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  • Special: Diese MMOs hat buffed in den letzten zehn Jahren überlebt
    Quelle: Sony Online Entertainment

    Special: Diese MMOs hat buffed in den letzten zehn Jahren überlebt

    In zehn Jahren hat die buffed-Redaktion einige MMOs kommen und gehen gesehen. An diese verblichenen Online-Rollenspiele erinnern wir uns besonders gerne zurück.

    Seit über zehn Jahren berichten wir nun schon auf buffed über MMO(RPG)s und eines haben wir in dieser Zeit gelernt: Der Start eines Online-Rollenspiels ist eine grundlegend andere Kiste als die Veröffentlichung eines Singleplayer-Titels. Die Entwickler liefern zwar auch für große Solo-Titel wie The Witcher 3, Fallout 4 oder Dragon Age Inquisition zahlreiche Patches und DLCs nach, doch im Normalfall lautet das Motto für die Verantwortlichen "Fire and Forget", also rausfeuern und vergessen. Ganz anders sieht das bei den Online-Games aus: Hier kommt es eben nicht allein auf die Verkäufe in den Release-Wochen an, sondern auf eine möglichst lange Lebensdauer. Und das nicht nur bei den klassischen und teuer zu entwickelnden Pay2Play-Spielen, die ihr Geld oftmals erst durch ausreichend viele und lange Abonnements reinholen. Geradezu überlebenswichtig ist dieses Mantra bei Free2Play-Vertretern, schließlich machen die sich oftmals erst nach vielen Monaten oder gar einigen Jahren bezahlt, wenn ausreichend viele Spieler genug Geld im Ingame-Shop ausgegeben haben.

    Top oder Flop mit Ansage

    Nicht alle Online-Spiele, die in den letzten Jahren erschienen sind, laufen heute auch noch. Einige davon starteten erst nach der Erstausgabe des buffed-Magazins im August 2007, andere gab es schon davor. Manche überlebten nicht einmal ihren Alpha- respektive Beta-Test oder sie wurden bereits kurz nach dem Launch wieder beerdigt. Bei manchen davon hatten wir schon während der Entwicklungszeit Zweifel, ob das Projekt überhaupt etwas wird - mit den Jahren bekommt man als Spieleredakteur ein gutes Gefühl dafür, ob ein neues Game Überlebenschancen hat oder nicht. Bei vielen anderen Online-Rollenspielen standen die Chancen auf Erfolg dagegen gut, wenn die Designer vor dem Release noch nervige Baustellen wie Balancing-Probleme, unnötige Einstiegshürden oder technische Ungereimtheiten beseitigen würden. Nicht selten waren diese bereits in der Beta-Testphase klar erkennbar und wurden sowohl von den Testern als auch den Spieleredakteuren aufgezeigt. In vielen Fällen war der MMO-Zug aber bereits abgefahren und mit Volldampf in Richtung Endstation unterwegs.

    Es geht auf den MMO-Friedhof
    Die Gründe für die Nichtbeachtung der Warnzeichen sind mannigfaltig und liegen in fast allen Fällen im Verborgenen. Schließlich lassen sich Entwickler bei Misserfolgen nur ungern in die Karten sehen. Woran die Spiele gescheitert sind, das lässt sich praktisch immer genau sagen - was wir im Folgenden auch tun werden. Auf den kommenden Seiten blicken wir auf jede Menge MMO(RPG)s zurück, die buffed über die letzten zehn Jahre begleitet hat und die inzwischen nicht mehr existieren. Darunter finden sich nischige Spiele wie der GTA-Online-Klon APB: All Points Bulletin oder das weniger bekannte MOBA Battleforge von Electronic Arts, aber auch große Namen wie Warhammer Online, Matrix Online und Star Wars: Galaxies. Dass auch Entwicklerlegenden zuweilen scheitern können, bewiesen Richard Garriott alias "Lord British" mit seinem ambitionierten MMO-Projekt Tabula Rasa und das Quartett Bill Roper, David Brevik, Kenneth Williams sowie Erich Schaefer mit Hellgate: London. Wir wünschen euch viel Spaß bei unserer Tour über den Friedhof der Online-Spiele.

