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  • Als Gaming-Journalist in China: Vom richtigen Verscheuchen der Vögel

    Wie geht man in China mit der ausländischen Gaming-Presse um und welche Ansätze verfolgen chinesische Entwickler bei ihren Spielen? buffed-Redakteurin Maria Beyer war in Suzhou und hat ihre Erlebnisse in einem Kommentar verarbeitet. Auf der zweiten Seite des Artikels gibt es zudem noch ein paar Hintergrundinfos zum allgemeinen Umgang mit Internet und der Zensur in China.

    Kennt Ihr Mr. Shi? Nein? Vor dem einwöchigen Trip zu Spiele-Entwickler Snail Game nach Suzhou, China hatte auch ich keine Ahnung, wer die Branchen-Koryphäe aus dem Einparteienstaat ist – und sehr viel schlauer bin ich danach nicht. Mr. Shi führt ein Gaming-Imperium, das es locker mit westlichen Firmen aufnehmen kann. Zumindest, was die Anzahl an Mitarbeitern und gewonnenen Auszeichnungen betrifft. Hierzulande ist Snail Game wohl den wenigsten ein Begriff. In der Volksrepublik haben sie jedoch eine riesige Community.

    Neue Spiele werden mit bombastischen Aktionen angekündigt, Jet Li ist Werbegesicht und Fans pilgern zu Autogrammstunden mit Mr. Shi – einer Art chinesischer Version von Blizzard-Aushängeschild Chris Metzen eben. In Europa sind die bekanntesten Snail-Titel Bounty Bay Online, Castle of Heroes und Age of Wulin. Letzteres will Snail Game europäischen Gamern ebenfalls schmackhaft machen und sie mit fernöstlichem Setting und Sandbox-Gameplay begeistern. Aber nicht nur die Frage, was Age of Wulin von anderen Spielen abhebt, ist spannend. Sondern auch, was die chinesischen Entwickler grundsätzlich anders machen, welche Ansätze sie verfolgen und wie sie mit der ausländischen Presse umgehen. Über besagte "Ansätze" sollten wir uns nämlich noch wundern.

    Unsere kleine Reisegruppe aus französischen, polnischen und deutschen Journalisten hatte die Ehre, als erste ausländische Spieleredakteure einen Blick hinter die Kulissen der beiden Snail-Game-Niederlassungen in Suzhou zu werfen – eins davon hochmodern in einem der neuesten Stadtteile der Sieben-Millionen-Metropole, das andere inmitten der Altstadt, bewacht von uniformierten Pförtnern. Der Begriff Der Hafen von Suzhou. Der Hafen von Suzhou. "Studio" ist eigentlich untertrieben für die Arbeitsstätte in der historischen Innenstadt, die eigentlich eine kleine Siedlung ist. Umgeben von hohen Mauern, bietet das Gelände nicht nur Hunderten Angestellten Platz zum Wohnen, es finden sich dort auch viele Tiergehege, Plätze zum Relaxen, Präsentations-, Dinner- und Brainstorming-Räume. Zum Glück überall mit Klimaanlage, denn das Wetter war mit knallender Sonne bei 38 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit für europäische Gewohnheiten schwer verdaulich.

    In einer hunderte Jahre alten, zum Vorführungsraum umfunktionierten Scheune warteten schon Obstteller und Kekse auf uns. Und wir dann auf CEO Mr. Shi und sein Team, dem wir im lockeren Interview gerne ein paar Fragen zu Age of Wulin und dem MMO-Markt im Allgemeinen gestellt hätten. Ebenso hätten uns konkrete Zahlen oder Ziele interessiert, die sich das Team bezüglich Spieleranzahl und der finanziellen Entwicklung von Snail Game in Europa vorgestellt hat. Was uns während des Besuchs in Suzhou bislang überraschend wenig auffiel, wurde jetzt überdeutlich: China ist ein kommunistisches Land mit strengen Regeln. Im Einparteienstaat muss mit Zensur, Propaganda und Ausweisung gerechnet werden.

    Ausländische Journalisten sind für die Regierung eben nicht gerade beliebte Gäste. Auch wenn sich das Leben in den chinesischen Millionenstädten mit Apple Stores, dekadenten Partyclubs und Starbucks zumindest auf den ersten flüchtigen Blick nicht stark von unserem unterscheidet, das Team von Snail Game hält sich hier besonders an gewisse Vorgaben der Regierung für den Umgang mit ausländischen Journalisten. Allerdings vermutet man den Klassenfeind doch eigentlich nicht unter ein paar harmlosen Gaming-Reportern. Oder sind alle Computer-Nutzer und-Spieler in China per se so verdächtig wie Menschenrechtsverfechter und politische Korrespondenten?

