WoW: Ist World of Warcraft zu einfach?
Dienstag, 3.11.2009: Seit Jahren schon beschäftigen sich viele WoW-Spieler mit Themen wie die den schnellen Loot zwischendurch, die Angleichungen von Klassenfähigkeiten und Aufhebungen von sogenannten Attunement-Quest. Zusammengefasst dreht es sich also um eines: WoW wird zu leicht. Aber stimmt das so?
Die Programmierer von Blizzard haben sich mit der Veröffentlichung der WoW-Erweiterung Wrath of the Lich King ein großes Ziel gesetzt: „Alle Spieler sollen in der Lage zu sein, Endgame-Inhalte des Spiels zu sehen. Niemand soll außen vor gelassen werden. Nehmt den Spieler mit, nicht die Klasse.“ Im Rahmen also diverser Anpassungen der ursprünglich völlig unterschiedlich zu spielenden Klassen und dem kontinuierlich anwachsenden Nachschub sogenannter Welfare-Epix hat sich World of Warcraft zu einem äußerst einsteigerfreundlichen Spiel entwickelt. Doch was genau hat sich geändert?
Ein komplettes Tier-Set verlangte mehr Sitzfleisch, denn Skill. In 40-Mann-Raids konnten man hin und wieder mal eine ruhige Kugel schieben; das zufällige Loot-System raubte den letzten Nerv.
Epix wo man geht und steht
Mittlerweile sind die Entwickler von Blizzard an einem Punkt angekommen, an dem mit jedem größeren Patch ein neues Tier-Set eingeführt wird, jedes natürlich noch strahlender und mit besseren Attributen, als das vorherige. Dazu kommt der neue Weg, um an diese Sets zu kommen. Inzwischen bezahlt Ihr sie mit Marken oder Tokens. Verglichen mit Classic WoW oder Burning Crusade ein Spottpreis – die damalige Währung war unendlich viel Zeit und Geduld. Und bei Euren zahllosen Runs auf Bosse, die längst „auf Farm“ waren, war nicht einmal sicher, ob wichtige Gegenstände überhaupt erbeutet werden. Oder ob ein kompletter Abend im Geschmolzenen Kern oder im Schlangenschrein wieder mit Taschen voller Schrott endet. Das sorgt für Frust und Unlust. Verständlich, dass Blizzard da eingreifen wollte.
Im Kolosseum gibt's allerhand fette Beute - auch für Random-Gruppen.
Weitere Quellen für epische Gegenstände sind die Prüfung des Champions und die des Kreuzfahrers. Die Gegenstände, die Ihr erbeutet, sind mindestens auf dem gleichen Level wie die aus Naxxramas, oft sogar auf dem gleichen wie die aus Ulduar anzusiedeln. Fette Beute für wenig Aufwand. Fette Beute, mit der sich jeder Spieler in Dalaran bewundern lassen kann. Die Einzigartigkeit, die das mühselige Loot-System der Vergangenheit suggeriert hat, ist vollends verschwunden. Damit verschwand aber auch der Frust, der dann aufkam, wenn wieder nicht die heiß ersehnten Schulterpolster von Chromaggus droppten.
Die beliebte Jagd nach dem "World First" spornt die WoW-Gilden dazu an, ihre Leistung zu verbessern - dafür holen sie sich auch Hilfe im Netz und übernehmen die Taktiken anderer Raider.
Raiden nach Rezept
Es geht ja nicht nur um die Beute! Keineswegs, viele Spieler suchen auch nach dem Kick des Bosskills. Ein weiteres Phänomen, das den Eindruck vermittelt, alles an WoW wäre einfach geworden, ist die umfangreiche Berichterstattung im Vorfeld eines Patches. Da kursieren komplette Boss-Guides und Videos im Internet, bevor diese Gegner überhaupt einen Fuß auf die Liveserver setzen. Im gnadenlosen Wettrennen mit der Zeit verlassen sich immer mehr Spieler auf die Taktiken, die ihnen andere Leute vorgeben, statt die Kämpfe selbst zu erkunden. Auch Addons ersetzen inzwischen einen Großteil der „Arbeit“ – vom allwissenden Quest-Anzeiger bis hin zu Helfer, die Euch genau sagen, wann Ihr welche Attacke auszulösen habt. Natürlich zugunsten der bestmöglichen DPS.
