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World of Warcraft (PC)

Release:
11.02.2005
Genre:
Online
Publisher:
Activision Blizzard

WoW: "Wir hatten keine 25 guten Spieler" - Nihilum- und Ensidia-Mitglied Buzzkill über Alltag und Umgangston in der Raid-Gilde Nihilum

20.02.2012 16:27 Uhr
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357°
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Wer sich für Top-Gilden in WoW interessiert, der kennt vermutlich den Gilden-Namen Ensidia, und sehr wahrscheinlich auch den Gilden-Namen Nihilum. Ein Ex-Raider von Nihilum erzählt nun über die Gilden-Vergangenheit - und findet deutliche Worte.

WoW-Spieler Buzzkill ist ein früheres Mitglied von Ensidia und Nihilum. In seinem Blog auf der Webseite Manaflask will Buzzkill in einer Artikel-Reihe über die Vergangenheit von Nihilum und Ensidia sprechen. Der erste Teil "Nihilum's End" (Das Ende von Nihilum) beschäftigt sich mit seiner Gilden-Zeit, bevor sich Nihilum um SK Gaming zu Ensidia zusammenschlossen. Wichtig zu erwähnen ist hierbei, dass dieser Artikel freilich ausschließlich Buzzkills Sicht auf die Dinge wiedergibt.

Die aber zeichnet kein ausschließlich freundliches Bild von Nihilum. Vor allem Neulingen gegenüber seien die Gilden-Mitglieder damals fast schon feindselig gegenüber eingestellt gewesen, so Buzzkill. Neue Rekruten wurden harsch kritisiert, angefeindet und durch die Mangel genommen. "Wir haben Rekruten schikaniert und manchmal geradezu gefoltert. Das konnten wir gut, und ich für meinen Teil glaube, dass wir damit mehr gute Spieler herangezogen haben als es mit anderen Methoden möglich gewesen wäre", so Buzzkill, der auch selbst durch die Rekrutierungs-Hölle musste.

Während seiner Einstiegs-Zeit bei Nihilum verbrachte Buzzkill nach eigener Aussage mehr Zeit mit Spielern außerhalb der Gilde als mit Nihilum-Mitgliedern. Es gab kaum Hilfestellungen zu Kampf-Taktiken oder konkrete Aussagen dazu, was eigentlich von ihm erwartet wurde – schon gar nicht vom eigentlich für ihn zuständigen Class Leader. Überhaupt hätten sich die wenigsten Gilden-Mitglieder wirklich leiden können. Laut Buzzkills Bericht gab es viele Anfeindungen und Missgunst – aber eben auch ein Ziel, das zusammenhielt: Raid Progress. War dieser erreicht, oder hatten einzelne Spieler ihren Charakter voll ausgerüstet, so Buzzkill, hörten regelmäßig Teile der Raid-Gruppe mit dem Spielen auf.

Entsprechend war das Raid-Team auch längst nicht durchgehend mit Top-Spielern besetzt. Buzzkill dazu: "Wir hatten keine 25 guten Spieler – zu den besten Zeiten waren es vielleicht 15 großartige. Aber diejenigen, die großartig waren, konnten den Rest des Raids durchziehen". Dass Nihilum Erfolg hatte, ist laut Buzzkill nicht zuletzt dem langjährigen Gilden- und Raid-Leiter Kungen zu verdanken: "Er war einfach der beste Spieler, den ich in diesem Spiel jemals erlebt habe. Er hat zwar zu Ensidia-Zeiten das Interesse verloren und nachgelassen, aber die meiste Zeit über war er ein verdammtes Biest. Er hat den Raid geleitet, den Posten des Main Tanks übernommen, die meisten Taktiken erarbeitet, die wir und in Folge dann auch andere Gilden verwendeten und die Gilde zu Dutzenden von World Firsts geführt".

Nihilum brach nach Ansicht von Buzzkill letztendlich die lange Raid-Pause zwischen dem Schwarzen Tempel und dem Sonnenbrunnen-Plateau das Genick. Zu viele Spieler verließen die Gilde, die neu rekrutierten Spieler konnten nicht alle die nötige Leistung bringen. Schließlich gingen Gerüchte von einem möglichen Zusammenschluss mit SK Gaming um, der dann auch tatsächlich stattfand, den Kungen seinen Gilden-Mitgliedern offenbar aber lange Zeit verschwieg. Für die meisten Nihilum-Mitglieder waren die Spieler von SK Gaming laut Buzzkill verhasste Feinde. Dem Gilden-Zusammenschluss will sich Buzzkill jedoch in einem anderen Blog-Beitrag widmen. Den Beitrag "Nihilum's End" könnt Ihr auf Manaflask.com nachlesen.