    RaiderZ

          

    Das Free2Play-MMO aus dem Hause Gameforge gefiel uns im Test vor allem dank der hübschen Grafik und dem motivierenden Handwerk recht gut. Dazu kam das flexible Klassensystem, in dem wir mehrere Archetypen miteinander vermischen durften, sowie das actionreiches Kampfsystem, das dem von Tera in nichts nachstand. Trotz der Vorzüge konnte RaiderZ in Europa nicht genug Spieler auf die Server locken, im Juli 2013 gab Gameforge bekannt, den Titel zum 30. August offline zu nehmen. "Der Erfolg von RaiderZ entsprach leider nicht unseren Erwartungen", gab der Publisher später zu Protokoll.
    RaiderZ: Wenn die Server plötzlich offline gehen und keiner weiß warum. RaiderZ: Wenn die Server plötzlich offline gehen und keiner weiß warum. Quelle: MAIET Entertainment Deutlich kurioser lief die Abschaltung in Nordamerika ab. Nach Serverproblemen hatten die Hersteller von Perfect World die Entwickler von RaiderZ kontaktiert - nur um festzustellen, dass Maiet nicht mehr betriebsfähig ist. Huch! Der Kommentar von Perfect World: "Da es keinen aktiven Entwickler mehr gibt, ist es auch sehr schwierig, Probleme mit den Servern von RaiderZ aus der Welt zu schaffen. Es ist uns unmöglich, euch eine qualitativ wertvolle Erfahrung zu bieten, deswegen haben wir die Entscheidung getroffen, die Server von Raiderz zu schließen." Am 7. August 2015 wurden die Realms heruntergefahren.

    The Matrix Online

          

    Warner zog der Matrix den Stecker, so ganz unverdient war das nicht. Warner zog der Matrix den Stecker, so ganz unverdient war das nicht. Quelle: Warner Bros. Interactive Entertainment Eigentlich müsste ein Online-Rollenspiel zum Filmhit The Matrix ein Selbstläufer sein: Der Spieler taucht mit seinem Avatar in ... eben die Matrix ein und verhält sich wie ein Superheld, während
    er fiese KI-Agenten bekämpft und versucht, von der Matrix kontrollierten NPCs auszuweichen. Dennoch gehört The Matrix Online zu den Flops des Genres und wird von manch einem Fan sogar als größeren Tiefpunkt angesehen als die beiden Kino-Fortsetzungen. Die Grafik war seinerzeit zwar ordentlich, durch den realistischen Look aber alterte die Optik auch vorschnell.

    Hier haben MMOs mit Comic-Design - so wie WoW - einen großen strategischen Vorteil. Das Kampfsystem von The Matrix Online wurde hingegen von Beginn an bemängelt, zudem gab es mehr Bugs als Inhalte, moderate Verbesserungen erfuhr das MMORPG von Monolith erst einige Zeit nach dem Release. Da war es jedoch bereits zu spät. Die Server-Populationen nahmen ständig ab, sodass unbestätigte Quellen sogar zum Schluss von nur noch bis zu 500 aktiven Spieler sprachen. 2009, vier Jahre nach dem Start, zog Warner der Matrix dann den Stecker. Im Prinzip ein passendes Ende, schließlich hatte Neo das zum Ziel.

    Warhammer Online

          

    "Too big to fail?" Das hatten bei Warhammer Online viele gedacht. Immerhin stand nicht nur die MMO-erfahrene Spieleschmiede Mythic Entertainment (Dark Age of Camelot), sondern auch Electronic Arts und natürlich Games Workshop dahinter. Die Entwicklung begann verheißungsvoll: Erste Artikel dazu fanden sich 2007 im buffed-Magazin und die versprochenen Features lasen sich ultraspannend: groß angelegtes PvP mit Hunderten von Spielern über alle Levels hinweg. Belagerungen von Festungen und Hauptstädten, die Gefangennahme des feindlichen Anführers und der Wälzer des Wissens, welcher alle Spielertaten registrieren sollte.
    Warhammer Online: Eine der größten MMO-Hoffnungen und ein vermeintlicher WoW-Killer, der früh scheiterte. Warhammer Online: Eine der größten MMO-Hoffnungen und ein vermeintlicher WoW-Killer, der früh scheiterte. Quelle: Mythic Entertainment Dazu technische Finessen wie eine Kollisionsabfrage von Spielercharakteren, die ein taktisches Positionsspiel ermöglichen sollte. Am Ende war das PvP-Endgame technisch und inhaltlich unausgereift sowie repetitiv. Der Start der zweiten WoW-Erweiterung Wrath of the Lich King nur wenige Wochen später gab Warhammer Online den frühen Todesstoß, auch wenn das Siechtum noch Jahre andauern sollte. 2013 schaltete Electronic Arts die Server ab.