    Diese Vorsicht im Umgang mit freien Medien knallt uns beim Interview ähnlich wie die brüllende Hitze mit chinesischer Härte ins Gesicht. Wir bekommen die offensichtlich abgesegneten Fragen für das Interview bereits vorab ausgedruckt und durchnummeriert mit dem Namen des Journalisten, der sie stellen soll, in die Hand gedrückt. Die Fragen sind durchweg unkritisch und müssen ohne Vergleiche mit anderen Das Innenstadt-Studio von Snail Game. Das Innenstadt-Studio von Snail Game. Quelle: Webzen Spielen auskommen. Konkurrenten wie World of Warcraft zu nennen scheint so tabu zu sein, als ob wir einen der anwesenden Marketing-Manager auf Tibet ansprechen wollten. Mr. Shi betritt die Bühne im Präsentationsraum mit einem Zettel, auf dem nicht nur die Fragen vorbereitet sind, sondern natürlich auch schon die Antworten, die er der Reihe nach bei diesem Schildbürgerstück abliest.

    An einem kleinen Nebentisch sitzt ein Team aus zwei Übersetzern, die die vorbereiteten Antworten wie am Schnürchen runterbeten. Nach und nach kommt jeder Journalist an die Reihe und stellt brav seine aufgetragene Frage. Ab und zu vergessen die Dolmetscher, eine englische Frage zu übersetzen – Mr. Shi antwortet trotzdem wie aus der Pistole geschossen auf Chinesisch. Anhand des Ablaufprotokolls und durchnummerierten Fragen, weiß er natürlich was zu sagen ist. Nur ein kleiner Zwischenfall wirft die beiden Antwortabspuler aus der Bahn. Ein französischer Kollege wagt es, eine Frage umzuformulieren. Dem wenig dynamischen Übersetzer-Duo entging das selbstredend nicht und nachdem er aufgefordert wurde, einfach die Nummer seiner Frage zu nennen, lief es nach Protokoll weiter. Nach knapp einer Stunde ist die Farce vorbei. Mr. Shi hat bereits die Scheune verlassen, als wir uns wieder auf die Häppchen stürzen. Beim Team von Snail Game ist Erleichterung zu spüren. Bei Melone und Kuchen mit dem Marketing-Manager geht es dann auch nicht mehr um Age of Wulin, sondern um gekochte Hühnerfüße, Fischaugensuppen und tausendjährige Eier.

    Zwischen Hühnerfüßen und High-Tech

    Die chinesische Gaming-Industrie öffnet sich zwar langsam den neugierigen Blicken der ausländischen Presse. Kultur, Tradition und vor allem Außenwirkung ist den Chinesen trotzdem das höchste Gut. Deswegen wird bei Terminen mit der ausländischen Journaille offensichtlich nichts dem Zufall überlassen. Auch wenn man ob der auf den ersten Blick hohen Qualität bei Age of Wulin doch eigentlich nichts zu verbergen hätte. Ob auch im Fall unserer Posse eine Anweisung von "Oben" vorlag, oder ob die Entwickler aus Selbstschutz auf Nummer sicher gehen wollten (wie das oft auch ausländische in China ansässige Medien machen, um ihr Geschäft betreiben zu können), ist uns nicht bekannt. Der Rest des offiziellen Programms im Laufe der Woche verlief deutlich ungezwungener. Um Online-Spiele, die Spielebranche und Age of Wulin ging es Traditionelles chinesisches Essen. Traditionelles chinesisches Essen. bei Essen und Sightseeing allerdings nicht mehr. Unser Guide und Übersetzer, Business-Manager Sean Haze, entpuppte sich immerhin als wandelndes Lexikon und klärte uns über jedes Detail in der Stadt und glücklicherweise auch über die oft undefinierbaren, aber größtenteils leckeren Gerichte in den landestypischen Restaurants auf.