20.02.2012 16:27 Uhr
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am 27. Februar 2012
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Wer wow so extrem spielt wie die Mitglieder einer Progress-Gilde hat meiner Meinung nach kaum Zeit für ein RL. Erfolg ist ja ganz nett, wenn man sonst im RL nichts zu lachen hat, aber mit welchem Druck der erreicht wird, da muß man schon einen Knacks haben oder Angst, wieder nicht vorne dabei zu sein. Leider ist der Erfolg nur virtuell, spätestens mit dem offline gehen bleibt da nichts. Ganz ehrlich, ich kann sie nur bedauern.
am 27. Februar 2012
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@ Montaura:
Die Antwort war jetzt auch nicht ausschließlich an Dich, sondern an viele Vorposter gerichtet. Hier wird ja nur so mit RL-Versagern um sich geworfen. Das das RL auf der Strecke bleibt ist richtig, allerdings für einige auch ein Ausweg.

Es geht nicht ausschließlich um BC. Nihilum hatte seine Glanzzeit in BC.
am 27. Februar 2012
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@wotan1999
Okay, ich hab übersehen das ihr ausschließlich von BC sprecht..
Ich habe auch nicht von RL-"VERSAGERN" gesprochen, extrem polemisch dieses im Zusammenhang des Rollstuhlfahrers zu erwähnen.
am 27. Februar 2012
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Also erstens reden wir von BC und nicht vom Spiel heute. Da wurden noch Raids im TV (Giga) übertragen und die meisten (guten) Gilden kannten auch die Namen der Pro-Gilden und deren aktuelle Stände.
Hier kam der Spaß auch durch die Leistung und nicht durch den netten Umgangston im Chat oder TS.
Ich spiele auch mal ganz gerne aus Spaß beim Bier Dart, aber wenn ich plötzlich der Meinung bin mit Bundesligisten Dart zu spielen, macht es weder denen noch mir Spaß.
Ach ja, Ruhm und Ehre! Ich sehe mir immer bei den olympischen Spielen Curling bis zum bitteren Ende an, wobei ich jetzt so aus dem Stehgreif nicht einen Spieler nennen könnte. Die Curler trainieren aber auch mehrmals in der Woche nebenbei, RL-Versager?
Einer aus unserer Gilde saß im Rollstuhl, ein anderer bäuchlings im Streckverband nach einem schweren Autounfall. RL-Versager?
Ich selber habe einen guten Job, ein schönes Haus (selbstgebaut), einen großen BMW und eine tolle Familie. RL-Versager?
Es gibt immer solche und solche. Bei uns gab’s auch die schwarzen Schäfchen, aber das gehört halt dazu. Deswegen darf man noch längst nicht alle über einen Kamm scheren, die sich in Perfektion ablenken wollen, weil sie genau darin gut sind.
am 25. Februar 2012
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Hallo zusammen
Auch ich habe länger als 3 Jahre WOW gespielt und das mit 48 Jahren damals , grins , aber auch ich mußte die Erfahrung machen das man nicht immer zu den Raids als etwas schwächerer Spieler mitgenommen wurde , oder nur bis zu einen bestimmten Grund und dann ausgetauscht gegen einen Erfahreren , war komisch aber war so und nachdem sich auch noch die 1. Gilde aufgelöst hatte (durch Zwistigkeiten intern ) , kurz danach auch die 2. Gilde und es in der 3 . Gilde auch nicht besser wurde habe ich aufgehört zu spielen. War nich einfach aber ich habe keinen Sinn mehr gesehen weiterzuspielen , Deswegen bin ich auch der Meinung das man nicht vergessen sollte das es SPASS bringen soll das Spiel , egal wie gut die Gildenmitglier sind .
am 23. Februar 2012
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Alle die weder Classic noch BC intensiv gespielt haben sollten hier mal schön den Ball flachhalten. Wir sind damals auch wochenlang im BT rumgewipet. Gut, war ein Jahr meiner Studienzeit die durch extremes Gamen fürn A.... war, aber was solls.
Das was er sagt kann ich sehr gut nachvollziehen. Morgens und mittags farmen wie blöd um Flasks, Bufffood und genug Gold für Repkosten zu haben. Abends wurde kontrolliert, ob auch alle voll aufgepumpt waren und wehe nicht, dann gabs Abzug im DKP.
Ich war damals Magelead und musste zusehen, wie ich meine "Stars" bei Laune halte.
Natürlich wurde auch rumgemobbt. Wenn einer oft zu spät kam, nicht genug gebufft war, oder Prinzessin spielen wollte, wurde er links liegen gelassen. Es gab eh nur kleine Grüppchen in der Gilde die zusammenhielten.
Ich hatte den Eindruck, dass viele einfach nur mit dem Gildennamen in IF abhängen wollten um auf dicke Hose zu machen.
Ich finde den Bericht von Buzzkill angenehm zu lesen und habe mir mit freuden die Screenshots angesehen.
Ich weis noch genau den Magtheridon-First-Kill von uns
Aber was solls, wer die alten Zeiten nicht kennt sollte sich auch einen Kommentar dazu ersparen.
Das waren auch noch andere Zeiten ohne Randomruns und Haustiersammeln. Für mich ist WOW ein sehr "warmes" Spiel geworden.
am 23. Februar 2012
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Bin gespannt ob am Grabstein mal steht er starb für Nihilum und Ensidia die ihn quälten bis zum Tod ,lol

Oder erstarb für WOW ,Beiltstelegramm von Mike Morhaime inc.

