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  • World of Warcraft: Damals war die WoW-Community netter? Das ist doch alles Quatsch ... oder?

    Erst gestern behauptete Kollege Dirk in seiner Kolumne, dass die Community in WoW einst viel netter, freundlicher, hilfsbereiter zueinander war, als sie es heutzutage ist. Eine Tatsache? Nur ein Gefühl? Und kann es nicht sein, dass es sich eigentlich genau andersherum verhält? Ein Gegenargument.

    Beim Lesen der Überschrift ein kleines Déjà-vu gehabt? Ihr seid erst vor wenigen Stunden über eine Kolumne hier auf buffed.de gestolpert, die sich mit einem ähnlichen Thema beschäftigt (hat)? Womöglich, weil Kollege Dirk Walbrühl in exakt diesem Stil … ahaaaa … daran könnte es liegen. Und ja, es ist gewollt, denn ob Spieler und Online-Communitys damals oder heute ätzender, unfreundlicher und weniger hilfsbereit waren, das lässt sich, wenn man das Thema einmal rein objektiv betrachtet, wirklich nur schwer sagen. Woran macht man eine solche Behauptung fest? Gibt es Zahlen, die eine derartige Aussage belegen? Und wenn ja, woher kommen die? Womit wir es hier zu tun haben ist, meiner persönlichen Meinung nach, eine dieser typischen Medaillen mit zwei grundverschiedenen Seiten.

    Mir als redaktionseigenem Hobbymisantrophen wurde natürlich die Ehre zuteil, die Gegenseite zu Dirks Ansichten zu vertreten, also der Behauptung, früher wären alle Spieler so viel netter gewesen. Und wisst ihr was? Es ist wie mit allem im Leben: Denke ich nur lange genug über eine Sache nach, fallen mir bestimmt ein paar situative Beispiele aus vergangenen Online-Tagen in WoW (oder irgendeinem anderen Multiplayer-Titel) ein, mit denen sich eine solche Gegendarstellung untermauern lässt. Also ja, ich behaupte jetzt einfach mal rotzfrech, dass Online-Gamer schon damals genauso fies waren, wie sie es heutzutage sind! PvP- doer PvE? Allein anhand des gewählten Servers fällt der persönliche Eindruck von Spieler zu Spieler anders aus. PvP- doer PvE? Allein anhand des gewählten Servers fällt der persönliche Eindruck von Spieler zu Spieler anders aus. Quelle: Blizzard

    Damals, da war nicht alles besser!

          