    Richard Garriott's Tabula Rasa

          

    Altmeister Richard Garriott misslang mit Tabula Rasa ein ambitioniertes Comeback, er verdiente jedoch gut daran. Altmeister Richard Garriott misslang mit Tabula Rasa ein ambitioniertes Comeback, er verdiente jedoch gut daran. Quelle: Destination Games Wenn Entwickler-Altmeister und Ultima-Erfinder Richard Garriott ein Online-Rollenspiel ankündigt, lässt es sich nicht vermeiden, dass die Erwartungen bei vielen Spielern entsprechend groß sind. Vor allem, wenn die Rahmenbedingungen so ansprechend klingen wie bei Tabula Rasa: eine dynamische Spielwelt, in der das Alien-Volk der Bane immer wieder die überlebenden Menschen eines Exodus bedrohte. Dazu ein interessantes Charaktersystem, in dem man sich von Beruf zu Beruf militärisch oder zivil weiterentwickelt. Auch das Kampfsystem wich mit seinen Shooter-Elementen vom MMORPG-Standard ab.

    Jedoch zeigte sich schnell, dass das Gameplay sehr viele Wiederholungen bot und verschiedene Spielsysteme fehlerhaft waren. Dazu kamen technische Unzulänglichkeiten. Das Spiel litt unter regelmäßigen Performance-Problemen, die ständigen Lags störten die Schusswechsel ungemein. Da half es auch nicht, dass Lord British sich lieber in den Weltraum aufmachte als sich um die Baustellen des Spiels zu kümmern. NCSoft stellte das Spiel nach nur 15 Monaten wegen zu geringer Spielerzahlen ein. Davor gab es noch einen Rechtsstreit mit Chef-Designer Richard Garriott. Die Entwickler-Legende erhielt in der Folge 28 Millionen Dollar Entschädigung von Publisher NCSoft, obwohl er nur 24 gefordert hatte.

    Chronicles of Spellborn

          

    Chronicles of Spellborn: Am Massenmarkt vorbei entwickelt. Chronicles of Spellborn: Am Massenmarkt vorbei entwickelt. Quelle: Spellborn International Publisher Acclaim Games hatte den Mund vor dem Release von Chronicles of Spellborn im November 2008 reichlich voll genommen. Nicht weniger als den Genre-König WoW wollte man stürzen. Blöd nur, dass zwei Monate vorher bereits Warhammer Online mit der gleichen Kampfansage auf den Markt kam. Eigentlich besaß Chronicles einige tolle Ideen wie das lockere Klassen- und Skill-System, bei dem Fähigkeiten auf Decks angeordnet werden mussten, oder das Action-Kampfsystem mit Fadenkreuz. Allerdings war die Umsetzung wenig gelungen und gerade für Neueinsteiger ziemlich verwirrend.

    Dazu kam, dass die Spielwelt, in Ahnenwelt und Gegenwart aufgeteilt, riesig war und vom Stil her nicht unbedingt den Massengeschmack traf. Die 2010 durchgeführte Umstellung auf Free2Play geriet dann zum kompletten Desaster. Downloader, Patcher und Client funktionierten nicht mehr, und wer durch Tricks doch ins Spiel kam, musste durch einen Bug bedingt täglich das Passwort ändern. Der Kunden-Service reagierte nicht auf die Tickets erboster Spieler. Als Publisher Acclaim 2010 seine Pforten schloss, kam auch für die Server von Chronicles of Spellborn das Aus. Ein kurz vor Ende angekündigter Relaunch des Spiels erfolgte nicht mehr.