    Insgesamt war der komplette Trip aber eine wunderbare Erfahrung und völlig anders, als es bei westlichen Entwicklern üblich ist. Auch wenn es gerade für europäische Gemüter völlig seltsam anmutet, was dort als freies Interview verkauft werden sollte. Es ist schön, dass man in China sehr viel Wert auf Kultur und Tradition legt und diese nicht von Ausländern in den Schmutz gezogen sehen will. In punkto Zensur sollten sie aber endlich von ihrem alten Ansatz "Sich selbst treu zu bleiben" abweichen. Und man darf eines nicht vergessen: Es geht hier nicht um Staatsgeheimnisse oder Industriespionage, sondern um harmlose Online-Spiele. Ein gegenseitiger Austausch würde außerdem helfen, gute Spiele noch besser zu machen. Einfach mal locker machen!

    *Vom richtigen Verscheuchen der Vögel ist ein bekannter Schildbürgerstreich: Weil Krähen die frische Aussaat vom Gemeindeacker picken, sollen sie verscheucht werden. Damit der Gemeindevorsteher nicht die Saat zertrampelt, wird er auf einer Plattform von vier Männern auf das Feld getragen.


  • Es gibt 3 Kommentare zum Artikel
    Von erban
    Ich wollte lediglich drauf hinweißen, dass bei uns auch nicht alles perfekt ist. DE ist deutlich angenehmer keine…
    Von Dandeloo
    Zudem ist der Vergleich ein Schlag ins Gesicht für die Journalisten-Kollegen in China, die unter ganz anderen…
    Von Churchak
    @erban deine Naivität könnte putzig sein würde es nicht um so ein Thema gehen. Überwachung ist das eine,das dich auf…
    • Silarwen
      12.07.2013 08:10 Uhr
      buffed-TEAM
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      Netiquette | Kommentar-Ticker (Live)
      erban
      am 11. Juli 2013
      Kommentar wurde 1x gebufft
      Melden
      Über china herzuziehen wegen "überwachung" ist lächerlich.
      Wir haben doch selbst hier grade den NSA Skandal. Webseiten die verschlossen werden aus finanziellen Interessen sind uns auch bekannt (der Fall mit der russische mp3 seite) Dann war da der Bundestrojaner, Vorratsdatenspeicherung, ....

      Übrigens : Google ist für de gleichfalls gefiltert und zeigt nicht alles an.
      erban
      am 12. Juli 2013
      Kommentar wurde nicht gebufft
      Melden
      Ich wollte lediglich drauf hinweißen, dass bei uns auch nicht alles perfekt ist. DE ist deutlich angenehmer keine Frage aber normalerweise sollte man ja den eigenen Hof erst aufräumen bevor man anderen vorwirft in Schmutz zu leben.
      Dandeloo
      am 12. Juli 2013
      Autor
      Kommentar wurde 3x gebufft
      Zudem ist der Vergleich ein Schlag ins Gesicht für die Journalisten-Kollegen in China, die unter ganz anderen Bedingungen arbeiten müssen als wir hier. Niemand haut auf China drauf. Meine persönliche Meinung ist, dass das Land dies selbst überwinden muss und dieser Prozess auch schon in Gang gesetzt wurde - es hat sich in den letzten Jahren auch sehr viel getan. Aber das ist keine Sache von 5 Jahren, da muss man in Dekaden denken. Aber zu sagen, es wäre dort in puncto Presse- oder Informationsfreiheit fast wie hier, wäre schlicht unsinnig.
      Churchak
      am 12. Juli 2013
      Kommentar wurde 5x gebufft
      Melden
      @erban deine Naivität könnte putzig sein würde es nicht um so ein Thema gehen.
      Überwachung ist das eine,das dich auf Schritt und Tritt Polizisten in Ziviel begleiten,weil du nicht das sagst was Vater Staat will das andere.
      Oder das du unter Hausarest gestellt wirst weil du in deinem Blog Giftmüll in dem See nebenan anprangerst.

      Schade das man so deutlich merkt das die letzte Diktatur in Deutschland nun eine Generation hinter uns liegt und viele Menschen nicht mehr gerallt bekommen was Diktatur bedeutet.Und meinen Polizeieinsatz an den 1. mai Krawallen sind das gleiche wie Polzieieinsätze in Diktaturen
      Silarwen
      am 12. Juli 2013
      buffed-TEAM
      Kommentar wurde 2x gebufft
      erban
      am 11. Juli 2013
      Kommentar wurde nicht gebufft
      Melden
      das ist mir bekannt. Dazu galt auch das Kommentar, war mein Fehler es nicht groß zu schreiben:
      "Google ist für DE gleichfalls gefiltert und zeigt nicht alles an. "

      DE=deutschland. Heißt lässt sich schwer denen vorwerfen wenn bei uns selbiges zutrifft.
      Silarwen
      am 11. Juli 2013
      buffed-TEAM
      Kommentar wurde nicht gebufft
      Das mit Google steht auf Seite 2.
      slimenator
      am 11. Juli 2013
      Kommentar wurde nicht gebufft
      Melden
      China mag ja seine schönen Seiten haben... aber bei Ländern wie China mit Ihrer Zensur und Medienkontrolle, und die dadurch Staatliche Gehirnwäsche, dreht sich mir der Magen um!

