen, als es heutzutage der Fall ist. Dass viele das nicht mehr tun, liegt unter anderem daran, dass jede Menge Menschen inzwischen selbst ins Spiel hineingeschnuppert haben - insbesondere die, die anfangs möglicherweise nie auf die Idee gekommen wären, das zu tun, unter anderem aufgrund der eingangs beschriebenen Schauergeschichten und Vorurteile. Das sind größtenteils Casuals! Das waren keine 12 Millionen Vollzeit-Hardcore-Raider. Und es war gut, dass das passiert ist, denn wer weiß, wo WoW ohne derartige Traumzahlen, wie sie einst WotLK und auch Cataclysm geschrieben haben, inzwischen angekommen wäre. Wieviele der Veteranen, die einst Stunde um Stunde ins Spiel investiert haben, sind denn überhaupt noch da? Und was sagen wir zu denen, die damals möglicherweise fünf Tage die Woche Naxx und AQ geraidet haben, aber heute gar nicht mehr die Möglichkeit hätten? Und dann wäre da noch eine Fraktion, deren Sicht der Dinge man vielleicht auch versuchen sollte, nachzuvollziehen.
    WoW: Wäre Ulduar nur 25er-Raids zur Verfügung gestanden, hätte die Instanz nur ein Bruchteil aller Spieler von innen gesehen. Was für eine Verschwendung ...! WoW: Wäre Ulduar nur 25er-Raids zur Verfügung gestanden, hätte die Instanz nur ein Bruchteil aller Spieler von innen gesehen. Was für eine Verschwendung ...! Quelle: Blizzard

    Aus der Sicht der Entwickler

          

    In Sachen Musik, gerade in nischigen Bereichen wie im Metal, gibt es ähnliche Probleme. In den Augen vieler etwa wird eine Band, die sich über Jahre hinweg den Allerwertesten abgearbeitet hat, von einem Mal auf's andere uninteressant, nur weil sie es endlich mal geschafft hat, einen Song zu schreiben, der nicht nur den eingefleischtesten Szene-Veteran mitnimmt. Doch anstatt sich einfach für die Band oder darüber zu freuen, dass sie möglicherweise gerade dafür gesorgt hat, eine bisher eher argwöhnisch betrachtete Art der Musik Skeptikern näher zu bringen und so neue Interessenten für den Metal an sich zu gewinnen, ziehen sich die "richtigen Fans" zurück und schwören der Kapelle ab, weil sie nun "voll kommerz" ist. Dass die Musiker noch weit von finanziellem Erfolg entfernt sind, ist dabei ja auch völlig irrelevant - die verkaufen sich ja eh alle nur noch! "Verkaufen" bedeutet soviel wie, dass sich die Band nun Sprit UND was zu futtern leisten kann oder nach der Investion von Unsummen endlich auf Null rauskommt. Der "echte Fan" sucht sich nun entweder eine andere Band, von der noch keiner was gehört hat - die andere kann man sich ja plötzlich nicht mehr anhören ... - oder schimpft Tag ein, Tag aus über die ganzen Mitläufer, die voll "untrue" sind ... anstatt sich einfach mal darüber zu freuen, die eigene Begeisterung nun mit mehreren Leuten und möglicherweise künftigen Gleichgesinnten teilen zu können. Stellt euch vor, ihr wärt diese Band! Stellt euch vor, ihr steckt euer letztes Erspartes in eine eigene Produktion, die euch Unmengen an Zeit und Energie gekostet hat. Dann habt ihr eure Scheibe vor euch liegen, bereit sie unter die Leute zu bringen: Ein paar Tausend, die gerne reinhören würden und nicht mal eine Handvoll "echter Fans", die euch derweil vorwerfen, ihr würdet vom rechten Weg abkommen und euch verkaufen, wenn ihr eure Musik auch mit dem Rest der Welt teilt. Wie würdet ihr euch entscheiden? Allen die CD für denselben Preis verkaufen, aber nur den "echten Fans" Zugang zu allen Songs gestatten? Schwierig ... und im Fall von WoW gilt ein vergleichbares Prinzip, allerdings in gänzlich anderer Größenordnung.

    Blizzard argumentiert ja ähnlich, und wer kann den Entwicklern den Wunsch verdenken, nicht nur einer Handvoll Spielern Zugang zu Inhalten zu gewähren, in die unwahrscheinlich viel Arbeit geflossen ist. Ganz abgesehen davon spielt der finanzielle Aspekt eine gewaltige Rolle - eine weitaus größere als bei unserer Newcomer-Beispiel-Kapelle - und all die, die sich gerne durch superexklusive oder von der Masse nicht absolvierbare Inhalte von anderen abgrenzen, würden sich umschauen, wären all die Casuals nicht mehr da. Denn ja, genau diese nervigen Casuals sind es, die in der Summe einen gewaltigen Batzen Kohle in Blizzards Kassen spülen und so mit dafür sorgen, dass die drei Prozent Hardcore-Pros die Hardcore-Inhalte bekommen, auf die sie stehen und die sich anderweitig vielleicht gar nicht mehr rechnen würden. Und dann sind die auch noch so dreist und möchten was von den Inhalten abhaben. Unverschämt, diese Casuals von heute ...!

    Mein Fazit: Make Love - in Warcraft!

          

    Ich weiß, dass es sich bei diesem Thema um ein schwieriges handelt und entschuldige bzw. bedanke mich bei allen, die es bis hierhin geschafft haben. Und nein, ich möchte niemanden belehren; das steht mir nicht zu und gewissermaßen kann es mir auch egal sein, was die Spieler dieser Welt voneinander halten - doch ich verstehe beide Seiten und ich denke beide Fraktionen könnten sich so viel Ärger und Gezeter ersparen, würden sie wenigstens ansatzweise versuchen, sich in die Lage des jeweils anderen zu versetzen. Nicht Schwarz, nicht Weiß - einen Mittelweg gibt es immer. Um den aber zu finden, sind Kompromisse nötig. Die sind für den einzelnen in der Regel meist nicht mal gravierend, wenn nicht gar unmerklich. Am Ende aber bleibt World of Warcraft ein Spiel! Eines, dass euch darüber hinaus mehr Möglichkeiten an die Hand gibt, es zu genießen, als viele andere vergleichbare Titel.

