buffed-Umfrage: Core oder Casual?
Seit Patch 4.2 befindet sich sogar ein Journal in WoW, das die Bossfähigkeiten beschreibt.
Heroische Instanzen sind für jedermann geeignet, Raids massentauglich und epische Ausrüstung das Mindeste, das man heutzutage trägt - so sind die Regeln zumindest beim Genreprimus World of Warcraft. Aber auch bei anderen Online-Rollenspiel steigt der Grad der Casualisierung. Kaum ein neues MMO, das einem nicht auf der Übersichtskarte akribisch genau anzeigt, wo man die nächste Quest erledigen soll. Tutorials bringen einem sanft die Spielmechanik näher, Einarbeiten meist unnötig, und wo man keine Mitspieler findet, helfen KI-gesteuerte Begleiter aus.
Wer noch vor zehn Jahren Online-Rollenspiele gezockt hat, der schüttelt bei dieser Entwicklung nur ungläubig den Kopf. Damals gab es kaum Quests, ohne Mitspieler ging selbst beim Leveln oft nichts und Raids waren nur der Elite vorbehalten. In der Zwischenzeit haben viel mehr Spieler das MMO-Genre für sich entdeckt - auch dank der Casualisierung. Aber wie weit dürfen die Entwickler damit gehen? Für Kritiker ist die Schmerzgrenze bereits überschritten. Sind MMOs also bereits jetzt nur seichte Unterhaltung und viele Quests auch von trainierten Affen zu bewältigen? Oder ist es so genau richtig und die Kritik nur der übliche Whine von einigen wenigen Hardcore-Spielern, die ihren Status bedroht sehen?
Ich hab über 2 Jahre wirklich viel gespielt und war raiden..... aber mal im Ernst: Das sind Pixel und mal abgesehen von Freundschaften die man sich vielleicht im Spiel mit aufbaut hat man hinterher null, absolut null komma null davon!
Inziwschen will ich mich auch nicht mehr verpflichten zu bestimmten Zeitpunkten online zu sein oder irgendwelchen Mist zu farmen um raiden zu können, dafür hab ich nicht genug Zeit. Aber im Gegenzug erwarte ich natürlich auch nicht ganz oben mitzuspielen, das ist für mich zumindest logisch.
Wenn ich diese Sprache besser könnte, dann würde ich wohl eher Sandboxspielen wie Darkfall, etc. zu finden sein.
Also ich mag es lieber knackig, ich hatte noch nie Probleme damit 2 Monate zum Beispiel in einem Schlachtzug 3 Abende die Woche einen Boss zu probieren. Oder ich mochte es auch, mit eingeschaltetem Hirn questen zu müssen, weil einen sonst die Fauna und Flora regelmäßig zerlegt hat.
Aber die Zeiten solcher Spieler und auch dieser Art von Spielen neigen sich wohl dem Ende zu, Anspruch und Komplexität ist out.
Inzwischen stellen die Casuals als direkte Folge des Massenmarktes den Löwenanteil bei der Serverpopulation. Meine persönliche Schätzung liegt da bei 90%. Also gilt es erstmal die Casuals bei Laune zu halten. Wobei die 24/7-Spieler nur eine einzige wirtschaftliche Existenzberechtigung haben: als Motivationshilfe für die Casuals. Nichts spornt mehr an und verlängert dadurch die Spielzeit, als Neid und Mißgunst. Die 24/7-Zocker sollen den Casuals nur vor Augen führen, was alles im Spiel erreichbar ist. Es sollen Ziele gesetzt werden. Wirtschaftlich gesehen sind die 24/7-Spieler eher ein Verlustgeschäft.
cu
Lasaint
Beispiel: Wenn jetzt jemand mit WoW anfängt, der hat es deutlich schwerer das Spiel wirklich zu erlernen. Warum? Wenn er sich hochquestet brauch er sich gar nicht um seine Fähigkeiten kümmern, sondern es ist mittlerweile so einfach geworden, dass er einfach irgendwas drückt und der Gegner fällt um. Nur dann lernt es nicht richtig mit seiner Klasse umzugehen. Wenn er dann später mal 85 ist, vielleicht heroische Instanzen geht, dann macht er keinen Schaden, weil er es vorher nicht richtig gelernt hat, seine Fähigkeiten und Zauber einzusetzen. Er weiß nicht, was CC ist, weil er das vorher ja nicht brauchte, weil es zu leicht war.