    Battleforge

          

    Trotz grundsätzlich positiver Wertungen in internationalen Spielemedien konnte sich Battleforge nicht durchsetzen. Es mag vielleicht am innovativen Genremix aus Echtzeit-Strategie und Sammelkartenspiel liegen. Oder einfach daran, dass es mit League of Legends anno 2009 starke Konkurrenz gab, die im artverwandten MOBA-Genre von Erfolg zu Erfolg raste. Bereits zwei Monate nach dem Veröffentlichungstermin im März 2009 stellte Publisher Electronic Arts das Spiel auf "Play4Free" um. Der Kaufdruck war jedoch relativ hoch, da man ohne Erwerb der Vollversion nur sehr langsam vorankam.
    Battleforge war ein klassischer Kritikerliebling: Der Titel kam bei der Presse gut an, verkaufte sich jedoch nicht gut genug. Battleforge war ein klassischer Kritikerliebling: Der Titel kam bei der Presse gut an, verkaufte sich jedoch nicht gut genug. Quelle: Electronic Arts Am 31.Oktober 2013 erfolgte dann das Ende. Battleforge fällt für uns unter die Kategorie "Kritikerliebling, der sich im Mainstream nicht durchsetzen konnte". Also ein Spiel, das durchaus ansprechend ist, aber eben nicht den Massengeschmack trifft. Als Spieletester immer wieder ein trauriger Fall, wenn innovative Ideen wie die von Battleforge im Sande verlaufen. Vor allem, da einige Redakteure des Teams rechtlange sehr viel Spaß mit dem Titel hatten.

    Star Wars: Galaxies

          

    Star Wars Galaxies: Nicht gescheitert, sondern überholt - von einem neuen Star-Wars-MMORPG, das nicht völlig überzeugte. Star Wars Galaxies: Nicht gescheitert, sondern überholt - von einem neuen Star-Wars-MMORPG, das nicht völlig überzeugte. Quelle: Sony Online Entertainment Star Wars: Galaxies besetzt bis heute einen besonderen Platz im Herzen aller MMORPG-Spieler, die das Spiel intensiv kennengelernt haben. Sicher, es machte den Einstieg in die weit, weit entfernte Galaxis nicht sehr einfach. Gerade in den Anfangsjahren sind wohl viele Neulinge nach dem Tutorial auf Tatooine gestrandet. Nicht wissend, was sie als Nächstes tun sollten. So einen Ansatz nennt man wohl "oldschool" und kaum einsteigerfreundlich.

    Wer sich aber über die diversen Stolpersteine hinweggekämpft und Anschluss an die Community gefunden hatte, der fühlte sich tatsächlich wie in einer lebendigen (Online-)Welt voller Freunde und Gefahren. Housing, eigenes Gewerbe, später auch Flüge ins Weltall, und das alles zur Zeit der klassischen Star-Wars-Trilogie! Gut, Sony Online Entertainment hat zahllose Fehler bei der Entwicklung begangen und besonders die New Game Enhancements anno 2005 gingen an den Wünschen der Community deutlich vorbei. Trotzdem blieben viele Fans SWG bis zum Schluss treu, bis Sony das MMORPG zugunsten von Biowares Star Wars: The Old Republic abschaltete.

    Hellgate: London

          

    Warum Hellgate: London gefloppt ist, wird immer ein Mysterium bleiben. Zumindest warum es die Entwickler nicht verstanden haben, offensichtliche Fehler zu vermeiden. Worum geht es in einem Action-RPG? "It's all about the loot!" - also die Beute. Und die war in Hellgate: London zu viel und zu schlecht. Man fand einfach jede Menge Müll und nur sehr, sehr selten etwas Cooles. Dazu ist die Performance einfach unterirdisch gewesen. Selbst auf damals hochwertigen Rechnern kam das Spiel mit maximalen Details ins Stocken.
    Eine verpasste Steilvorlage, die zum Eigentor wurde und zur Schließung von Flagship führte - so lässt sich die Entwicklung von Hellgate: London kurz zusammenfassen. Eine verpasste Steilvorlage, die zum Eigentor wurde und zur Schließung von Flagship führte - so lässt sich die Entwicklung von Hellgate: London kurz zusammenfassen. Quelle: Flagship Studios Dabei hatten die Flagships Studios eine goldene Gelegenheit vor sich liegen: Diablo 3 war noch nicht einmal angekündigt und Diablo 2 inzwischen uralt. Der Bedarf nach einem modernen Action-RPG ist also entsprechend groß gewesen. Zumal bei Flagship mit Bill Roper, David Brevik, Kenneth Williams und Erich Schaefer mehrere Entwickler-Veteranen arbeiteten, die eins mit Diablo einen Meilenstein erschaffen hatten. Aber es kam anders: In Europa endete der MMO-Support bereits nach 15 Monaten im Jahr 2009. Ende 2015 wurden dann auch die von HanbitSoft in Asien veröffentlichte Version des Spiels vom Netz genommen. Dennoch lebt Hellgate: London weiter, und zwar als First-Person-Shooter für Android-Geräte. Kein Witz!