    Und um zurück zu den Vorurteilen zu kommen, von denen eingangs die Rede war: Wie oft haben sich die Casuals denn wirklich ernsthaft über Inhalte beschwert? Ein wenig mehr Zugang zu Epics oder generell zu Schlachtzugsinhalten - ist das so viel verlangt? Warum bitte, glaubt ihr, wurden bereits in TBC - der bis heute am meisten gelobten Erweiterung - genau diese Dinge eingeführt? Karazhan als erster 10er-Raid, Epics in Hero-Dungeons und für Abzeichen der Gerechtigkeit und der LFR in Cataclysm. Sämtliche anderen Entscheidungen - und zu denen darf und soll bitte jedeseine Meinung haben - gingen stets von den Entwicklern aus. Dafür Casual-Gamer verantworltich zu machen, wäre gelinde gesagt unverschämt.

    Ärgert euch nicht so sehr, dass auch andere Spaß haben - genießt lieber eure Zeit im Spiel. ;-)

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      21.02.2016 00:30 Uhr
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      Panth
      am 22. Februar 2016
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      1. Ich glaube, die Wut die viele Menschen auf WoW haben kommt von der "gezwungen" Langzeit-Ehe. Es gibt bis heute kaum ein Unternehmen, dass sich solche Mühe geben wollte wie Blizz (nicht mal Swotr), aus dem Grund bleibt einem bei bestimmten Anforderungskriterien wenig Raum außer WoW und versucht mal 10 Jahre jeden Tag lakritz zu essen, glaube mir ihr werdet es bereits nach 2 Wochen hassen.
      2. Ich finde die "Casualisierung" war an sich gut. Jedoch nicht alles davon. Besonders, was du angesprochen hast der Lfr, ist eigentlich unnötig. Dies hat nämlich mit einem psychologischem Trick zu tun. Damals gab es diesen Nimbus den zu erreichen wolltest: "Einmal Naxx gehen", " Einmal Illiadan töten", für viele blieb es unerreicht. Das banale dabei ist, das ist eigentlich egal, denn es ist wie "Wer wird Millionär", es geht um den Traum, um den Struggle einer der wenigen zu sein, die es schaffen. Heute gehst du einmal lfr durch und es gibt keinen Traum. Myhtic hat nix episches, paar mehr Fähigkeiten, mehr hp ... viel spaß. Dies führt dazu, dass sehr aufwendiger Content nicht gewertschätzt wird. Stell dir vor, Mario wäre ein gerades lvl und du musst nur Pfeiltaste rechts drücken ... lfr brauchte ich teilweise nur mitzulaufen.
      3. Damals wurden die Leute auch "erwachsen" und älter und haben dennoch ihre Zeit versenkt. Wir haben heute einfach mehr Ablenkung, dutzende Steam-Titel, Mobas usw. usw. Es fehlt an Nachwuchs ... Vergleicht doch mal die Einstiegshürde von LoL und WoW, dann wisst ihr auch warum keiner nach kommt.

      Dann noch mal zur "Effizient", von der hier einige Reden. "Ja ich schaffe aber mit nur 2 Tagen in der Woche auch Mythic mit meiner Gilde und mich regen die Idioten auf, die unfähig dazu sind." ... da frage ich mich: "Und was genau bringt es dir nur mit Leuten zusammen zu spielen "die es können", bekommt ihr am Ende des Raids irgendeinen Preis? Wenn man sich bisschen Zeit nimmt können die motorisch unfähigsten dazulernen, wenn man sie nicht direkt abschreibt und beschimpft. Aber am Ende rumheulen, dass keiner mehr in der Gilde ist oder keiner mehr spielt. Wie oft hab ich das erlebt.
      hockomat
      am 24. Februar 2016
      Kommentar wurde nicht gebufft
      Melden
      Ja und es gibt genug Grauzonen Derulu Sachen wie nix Locked oder FFa zählen wohl nicht mehr dazu denn genau so wurden die Runs angepriesen
      Derulu
      am 24. Februar 2016
      Moderator
      Kommentar wurde nicht gebufft
      ZITAT:
      "blizz macht da nix"


      Die offiziellen Ninja-Looter-Regeln kennst du aber, oder?

      https://us.battle.net/support/en/article/ninja-looting-policy
      hockomat
      am 24. Februar 2016
      Kommentar wurde nicht gebufft
      Melden
      Also ich kenne genug von diesen Leuten und treffe sie andauernd ninja looter bei Archi hc schön Gruppe bauen unterequip was man ja erstmal nicht sieht zb wenn die Gruppe recht voll ist loot einstecken und leaven 3 mal in 5 ids und blizz macht da nix is wirklich war denn diese Spieler stehen im Arsenal immer noch mit diesen items.
      Ich Raide myth und ich finde nicht das anderen Leuten nichts zusteht ich Funde auch den lfr nicht verwerflich oder besser nicht mehr da keine t Set Teile mehr droppen und man nicht mehr gezwungen ist diesen zu machen um an die Boni zu kommen was da dropt finde ich ok für den Aufwand und für trinke vielleicht zum nach ziehen. Es hat aus meiner Sicht auch nichts mit gönnen zu tun nur wie ich finde. Trotzdem sollte es noch einen Unterschied geben da es immer noch ein Belohnungs System ist aus meiner Sicht
      Arrclyde
      am 23. Februar 2016
      Kommentar wurde nicht gebufft
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      ZITAT:
      "Ausserdem habe ich gesagt das mich nicht die casual stören sondern die Leute die alles haben wollen ohne Aufwand ohne ein wenig Anspruch."


      Die gibt es aber nicht, die Leute die alles haben wollen ohne Aufwand. Dieser Typ Spieler cheated in Singleplayer Spielen sich unendlich Munition und Millionen an Bargeld und bleibt MMOs generell fern. Der Archtypus des "Ich will alles und zwar sofort ohne was dafür zu tun"-Spieler ist ein Konstrukt von Spielern die selber nur grade Normal- und Heroic-Raids ankratzen und sämtliche Sozialkompetenzen vermissen lassen, und fordern das andere die weniger spielen / niedrigere Schwierigkeitsgrade meistern GAR NICHTS bekommen sollen, vor allem keine Epics egal wie viel schlechter sie sind.

      Sehr schön zu beobachten in sämtlichen alten Foren in denen es um LFR geht. Da wird dann immer argumentiert: Du willst ja nur das beste ohne was dafür zu tun (als wenn im LFR das Beste Equip droppen würde, oder das der Boss fallen würde wenn 25 Man AFK da rumstehen).