    Mit dem Einstieg in World of Warcraft machte ich meine ersten ernstzunehmenden Schritte im Bereich des Online-Gamings. Hab ich mich vorher mit jemandem in einem Spiel gemessen oder an der Seite von Freunden Drachen und anderes Gewürm erschlagen, dann geschah das entweder zusammen auf der Couch oder im Rahmen einer LAN-Party. Sich effektiv mit Fremden auseinandersetzen zu müssen, die sich hinter irgendwelchen Fantasienamen verstecken, das war tatsächlich Neuland. Was einige Vertreter der eher jüngeren Generation in diesem Bezug zwangsläufig nicht nachvollziehen können, ist, dass es für viele der Alteingesessenen nicht die Regel war, 24/7 online durch den Tag zu gurken. Es gab eine Zeit, da spaltete sich die Zocker-Community in diejenigen, die es sich leisten konnten, online zu daddeln und die, denen es eben verwehrt war. Heute sind Flatrates und stabiles Netz so geläufig wie Klopapier. Wer sich damals den Sprung vom Modem zum ISDN-Anschluss gönnte, war auf seine Art hingegen ein echter Pionier.
    Is' doch verhext! Die dämonischen DoT-Schleudern sind nicht gerade dafür bekannt, besonders herzlich aufzutreten. Is' doch verhext! Die dämonischen DoT-Schleudern sind nicht gerade dafür bekannt, besonders herzlich aufzutreten. Quelle: Blizzard Dementsprechenden Abstand hatte ich daher lange Zeit zur Online-Welt und ihren anonymen Vertretern in Foren und Spielen und entsprechend unangenehm empfand ich meine ersten Begegnungen mit Trollen und Gankern und all den Hatern, die sich hinter irgendwelchen Pseudonymen versteckten und es auch heute noch tun. Alleine zu leveln, auch das war vor vielen Jahren kein "Spaß", soll heißen: Es ging bei Weitem nicht so flott und simpel wie heute. Die Tatsache, seine ersten Erfahrungen auch noch auf einem PvP-Server zu sammeln, gestaltete den Weg in Richtung Maximalstufe selbstredend nicht gerade angenehmer. Da gibt es nun sicherlich die Schlaumeier, die mit 08/15-Weisheiten á la "Dann zock halt nich' aufm PvP-Server, du Nap!" ankommen – das typische Ei des Kolumbus: Hinterher ist jeder schlauer. Schurken "hasse" ich aber wahrscheinlich genau aus diesem Grund noch heute. Nicht, weil alle Schurken Mistsäcke wären, sondern weil ich meine ersten wirklich negativen Erfahrungen mit ein paar besonders ätzenden Vertretern dieser Gattung machen musste. Mit denen, die meinem Lowie im Schlingendorntal oder in Winterquell auflauerten, ihn über gefühlte Stunden hinweg immer und immer wieder aus dem Leben hackten und sich dabei wahrscheinlich noch stolz auf die eigene Schulter klopfen.

    Mächtig Spaß auf Quel'danas!

          

    Ebenso gut erinnere ich mich an einen Hexer auf Seiten der Horde, der uns das Leben auf der Insel von Quel'danas zur Hölle machte. Der … pardon … Sack schaffte es, sich exakt so zu positionieren, dass er uns Allianzspieler beim Abgeben der täglichen Quests gerade so in Reichweite hatte, dabei aber gerade weit genug entfernt stand, um nicht von den Wachrobotern der Sonnenhäscher zerfetzt zu werden. Heute, viele Jahre später, lache ich drüber. Damals haben mir Typen wie er echt die Laune verhagelt! Und ja, auch Hexenmeister gehörten – unter anderem wegen diesem einen Kerl - vor vielen Jahren zu meinen Ingame-Feindbildern. Allein weil mich ihre DoTs gelangweilt haben – da boxt man die Heinis in der Arena noch um, und am Ende verreckt mein Char NACH Verlassen der Manege an den weitertickenden Flüchen … echt jetz'?! Auf der anderen Seite gibt es Hexenmeister wie unseren Dirk Walbrühl, bei dem ich nicht verwundert wäre, stünde auf jedem seiner Chaosblitze, mit denen er gerade irgendein Gesicht frittiert, ein fettes und ernstgemeintes "SRY!".
    Sie attackieren aus den Schatten, betäuben und vergiften ihre Opfer - schon damals machten Schurken gerade levelnden Spieler das Leben zur Hölle. Sie attackieren aus den Schatten, betäuben und vergiften ihre Opfer - schon damals machten Schurken gerade levelnden Spieler das Leben zur Hölle. Quelle: Blizzard Und dann gab es da noch einen Stufe-14-Schamanen, der sich in Westfall unbedingt mit meinem Stufe-13-Krieger duellieren wollte, um seine "Skillung zu testen" (3 Talentpunkte, Dude … ernsthaft?). Ein nicht enden wollendes Hin und Her. Das führte dann soweit, dass er mich über die unehelichen Umstände meiner Geburt und die eher horizontale Profession meiner Mutter aufklärte – und mich schlussendlich dazu brachte, mein allererstes Ticket wegen Belästigung zu verfassen. Ihr fragt euch, ob mir das in den Jahren danach nicht mehr passiert ist? Natürlich bekam ich es, wie wahrscheinlich jeder andere auch, immer wieder mit derartigen Sonderexemplaren zu tun, nur sind mir die nicht so recht im Gedächtnis geblieben.