    Mythos

          

    Ursprünglich nur als Netzwerk-Belastungstest für Flagship Studios eigentliches Spieleprojekt Hellgate: London gedacht, entwickelte Mythos bald ein Eigenleben. Ursprünglich nur als Netzwerk-Belastungstest für Flagship Studios eigentliches Spieleprojekt Hellgate: London gedacht, entwickelte Mythos bald ein Eigenleben. Quelle: Flagship Studios Einen treffenderen Namen als "Mythos" hätte dieses Spiel nicht tragen können. Ursprünglich nur als Netzwerk-Belastungstest für Flagship Studios eigentliches Spieleprojekt Hellgate: London gedacht, entwickelte das Projekt bald ein Eigenleben. Tester und Entwickler gewannen das kleine Action-RPG im Fantasy-Setting bald lieb, sodass Pläne entworfen wurden, es parallel zu Hellgate: London zu entwickeln und zu veröffentlichten. Als Hellgate dann floppte, geriet 2008 auch Mythos in den Abwärtssog.

    Interessanterweise gingen sowohl Mythos als auch Hellgate: London in den Besitz von Hanbitsoft über, dem asiatischen Partner der Flagship Studios. Allerdings war das Spiel damit hierzulande nicht mehr verfügbar - zumindest vorerst nicht. Dann veröffentlichte 2011 überraschend Frogster Mythos in Europa, nur um im selben Jahr wieder den Stecker zu ziehen. Damit hat der Mythos zumindest hierzulande sein Ende gefunden, in Asien läuft das Spiel jedoch weiter.

    APB: All Points Bulletin

          

    In London durften wir im Zuge des Electronic Arts Showcase 2010 erstmals APB anspielen und waren durchaus angetan. Ein GTA Online eben, mit damals moderner Grafik und actionreichem Team-Gameplay. Leider hatte APB dasselbe Problem wie viele MMORPGs seinerzeit: zu wenig Inhalte. Natürlich gab es Missionen und man konnte sich auch bei verschiedenen Fraktionen lieb Kind machen, dennoch war der Content schnell ausgelutscht und so unterhaltsam wie ein Bingo-Abend in Wanne-Eickel. Dazu gab es im PvP starke Probleme mit unzähligen Aim-Bots sowie Cheatern, und viele Autonarren bemängelten das Handling ihrer Wagen - es fühle sich nicht richtig an.
    K2 Network kaufte All Points Bulletin für rund 1,5 Millionen britische Pfund und relaunchte es 2011 als Free2Play-Titel APB: Reloaded! K2 Network kaufte All Points Bulletin für rund 1,5 Millionen britische Pfund und relaunchte es 2011 als Free2Play-Titel APB: Reloaded! Quelle: Reloaded Productions Tja, wenn schon die Kern-Zielgruppe keine Lust auf das Spiel hat, dann ist's bald Essig mit einem Abo-MMO. Vor allem unter der Schirmherrschaft von EA, die bei solchen "Patienten" kein langes Federnlesen machen: Nach nur fünf Monaten ging APB wieder vom Netz. Allerdings ist das nicht das Ende! K2 Network kaufte das Spiel für rund 1,5 Millionen britische Pfund und relaunchte es 2011 als Free2Play-Titel APB: Reloaded! Nach dem Steam-Release vermeldete die offizielle Spiele-Webseite satte drei Millionen Accounts - heute treiben sich etwa 1.000 virtuelle Gangster via Steam auf den Servern herum.

    Vanguard - Saga of Heroes

          