Ich hoffe ihr versteht worauf ich hinaus will. Wenn ein Spiel zu leicht ist, keine Herausforderung für den Spieler darstellt, dann lernt man es auch nie richtig zu spielen.
Ich würde mich schon als Core Spieler bezeichen, ich spiel ja auch solche Spiele wie Operation Flashpoint oder ArmA
Man darf aber nicht den Fehler machen leicht mit anspruchslos zu verwechseln. Ein Spiel kann auch leicht erlernbar sein, trotzdem zu einem komplexen Spiel mit viel Spieltiefe werden. Das Problem der heutigen Spiele ist eher die Seichtheit. Man versucht nichts komplexeres mehr einzubauen, weil man Angst hat, die Spieler würde es überfordern. Dadurch verlieren die Spiele aber viel an Faszination und vor allem Spieltiefe.
Würde man es mit Essen vergleichen, dann wären viele Spiele heute wie irgendwelche Burger bei MCDonalds. Sowas macht zwar auch satt, aber da ist einfach nicht die Befriedigung da, als wenn man in einem schicken Restaurant was richtiges essen würde.
Und genauso fühlen sich viele Corespieler bei den heutigen Casualspielen.
und als casual (zumindest auf meinen server) kriegst du nicht mal den t11 content clear ^^
aber ich finde es gut wie blizz es macht
Heute: Crafte dir 3 harte Epics und änder dein Gear sonst nicht wirste vom Noob zum MT des Raids ernannt?!? (war bei mir in WOTLK so) alle schreien GS hier Erfolge da das einzigste was du damals gebraucht hast war Movement und gute Nerven ich persöhnlich vermisse die alte Zeit sehr in der mann noch stolz war nach nem Monat sein T teil bekommen zu haben.... R.I.P good old times
Die Tendenz dem Gelegenheitsspieler den Weg zum MMO zu erleichtern, und das generelle Spiel so aufzubauen, daß jemand ohne Erfahrung und ohne übermäßig Zeit in dem Spiel seinen Weg findet und Spaß hat vollkommen richtig.
Ich bin allerdings ebenso dagegen, dem Spieler (egal wieviel Zeit, Geld oder Erfahrung er hat) alles in den Arsch zu blasen!
Das Gamekonzept muß allen Spielern Herausforderungen bieten, an denen sie sich reiben können, wo man mal Konzentriert seinmuß, und wo man beim Versagen eben von vorne (oder einem SafePoint) weiter machen muß.
Ein Spiel, egal ob für Casuals oder ProGamer, lebt von Herausforderungen - das ist im realen Leben genau so. Wer den Marathon gelaufen ist freut sich wie ein Schneekönig über den Erfolg es geschafft zu haben - und der Gewinner um so mehr. Wer mit dem Auto nebenher fährt und sich dann an die Ziellinie stellt wird niemals das Erfolgserlebnis haben. (und auch hier werden die professionellen Läufer es vor den Amateuren schaffen - aber es geht um den Lauf und das Ziel zu erreichen). Keine Couchpotato wird erwarten als erster durchs Ziel zu gehen - wenn er den Lauf aber schafft (egal mit wie vielen Zwischenstopps) der wird durch den Erfolg belohnt.
Und um bei dem Bild zu bleiben: Für jeden gibt es einen Lauf den er schaffen kann und der eine Herausforderung ist. Sprint, Marathon, Querfeldein.
Und wem es nicht gefällt, der kann ja Radeln oder Kajakfahren...