      Andere Länder nenne ich mal lieber nicht, gibt ganz in der Nähe ja noch viel krassere.
      slimenator
      am 11. Juli 2013
      Kommentar wurde nicht gebufft
      Melden
      ZITAT:
      "Das würde bei uns natürlich nie passieren."


      Nicht in der Form, nein. Damit beziehe ich mich auf die komplette Meinungsfreiheit.

      ZITAT:
      "Ich sage nicht das unsere Medien schlecht sind, aber auch hier zulande sollte man alles hinterfragen und nicht alles hinnehmen. Denn ganz so unabhängig sind unsere Medien auch nicht.
      "


      Geb ich dir völlig recht. Hab ich auch nicht mit einer Silbe erwähnt. Bei uns geht es aber in den meisten Fällen um Lobbyarbeit, sprich Kohle die fließt, welcher Aufmacher oder welche Sensation gerade die Auflage in die Höhe schnellen lassen würde. Zumindest bei der "Bild", und einigen anderen Zeitungen. Obwohl ich Bild nicht als Zeitung bezeichnen würde.

      Desweiteren mich mit deinen Ausspruch: ZITAT:
      "Aber Bild dir deine Meinung. "
      auf Bildleser Niveau herabzustufen, gilt mittlerweile als..., Moment ein schönes Zitat aus einen Beitrag der IGM (http://igmonline.de/magazin/story/bild-dir-deine-meinung) trifft es besser:

      Doch die Niveaulosigkeit hat System: Mittels kurzer, emotionsgeladener Texte und einfacher Sprache erreicht das Blatt so viele Kunden wie möglich, durch das familiäre „Wir“ schließlich erdet man die Autoren der Beiträge auf das selbe Niveau wie den Leser. Dank dieses einfachen und klaren Redaktions-Korsetts fühlt sich bei BILD auch derjenige Kunde gut aufgehoben, der die Aufmerksamkeitsspanne einer Eintagsfliege und den Intellekt eines Knäckebrots hat.

      ...mag i net!
      Eyora
      am 11. Juli 2013
      Kommentar wurde nicht gebufft
      Melden
      Das würde bei uns natürlich nie passieren.

      Aber Bild dir deine Meinung.

      Ich kann dir da ein sehr interessantes Buch empfehlen von Günther Wallraff, "Der Aufmacher", der Mann der bei der Bild Hans Esser war (mittlerweile Zensiert).

      Ich sage nicht das unsere Medien schlecht sind, aber auch hier zulande sollte man alles hinterfragen und nicht alles hinnehmen. Denn ganz so unabhängig sind unsere Medien auch nicht.

      *Dieser Kommentar spiegelt meine Meinung über die deutsche Presse wieder und hat weder Bezug zum Artikel, noch zum Computec Verlag. Er dient als Erwiderung auf den den direkten oberen Kommentar und soll bitte von niemandem als direktem Angriff empfunden werden.*

      P.S.: Falls der Post zu politisch ist und gegen die Nettiquette verstößt, möchte ich im vorhinein um Verzeihung bitten.
      Tokiwoki
      am 11. Juli 2013
      Kommentar wurde nicht gebufft
      Melden
      Also ich weiß nicht, irgendwie finde ich da jetzt nichts besonders schlimmes daran, waren halt vorgegebene Fragen.
      Das man da gleich Vergleiche mit der Regierung zieht und sich dann noch im Kopf irgendwas zusammenbaut um sich noch mehr reinzusteigern finde ich schon stark übertrieben.

      Muss aber auch dazu sagen das ich beruflich (hier in Deutschland) ähnliche Erfahrungen gemacht habe.

      Als der Vorstandsvorsitzender einer goßen Amerikanischen Firma in der ich arbeite zu uns in die Niederlassung nach Frankfurt kam und sich vorgestellt und umgeschaut hatte, wurde uns vorher eine Liste zugeschickt mit Themen die wir ansprechen durften und mit solchen die wir nicht mal im Ansatz ansprechen durften, anderen wurde zudem verboten irgendwelche Fragen zu stellen.