    Vanguard gehörte zu jenen Spielen, die unter MMO-Fans lange Zeit als ganz heißes Eisen und als möglicher WoW-Killer gehandelt wurden. Dabei war World of Warcraft im Januar noch gar nicht so alt, als Vanguard erschien. Verantwortlich dafür war unter anderem ein Mann namens Brad McQuad, seines Zeichens Schlüssel-Entwickler von Everquest. Trotz der Expertise stand der Release jedoch von Beginn an unter einem unglücklichen Stern: Das Spiel war verbuggt, die Performance zu schlecht und es fehlten ausreichend High-Level-Inhalte. Später gab McQuad zu, dass er Vanguard in diesem unfertigen Zustand veröffentlichen musste, weil sämtliche finanziellen Ressourcen aufgebraucht waren.
    Vanguard - Saga of Heroes mutierte vom Geheimtipp zum Rohrkrepierer. Vanguard - Saga of Heroes mutierte vom Geheimtipp zum Rohrkrepierer. Quelle: Sony Online Entertainment Was nochmals schwerer wog, war der Start der ersten WoW-Erweiterung The Burning Crusade! Letztere kam nämlich fast zeitgleich im Januar 2007 auf den Markt und wischte mit allen Konkurrenzspielen den Boden auf. In der Folge taten die Entwickler alles dafür, die Fehler und Missstände auszubügeln, was auch bis Mitte 2008 in weiten Teilen gelang. Danach war Vanguard wirklich ein tolles MMORPG, das nur keinen mehr interessierte. Denn ist der Ruf erst einmal ruiniert ... ach, ihr kennt das ja. Nun, das Köcheln auf kleiner Flamme ging bis Mitte 2014 weiter, dann schaltete SOE die Server einfach ab.

    Black Prophecy

          

    Black Prophecy war ein verheißungsvolles Projekt, das am Ende wegen Content-Mangel scheiterte - schade! Black Prophecy war ein verheißungsvolles Projekt, das am Ende wegen Content-Mangel scheiterte - schade! Quelle: Reakktor Media GmbH Ein Sci-Fi-MMORPG aus deutschen Landen mit erstklassiger Grafik? Das klingt erst mal zu gut, um wahr zu sein. Beinahe wäre es auch bei einem Wunschtraum geblieben, denn die Entwicklung von Black Prophecy zog sich ungewöhnlich lang hin. Zwischenzeitlich stand das Projekt wiederholt vor dem Aus. Dann übernahm Publisher Gamigo die Schirmherrschaft und endlich bewegte sich was. Als wir Black Prophecy zum ersten Mal in Hamburg auf einem Event selbst spielten, waren wir von Optik und Stimmung gleich gebannt.

    Allerdings wiesen wir auch darauf hin, dass eine Joystick-Unterstützung fehlte und dass es auch nach dem Tutorial noch jede Menge Content brauche, um die Leute langfristig bei Stange zu halten. Der Joystick-Support kam zwar, aber der Content-Nachschub blieb lange aus. So verloren die Spieler an den generischen Missionen das Interesse und nach nur eineinhalb Jahren war Black Prophecy tot. Schade, denn dass großes Interesse an Space-Sim-MMOs besteht, das hat Chris Roberts mit seinem Crowdfunding-Megaprojekt Star Citzen bewiesen: 127 Millionen Dollar sind es bis jetzt!

    Lego Universe

          

    Ein Lego-MMO, in dem man online Luftschlösser bauen und Abenteuer wie in den Star-Wars-Indie-Harry-Potter-usw.-Spielen erleben kann? Wir waren von der Idee und der Grafik schwer angetan, bis wir erstmals selbst spielen durften. Was war denn das hier? Ein ziemlich beengter Themepark mit ultrasimplen Aufgaben und einer Mini-Instanz mit so wenig Platz, dass man gerade mal ein "Bürgchen" bauen konnte? Spielspaß und so wenig Action, dass man als Erwachsener in wenigen Stunden durch ist? Gut, das Spiel sollte auch Kinder ansprechen, aber selbst Kids sind nicht so niveaulos. Wie es richtig geht, hat im Jahr 2009 Markus Persson mit Minecraft gezeigt. Das muss für Lego ein Schock gewesen sein, denn da war Universe noch nicht mal veröffentlicht! Das Lego-MMO kam erst ein Jahr später und floppte.

    City of Heroes / Villains

          

    2012 geriet das Entwicklerstudio Paragon Studios in finanzielle Probleme und Publisher NCSoft entschied, den Laden dicht zu machen und City of Heroes einzustellen. 2012 geriet das Entwicklerstudio Paragon Studios in finanzielle Probleme und Publisher NCSoft entschied, den Laden dicht zu machen und City of Heroes einzustellen. Quelle: NCSoft Superhelden waren in Deutschland lange kein großes Spielethema, in den USA dafür umso mehr! Entsprechend freudig wurde City of Heroes 2004 von der US-Community aufgenommen, auch wenn es nie die Zahlen eines World of Warcraft erreichte. Das Problem war auch, dass die Entwickler weder die Rechte an Marvel noch an DC hatten. Daher mussten sich die Spieler auf ein neues Superhelden-Universum einlassen. 2012 geriet das Entwicklerstudio Paragon Studios in finanzielle Probleme und Publisher NCSoft entschied, den Laden dicht zu machen. Wie groß der Einfluss von Konkurrenz-MMOs wie Champions Online oder DC Universe ist, lässt sich nicht genau sagen. Gerüchteweise lag es auch an Wildstar, in das NCSoft lieber Geld investierte.