    Heute ist alles viel schlimmbesser!

          

    Ob die Community heutzutage also tatsächlich so viel verrohter ist, als damals? Rein aus dem Bauch heraus würde ich auf diese Behauptung mit einem herzhaften "Schmarrn!" reagieren. Die Leute sind nicht zwingend schlimmer, es wurden nur mehr (auf beiden Seiten) und die Trolle teilweise lauter. Der Ton macht bekanntlich die Musik und das Grundproblem an der Geschichte ist ohnehin, dass uns primär diejenigen im Gedächtnis hängen, die auf unangenehme Art auf sich aufmerksam machen. Ich gebe es gerne zu: Selbst wenn ich mir oft denke "Ignorier die Typen einfach", ist das gar nicht so leicht. Noch heute lasse ich fiese Kommentare oder ätzendes Benehmen stärker an mich heran, als ich sollte und zu einem gewissen Punkt beneide ich all diejenigen, denen es so leicht fällt. Du kannst mit 23 super relaxten Typen im Raid sein, du erinnerst dich dennoch an den einen Idioten, der allen die Stimmung vermiest. Und unter einem Artikel, in den du etliche Stunden Arbeit und Herzblut gesteckt hast, können 20 geile Kommentare stehen – Gedanken macht man sich trotzdem, logischerweise primär um den einen Flame-Post.

    "Füttern der Trolle verboten!"

          

    Eine Sache, die wir im Gegenzug leider gerne vergessen, ist, dass gerade besagte Internet-Pioniere ihren Teil zur Entwicklung diverser Umgangsformen beigetragen haben – der Apfel fällt bekanntlich nicht weit vom Pferd. Aktion - Reaktion, sucht euch was aus. Gerade "Kids" imitieren nun einmal auch die Großen und loten ihre Grenzen aus; sind die nicht allzu eng gesteckt, muss man sich am Ende nicht über derartige verbale Entgleisungen wundern. Denn: So schnell es unter dem Deckmantel eines Pseudonyms zu verbalen Anfeindungen kommt, so gering bis gar nicht fallen andererseits die Konsequenzen dafür aus. Ein wenig vor der eigenen Haustüre zu kehren, hilft oftmals aber schon, um den gesamten Hof ein wenig sauberer zu halten. Und auch wenn es jetzt womöglich so rüberkommt: Mir ist durchaus bewusst, dass es am Ende des Tages nicht ganz so einfach ist.
    Egomanen? Die gab es damals wie heute, vielleicht fiel uns vorher nur nicht so stark auf. Egomanen? Die gab es damals wie heute, vielleicht fiel uns vorher nur nicht so stark auf. Quelle: Blizzard
    Im Gegenzug zu behaupten, Dungeon- und Raid-Browser hätten dem gepflegten Umgangston den Todesstoß versetzt – machen wir es uns damit nicht erneut ein wenig zu einfach? Selbst damals passierte es oft genug, dass Mitspieler in der Gruppe landeten, die sich im Nachhinein als echte [hier eine unflätige Bezeichnung eurer Wahl einsetzen] entpuppten. Doch während das Tool einerseits als Katalysator für derartige Sonderexemplare diente, gab es mir andererseits die Möglichkeit, mich weniger mit eben jenen Personen auseinandersetzen zu müssen. Und wird das Gemoser im Handels-Channel zu extrem, dann verlasse ich eben den Kanal. Im Gegensatz zu damals habe ich inzwischen wenigstens nicht mehr das Gefühl, deswegen etwas Wichtiges zu verpassen. Ob das im Gegenzug wiederum positiv oder negativ zu bewerten ist - ich weiß es nicht.

    Das Fazit?!