Nur mal so als Tipp. Und wenn du meinst, dass man Computerspiele nicht als Sport betreiben kann, weil man sich nicht bewegt, solltest du bedenken das Schach auch ein anerkannter Sport ist.
Andererseits muss ich dir Zustimmen, die sportlichen Aspekte findest du normalerweise nicht im PvE sondern im PvP.
1.ich habe nie das Wort "casual-spackis" benutzt, noch würde ich das.
2.ein Bildlicher Vergleich ist nicht lächerlich sondern ein retorischer Kunstgriff
3.e-sports mag zwar kein körperliche Hochleistungssport sein, aber wer wie Ensidia auf dem Run nach dem World-First ist muß ebenfalls üben-üben-üben, sein Handwerk verstehen und hat leistungsdruck und -wille. Das muß nicht meine Spielewelt oder irgendwie wichtig sein, eine Leistung ist es trotzdem.
4.Die Leute die am lautesten "Casual" schreien und sich selbst "Progamer" nennen, gehören in der Regel nicht zu den 0,5% der Spielerschaft, die tatsächlich Profi-Spielern sind.
5. Deine Projektionen und Vermutungenmachen aus Deinem Post ebenso keinen Sinnvollen Post wie die viele Konjunktive und die Nutzung der üblichen Flamebegriffe. Probier mal eine Antwort ohne diese... Danke
Klassisch Naxx oder Ulduar+HM waren schwer und ich hab mich in Ulduar über jeden erfolgreichen Bosskill gefreut (-> Erfolgserlebnis). Das hat nichts mit Pro/Casual zu tun. Herausforderung angenommen -> Herausforderung bewältig = Erfolgserlebnis. Wenn dazwischen wipes, Übung und Nachfragen/Char-Optimieren liegt - kein Problem - wenns dann trotzdem gelingt freut man sich evtl. umso mehr.
ein computerspiel mit leistungssport auf eine stufe zu stellen, bzw. dies zu vergleichen ist einfach lächerlich! ein sportler strebt vermutlich danach aus einem sieg persönlich was mitnehmen zu können, ebenso wie nach anerkennung.
wer hier wann welchen boss zuerst gelegt hat, hat leider keinerlei bedeutung für irgendwen. die selbsternannten "progaymer" und "cores" können sich daran vielleicht ne woche hochziehen, mehr aber auch nicht. anerkennung gibt es für knöpfchendrücken, im gegensatz zum sport in der realen welt, leider keine.
die o.g. erfolgserlebnisse sind wichtig um das weiterspielen ALLER spieler zu ermöglichen - egal ob schwer oder leicht. allerdings müssen ja sowohl viel- aus auch wenigspieler bedient werden. glaube hier wären mal wieder etwas wie das klassiche naxxramas oder ulduar angebracht. wer dann das gefühlt hat unterfordert zu sein und sich von dem "casual-nageldreck" abheben zu müssen könnte da ja mal drei bis vierzehn monate rumwipen. glaube das gefühl dieser besonderen herausforderung würde sich schnell in div. internetforen tränenreich und laut wieder finden
Wer das erst einmal erkannt hat wird sich vielleicht die Frage nach einem etwas anderen Sinn im Spiel stellen. Unter diesem Aspekt gefällt mir eben RP so gut… dieser Besser-ist-geiler Wahn rückt etwas in den Hintergrund.
einem spieler wie mir ist es mittlerweile möglich an items bis zu IL264 zu gelangen, und dennoch möchte ich mich ja auch (im 5er-bereich) noch steigern können; sprich: mehr und weiter spielen und abokosten zahlen. als ansporn bleiben da seit jeher und wie immer items. mir reicht das aus, nur muss es auch für casuals im content weitergehen können.
und mal ehrlich: was machen die geilen raidleute tagsüber? in den hauptstädten rumposen und/oder twinken um den nächsten char raidtauglich zu bekommen (wofür auch die o.g. items vonnöten sind). und ich glaube das ist auch der moment in dem die sog. "hardcore"-spieler froh darüber sind schneller an brauchbares equip zu kommen, oder?