      Klar hast du immer irgendeine Ausnahme die wirklich denkt ihm/ihr steht irgendwas zu ohne was zu tun. Aber die allermeisten Spieler wissen ganz genau das wenn sie gewisse Dinge Haben wollen sie die entsprechenden Inhalte spielen müssen, und auf Grund dessen eben ihre Entscheidung, es zu tun oder zu lassen, treffen.
      hockomat
      am 23. Februar 2016
      Kommentar wurde nicht gebufft
      Melden
      Hast du meinen Post überhaupt gelesen denn du kannst ja nur mich meinen?! Ich habe weder gesagt das jeder myth Raiden muss oder jeder der es nicht macht unfähig ist! Ich sagte lediglich das man als casual auch Anspruch haben kann und Erfolg haben. Ausserdem habe ich gesagt das mich nicht die casual stören sondern die Leute die alles haben wollen ohne Aufwand ohne ein wenig Anspruch. Also reiß hier bitte nicht meine Sätze aus dem Kontext und erzähle so einen bullshit
      LoveThisGame
      am 22. Februar 2016
      Kommentar wurde 2x gebufft
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      ZITAT:
      "Dann noch mal zur "Effizient", von der hier einige Reden. "Ja ich schaffe aber mit nur 2 Tagen in der Woche auch Mythic mit meiner Gilde und mich regen die Idioten auf, die unfähig dazu sind." ... da frage ich mich: "Und was genau bringt es dir nur mit Leuten zusammen zu spielen "die es können", bekommt ihr am Ende des Raids irgendeinen Preis? Wenn man sich bisschen Zeit nimmt können die motorisch unfähigsten dazulernen, wenn man sie nicht direkt abschreibt und beschimpft. Aber am Ende rumheulen, dass keiner mehr in der Gilde ist oder keiner mehr spielt. Wie oft hab ich das erlebt."


      Der Nächste bei dem jeder der mal einen Raid von innen gesehen hat direkt zum ausrastenden und rumpöbelnden A....loch mutiert.

      Ich frage mich echt ob manche Leute so ein dünnes Fell haben und jede sachlich und höflich vorgetragene Kritik gleich als Beleidigung ansehen oder ob ihr wirklich alle auf die selben paar A....löcher getroffen seid.

      Bei diesem in so einigen Posts vorherrschenden Meinungsbild komme ich irgendwie zu keinen anderen Möglichkeiten.
      Arrclyde
      am 22. Februar 2016
      Kommentar wurde nicht gebufft
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      Na ich weiß nicht ob der LFR wirklich so unnötig war. Blizzard sieht das etwas anders und ich glaube sie haben damit sogar ausnahmsweise mal Recht.
      ZITAT:
      "Damals gab es diesen Nimbus den zu erreichen wolltest: "Einmal Naxx gehen", " Einmal Illiadan töten", für viele blieb es unerreicht."

      Ich weiß nicht ob das auf so viele zutrifft. Viele wussten von beiden, aber nur die wenigsten haben auch nur daran gedacht das mal zu erreichen. Vor allem war bei frühen Raids nicht nur das Können gefordert sondern auch eine Menge Zeit für die Vorbereitung. Grade Naxx. Es gab keine Aufholmechaniken, wer also mit mischen wollte MUSSTE den kompletten weg gehen oder gezogen werden. Zusätzlich brauchte man noch den Ruf um den Raid überhaupt betreten zu können.

      Also ganz sooooo das Jeder so sein wollte wie die Topraider war das damals auch nicht.
      hockomat
      am 22. Februar 2016
      Kommentar wurde 2x gebufft
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      Ich muss auch dazu sagen das man heute als casual mit Anspruch denn Arbeits bedingt bin ich heute auch nicht mehr auf jedenfall auch erfolgreich spielen kann wir haben mit 2 RAID Tagen die Woche 5/13 myth down. Casual hat nur was mit der Zeit nicht dem Spiel Stil oder dem können zu tun. Finde den Artikel deswegen auch eher unpassend.
      Arrclyde
      am 23. Februar 2016
      Kommentar wurde nicht gebufft
      Melden
      ZITAT:
      "Dann gehörst du ganz offensichtlich nicht dieser Personengruppe an die ich meinte."


      Wer sagt denn das ich von mir geschrieben Habe? Ich habe in WotLk in ICC mitgeraidet.
      Meinst du die Personen-gruppe die alles haben wollen und nichts dafür tun? Die würde ich gerne mal sehen. Weil bisher habe ich in den letzten Jahren in verschiedenen Foren (offiziell DE und EN/US, MMO-C) nur Leute gefunden die behaupten das sie raider sind und behauptet haben das andere immer alles geschenkt haben wollen. Die Leute über die sie da reden habe ich allerdings nicht gesehen.
      Arrclyde
      am 23. Februar 2016
      Kommentar wurde 1x gebufft
      Melden
      ZITAT:
      "Also mit 2 Abenden die Woche die ich nach RAID richte finde ich schon das es casual ist damals als ich noch Progress geraidet habe hatte ich 5 Tage und wesentlich mehr Spielzeit dazwischen und für mich ist das casual wenn man nicht mehr viel Zeit hat kann man diese ja trotzdem gezielt nutzen
      "


      Damals waren auch andere Zeiten. In Classic habe ich auch geraidet und es war so das man halt viel mehr in und um die Raids machen musste.
      Nochmal: sobald jemand seine Zeit plant und seien es auch nur zwei tage die Woche, ist er im Prinzip schon keon Casual mehr. Der Faktor Casual ist eher abhängig von "wenig bis keine planbare Zeit am Stück" nicht nur "wenig Zeit". Denn die benötigte Zeit hat sich Laufe der Jahre von alleine, System bedingt verringert.
      Aber wenn du dich als Casual siehst ist das natürlich deine Sache. Und es ist immer gut auch Beispiele für Diskussionen zu haben in denen Casuals sogar Mythic raiden können.
      hockomat
      am 23. Februar 2016
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      Also mit 2 Abenden die Woche die ich nach RAID richte finde ich schon das es casual ist damals als ich noch Progress geraidet habe hatte ich 5 Tage und wesentlich mehr Spielzeit dazwischen und für mich ist das casual wenn man nicht mehr viel Zeit hat kann man diese ja trotzdem gezielt nutzen
      LoveThisGame
      am 22. Februar 2016
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      ZITAT:
      "Diese Art von Casual war mit dem Vorraidset für Hero-Marken völlig zufrieden."