Das Rennen mit der DPS
Die Ausrüstungen sind besser geworden, haben bereits mit Burning Crusade einen großen Schritt nach vorne gemacht. Kratzte ein Tank im Pechschwingenhort noch verzweifelt an der 10.000 Lebenspunkt-Marke, so hat er heute ein stattliches Polster von 35.000 bis 40.000 Punkten. Dazu kommt, dass sich viel mehr Spieler mit der Theorie hinter dem Spiel beschäftigen. WoW ist inzwischen transparent. Das letzte Quäntchen DPS wird noch aus dem möglichen Equipment und der Skillung herausgequetscht; die Helden zeigen mit Addons und Auswertungs-Tools im Internet, wer die Nase vorn hat. Das spornt an, es mindestens gleichzutun - oder aber es besser zu machen.
Ein Tribut an die Unsterblichkeit - wer sich World of Warcraft "schwer" machen will, der versucht sich wie die Top-Gilde Ensidia an diesem Erfolg.
Jetzt wird’s schwer: Hardmodes
Die richtige Herausforderung, nach der sich Liebhaber des gepflegten Bosskills verzehren, sind die Hardmodes. Hier können sich die Profis austoben, ihre Taktiken feintunen und sich darüber freuen, einen harten Kampf bestanden zu haben. Denn hart sind die meisten Kämpfe tatsächlich. Nicht jede Gilde legt wöchentlich Yogg Saron +0. Von Algalon ganz zu schweigen. Allerdings können manche Spieler noch so ambitioniert sein, oft scheitern vor allem Midlevel-Gilden am einfachen Modus. Nicht an der Schwierigkeit – sondern daran, dass sich nicht so gewillte Gildenkumpels fragen, wozu sie sich den Stress des Hardmodes antun sollen. Im normalen Modus sei es doch viel einfacher.
Schwierigkeit ist subjektiv
Die Entwickler von Blizzard haben das Spiel in der Vergangenheit stetig verbessert – unnötige Mechaniken entfernt, andere erleichtert. Doch am Ende des Tages muss jeder Azeroth-Recke für sich selbst entscheiden, ob ihm das Spiel zu schwer oder zu einfach ist. Oft wird da mit zweierlei Maß gemessen. Nur weil der Paladin-Kumpel alte Raid-Instanzen leerräumt, bedeutet das nicht, dass Ihr das als Magier auch schafft. Dafür ist man in anderen Situationen überlegen.
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Das sagt die Community
Soldus startete das Thema „WoW ist nicht(!) zu einfach!“ vor rund zehn Tagen, seitdem hat sich eine Fülle unterschiedlicher Meinungen gesammelt. Für Soldus steht fest: WoW ist nicht zu einfach. Stattdessen liegt es an der Ausrüstung, der Vorbereitung und an dem Belohnungssystem innerhalb der Gilden, dass WoW leicht erscheint. So habe sich in den Jahren vor allem die Ausrüstung der Spieler im Vergleich zu den Bossen besser entwickelt. Die Vorberichterstattungen zu Testservern nimmt den Helden die Taktik für den Bosskill schon vorweg. Zu guter Letzt läge es auch daran, dass die Spieler aufmerksamer sind und weniger Fehler machen.
Braamséry stimmt dem Ganzen nicht ganz zu. So wäre es in Burning Crusade nicht möglich gewesen, mit einer Random-Gruppe Instanzen wie den Schwarzen Tempel oder den Schlangenschrein leerzuräumen. Vor allem dieser Umstand – dass nun wirklich jeder das Endgame erleben kann – stößt Braamséry auf.