          

    Subjektive Wahrnehmung ist ein echtes Miststück, aber gerade die ist – ob wir uns das eingestehen wollen oder nicht - oftmals der Ursprung allen Übels oder zumindest zu einem großen Teil mit dafür verantwortlich: Wir nehmen unsere Umwelt – sowohl off-, als auch online – eben stets subjektiv wahr. Was uns gerade eben noch an den Rand des Wahnsinns trieb, das ringt uns keine fünf Minuten später vielleicht nur noch ein müdes Lächeln ab - je nach Tagesform und momentanem Gemütszustand. Die Fragen der "Noobs", auf die im Handels-Channel immer nur Flames folgen? Auch die gab es schon damals, aber wisst ihr: Was wir bis heute nicht sehen, sind die Antworten, die Person X von freundlichen und engagierten Mitspielern per Wisper erreichen.
    Ein anderer und wahrscheinlich nicht zu unterschätzender Punkt ist, dass das Zusammenrotten in Gilden damals einen deutlich höheren Stellenwert genoss, als heute. Man schloss sich einer Sippe eher selten leichtfertig an beziehungsweise überlegten sich auch die Leiter einer solchen Gilde zweimal, wen sie einluden. Ob es deswegen weniger unfreundliche Spieler gab? Sicherlich nicht, man bekam nur weniger von ihnen mit. Weil man ohnehin mit Leuten aus der eigenen Gilde loszog oder weil die Stänkerer selbst Mitglied der Gemeinschaft waren und man in diesem Fall auch eher mal ein Auge zudrückte. Spieler, die sich hingegen regelmäßig den ein oder anderen Faux-pas leisteten, wurden nicht selten vom gesamten Server geächtet. Solche EInzelfälle gibt's auch heute noch, allerdings fallen allein aufgrund der Vielzahl an Spielern und inzwischen existierenden Twinks deutlich schneller durch's Raster! Ihr landet mit einem Charakter auf der Ignore-Liste des gesamten Servers? Wayne, wird eben X-Realm gespielt, im allerschlimmsten Fall zieht man eben schnell einen neuen Helden hoch.

    Wie ich die Sache handhabe? Nun, ich selbst helfe gern, sofern ich kann. Will ich mal nicht, dann halte ich eben den Rand. Wenn ich antworte, nervt mich ein ausbleibendes "Danke" allerdings genau so sehr, wie dumme Kommentare im Chat. Spieler zu beleidigen, aus welchem Grund auch immer, liegt mir fern. Da gibt es dieses Sprichwort ... "Wie es in den Wald hineinruft, so schallt es auch heraus". Oder "Was du nicht willst, das man dir tut, das tut auch keinem anderen gut". Und nein, ich muss nicht mit Gott und der Welt befreundet sein – dennoch mag ich es, den oben genannte, sinnbildlichen Hof ein wenig freundlicher und sauberer zu gestalten, und darin lieber eine virtuelle Party zu feiern, als verbale "Bare Knuckle"-Kämpfe auszutragen! So denkt nicht jeder - aber das war damals so und es wird sich auch in Zukunft nicht ändern - wie wir selbst damit umgehen, bleibt jedoch immer uns selbst überlassen!

    • Maroonaar Google+
      20.10.2015 00:30 Uhr
      buffed-TEAM
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      Netiquette | Kommentar-Ticker (Live)
      Geige
      am 20. Oktober 2015
      Kommentar wurde nicht gebufft
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      ZITAT:
      "Gerade "Kids" imitieren nun einmal auch die Großen und loten ihre Grenzen aus; sind die nicht allzu eng gesteckt, muss man sich am Ende nicht über derartige verbale Entgleisungen wundern."


      !
      Früher mögen es die Pioniere gewesen sein, heute eifern die "Kids" ihren streamenden Idolen nach.
      Ich bin mir fast sicher, dass die Community von Lol unter anderem auch wegen Ocelote und die von SC:2 zeitweise wegen Idra so toxisch war.
      Idra hatte wenigstens noch ab und zu lustige Sprüche drauf,...
      (I don ´t play terra, cauze...)