    Pirates of the Caribbean Online

          

    Die extrem populäre Filmserie um Captain Jack Sparrow und seine übernatürlichen Abenteuer fand so viel Anklang, dass Disney im Oktober 2007 die Server mit einem dazu passenden Online-Rollenspiel hochfahren ließ. Jedoch nicht in Deutschland, das Piraten-MMO erschien nur in Nordamerika, Großbritannien und Mexiko. Trotz mehrerer Patches und Erweiterungen, die es Spielern etwa ermöglichten, mit Schiffen gegeneinander zu kämpfen, konnte Pirates of the Caribbean Online nicht genügend Spieler begeistern.
    Das 'Fluch der Karibik'-MMO ging früh baden. Das "Fluch der Karibik"-MMO ging früh baden. Quelle: Disney Interactive Im August 2013 kündigte Disney Interactive an, dass die Server im September heruntergefahren werden. Ein kleines Team arbeitet übrigens seit einiger Zeit an einem Remake, das auf den Namen The Legend of Pirates Online hört. Derzeit sind die Server offline, da sich die Entwickler auf die kommende Beta vorbereiten. Einen genauen Termin für die Testphase gibt es noch nicht.

    Wizardry Online

          

    Wizadry Online: Dann doch lieber nochmal eine Runde Wizadry 7 oder 8 spielen. Wizadry Online: Dann doch lieber nochmal eine Runde Wizadry 7 oder 8 spielen. Quelle: Sony Online Entertainment Als Wizardry Online im Januar 2013 in Europa veröffentlicht wurde, wollte es anders sein als andere Free2Play-MMORPGs. Die als Hardcore angepriesene fehlende Lebens- und Manaregeneration sowie der permanente Charaktertod entpuppten sich jedoch schnell als eingebaute Kostenfalle. Besiegte Helden mussten sich ins Leben quasi zurückkaufen, indem sie über den Ingame-Shop die Erfolgschance auf eine Wiederbelebung erhöhten.

    Dazu kamen die langweiligen Kämpfe, die schwache Präsentation sowie die zähe Level-Phase - mit der Klasse der Solo-Rollenspiele Wizardry 7 und 8 hatte das Online-Abenteuer aus dem Hause Gamepot wenig gemein. Folgerichtet nahm Sony Online Entertainment die Server von Wizardry Online bereits am 31. Juli wieder vom Netz. Wir hätten übrigens Lust auf ein neues Wizardry, Sir-Tech!

    Free Realms

          

    MMOs für Kinder haben eine Lebensdauer von fünf Jahren, sagte SOE, nachdem das Ende von Free Realms bekanntgegeben wurde. MMOs für Kinder haben eine Lebensdauer von fünf Jahren, sagte SOE, nachdem das Ende von Free Realms bekanntgegeben wurde. Quelle: Sony Online Entertainment Mit Free Realms, das im April 2009 veröffentlicht wurde, hatte Entwickler und Publisher Sony Online Entertainment vor allem eine jüngere Zielgruppe im Blick. Das kostenlose Online-Rollenspiel besaß eine zuckersüße Grafik und eine lobenswert eingängige Bedienbarkeit und Zugänglichkeit. Spieler konnten hier unterschiedliche Berufe ausüben, sich Haustiere zulegen, Gleichgesinnte kennenlernen oder sich an den verschiedenen Minispielchen versuchen. Ab März 2011 gab es sogar eine Playstation-3-Version des MMORPGs, zu diesem Zeitpunkt freute sich SOE bereits über zehn Millionen registrierte Spieler. Dass registriert nicht gleich aktiv oder gar zahlend bedeutet, bewies der Publisher dann im März 2014. SOE gab bekannt, dass die Lebensdauer des Onlinespiels nach fünf Jahren ausgelaufen sei.


