Die Retro-Ecke: Gemeinsam an alte Klassiker erinnern
Was passiert, wenn drei Ärzte gemeinsam etwas unternehmen wollen? Sie gründen ein Entwickler-Studio mit dem Namen Bioware und produzieren Rollenspiel-Hits vom Fließband. So geschehen im Jahr 1995 – auch wenn der Start noch recht steinig war. Das erste Bioware-Spiel war noch ein Shareware-Titel mit dem Namen 3D Blasteroids. Der zweite Streich folgte und heraus kam 1996 der Mech-Action-Titel Shattered Steel, in dem man als Söldner gegen streitlustige Aliens kämpfen musste. Im selben Jahr nahm Bioware die AD&D-Lizenz von Wizards of the Coast, um das damals totgeglaubte PC-Rollenspiel-Genre wiederzubeleben.
Die Retro-Ecke: Dr. Ray Muzyka - General Manager und CEO der Bioware Corp
Den Nagel auf den Kopf getroffen
Kritiker bezweifelten zuerst, dass eine Spieleschmiede mit so wenig Entwickler-Erfahrung ein waschechtes Rollenspiel produzieren könne. Die ersten veröffentlichten Eindrücke aus Baldur‘s Gate fegten diese Zweifel aber schnell weg. Der zuerst angestrebte Release-Termin Anfang 1997 konnte nicht eingehalten werden, doch erhöhte das nur die Erwartungs-Haltung der Kritiker. Am 21.12.1998 war es dann soweit: Entwickler Bioware und Publisher Interplay veröffentlichten Baldur‘s Gate und zogen mit dem Spiel sowohl Fans als auch Kritiker sofort in den Bann. Das Spiel schaffte es in die TOP 10 der amerikanischen und deutschen Verkaufs-Charts und wurde zu einem der am meisten gekauften Spiele des Jahres 1999. Der General Manager und CEO der Bioware Corp Dr. Ray Muzyka erklärte damals den Erfolg des Spiels:
Baldur's Gate ist wohl mindestens so komplex wie jedes andere Rollenspiel, das ich gespielt habe. Ich glaube, worauf die Leute keine Lust mehr haben, sind überkomplexe, schwer zu begreifende Systeme. Aber wenn du Komplexität mit einem intuitiv erlernbaren System verbinden kannst, ist das der beste Weg.
Mit dieser Aussage hat Muzyka den Nagel auf den Kopf getroffen. Baldur‘s Gate erschloss das Rollenspiel-Genre für viele Zocker, die sich vorher noch nicht dafür erwärmen konnten. Trotz der AD&D-Regeln blieb das Spiel zugänglich und gleichzeitig fordernd. Das kam bei den Spielern an: Baldur‘s Gate wurde über zwei Millionen mal verkauft, womit das Spiel zu den erfolgreichsten Computerspielen der Geschichte zählt. Der Titel gilt – zusammen mit dem Action-Rollenspiel Diablo – als Reanimator des totgeglaubten RPG-Genres für den PC. 1999 folgte zuerst die Erweiterung Legenden der Schwertküste. Ein Jahr später gab es dann den offiziellen Nachfolger Baldurs Gate 2: Schatten von Amn – welcher 2001 ebenfalls eine Erweiterung spendiert bekam: Thron des Bhaal.
Die inneren Werte
Schauplatz des Rollenspiel-Hits ist die gleichnamige Stadt Baldur‘s Gate auf dem fikitven Kontinent Faerun in der Welt von Forgotten Realms. Der zentrale Hintergrund der Geschichte lässt sich schnell erzählen: Der Held des Spielers ist der Sohn (oder die Tocher) des toten Gottes Bhaal. Gott Bhaal hat ein weiteres Kind: Sarevok, der den Platz des Vaters einnehmen möchte und daher nach dem Leben des Helden trachtet – Konkurrenz ist innerhalb der Familie eben nicht erwünscht.
Bevor man sich jedoch den Harnisch überstreift, um die Schwertküste unsicher zu machen, muss man sich erst einmal sein Alter Ego erschaffen. Die Wahl des Geschlechtes muss ebenso getroffen werden – mit dem passenden Porträt versteht sich - wie die der Rasse. Neben Menschen, Elfen, Gnomen und Zwerge sind auch Mischformen wie Halblinge oder Halbelfen möglich. Ist das Volk gewählt, bleibt noch die Wahl der Klasse: Der Spieler wählt zwischen 26 verschiedenen Klassen. Neben Kämpfern, Dieben und Magiern stehen auch Unterklassen wie Druiden und Spezialzauberern zur Verfügung. Je nach Klasse verteilt man danach die ersten Punkte in die für den Charakter sinnvollsten Attribute (Stärke,Geschicklichkeit, Konstitution, Weisheit, Intelligenz, Charisma). Gemäß den AD&D-Rgeln entscheidet außerdem noch die grundsätzliche Ausrichtung des Charakters (gut, neutral oder böse), wie sich andere Nicht-Spieler-Charaktere dem Helden gegenüber verhalten. Auch die Festlegung hinsichtlich der Gesetzestreue hat Auswirkungen auf das Spiel.