      --------------
      Der Artikel war aufjedenfall sehr interessant.
      Ich hab noch ne alte PcGames aus dem Jahre 2005 daheim in der Heinrich Lenhardt die im Vergleich zu älteren MMO´s vergleichsweise nette/weniger elitäre WoW-Community lobt.
      ZAM
      am 20. Oktober 2015
      buffed-TEAM
      Kommentar wurde 1x gebufft
      Ich habe eben einen oder mehrere Kommentare gelöscht.

      1.: Beiträge die offensichtlich der reinen Provokation der Gesprächsteilnehmer dienen, also beispielsweise bewusst ein Thema nieder machen sollen, sowie bewusst ausschließlich Offtopic darstellen sind nicht gestattet. Kritik ist erwünscht, jedoch in einem angemessenen Umgangston. Bleibt beim Thema!

      2.: Achtet bitte auf Euren Umgangston. Verbale Entgleisungen, reines Rumgenöle oder Profilierungsposts werden hier vergeblich gepostet, weil wir diese löschen - auch wenn es manche nicht so sehen wollen, die haben nichts mit Kritik zu tun. Kritik wird immer sachlich (aus-)formuliert.

      3.: Beleidigungen, Abfälligkeiten und persönliche Angriffe anderer Mitgliedern, Außenstehenden, Unternehmen oder sonstigen Dritten ist untersagt. Dies widerspricht unserer Netiquette, sowie den Community-Regeln und jeglicher vernünftiger Umgangsform.

      Vielen Dank für Euer Verständnis

      P.s.: Bei dem entsprechenden Beitrag hatte ich noch die Chance gegeben, den "nur" unpassenden unsachlichen Anfang abzuändern.
      Pandha
      am 20. Oktober 2015
      Kommentar wurde nicht gebufft
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      Ich wollte gestern schon schimpfen. Dieser Artikel entspricht viel mehr meiner Meinung. Die Begriffe "Ninjalooter" und "Ganker" wurden zu Classic Zeiten schon etabliert. Vor denen wurde damals auch schon gewarnt, genauso wurden andere durch ihr Unwissen schon damals auch ausgebeutet. Features um schlechtes Benehmen zu bestrafen gab es schon seit jeher (Ignoreliste, Melde-Funktion) oder wurden neu eingebaut (Ausschlusswahl), weil es schon VORHER nicht gut lief. Die bösen Buben gab es also schon immer.

      Viel mehr habe ich den Eindruck, dass viele Spieler einfach nicht mehr offen für neue Online Bekanntschaften sind. Die meisten Spieler (vor allem die, die nicht raiden) haben ihre eigene kleine Gilde, oder eine Gilde mit einer handvoll Freunden. Fast jeder andere Spieler ist ein Fremder. Neue Online Freunde will man gar nicht mehr haben, wozu auch, geht ja alles im Easymode mit den LFGroupfinder. Früher wurde man gezwungen Freundschaften zu schließen, damit man den Content überhaupt bestreiten konnte. Jetzt gehts wie gesagt im Babymodus auch ohne Bekanntschaften. Will ich damit sagen, dass die neueren WoW Features die Community schlechter gemacht haben? Ein klares Nein.

      Es liegt eher daran, dass generell die Spieler komfortabler geworden sind, und sich solche Features wie LFG und so gewünscht haben (bzw. LFG ist die Antwort auf die Beschwerden über die langen Wartezeiten bis eine Gruppe zusammen gestellt wurde). Man ist leichter zufrieden zu stellen. Ab den Punkt, bei den man paar Leute zusammen suchen muss um CM, M Inis, oder HC/M Raid zu gehen, schalten viele ab, weil es denen zuviel Aufwand ist.