Sry sowas find ich krank die fangen sogar schon in swtor damit an die kranken Leute .
am 22. Februar 2012
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Irgendwie kommen mir die Aussagen auch aus Casualgamergilden bekannt vor - also nichts neues.
Wer sein Equip aus den Raids zusammenhat - hört zu 90 % mit dem raiden im Content auf - oder will
das nun die Gilde seinen Twink auststattet.
Auch der harsche Ton zwischen Spielern die Progress erfolgreich raiden und den Ottonormalverbrauchern, ist
nix neues. Die meisten Progressspieler die sich verabwürdigen einen Randomraid für "Freunde" mitzumachen, sind komischerweise meist auch diejenigen die am wenigsten Wiperesitent ( Ich hab das nicht nötig - Fraktion) sind und am meisten Flamen.
Ulkigerweise hat aber Blizzard eine derartige Community über Jahre herangezogen - also wen wunderst.
Mich nicht. Immer schön im LFR Tool Bedarf drücken und die gewonnenen Item am Raidende für Gold anbieten. (Ironie inc) Oder wie die Affenjungs Inc. jede Art von Dienstleistung für Ingame Gold verkaufen.
Wer hats der hats."Tank bietet seine Dienste an. 100 Gold pro Instanz, Item XYZ locked, Splitter locked"

am 22. Februar 2012
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Schon einmal daran gedacht das das einzig und allein einen gewissen Einblick verschaffen soll in die elitären Kreise der Hardcoreraidgilden ???

Ich will damit nur sagen das ich nichts anderes erwarte in einer Gilde die derartige Erfolge zu verbuchen hat/hatte !

Ich sehe immer mal wieder neue Spieler die hier und da völlig überzogene Vorstellungen von dem haben was im aktuellen Raidcontent ungenerft für "Ottonormalgilden/raids" erreichbar ist ! Die sehen, hören und lesen heute doch alle nur noch Worldfirst hier und da, Content Endboss HC down in wenigen tagen/wochen hier und da, gerade für diejenigen is so ein Artikel doch absolut aufschlußreich !
am 21. Februar 2012
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Das klingt zwar alles ziemlich krass und abschreckend, aber wenn ich an die Zeit zurück denke, dann war es eigentlich gar nicht so viel krasser als in vielen "normalen" Raids.

In Classic und fast ebenso in BC ging es nunmal noch wesentlich stärker um Organisation als heute, und gerade beim Einstieg war die Raidleitung deutlich wichtiger für den "Erfolg" als der "Skill" der Spieler.

Auf meinem Server gab es z.B. genügend Raids die mit vollkommen unerfahrenen Spielern in kürzester Zeit MC und BWL gecleart hatten. Paramilitärische Organisationsstrukturen haben's möglich gemacht...
am 21. Februar 2012
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Lieber mit 5 Mann in einer kleinen feinen Gilde und man hat Spaß zusammen, mag und versteht sich, als ne Gilde mit 100 Mann wo sich eh wieder nur Grüppchen im Grüppchen bilden!

Wers braucht...^^
am 21. Februar 2012
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Diese "Profispieler" nehmen sich, meiner Meinung nach, für viel zu wichtig. Wer nicht versteht, dass ein Raid ein Teamspiel sein muss, der hat es einfach nicht verstanden, Erfolg hin oder her.
am 21. Februar 2012
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Ich spiele nun seit Ultima Online MMOs und betrachte diesen Artikel als Spitze einer Entwicklung, die mir weder gefällt, noch gesund ist. Vielleicht bin ich mit 44 Jahren mittlerweile zu alt um den Sinn dahinter zu verstehen. Begriffe wie; Rekrutierungs-Hölle, Folter, Hass und Anfeindungen, welche durch offensichtlichen Leistungsdruck entstehen, wirken in Verbindung mit einem Computerspiel stark befremdlich. Aufkommende Vergleiche zu einer Junioren Fussballmannschaft der oberen Verbandsklassen oder anderen Freizeitbeschäftigungen mit Leistungsdruck sind vielleicht naheliegend. Trotzdem steht doch das Computerspiel oder sagen wir lieber MMO noch nicht für E-Sport. Das MMORPG erst recht nicht. Wenn Spieler schon damit beginnen müssen Personalpolitik mit allen politischen Begleiterscheinungen zu betreiben, dann beginnt hier ein Ellenbogen -Auswahlverfahren, was Menschen eher frustet, als das es Spass bringt und zu dem noch militärische Züge aufweisst. Wenn es dann noch dazu führt, dass nach dem Erreichen des Erfolges die Karriere freiwillig beendet wird (wie im Artikel beschrieben), ist es noch schwerer verständlich. Mein vielleicht etwas altertümliches Fazit ist somit; die augenscheinlich brachliegenden Energien mancher Raider, entweder in eine sinnvollere RL Beschäftigung zu lenken oder zurück zum zwanglosen Spass zu finden.

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