Two Worlds 2: Test des Rollenspiel-Hits
Two Worlds 2 im Test! Eine gute Nachricht für Neueinsteiger: Auch wer den Vorgänger nicht gespielt hat, ndet sich sofort in Two Worlds 2 zurecht. Der erste Abschnitt erklärt die Grundlagen der Steuerung und dient als Zusammenfassung der Ereignisse. Im Intro seht Ihr, wie der Zauberer Gandohar die Armeen der Orks in einer Massenschlacht auslöscht. Der von den Menschen gefeierte Magier zeigt jedoch wenig später sein wahres Gesicht, als er sich zum Tyrannen Antaloors aufschwingt.
Seitdem sitzt Ihr und Eure Zwillingsschwester Kyra in seinem Kerker und ertragt die tägliche Folter. Erst Jahre später gelingt es einem kleinen Trupp Orks auf Geheiß der mysteriösen Prophetin Cassara, Euch zu befreien. Kyra müsst Ihr in der Gefangenschaft zurücklassen. Damit ist Eure Aufgabe klar: Ihr sollt Gandohars Schreckensherrschaft beenden und Euer Schwesterherz retten. Aber welche Pläne verfolgt Cassara? Werdet Ihr wieder nur ausgenutzt?
Die feste Vorgeschichte schränkt Eure Möglichkeiten bei der Charaktererstellung für die Einzelspieler-Kampagne ein: Ihr seid zwangsläug ein männlicher Mensch und dürft nur Euer Aussehen festlegen. Erst für den Mehrspieler-Part habt Ihr die freie Auswahl zwischen vielen Fantasy-Rassen und beiden Geschlechtern. Auch wenn es sich um exakt denselben Helden wie im ersten Teil des epischen Rollenspiels handelt, beginnt Ihr auf Erfahrungsstufe eins, denn durch die langen Qualen im Verlies habt Ihr all Eure Fähigkeiten verloren. In vielen kleinen Schritten entscheidet Ihr während des Spiels, ob Ihr Euer Abenteuer eher als Krieger, Magier, Bogenschütze oder Schurke erleben wollt. Auch beliebige Mischformen sind erlaubt. Bei jedem Stufenaufstieg erhaltet Ihr Parameter- und Skill-Punkte. Mit Ersteren erhöht Ihr die Gesundheit, Stärke, Präzision oder Willensstärke des Helden. Gesundheit ist für alle wichtig; Stärke braucht Ihr nur im Nahkampf und Geschicklichkeit im Fernkampf mit Schusswaffen. Die Wirkung Eurer Zauber und Euer Vorrat an Mana steigen mit der Willensstärke an.Um eine Fertigkeit nutzen zu können, müsst Ihr sie erst erlernen. Das Basiswissen vermitteln Euch Bücher. Anschließend könnt Ihr Skill-Punkte einsetzen, um sie zu steigern. Die in sechs Kategorien unterteilten Fähigkeiten erlauben den Einsatz verschiedener Spezialangriffe im Nahkampf, erhöhen die Chance beim Schlösserknacken oder verstärken die Wirkung von selbstgebrauten Tränken. Die Gestaltung des Charakters bestimmt maßgeblich Eure Spielweise. Wer in einem zweiten Durchlauf der Kampagne seinen Helden anders ausbildet, erlebt auch ein neues Spielgefühl.
Parallel zur Haupthandlung nehmen viele Bewohner des Landes gerne Eure Dienste in Anspruch. Über die Auftragslage in Antaloor freuen sich selbst Großunternehmer, so viele Nebenaufgaben gibt es zu bewältigen! Die Quests reichen von simplen Botengängen bis hin zu Beschattung, Infiltration, Diebstahl und Mord. Ein Großteil der Aufgaben lässt sich auf mehrere Arten lösen: Ihr könnt den Auftraggeber belügen, Beutegut selbst behalten, ein angeordnetes Attentat nicht ausführen und mit der Zielperson ein neues Abkommen treffen. Oftmals heuern Euch konkurrierende Fraktionen gleichzeitig an. Passt auf, dass Ihr Euch nicht zu tief in Intrigen verstrickt! Zudem solltet Ihr auf Euren Ruf achten, der sich mit Euren Entscheidungen bildet. Sämtliche Dialoge im Spiel sind mit ausgezeichneter Sprachausgabe voll vertont. Der Spielcharakter redet mit der Stimme von Daniel Craig, Erzbösewicht Gandohar nutzt das tiefe Organ von Willem Dafoes Synchronsprecher. Und wenn Ork-General Rogdor mit Euch palavert, dann klingt das wie Gerard Butler in 300. Bereits nach wenigen Sekunden kann man sich rein durch die Akustik ein gutes Bild von den Charaktereigenschaften des Dialogpartners machen. Wenn sich Euer Gegenüber ängstlich, zornig, arrogant, tuntig oder minderbemittelt anhört, dann ist er es vermutlich auch.
Das Spiel ist echt klasse, hab nun gestern 4 Stunden gezockt und auch die Telefonaktivierung ging schnell und unkompliziert. Den Code den ich dort bekommen habe kann ich nun unbegrenzt zur Reaktivierung und erneuten Installation gebrauchen.
Am besten gefällt mir das überarbeitete Zaubersystem, das Schmieden, die dichte Athmosphäre und die glaubhafte und detaillierte Welt, die diesmal nicht so aufgesetzt und künstlich wirkt.
Monster sind recht intelligent und 2 Skellette zerfetzen mich immernoch in der Luft, aber dafür kann ich es inzwischen mit Geparden und anderen Raubtieren aufnehmen.
Die Kämpfe erfordern sehr viel mehr Taktik (im Nahkampf jedenfalls) und wie im Test beschrieben führt Schema F zwangsläufig zur Niederlage.
@22 Für die Story wäre die Adoptivschiene unmöglich, da die zwei Geschwister ein Band verbindet, dass nur Zwillinge haben können.
Die einfachste Möglichkeit, mit marignalem Aufwand mehr Wahlfreiheit zu lassen, wäre die Startoption auf Bruder- und Schwestertausch ... einmal befreit der Bruder die Schwester und einmal umgekehrt. Schon hätten wir ein erste Wahlmöglichkeit.
Oder warum gibt es nicht z.B. 2 Schwestern... dritte Möglichkeit. Und warum keine Orks bzw. Halborks? Oder über Stiefgeschwisterscheine bzw. Adpotionschiene (Findelkind, Schicksalsgemeinschaft, etc.) andere Spezies in die Auswahl einbinden. Es gibt so viele Möglichkeiten, wenn man als Gamedesigner kreative sein WILL und es sich nicht nur so lieblos einfach nach Schema F macht.