      Dann gehörst du ganz offensichtlich nicht dieser Personengruppe an die ich meinte.
      Arrclyde
      am 22. Februar 2016
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      Oh ich hab mal eine schöne Definition von Casual gesehen:
      "Casual sein oder casual spielen bedeutet nicht das man nur sehr wenig Zeit zum spielen hat. Man hat als casual nur wenig planbare Zeit am Stück"

      Nach dieser Definition ist man auch bei nur zwei Raid tagen kein Casual. Ein Casual spielt nicht wann immer er Zeit hat, er spielt nur dann wenn er mal Zeit hat. Das muss nicht zwangsläufig zur selben Zeit an bestimmten Tagen sein. Das bedeutet aber nicht das diese Art von Casual (scheinbar gibt es keine allgemein gültige Definition, sieht jeder anders) alles geschenkt haben möchte. Diese Art von Casual war mit dem Vorraidset für Hero-Marken völlig zufrieden.

      Mit zwei festen Raidtagen würde ich mich nicht als Casual-Spieler sehen, einfach weil ich meinen Alltag daraufhin ausrichte diese zwei Tage raiden zu können.
      LoveThisGame
      am 22. Februar 2016
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      Eben, es soll Leute geben die mit 2 Raidtagen und ~ 10 Stunden die Woche Mythic Clear vorweisen können.

      Wenn das keine Casuals sind, dann weiß ich auch nicht.

      Wiederum andere halten sich für Casuals, haben das doppelte oder gar dreifache an durchschnittlicher wöchentlicher Spielzeit und bekommen absolut nichts auf die Reihe, aber sind die Ersten die nach Content schreien und selbstverständlich ja 13€ bezahlen und ein Anrecht auf alles haben.

      Das sind die Leute die meinen Blutdruck in ungesunde Höhen treiben!
      hockomat
      am 22. Februar 2016
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      Was wirklich stinkt sind halt die Leute die alles haben wollen aber nichts dafür tun wollen sollte man vielleicht lieber die Überschrift in Gierlappen ruinieren WoW ändern
      LoveThisGame
      am 22. Februar 2016
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      Absolut.
      Horakk
      am 22. Februar 2016
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      Lieber Nico,
      ich kann deinen Bericht nur zu 100% zustimmen, da ist Inhaltlich für mich nichts mehr zu bemängeln.
      Ich selber spiele und zahle seit der Beta WOW und habe alle Höhen und Tiefen miterlebt und noch keinen
      Monat ausgesetzt.
      Meine Kinder sind mit WOW groß geworden und ich freue mich über jeden der WOW spielt
      egal wie und wieviel. WOW lebt von vielen Leuten ich will nicht alleine Erz sammeln... wie langweilig.
      Grüße
      Trisea
      am 22. Februar 2016
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      Danke für den Artikel !!!
      Besser könnte man es nicht schreiben !
      Ich gönne jedem der viel Zeit für Raids in das Spiel steckt, seine Erfolge....für mich reicht der LFR !
      Das man bestimmte Dinge nicht bekommt...ist ok...ich nutze dafür andere Dinge und Möglichkeiten / Questen Welt erkunden / Berufe und vor allem ungebunden sein von festen Raidzeiten!
      Komischerweise wird grad von Seiten dieser angeblichen doch so tollen Progamer, der andere Seite nichts gegönnt...warum eigentlich?...wir nehmen euch nichts weg !
      Und wie der Artikel schon sehr schön sagt...wenn es uns nicht gäbe, wo würde WoW heute stehen....von ein paar vielleicht hunderttausend kann man so ein Spiel nicht lange weiter entwickeln zumindest nicht so, wie unser geliebtes Wow jetzt ist !
      Und hoffentlich noch viele Jahre weiter sein wird!
      zampata
      am 21. Februar 2016
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      ich persönlich glaube es liegt eher am falschen Fokus.

      Es fing ja damals an dass damals (Classic, BC, WOTLK?) noch regelmässig Contentpatche veröffentlicht wurden.
      Dannach kam Blizzard auf die Idee jedes Jahr ein Addon heraus zu bringen. Dies gelingt jedoch nur wenn fast alle Contentpatche gestrichen werden. Dieses falsche Ziel haben sie seit Cata verfolgt und das Ergebnis sehen wir nun: es gibt keine Patche und die Contentleere ist größer als früher.

      Fehler 1 : Anstatt regelmässig kleine Patche zu veröffentlichen wurde der Fokus auf Große Erweiterungen gelegt


      Die Spieler haben sich über fehlenden Content beschwert und Blizzard fing an immer mehr drum herum heraus zu bringen. Ja den einen oder anderen gefallen Haustierkämpfe aber das ist nichts was das Core Spiel erweitert. Es ist gut dass Spieler alternartiven haben aber es bleibt denoch eine Alternative !
      In der Core Mechanik (Dungeons & Raids) haben sich seit BC nichts mehr grundlegendes getahn.

      Jetzt entdeckte Blizzard erst in Diablo3 mit den Seasons einen Mechanimsu mit dem sie Dungeons wieder interessant gestalten können (Mythik Mode, neuer Challenge Mode)

      Das selbe kann man über diese 40er Raids, 25er Raids, 10ner vs 25er Raids Streitereien sagen.
      Die Flexibeln Raids waren eine tolle Lösung aber sie hätten viel früher kommen können.
      Auch dies zähle ich zu einer Erweiterung der eigentlichen Core Mechaniken.

      Ich denke eher dass dies die Punkte bei denen BLizzard massiv gefailt hatte
      Mabeg81
      am 21. Februar 2016
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      Naja, pro player waren die meisten wohl auch damals nicht. Trotzdem hat man seine Ziele erreicht. Da hat man halt an einem Abend nur an einem Boss getryt, anstatt einen ganzen Raid durchzurushen. Dafür war dann auch das Erfolgserlebniss grösser. Heute klatscht man einen Boss um und denkt sich "joa gut...her mit dem Lila". Man stelle sich mal vor man muss heute noch 2 Stunden an einem Boss sitzen. In der Zeit hätte man 3/4 des Raids schon austauschen müssen, weil die Leute sich mit den Worten "bye ihr noobs" verabschieden um in Heuschrecken Manier sich das nächst bessere zu suchen.