Das sagt die Redaktion
Annette raidet seit Burning Crusade mit Leib und Seele. »„WoW ist zu leicht“ ist schnell gesagt – und liegt vor allem im Auge des Betrachters. Hauptsächlich hängt das meiner Meinung davon ab, in welchen Teil des Contents sich die Spieler haupt- sächlich aufhalten. Durch Blizzards „Jeder soll den gesamten Content sehen können“-Strategie sind die normalen Zehn-Spieler-Dungeons und 25-Mann-Instanzen auch entsprechend so entworfen. Eine nicht optimal ausgerüstete Random-Gruppe hat zwar zu knabbern, eine gut ausgerüstete Stammgruppe rennt aber recht schnell durch.
Anders verhält es sich mit den heroischen Varianten und den meisten Hardmodes. Wer sich nahezu ausschließlich mit dem Zehn-Mann-Content befasst, der wird auch in den Hardmodes vor einige Herausforderungen gestellt – je nachdem auf welchem Equip-Stand sich die Spieler eben befinden. Die Spitze bildet dann die heroische Variante für 25 Spieler. Wirklich durchspielen können diesen Modus nur gut eingespielte Gruppen. Vor allem Anub’arak verlangt auch einer gut ausgerüsteten und eingespielten T9-Stammgruppe einiges ab. Ob Blizzards Lösung, vier verschiedene Schwierigkeitsgrade für ein und denselben Content anzubieten wirklich gut ist, ist ein anderes Thema – aber Herausforderungen gibt es auf jeden Fall noch genug.«
Dem schließt sich auch unser Aggro-Gnom Marcel an. In seinen Augen passt das Spiel so wie es ist – gerade weil es vier verschiedene Schwierigkeitsgrade gibt. Die Hardmodes sind definitiv nicht zu leicht, Gelegenheits-Raider hingegen haben auf dem normalen Schwierigkeitsgrad die Möglichkeit, den Content durchzuspielen. Was will man mehr?
Das sagt Mackzter von Ensidia
Mackzter ist einer der führenden Köpfe hinter der Top-Gilde Ensidia. Seine Meinung zum Thema: „Die meisten Leute aus den Hardcore-Gilden werden mir nicht zustimmen, aber finde WoW überhaupt nicht zu einfach. Ich selbst mag den Farm-Status, wenn man sich auf das Ausstatten der Gilde konzentrieren kann, um sich auf die nächste Instanz vorzubereiten. Ich weiß, dass Gildenkollege Mek mir da zustimmt.
Ich finde auch die Hardmode-Mechanik von Blizzard gut, solange sie richtig funktioniert und eingebaut wird. Man muss die Instanzen gleichmäßig aufbauen und beschreiten können. Außerdem müssen die Instanzen ausgiebig getestet werden, bevor sie auf die Liveserver kommen. Ich will ganz ehrlich nicht mehr ein solches Chaos wie bei Ulduar sehen. Da wurden die Bosse ja fast jede Woche verändert!“
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Das war selbst zu Bc zeiten undenkbar, was wir reden darüber was wer am we gemacht hat? das war einfach nich drin!
Wenn wir geraidet haben, dann haben wir geraidet! dann waren wir halt mal 2 std oder 3 nich derjenige der wir im Rl sind. da waren wir halt der healer, der dd, oder der tank...Omg wir hatten in einer 168 Woche mal 4-6 std kein rl, wir waren wen wir gespielt hatten...und nicht weil wir mussten sondern weil wir es wollten, und unsren Spaß dran hatten...diese Zeiten sind leider Gottes nun mal vorbei
Ich verstehe auch die Leute die heute als"Casuals" benannt werden, ich habe mir damals auch oft erhofft das die inis leichter und raidbosse einfacher werden, aber wenn ich jetz mit einem Twink T-teile bekomm, dann denk ich mir einfach:"Ok glück gehabt beim Würfeln"...
Das ist meiner Meinung nach das größte Problem, die Leute kennen es viell. nicht anders?
Viell. ist die schule / Ausbildung in den letzten 7 Jahren einfach schwerer geworden...wer weis, was ich sagen kann ist das meine bekannten immer vor WoW standen, ob jetzt freunde oder Freundin.
Und trotzdem bin ich froh noch einer von dem "Älteren schlag" zu sein, der noch in bc das kotzen bekommen hat wenn schon zum 10 mal nicht die schulter droppen die man braucht.