Die sechs von der Tankstelle
Ist die Charakter-Erstellung gemeistert, könnt Ihr mit Eurem Recken endlich ins Spiel einsteigen. Euer Held bleibt aber nicht lange allein: Im Laufe des Spiels trefft Ihr immer wieder NPCs, welche sich Euch auf Eurem Weg anschließen. Bis zu fünf dieser Helden stehen Euch gleichzeitig während der Abenteuer in Faerun zur Seite. Gerade die Interaktion zwischen den unterschiedlichen Nicht-Spieler Charakteren innerhalb der Helden-Gruppe macht bis heute einen großen Anteil vom Reiz und der Atmosphäre in Bioware-Titeln aus. Baldur‘s Gate lieferte dafür eine Basis, die seither stetig verbessert wird. Im Mehrspieler-Modus hingegen könnt Ihr mit fünf Freunden gemeinsam eine Gruppe bilden – ein Feature, dass viel zu selten in aktuellen RPG-Titeln angeboten wird.
Die Retro-Ecke: Die Karte der Spielwelt von Baldur´s Gate
Das Auge spielt mit
Das, was Baldur‘s Gate bei Erscheinen auf den ersten Blick von der Konkurrenz abhob, waren die enorm detailreich gezeichneten Hintergründe, aus denen sich die Schwertküste zusammensetzte. Beinahe 10.000 bildschirmfüllenden Grafiken lieferte Bioware auf fünf CDs aus. Dargestellt werden die Hintergründe durch 16.Bit SVGA-Grafiken in einer maximalen Auflösung von 640x480 Bildpunkten. Diese Hintergründe bewunderte man aus einer isometrischen Perspektive, die allerdings kein Zoomen zuließ. Neben der grafischen Präsentation lohnte sich das Rollenspiel auch für die Lauscher. Abwechslungsreiche Musik-Stücke passten sich sehr stimmig ans Spiel-Geschehen an. Neben Gitarrenklängen gab’s auch großartig komponierte Orchesterstücke, die dezent im Hintergrund dudelten und für die passende Atmosphäre sorgten.
Mords-Umfang
Die spielbaren Gebiete rund um die Stadt Baldur‘s Gate sind riesengroß und vollgepackt mit Aufträgen. Wer sich nur an die Haupt-Geschichte hält, ist mehrere Tage gut beschäftigt. Nimmt man die Neben-Quests in Angriff, dann liefert das Spiel locker 150 Stunden gute Unterhaltung. Und da man auf Grund der Entscheidungen in der Charakter-Erstellung und während des Spiel-Verlaufs auch unterschiedliche Reaktionen auf seinen Helden erhält, bietet Baldur‘s Gate genug Futter für ein zweites oder drittes Abenteuer. Mit der Erweiterung Die Legenden der Schwertküste wurde der Umfang des Spiels zusätzlich noch um weitere Quests und neue Schauplätze erweitert.
Ausblick
Bioware erkannte schnell die großen Stärken von Baldur‘s Gate und konzentriert sich seitdem darauf, diese in immer besserer Form in ihre Spiele-Titel einfließen zu lassen. Ende 2009 hat das Entwickler-Studio Bioware mit Dragon Age: Origins auf dem Rollenspiel-Markt für Furore gesorgt. Auch hier steht besonders die Präsentation und die Interaktion innerhalb der Gruppe im Vordergrund. 2010 steht schon der nächste Bio-Kracher in den Startlöchern: Am 29.01. wird Mass Effect 2 veröffentlicht. Schon der erste Teil begeisterte Rollenspieler eben auf Grund der Bioware-Stärken.