      Aber gerade ab hier fängt es an, dass Spieler wieder zu Bekannten werden und Freundlichkeit einen Mehrwert bekommt. Wenn man längere Zeit mit den selben Spielern unterwegs ist, werden aus Bekanntschaften Freunde, die zu einer freundlicheren Spielerlebnis führen. Spieler, die in einer größeren Gilde sind, die auch Normal, HC oder Mythic raiden gehen oder sich im Gildengeschehen beteiligen, werden bezeugen, dass sie sich in der Gilde wohlfühlen, unter anderem weil man freundlich/familiär behandelt wird. Ich finde es Schade, dass man behauptet, dass die Community unfreundlicher geworden ist, obwohl man selbst gar nicht offen für neue Bekanntschaften ist. Wenn man Freundlichkeit sucht, sollte man vielleicht nicht im Allgemein- oder Handelschat suchen, sondern eher in den (größeren) Gilden.

      Danke, Nico für diese Kolumne

      Gruß Pandha
      Hennehey
      am 20. Oktober 2015
      Kommentar wurde nicht gebufft
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      Gefühlt wurden die Spieler damals effizienter erzogen. Klar, Idioten gab es schon immer. Nur gab es mal Zeiten, da hatte das noch ernsthafte Konsequenzen. Viele hielten sich dann doch besser zurück.
      Zum Ganking: Selbst Ganker hatten damals noch einen gewissen "Charme". Ich Erinnere mich an meinen ersten Char zu Classiczeiten auf Mal'Ganis. Da gab es diesen Allianzler "Killertomate". Gott was haben wir geflucht wenn der mal wieder unterwegs war.
      Killernurse
      am 20. Oktober 2015
      Kommentar wurde nicht gebufft
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      Kann nur bestätigen, dass die WOW-Gemeinschaft sich verändert hat. Sicherlich nicht zum ganz schlechten, wenn man sich mit den Menschen näher beschäftigt. Nur diese Möglichkeit ist im Spiel nicht so alltäglich, da ich doch Spielen möchte und anderes im Kopf hab als einen langen Chat.
      Was mir aufgefallen ist, sei es in WOW oder bei mir im Berufsleben (bin auch mit seit 20 Jahren Ausbilder (Praxisanleiter)), seit mehreren Jahren ist eine Ich-Gesellschaft entstanden, ich kann alles, ich weiß schon alles, ich will das jetzt machen/haben. Nur ist dann leider nichts dahinter, sie überschätzen sich maßlos! Was auch viele Kollegen und Mitarbeiter über die Jahre bestätigt haben.
      Im Spiel spiegelt sich das u.a. wieder mit sehr schnellen Runns in Inis, eben nur nicht auf den Letzten warten und sehr häufiges Bedarf würfel, beim Questen den anderen den Mob vor der Nase wegpullen, jemanden bloß nicht helfen wenn er einen Questboss erledigt, sonder daneben stehen bleiben und warten (ob man es schafft oder dabei stirbt ist egal) um dann selber schnell weiter machen zu können. Sind jetzt nur die Negativbeispiele, hab jedoch in mehreren Gesprächen festgestellt, dass Spieler über ca 35 dieses Verhalten nicht so an den tag legen, sie reifer sind in ihrem Verhalten oder eben einfach nicht zu dieser Ich-Genration gehören. Aber verändert tut sie uns alle, das ist ebenfalls spürbar, sei es in WOW oder im Leben...
      Spleener
      am 20. Oktober 2015
      Kommentar wurde 1x gebufft
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      Sorry, ich muss dir da leider widersprechen
      Ich denke dazu einfach mal an den Start von BC zurück. Hat man den ersten Serveransturm überstanden, dann tauchte man direkt in den Krieg ein. Und zwar dem Krieg um die Quest-Mobs. Und der wurde wirklich mit allen Mitteln geführt.

      Auch in Inis ist es seit jeher das gleiche. Da ich früher auch mal als Heiler unterwegs war, hab ich das sehr oft und direkt mitbekommen. Aus dieser Zeit stammt der Spruch "Mana wird überbewertet". Nur waren sie damals noch auf Heiler angewiesen, was heute nicht mehr umbedingt der Fall ist.