      Das Game mag sich vom Angebot und Umfang verbessert haben, aber die Community ist durch die casualisierung immer weiter verroht.
      LoveThisGame
      am 23. Februar 2016
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      ZITAT:
      "von daher sind für mich jegliche Forderungen die über "du hast Spaß am Spiel und bist ein lustiger Typ" hinausgehen überzogen"


      Ok, jetzt steht die Aussage wenigstens in der richtigen Relation.

      Ergo spielst du also eher im "Gilden-Typ" Family & Friends bzw "Fun" Gilde, wie ich das in etwa kategorisiert habe.

      Mit untergeordneten Progress-Gedanken, falls denn solche überhaupt vorhanden sind.

      Jedem das Seine, wie gesagt für jeden gibt es die passende Gilde.

      Nur sollte man sich dann eben auch nicht über Anforderungen anderer Gilden auslassen, deren Ziele eben deutlich klarer definiert sind.
      Arrclyde
      am 23. Februar 2016
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      @LoveThisGame:
      Ja auch Stammgruppen sind völlig daneben. Und ich bin froh das ich seit Classic in ein und der selben Gilde bin die noch eine echte Gemeinschaft ist. Wer schneller vorankommen will kann gerne auch wo anders mit raiden und wird nicht gezwungen, und wem noch Equip und andere vorbereitende Maßnahmen fehlen der wird vorbereitet (nicht einfach gezogen). Und das schon seit über 10 Jahren. Ja, von daher sind für mich jegliche Forderungen die über "du hast Spaß am Spiel und bist ein lustiger Typ" hinausgehen überzogen, einfach weil ich besseres gewohnt bin (als Gemeinschaft).

      Und wenn ich ehrlich bin: kein Spielinhalt ist für mich wichtiger als die Menschen mit denen ich ihn bespiele.

      @Hockomat:
      Ja das scheint leider die traurige Regel zu sein als die Ausnahme. Ganz unschuldig ist das Spiel selber allerdings auch nicht, vor allem mit solchen Systemen.
      hockomat
      am 23. Februar 2016
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      Guter Witz Grade im Progress Bereich failst du 1 mal vielleicht 2 mal danach wirst du ausgetauscht mit Pech sogar aus der Gilde geworfen hast du zu wenig Zeit bye bye du willst einen Speck Spielen der dir gefällt aber nicht das Optimum aus deinem char holt und Tschüß. Ich sage dir ganz ehrlich du hast keine aber wirklich keine Ahnung ich hab etliche Zeit in den top 100 gespielt bis Ende wotlk was du für Vorstellungen hast wie es in top RAID Gilden vorgeht ist einfach totaler Blödsinn
      LoveThisGame
      am 22. Februar 2016
      Kommentar wurde nicht gebufft
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      ZITAT:
      "Relation ist das Zauberwort. Was zum Beispiel genauso unmöglich sind Anforderungen für Raids deren geforderter Gearscore höher ist als das was im Raid droppen kann."


      Darfst ja gerne mal die Stammgruppe Foren durchsuchen ob du mir auf den ersten 5 Seiten beider Fraktionen mehr als 1 oder 2 Gilden zeigen kannst die mehr Gear von ihren zukünftigen Membern verlangen als in dem Content dropt den sie bespielen wollen.

      Über PUG ging es in meinem verlängerten Post nicht mit einem Wort!
      Arrclyde
      am 22. Februar 2016
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      ZITAT:
      "Denn ein Gear-Niveau von 680+ stellt heute absolut keine Hürde dar, wer dazu nicht fähig ist sich innerhalb von 1-2 Wochen dieses Gear-Niveau anzueignen und über überzogene Anforderungen herziehen möchte, dem muss man einfach glasklar sagen das er/sie einfach nur faul ist!"


      Relation ist das Zauberwort. Was zum Beispiel genauso unmöglich sind Anforderungen für Raids deren geforderter Gearscore höher ist als das was im Raid droppen kann.
      LoveThisGame
      am 22. Februar 2016
      Kommentar wurde nicht gebufft
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      Genauso gibt es aber selbst heute etliche NHC Gilden die händeringend nach Membern suchen und teils keinerlei Exp verlangen und auch in Sachen Gear teils Vorstellungen haben die mit sehr wenig Aufwand zu erreichen sind.

      Denn ein Gear-Niveau von 680+ stellt heute absolut keine Hürde dar, wer dazu nicht fähig ist sich innerhalb von 1-2 Wochen dieses Gear-Niveau anzueignen und über überzogene Anforderungen herziehen möchte, dem muss man einfach glasklar sagen das er/sie einfach nur faul ist!

      Lange Rede kurzer Sinn, es gibt für absolut jeden der Raiden möchte auch die passende Gilde, dass man vielleicht einen Servertransfer in Kauf nehmen muss mag sein, auch eine etwas längere Suche möchte ich bei besonders exotischen Terminvorstellungen nicht ausschließen, aber wer heute Raiden will, der findet auch einen Raid, nur kommt eben einem der Raidplatz nicht von alleine in den Mund geflogen, man muss schon ein bisschen Eigeninitiative an den Tag legen!

      Raiden war nie zugänglicher als heute!

      Darum würde ich mir irgendwelche Märchen von den "bösen Raidern die mich nicht mitspielen lassen wollen" in Zukunft verbitten, Danke!


      Edit:

      PS: Der Kommentarbereich ist eindeutig zu knapp bemessen, 1000 Zeichen mehr besser 2000 mehr können auf keinen Fall schaden.
      LoveThisGame
      am 22. Februar 2016
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      ZITAT:
      "aber wohlgemerkt das sind die sogenannten Progilden / Raids..die dann an ihrem eigenen Anspruch scheitern und dann natürlich den anderen die Schuld geben!
      die richtigen Gilden die ganz weit oben spielen agieren anders und lassen jeden so spielen wie er mag...wer da oben wirklich mit spielen will , geht ganz anders an einen Raid und mit WoW um!"


      Du scheinst mir unglaublich viel Ahnung zu haben, erkennt man direkt an deinem Bild das du von den unterschiedlichen Gruppierungen der Raid-Gilden zu haben scheinst.

      Im oberen Progressbereich, also ich schätze mal so in etwa bis World Rank ~ 500-1000 lässt dich nichts und niemand so spielen wie du willst, stößt du irgendwo an deine spielerischen Grenzen, bist du in diesen Bereichen schlicht und ergreifend das letzte mal Teil des Raid-Kaders gewesen.