Mit diesen Worten!
Gn8!
ABER: 277er+ Items im aktuellen Raidcontent sind m.E. schon etwas schwerer zu bekommen, Zwar gibt es Randomraids die inzwischen 2-3 Bosse auf HM im 25er machen, aber Full 277er equiped zu sein, ist schoin ne gewisse Leistung für das man Zeit, Geduld und vor allem auch spielerisches Vermögen mitbringen muß.
Gewisse HMs in ICC sind bereits im 10er nicht einfach (Prof, Sindra und LK) und im 25er noch schwerer, da braucht man schon ne gute Gruppe und vor allem regelmässige Kills um dann auch das Gear zu kommen.
Früher waren halt die blauen Teile die heutigen 264er Teile und die wahren EPICs die heutigen 277er Teile.
EPIC ist nicht gleich EPIC, daß muß man kapieren und schleunigst GS deinstallieren.
Natürlich hat ca. 55% der Spieler die Zeit garnicht richtig miterlebt, da sie sich von diesem enormen BOOOM des ''neuen'' MMORPGs erst überreden lassen mussten.
Blizzard musste also irgentwie mit den damals noch 6mio spielern, dann BC 10mio?! umzugehen wissen, ohne sie gleich wieder zu verlieren. Die Zahlen Wachsen bis heute noch Rasannt an und mein letzter stand waren 12Mio. !
Ähm...Ja irgentwie muss man ja alle Mäuler stopfen und einigermasen zufrieden stellen und das hat Blizzard jawohl gut hinbekommen.
MfG
Sanford
Ich kenne einige "pro-Gilden" bzw einige Member, alle sind sie sich einig: Der Erfolg bekommt man nicht geschenkt !! Sehr viele Stunden vergehen, sehr viel Gold zum reppen oder sonstige Mats verschlingen die Try --> ABENDE <--. der Durchschnitt liegt bei 4 teils sogar bei 5 (neue Ini freigepatcht z.B.) Abenden.
Daher schliesst es schon völlig aus das alle diese Zeit erbringen können.
Ich der eine Familie, Kinder, Schicht-Arbeit hat, stellt klare Priotäten, das wiederum gibt dir nicht das Recht mich als "faules Pack" oder "unfähig" hinzustellen .....andere Member natürlich auch nicht. Leute die evtl defizite haben an der Spielmechanik oder schlicht auch nicht das Interesse haben hier nen Mathe-Abi zu machen für die Boss oder Equip Mechanik zuerlernen, denen kannst doch nicht sagen "hee Dummkopf, das is ein Elite-Game, spiel besser mal Tetris". Die bezahlen Geld und haben somit auch das Recht was zu erleben und daher sind doch die 4 Schwierigkeitsgrad ideal. Schwerr genug sind die HM´s ebenfalls. Ich weiss nicht was du daher mit "Hhäppchen" meinst, den "Skill kann man nicht looten" An anständiger HM (von denen gibts noch genug) den man dann endlich mal "-->GEMEINSAM<--"schafft freut mich pers. mehr als jeder Loot.
Mit freundlichen Grüßen
Ninac
Im Endeffekt ist über die Jahre der Erfahrungsaustausch durch die Massen an Spielern nur gestiegen...bei ca. 12 Mio. Spielern, ist es doch klar, das der eine oder andere Guide zu Klassen, Berufen, etc erstellt/verfasst wird. Das aber nur zu meinen Vorredner.
Ein großer Teil muss der Gesamtheit, also der "ich kann leider nicht 24/7 vorm Rechner sitzen, weil ich leider Arbeite, zur Schule gehe oder sonst irgendwelche sinnvollen-weniger sinnvollen Sachen tue, ausser wow", weil diese sonst einfach die Lust am Speil verlieren! Aber andersrum gefragt...wer von euch HC-Gamer hat schon Yogg +0 oder ganz neu den LK 25 HM? Keiner!! Also erzählt nicht, alles ist einfach und geschenkt! Es ist für jeden etwas dabei, sei es für den Raider, als auch für den "casual".
Schönen Tag noch
Renate