      Solche Auflagen (Nur vorgegeben Fragen stellen zu dürfen) ist im Journalismus übrigens Gang und gebe (Egal ob großer Boss oder irgendein x-beliebiger Star), da wird dann auch mal das ein oder andere Interview vorzeitig abgebrochen

      Und die Hintergründe zum Internet in China sind zwar gut um nochmal richtig auf das böse China zu hauen aber betrifft jeden nicht Chinesen eher weniger
      Silarwen
      am 11. Juli 2013
      buffed-TEAM
      Kommentar wurde nicht gebufft
      Eventuell hilft auch das Bemühen von Google und einer Suche nach: Ausländische Journalisten in China, um zu begreifen, dass die Realität in China eben eine andere ist als bei uns.

      Und ja, es waren vorgefertigte Fragen, keine Themenbereiche..

      Grüße
      Dandeloo
      am 11. Juli 2013
      Autor
      Kommentar wurde nicht gebufft
      Zitat: "Ob auch im Fall unserer Posse eine Anweisung von "Oben" vorlag, oder ob die Entwickler aus Selbstschutz auf Nummer sicher gehen wollten (wie das oft auch ausländische in China ansässige Medien machen, um ihr Geschäft betreiben zu können), ist uns nicht bekannt."

      Eine Vorschau auf das eigentliche Spiel folgt noch, Maria durfte ja spielen. Deswegen hat sich der Trip auf jeden Fall gelohnt.
      Tokiwoki
      am 11. Juli 2013
      Kommentar wurde nicht gebufft
      Melden
      Explizite Interviews mit großen Wirtschaftsbossen (Gerade im Bankensektor) haben sogut wie immer einen festen Rahmen nachdem man seine Fragen stellen kann.

      "vorgefertigte Fragen" war dumm formuliert von mir (Gibt es auch, aber weitaus weniger), das man sowas bei einem Videospiel braucht ist auch übertrieben, da gebe ich dir ja recht.

      Das man aus einer Erfahrung aber gleich wieder Schlüsse auf die Regierung zieht und sich irgendeinen anti-ausländer-kurs zusammenmalt um das auf den gesamten Umgang der Spielebranche mit ausländischen Journalisten zu ziehen ist genauso übertrieben.

      Das der Artikel sich mit einer Bewertung zurückhält finde ich nicht, für mich kommt der Artikel sehr negativ rüber, für mich ließt sich das nunmal wie ein "Toll, jetzt saß ich umsonst so lange im Flieger", da reißt auch ein "Der Trip war eine schöne Erfahrung" am Ende das Ruder nicht mehr rum
      Dandeloo
      am 11. Juli 2013
      Autor
      Kommentar wurde 2x gebufft
      Nein, es ist im Journalismus nicht Gang und Gäbe, nur vorgefertigte Fragen stellen zu dürfen. Ja, es gibt in einigen Fällen Auflagen bezüglich der Themen oder Fragen, die man vorab zur Freigabe schickt. Dass daraus aber nur eine Auswahl getroffen wird, die jegliche kritische Töne verbietet, und man dann ein kleines Übersetzungsschauspiel inszeniert, ist eher speziell, vor allem im Fall eines Computerspiels. Zudem wird nicht auf China "gehauen" - der Artikel beleuchtet durchaus respektvoll die Kultur und hält sich mit einer Bewertung zurück.
      Eyora
      am 11. Juli 2013
      Kommentar wurde 1x gebufft
      Melden
      Habt ihr in einem Podcast nicht mal erwähnt gehabt das Publischer auch hierzulande strenge Auflagen haben, was sie sagen dürfen und was nicht.
      Darüber hinaus hat man in der chinesischen Mentalität noch ein anderes Problem. Man verliert sein Gesicht, wenn man dem gegenüber eine Absage erteilt. Evtl. waren die Fragen auch eine Vorsichtsmaßnahme, damit nicht von der Presse um Sachen gebeten wird, die man bestätigen muss, aus Ehrgefühl, aber nicht erfüllen kann.

      Ich kenne dieses Problem aus Vertragsverhandlungen. Als uns von jedem alles zugesichert wurde, aber nichts eingehalten wurde. Man muss unverfängliche Fragen stellen in China um eine wahre Antwort zu bekommen.

      Oh, das beim Essen nicht über das Geschäft gesprochen wird ist normal. Es dient dazu den Gegenüber besser kennen zu lernen, um ihn bei späteren Gesprächen besser einschätzen zu können.