      Absolut alles unterliegt dort dem einzigen Ziel, dem schnellstmöglichen Progress!!!

      Das bedeutet nicht das dort ein sehr rauer Ton vorherrschen muss, mag es sicher geben und genauso auch in vielen Raids wiederum nicht, aber dort wird der kleinste Fehler gnadenlos analysiert, holst du nur 92% aus deiner Klasse anstatt mindestens 96%, bist du schneller Weg vom Fenster als du "ähm" sagen kannst!

      Auch wenn du in einer Gilde spielst die nur um World Rank 5000 oder 10.000 spielt, gibt es in vielen dieser Gilden immer noch einen gewissen Progress-Gedanken oder anders gesagt eben bestimmte Ziele.

      Und du als Teil eines solchen Teams musst dich diesen Zielen eben bis zu einem gewissen Grad unterordnen, nicht umsonst enthalten viele Rekrutierungsposts Dinge wie Kritikfähigkeit oder eine gewisse Stressresistenz die verlangt wird, gerade im Bezug auf besonders wipereiche Abende an einem oder mehreren neuen Bossen.

      Und wenn es eben bei dir Verbesserungspotenzial gibt, dann ist es eben völlig normal dass darüber gesprochen wird, weil du als Einzelner/Einzelne andernfalls eben dauerhaft den Zielen deines Raids bzw deines Teams im Weg stehen wirst.

      Bist du nicht lernfähig, nicht lernwillig oder einfach zu egoistisch dich unterzuordnen und deine Probleme ein klein wenig in Angriff zu nehmen, dann wird man dich über kurz oder lang auch in "Casual Raids" nicht mehr mitnehmen.

      In Family & Friends oder "Fun" Gilden mag das anders aussehen, hier wird wohl am ehesten der nette Mitspieler oder die nette Mitspielerin trotz diverser Defizite auch weiterhin teil des Raids bleiben.

      Nur sind das auch die Gilden bzw Raids mit den niedrigsten Zielen, wenn denn überhaupt bestimmte Progress Ziele verfolgt werden und es nicht eher um das nette Miteinander geht.

      Man kann sich ja wirklich viel über überzogene Anforderungen auslassen, nur ist das eben immer auch die Frage zu welchem Zeitpunkt welche Anforderungen gestellt werden. Man sollte sich einfach mal bewusst werdend dass der aktuelle Content inzwischen 8 Monate auf dem Buckel hat, dass man nicht mit ~ 690-700 bei Gilden einsteigen kann die HC clear haben sollte einleuchtend sein.
      Trisea
      am 22. Februar 2016
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      Na auf genau so einen Kommentar habe ich doch gewartet^^
      so ein Blödsinn....es ist doch genau umgekehrt.....wenn man die ach so Hohen Ansprüche im Raid..die meist sowas von überzogen sind nicht erfüllt wird man in den meisten Gilden unnett angegangen!
      In den meisten Gilden nimmt man sich doch um himmels willen nicht mehr die Zeit, mal an einem Boss mehr Versuche zu haben.....aber wohlgemerkt das sind die sogenannten Progilden / Raids..die dann an ihrem eigenen Anspruch scheitern und dann natürlich den anderen die Schuld geben!
      die richtigen Gilden die ganz weit oben spielen agieren anders und lassen jeden so spielen wie er mag...wer da oben wirklich mit spielen will , geht ganz anders an einen Raid und mit WoW um!
      Pucaacup
      am 21. Februar 2016
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      Ich fange seit Cataclysm eigentlich nur noch kurz bevor neue Addons raus kommen an zu spielen, je nach dem wie gut mir es gefällt bleibe ich bis zu 6 Monaten wieder am Ball bevor ich wieder die Lust verliere.
      BlackSun84
      am 21. Februar 2016
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      Kurz und bündig: Ich war in Classic und BC einer der Coregamer in WoW, die sechs von sieben Abenden in der Woche dungeontechnisch aktiv waren, dazwischen Farmen bis zum Abwinken. Nach und nach veränderte sich dann mein Leben, sodass sich WoW an mich gut angepasst hat. Heute logge ich mich ab und an ein, zocke eine Runde spiele einmal per Lfr einen Raid durch und fertig. Und gerade heute können die nach wie vor Coregamer wenig herummäkeln, denn es gibt mit aktuell vier Schwierigkeitsmodi nun wirklich genug für jeden Spielertyp.
      Flerm
      am 21. Februar 2016
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      Recht hast du! Vor 12 Jahren waren fast alle aus meiner Gilde noch Schüler, spätestens 15 uhr war fast die ganze Gilde online und jeder konnte sich totfarmen bis zu Raidbeginn. Mit den Jahren fingen die Ausbildungen an etc und die Zeit wurde knapper, da halfen auch keine 10/25 Raids. Die anderen verabschiedeten sich, weil sie schlicht und ergrteifend nicht für Inhalte bezahlen wollten die sie nie zu sehen bekamen. So wie es heute ist, ist es doch quasi optimal.
      Snoggo
      am 21. Februar 2016
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      Kann ich mich nur anschliessen.
      Shaila
      am 21. Februar 2016
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      Erstmal ein guter Artikel, wenn gleich er wohl wesentliche Positionen nicht beleuchtet. Zunächst einmal stören mich ganz grundsätzlich die Begriffe Casual & Hardcore bzw. viel mehr der Umgang damit. Casual bedeutet einfach nur Gelegenheitsspieler und nicht etwa "weniger Anspruch", wie es auch hier im Artikel falsch behauptet wird. "Hardcore" bedeutet mehr Zeitaufwand, nicht aber "höherer Anspruch". Trotzdem werden immer wieder diese Verknüpfungen getätigt, obwohl sie falsch sind. Ja, es gibt sie, die Gelegenheitsspieler, die dennoch auf Anspruch stehen. Das ist kein Widerspruch. Casual bezieht sich nur und wirklich nur auf die Zeiteinheit. Und das regt mich z.B. bei der Debatte auf.

      In einem Teil des Artikels wird behauptet, es wäre wichtig, dass jeder/jede alles sehen können und Tools wie der LFR wären folglich gut. Was aber wirklich nicht einmal genannt wird ist, dass genau dieser Punkt -"den Content sehen"- tatsächich nur einen unrelevanten Teil des LFRs ausmacht. Er wird nämlich in erster Linie als billige Ausrüstungsspritze und für die legendäre Questreihe genutzt. Und nicht etwa, um den Content zu sehen.