Systemanforderungen von Baldur´s Gate
erforderlich:
* IBM-kompatibler PC Pentium 166 MHz
* Windows 95 mit DirectX 5.0 oder höher
* 16 MB RAM
* 300 MB Festplattenspeicher
* 4x CD-ROM-Laufwerk oder schneller
* 2 MB SVGA Videokarte
* Tastatur
* 100% Microsoft - kompatible Maus
empfohlen:
* IBM-kompatibler PC Pentium 200 MHz mit MMX
* 32 MB RAM
* 600 MB Festplattenspeicher
* 8x CD-ROM-Laufwerk oder schneller
* 4 MB SVGA Videokarte für 24/32 Bit-Effekte
* Betrieb unter DOS nicht möglich
Grüße an die Arthus (mit h!) Templer SH/Alb zumindest bei einem angekommen
Meine "geläufigsten Chars waren Rohan(Waffenmeister) und Lest(Infi). Kann Dich aufgrund Deines Nicks hier nicht zuordnen. Hab mich jedenfalls gefreut über die Grüße - herzlichst zurück!
@All
Hab vor ein paar Minuten zufällig gelesen, dass doch nicht ALLES verloren ist - oder sein muss. Läuft/lief das mit dem Wechsel auf die US-Server? Gibt es einen Server, wo sich die deutsche community "verabredet" hat? Corvus Albus (Ex SH/Alb-Gilde) SCHEINT auf Uthgard gelandet zu sein. Sind dort noch andere Gilden/Spieler?
Fragen über Fragen - und ich brenne auf Antworten ;-p
Das wäre... hach... ich versuch einfach erstmal den Account zu aktivieren... °,..,°
Und heute? Heute warte ich voller Vorfreude auf Final Fantasy XIV
ersteres Video ging um de welt^^
2. is Final Kampf xD
mir wär das Geld ,,GENAU,, dafür wert, es auszugeben^^
Ich mußt mir in 7 teil auch neu holln da ich es LEIDER mal wem ausgeliehen hatte und dann auf der 3 CD ne kratzer druff war...*heul*
Glaub mir, ich hab fast geheult xD
http://www.youtube.com/watch?v=9qnyxd7Vq0Q&feature=fvw
http://www.youtube.com/watch?v=U_tFxgxr2YQ
Ich sag nur episch EPISCH
2. Video ging damals um die Welt und schlug ein wie ne Bombe^^
Ich liebe die damalige ff7 und 8 zeit... was mein bester kumpel un ich da dran gesesen haben...GENIAL^^
Wer FF7 und 8 nich kennt bzw. nich schätzt, der ist es nich würdig jeh ein mmo zu spieln
Harte Worte, ist aber so!
Lg Michl
Irgendwie fand ich Sephiroth anfangs sogar noch ganz cool, aber als er Aeris, für die ich immer die beste Rüstung und Waffen gekauft hatte (sie gehörte zu meinem Stammteam - war ja Clouds Babe), tötete, wars vorbei. Ich denke ich habe danach nie wieder eine Spielfigur so sehr gehasst wie ihn.
Aber auch die ganzen "Aha"-Situationen waren einfach episch. Die erste Fahrt zur Gold Saucer wird mir ewig in Erinnerung bleiben. Was hab ich dort nicht gesnowboardet, Mog das Fliegen beigebracht, Chocobo-Rennen bestritten, Uboot-Missionen beendet und mich über das Drei-Knopf-Pseudo-Beat´em´up aufgeregt.
Die Fights im Battle-Square waren auch oft spannend und knapp (1/2 Leben, 1/2 Leben, Item-Auswahl gesperrt, 0 MP)
Ich weiss auch noch wie ich so durch die Welt flog und in der Wüste von Gold Saucer den kleinen roten UltimaWeapon entdeckte - "Was will der denn? Den mach ich Platt." Denkste,..
Das Chocobo-Gezüchte war auch funny, auch wenn ich anfangs gar nicht gerafft hab was der Chocobo-Weise da eigentlich redet. "Den Blauen mit dem Grünen...." - " Ich kann mich nicht mehr erinnern"
Auch die Musik war natürlich weltklasse. (Mein Favorit = Nibelheim Theme)
Alles in Allem war es für mich ein Meisterwerk.
Und der ewige Feind Sephiroth eine der Besten Figuren aller Zeiten in RPG ich hoffe das vielleicht doch irgendwann ein remake vonn FF7 kommt.
Naja ich glaub ich weiß was ich heute Abend machen werde Playsi entstauben und nochmal von vorn genießen. Auch wenn die Grafik nicht überwerfent is die Story is es auf jedenfall und die kleinen Details die eingebaut wurden machen das Spiel zu einem Dauerbrenner der auch nicht nach dem 10ten mal Durchspielen langweilig wird den man findet meistens noch was kleines was man noch nicht kannte in diesen Sinne 4XRitter + 2X Aufrufe + Nachmachen = viel zeit zum Denken ^^