      Und das es vom Alter abhängig ist, kann ich nur bedingt zustimmen. Viele haben wenn sie älter werden nur keine Lust mehr sich um jeden Mob zu prügeln. Steigen aber anschließend in Ihren SUV und versuchen in der Standspur am Stau vorbei zuf ahren oder drängeln sich über sonstige möglichkeiten irgendwie vor um ein paar Minuten zu sparen und sind dabei meist die Auslöser des Staus.
      Mahoni-chan
      am 20. Oktober 2015
      Kommentar wurde 2x gebufft
      Melden
      "Es ging bei Weitem nicht so flott und simpel wie heute."

      Und genau das ist auch gut so. Dieses ganze schnell, schnell, einfach, simpel ist der meiner Ansicht nach der stärkste Grund, weshalb WoW heutzutage - subjektiv - weniger Spaß macht.

      Und ich persönlich sehe das bei der Frage "War früher die Community besser?" relativ simpel:
      Einfach mal auf einem Classic Server WoW spielen und dort die Community beurteilen. Und zwar wirklich classic, nicht BC, nicht WotLK. Es sind nicht alle Spieler nett, absolut nicht. Das war auch früher nicht so. Aber der Mittelwert zwischen "Total unausstehlich" und "Super nett" liegt deutlich weiter im positiven Bereich als es heutzutage der Fall auf den Retail Servern ist.

      Und diese - wenngleich subjektive - Meinung, wird auf den angesprochenen Servern von verdammt vielen Leuten geteilt. Wie oft doch lese ich im "Allgemein" Channel: "Kommt mir das nur so vor, oder sind die Leute hier wirklich netter?"

      Was das Ambiente angeht war die Classic Zeit schlichtweg besser, sowohl vom allgemeinen Ambiente, als auch von den Mitspielern her.
      Tori
      am 20. Oktober 2015
      Kommentar wurde nicht gebufft
      Melden
      Sonntag morgen Black Rock vor ca. 238,3 Jahren.

      Klein Tori gerade 60 geworden lootet den Drakkis blauen Schild mit (Feuerresis) weil der Lootmaster gerade disco hatte und ich das einfach nicht besser wusste.
      Da war aber Feuer im Dach und ich musste mich bei sicher 3 oder 4 Gildenleadern entschuldigen sonst wärs das gewesen mit Gruppen finden auf dem Server

      Heute ist das egal man findet mal schnell wieder eine andere Gruppe dank Serverpools ect. oder macht halt wenn der Ruf zu schlecht wird einen Namenswechsel oder Servertrans aber im Grunde ist es ja auch egal da die meisten einen schlechten Ruf cool finden.

      Dazu kommt das inzwischen jeder von sich denkt er sei ein Pro. Früher hatte man Grenzen über die nur die wirklich guten Spieler gekommen sind (NAXX/BWL Classic clear usw.) diese Spieler mussten dann auch nicht bei jeder Gelegenheit ein Selfie machen und jedem aufs Gesicht drücken was für tolle Hengste sie sind, Die Community wusste das um man hatte eine gewisse Ehrfurcht vor dem können dieser Spieler.
      Klar gab es auch damals AH poser aber es war um längen nicht so aggressiv wie heute wo jeder dumm angemacht wird der schlechteres Equip hat.

      Ich habe die ersten 3 Addons von WoW sehr genossen alles was danach kam war mehr oder weniger für'n A...
      Und ja definitiv die Community wird immer schlimmer. In WoW ist es fast wie im Berufsleben da kommt man nur durch wenn man die Ellbogen ausfährt und einen "sauberen" Lebenslauf hat, man das Mobbing handeln kann und nie zufrieden ist mit dem was man erreicht hat. Also kein Spiel für mich ich hab vor kurzem ausgehört.

      Meine WoW Sozialstudie:
      Wenn es egal ist ob man ein Arschloch ist oder nicht entscheiden sich komischerweise die Mehrheit der Menschen dazu ein Arschloch zu sein.