      Würde Blizzard den LFR wirklich nur ohne jedwede Ausrüstung oder Sonstiges reinbringen - Dann könnte man einmal betrachten, wie viele da reingehen, um "den Content zu sehen". Meine Vorraussage: Die Wartezeiten würden die Skala sprengen, weil eben das kein maßgeblicher Grund ist, da hineinzugehen.

      Es werden auch weitere Punkte schlicht und ergreifend unterschlagen: Zum Beispiel wird unterschwellig wieder der Vorwurf der Missgunst in die Debatte geworfen:

      "Die Leute gönnen anderen Spieler*Innen nichts, wieso schadet es denn, wenn jeder/jede alles sehen kann"

      Generell ist das vielleicht die zentralste Frage der gesamten Debatte. Mir persönlich schadet das erstmal nicht. Aber es schadet dem Gesamtspiel. Es ist doch ganz simpel: Wenn etwas wenig vorhanden ist, dann ist es wertvoll, dann will man es haben, man strebt danach. Wenn dagegen jeder alles hat und alle gleich sind...

      Richtig, es kommt zu Unzufriedenheit. Die Sinnfrage wird sich gestellt: "Wozu soll ich das spielen, was bringt mir das?" Und wer jetzt "Spaß" antworten möchte, der verkennt wohl, dass für viele ja aber gerade darin besteht/bestand "besser" zu werden, nach etwas zu streben, etwas Besonderes zu erreichen. Und genau dort schadet diese Philosophie.

      Weiter im Text wird behauptet, "Hardcore-Gamer hätten WoW nicht groß gemacht". Ich behaupte das Gegenteil: Es war gerade das soziale Gefüge, die Gilden, die Gemeinschaften, die Gespräche und gemeinsamen Erlebnisse, die WoW unglaublich stark gemacht haben. Die Gemeinschaft hat WoW stark gemacht. Und die basierte ganz wesentlich auf z.B. Gilden und nicht auf Spieler*Innen, die alle 4 Tage mal reinschauen. Viel mehr profitierten diese noch eher von den vorgefundenn Gemeinschaften.

      Leider hätte ich mich ausführlicher geäußert, die Kommentarsektion ist aber mal wieder zu klein.
      Arrclyde
      am 22. Februar 2016
      Kommentar wurde nicht gebufft
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      ZITAT:
      "Stell dir mal vor du bringst den LFR raus ohne Epics."


      Weils Sinn macht einen Inhalt rauszubringen der nicht belohnt wie man es von diesem Spiel gewohnt ist. Abgesehen davon ist es völlig wurscht ob dort Epixx droppen oder nicht, solange es nicht die besten sind. Denn das wird hier so fälschlicher Weise behauptet: die Leute wollen immer das Beste ohne was dafür zu tun. Dastimmt nicht, und zwar nicht mal annähernd. Die Epics die es im LFR gibt sind die viert (seit Tannaan sogar nur die fünft) besten Epics. Und jeden der einen höheren Schwierigkeitsgrad spielt geht alles was darunter abgeht nichts an. Auch wenn er sich gerne einbilden möchte das das irgendwas mit seinem Spielinhalt zu tun hätte oder ihn gar entwerten würde.

      ZITAT:
      "Das Problem liegt eher darin, dass Leute immer mithalten wollen und wenn sie es nicht können, dann ist es Ungerechtigkeit."

      Nein Das Problem liegt im grundsätzlichen Spielprinzip, welches darauf aufbaut den Character nach dem Erreichen des Maxlevels nur noch über Ausrüstung verbessern zu können.

      Zudem.... natürlich ist es ungerecht. So ein Spielprinzip macht spieler die ohnehin vielleicht besser spielen können durch Equip unnötiger Weise noch stärker und lässt die Schere weiter aufklappen. In der Realität ist das schon so, daher sollte ein Spiel es deutlich besser machen als die reale Welt.
      ZITAT:
      "
      Man hätte ja die Route fahren können,"

      Da gebe ich dir vollkommen Recht, das hätte man besser machen können. Deutlich besser machen können.
      Drenex
      am 22. Februar 2016
      Kommentar wurde nicht gebufft
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      ZITAT:
      "Sorry, aber das ist ein Gerücht das die Leistungsgesellschaft in die Welt gesetzt hat. Ich habe noch NIE irgendwelche Kommentare in die Richtung gesehen. Noch nie hat einer geschrieben "ich will das beste Equip beim einloggen im Briefkasten haben." Was ich aber sehr wohl gesehen habe: "Ihr wollt doch nur das beste Equip haben fürs einloggen und nichts dafür tun". Diese Kommentare habe ich meist in Bezug auf den LFR gelesen."


      Ja ne, stimmt so nicht. Stell dir mal vor du bringst den LFR raus ohne Epics. Der LFR soll ja bekanntlich nur einem den Content zeigen. Wenn man jetzt kleinlich ist, könnte man behaupten, dass tut er ja nicht, er zeigt ja nur eine abgespeckte Version davon. Sieht man irgendjemanden darüber rumheulen? Nein, weil es am Ende schön lila gibt. Das Problem liegt eher darin, dass Leute immer mithalten wollen und wenn sie es nicht können, dann ist es Ungerechtigkeit. Man hätte ja die Route fahren können, dass man dynamische Gruppengrößen einführt für Raids und sich der Raid dem anpasst. Hat man nicht getan, stattdessen gab es nen halben Dutzend an Raidmodi, welche für mich eine weitaus uncharmantere Lösung sind, da sie nur unnötig den Grind erhöhen.
      Lacoca
      am 22. Februar 2016
      Kommentar wurde nicht gebufft
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      Erstmal möchte ich Shaila danken, dass man endlich mal wieder einen vernüftigen Kommentar lesen darf. Wenig Anglizismus. Das finde ich sehr positiv! Nun zum Inhalt:

      Ich bezeichne mich weder als Casual- noch als Hardcore-Spieler. Ich bin ein WoW Spieler!
      Ich spiele seit BC und davon einige Jahre auch sehr exzessiv nahezu täglich.
      Zurzeit bin ich überwiegend zwei Abende in der Woche und am Wochenende online.