      Das sperrungen beschränken sich übrigens nur auf die Internetcafe's im Starbucks und in unserer gemieteten Wohnung, sowie dem Hotel war es kein Problem sämtliche Seiten über das eigene Notebook auf zu rufen.
      Aber wie ihr schon schriebt, das bleibt den wirklich Reichen vorbehalten.

      Aber ein wirklich toller Bericht. hat einige alte Erinnerungen wieder hervorgebracht.
      Silarwen
      am 11. Juli 2013
      buffed-TEAM
      Kommentar wurde nicht gebufft
      Während der olympischen Spiele ging es dort auch deutlich liberaler zu. Für Interviews brauchte man als Ausländer etwa nur die Zustimmung des Gegenübers.

      Das ist aber schon längst wieder Geschichte.
      Eyora
      am 11. Juli 2013
      Kommentar wurde 1x gebufft
      Melden
      Ich habe ein halbes Jahr in Gouangzhou gewohnt und gearbeitet, das ist mehr eine Arbeit- und Industrie-Stadt. Und China ist nicht überall gleich (wir Europäer unterscheiden uns ja auch von Region zu Region) .
      Allein als ich nach Shanghai kam, wo mein Bruder die chinesische Sprache an der Universität lernte, wurden Unterschiede deutlich.

      Es hat auch einige Essen gebraucht, bis wir unsere Chinesischen Kollegen richtig ein zu schätzen wussten.

      Das mit dem Internet ist mir nur hängen geblieben, da ich zu Zeiten der Olympischen spiele dort war. Auf den Seiten der deutschen Presse lasen mein Bruder und ich welche Seiten in China alle gesperrt waren und testeten diese aus. Da alles bis hin zum China Eintrag auf Wikipedia aufrufbar war, mussten wir Schmunzeln. Als poente diskutierte der Bundestag als wir wiederkamen darüber Webseiten zu sperren (einen guten Grund hatten sie).
      Dandeloo
      am 11. Juli 2013
      Autor
      Kommentar wurde 1x gebufft
      Entwickler haben meist Auflagen von Publishern, was sie sagen dürfen oder was nicht. Ist ja in vielen Branchen so. Allerdings werden in der Regel Fragen nicht zur "Freigabe" vorgelegt und nur indirekt und vorgefertigt "gestellt". Ein solch absurdes Schauspiel wie das, was Maria erlebt hat, ist es in der Regel nicht.
      Silarwen
      am 11. Juli 2013
      buffed-TEAM
      Kommentar wurde nicht gebufft
      Danke. Ich konnte keine der angegebenen Seiten mit meinem Notebook aufrufen - auch meine kläglichen Versuche, die Sperre zu umgehen, scheiterten an meinem Halbwissen.

      Grüße
      Paradoxic
      am 11. Juli 2013
      Kommentar wurde 1x gebufft
      Melden
      Sehr cooler Reisebericht, zu den reinen Gepflogenheiten und der Kultur dort möchte ich mich gar nicht äußern, da ich mich eher in Japan zu Hause fühle als in China und mich dementsprechend nicht auskenne.

      Finde es aber so ganz nebenbei krass, dass ihr für einen F2P-Titel tatsächlich nach China fliegt. Dies betont den Stellenwert bzw. den production Value von Age of Wulin doch noch einmal beträchtlich, obwohl es nur "eines" dieser F2Ps ist. Aber das war in den USA ja auch schon so, wo Snail sogar direkt selber vertreibt. Es wurden exklusive Retail-Boxen bei Gamestop usw. verkauft, was ja wirklich sehr, sehr ungewöhnlich für ein F2P ist, vor allem direkt zu Release. Die einzigen Spiele, die mir da aktuell einfallen sind World of Tanks und die späteren Chapter von Runes of Magic. Finde das echt krass, bin aber mal wirklich gespannt, ob Age of Wulin wirklich so viele Anhänger in Deutschen Landen finden wird, dass es euren "Aufwand" von Buffed überhaupt rechtfertigt. Ich bin zwar seit der CBT von den ganzen Sandbox Elementen und der unfassbar krassen Spieltiefe, die so kein MMORPG, welches ich in den letzten Jahren gespielt habe (logisch, waren ja auch alle Themepark) besaß extrem angetan, aber der ganze Stil usw. ist dann doch sehr nischig. Ich bin gespannt und freue mich auf die open Beta.
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12.07.2013
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