      Derulu
      am 20. Oktober 2015
      Moderator
      Kommentar wurde 1x gebufft
      ZITAT:
      "macht halt wenn der Ruf zu schlecht wird einen Namenswechsel"


      Das wird wenig bringen, wird der Name dann doch auf sämtlichen Listen, die es Ingame so gibt (also Freundes- wie Ignoreliste) und auf die man Spezialisten vorsichtshalber mal draufpackt, mit geändert.

      ZITAT:
      "Meine WoW Sozialstudie:
      Wenn es egal ist ob man ein Arschloch ist oder nicht entscheiden sich komischerweise die Mehrheit der Menschen dazu ein Arschloch zu sein.
      "

      Das muss man nichts entscheiden: Wer sich, weil er denkt anonym zu sein, wie ein Ars**lo** verhält bzw. sich nur wegen sozialer Konsequenzen "benimmt", der ist von Haus aus schon genau das...
      Seangral
      am 20. Oktober 2015
      Kommentar wurde nicht gebufft
      Melden
      Ging mir im Pechschwingenhort Classic ähnlich. Da gab es beim 3ten Boss (?) ein episches Item. Das konnte nur einer looten und war nicht übertragbar. Und genau für dieses Item gab es eine Quest. Die Gruppe hat noch gesagt, keiner lootet. Ich sah nur Questitem, war irre aufgeregt (erste Mal im Pechschwingenhort) und hab gelootet. Und dann gings los. Im RL hätten sie mich wohl gelyncht.
      Alpp
      am 20. Oktober 2015
      Kommentar wurde 1x gebufft
      Melden
      Es gab und gibt nette Spieler und gemeine das war so ist so und wird wohl auch so bleiben...
      Tori
      am 20. Oktober 2015
      Kommentar wurde nicht gebufft
      Melden
      Es geht ja auch um den Durchschnitt und der ist definitiv nicht netter geworden
      Golddieb
      am 20. Oktober 2015
      Kommentar wurde nicht gebufft
      Melden
      Früher war es ein Gruppenerlebnis. Heute versteckt sich jeder hinter der Anonymität. Man könnte sagen, dass Internet versaut den Charakter. Denn die Kommunikation unterhalb der Spieler hat einfach massiv nachgelassen. Viele scheuen sich vor der Kommunikation. Teilweise auch aus Angst, man könnte eine peinliche Frage stellen (z.B. wie der Boss funktioniert) und als Noob dastehen. Woher kommt das alles? Mangelnde Bildung. Die wenigsten sind in der Lage argumentieren zu können und beherrschen weder Rechtschreibung noch Verstand allgemein. Die nachwachsende 2.0 Generation beherrscht auch immer seltener Umgangsformen. Kein Wunder, wenn der Erziehungsberechtigte das Internet (und Youtube) ist, in der nur Forensprache verwendet wird.
      Kartamus
      am 20. Oktober 2015
      Kommentar wurde nicht gebufft
      Melden
      Ich muss den Artikel nicht lesen um meine Meinung dazu abzugeben: Die Community war damals genauso schlimm wie heute auch. Nur waren es damals die Jugendlichen/jungen Erwachsenen und heute sind es die Kids. Da hilft nur solo unterwegs sein, niemals im Chat Fragen stellen und auch nie auf Sticheleien in einer Gruppe eingehen. Grundsätzlich erstmal jeden in WoW so behandeln als wäre er ein ungezogener Bengel. Damit fährt man ganz gut.
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World of Warcraft: Damals war die WoW-Community netter? Das ist doch alles Quatsch ... oder?
Erst gestern behauptete Kollege Dirk in seiner Kolumne, dass die Community in WoW einst viel netter, freundlicher, hilfsbereiter zueinander war, als sie es heutzutage ist. Eine Tatsache? Nur ein Gefühl? Und kann es nicht sein, dass es sich eigentlich genau andersherum verhält? Ein Gegenargument.
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20.10.2015
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