      Hardcore ist für mich jemand, der exzessiv 24/7 Stunden spielt. Egal ob nur im LFR oder im mythischen Raid. Der Anspruch hat für mich nichts mit Hardcore zu tun!

      Ich selbst bin in einer netten und großen Gilde unterwegs. Jedem ist freigestellt, ob er am Gilden-Raidbetrieb teilnimmt, einen eigenen Stammraid hat oder einfach nur questet, ein wenig PvP spielt oder anderes Zeugs wie mythische Dungeons und Herausforderungen meistern möchte.
      Es gibt keinerlei Zwänge und das ist auch gut so! Von daher trifft die Aussage "Hardcore-Gamer hätten WoW groß gemacht" hier nicht zu!

      Ich selber habe den Anspruch für den Raid immer das Beste zu geben. Den Charakter wirklich zu kennen. Dafür nutze ich Foren der Top-Gilden oder auch andere Plattformen, um mich zu informieren. Ich probiere schon seit Jahren alle Skillung aus und lege mich von Add-On zu Add-On fest. Der Content ist für mich mit dem letzten Boss im heroischen Modus abgeschlossen. Raids auf noch höherer Stufe sind für mich nur ein Zubrot und müssen nicht zwingend geschafft werden.
      Das geht auch, wenn man nicht jeden Tag online ist. Es dauert vielleicht etwas länger, aber es geht!

      Das Wichtigste für mich ist aber, dass ich beim Spielen Spaß habe und mich dabei mit verschiedenen Menschen unterhalten kann. Stress hat man im Leben genug. Da muss ich mich nicht auch noch in einem Spiel stressen lassen. Egal ob ich mit "Hardcore"-Spielern, "Casual"-Spielern oder WoW Spielern unterwegs bin!
      Arrclyde
      am 22. Februar 2016
      Kommentar wurde 1x gebufft
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      ZITAT:
      "Eben, keine Lust sich mit dem Spiel auch nur eine Sekunde näher auseinandersetzen zu wollen, aber die volle Bandbreite an Belohnungen am liebsten per Post einkassieren wollen.

      Das ist exakt die Mentalität die das Spiel ruiniert!"


      Sorry, aber das ist ein Gerücht das die Leistungsgesellschaft in die Welt gesetzt hat. Ich habe noch NIE irgendwelche Kommentare in die Richtung gesehen. Noch nie hat einer geschrieben "ich will das beste Equip beim einloggen im Briefkasten haben." Was ich aber sehr wohl gesehen habe: "Ihr wollt doch nur das beste Equip haben fürs einloggen und nichts dafür tun". Diese Kommentare habe ich meist in Bezug auf den LFR gelesen. Diese (meist grade so gezogenen HC-Raider laut achievements) wollten damit gegen den LFR argumentieren und haben dieses Gerücht in die Welt gesetzt es gäbe solche Leute. Dabei haben diese dann ganz geflissentlich ignoriert das es a) nicht das beste Equip in Raids gibt, und b) man sich dafür schon anmelden muss.

      Kurz um: wo gibt es solche Leute die fürs einloggen das beste Equip haben wollen?
      Trisea
      am 22. Februar 2016
      Kommentar wurde 2x gebufft
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      Da kann ich dir aus meiner jahrelangen Spielerfahrung leider nur wieder sprechen!
      Grad in den Gilden hat sich die Mentalität breit gemacht....du machst so wenig schaden im Raid, also passt du nicht zu uns!
      Wohlgemerkt es waren keine Raid Gilden......
      Am ende spielt man nur noch mit einer handvoll guten Freunden ( ein hoch auf das TS^^), ohne großen Raid Ambitionen und nutzt den LFR um die Bosse sehen zu können....
      Die Gilden Landschaft hat sich leider, durch die oft übersteigerten Ansprüche vieler Gilden sehr verändert......und das nicht unbedingt zum guten!
      LoveThisGame
      am 21. Februar 2016
      Kommentar wurde 1x gebufft
      Melden
      ZITAT:
      "Sehe ich genauso. Casuals können auch Spaß mit Anspruch haben. Die Überschrift müsste daher eher lauten: Null-Bock-Spieler-und-alles-haben-wollen ruinieren WoW? Spoiler: Ja!"


      Eben, keine Lust sich mit dem Spiel auch nur eine Sekunde näher auseinandersetzen zu wollen, aber die volle Bandbreite an Belohnungen am liebsten per Post einkassieren wollen.

      Das ist exakt die Mentalität die das Spiel ruiniert!
      Qidan
      am 21. Februar 2016
      Kommentar wurde 1x gebufft
      Melden
      Sehe ich genauso. Casuals können auch Spaß mit Anspruch haben. Die Überschrift müsste daher eher lauten: Null-Bock-Spieler-und-alles-haben-wollen ruinieren WoW? Spoiler: Ja!
      Shaila
      am 21. Februar 2016
      Kommentar wurde nicht gebufft
      Melden
      Erster Absatz bezieht sich auf folgende Passage:

      ZITAT:
      "[...] Sicherlich ist das Spiel an so mancher Stelle inzwischen deutlich einfacher, sprich: "casualiger" (stimmt das so?), an der anderen dafür anspruchsvoller als damals [...]"
      Miyuka
      am 21. Februar 2016
      Kommentar wurde nicht gebufft
      Melden
      Würde jetzt nur zu gerne eine Kritik, Meinung oder sonst was zu deinem Artikel schreiben, weil ich sowas gerne mache (natürlich im positiven Sinne), aber hier fällt mir nur dieser Satz ein:

      Gebe dir zu 100% recht und es ist ein echt gut geschriebener Artikel
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1186614
World of Warcraft
WoW: Casuals ruinieren World of Warcraft? Spoiler: Nein!
Wann immer irgendwas - egal was - nicht so ganz läuft, wie wir uns das vorstellen, dann suchen wir uns erst einmal einen Sündenbock, den wir dafür - für ebenfalls egal was - verantwortlch machen können. Das funktioniert auch in World of Warcraft ganz prima und bekanntermaßen sind an all den Veränderungen, die WoW über die letzten Jahre ereilt haben, einzig und allein die bösen Gelegenheitsspieler schuld. Schon, oder?
http://www.buffed.de/World-of-Warcraft-Spiel-42971/Specials/Kolumne-Wir-brauchen-Casuals-1186614/
21.02.2016
http://www.buffed.de/screenshots/medium/2016/02/sunwell-full-buffed_b2teaser_169.jpg
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