    MMO(RPG)s: Bereits im Ansatz gescheitert

          

    MMO-Entwicklungen sind teuer und einigen Teams geht auf dem Weg zum Release das Geld aus. Manchmal entpuppen sich Ideen, die auf dem Papier grandios klingen, in der Praxis aber auch als wenig unterhaltsam. Die folgenden Online-Games haben das Licht der Spielewelt nie erblickt.

    Triad Wars

    Triad Wars sollte ein MMO im Sleeping-Dogs-Universum werden. Mit allerhand Action und spannenden Verfolgungsjagden. Leider kam der Titel aus dem Hause United Front Games bei den Betatestern nicht allzu gut an. Am 23. Dezember 2015 bestätigten die Entwickler, dass die Beta am 20. Januar 2016 enden und es keinen Release geben wird.

    Everquest Next

    Als Sony Online Entertainment im August 2013 Everquest Next ankündigte, sorgten versprochene Features wie die zerstörbare Welt und das frei kombinierbare Multiklassensystem für kollektives Ohrenschlackern. 2015 wurde SOE von Columbus Nova gekauft und in Daybreak Games umbenannt. Im März 2016 folgte die Einstellung von Everquest Next.
    Nie werden wir erfahren, ob Everquest Next die hohen Erwartungen der MMO-Community hätte erfüllen können. Schade!. Nie werden wir erfahren, ob Everquest Next die hohen Erwartungen der MMO-Community hätte erfüllen können. Schade!. Quelle: Daybreak Game Company

    Dawngate

    Auf dem Höhepunkt der MOBA-Begeisterung versuchte Electronic Arts ebenfalls, am Hype teilzuhaben. Erste größere Tests begannen 2013, 2014 startete dann die Open Beta. Diese verlief aber nicht wie erhofft und so wurde die Entwicklung kurzerhand gestoppt. 90 Tage später schaltete
    EA dann die Server ab. Schade, denn Dawngate hatte Potenzial.

    Jumpgate Evolution

    Ein Raumschiff-MMO mit toller Grafik und actionreicher als EVE Online - leider ist das Projekt nie fertig geworden. Entwickler NetDevil wurde zwischenzeitlich voll durch Lego Universe beansprucht, das inzwischen auch wieder abgeschaltet wurde. Schade eigentlich, denn dass ein Markt dafür existiert, hat Chris Roberts mit Star Citizen bewiesen.
    Nur zu gerne hätten wir die fertige Version von Jumpgate Evolution ausprobiert. Nur zu gerne hätten wir die fertige Version von Jumpgate Evolution ausprobiert. Quelle: NetDevil

    World of Darkness

    Acht Jahre lang hieß es, dass die Erfinder von EVE Online an einem MMORPG in der Welt von White Wolfs World of Darkness arbeiten würden; an einem Sandbox-MMO mit Permadeath in einer gotisch anmutenden Neuzeitwelt. Und dann wurden die Arbeiten im April 2014 eingestellt, um sich voll auf das Eve-Universum zu konzentrieren. Schade!

    Stargate Worlds

    Mmh, welches große Sci-Fi-Universum hat noch kein eigenes MMO bekommen? Na klar, Stargate! Diese Lücke sollte 2006 gefüllt werden, als man Stargate Worlds ankündigte. Durch die Finanzkrise
    2007 bis 2008 wurde die Entwicklung jedoch verzögert und dann 2010 komplett eingestellt, als
    Entwickler Cheyenne Mountain Entertainment pleiteging.


    Der Fall des Titanen

          

    "Wir haben einen Punkt erreicht, an dem wir einige große Design- und Technik-Änderungen am Spiel vornehmen müssen." Dieser Satz schlug im Mai 2013 in der Fachpresse ein wie eine Bombe. Schließlich sprach Shon Damron, seines Zeichens Pressesprecher bei Activision Blizzard, nicht über irgendein 08/15-Projekt, sondern über Titan, das zu diesem Zeitpunkt immer noch nicht offiziell angekündigte Next-Gen-Online-Spiel der World-of-Warcraft-Macher. Genau die Hoffnung aller MMORPG-Spieler also, die sich seit mindestens sieben Jahren in der Entwicklung befand und der man nach all den Star Wars: The Old Republics, Teras und Guild Wars der letzten Zeit als einzigem Spiel zutraute, an den Erfolg von WoW anzuknüpfen. Mit der Neuausrichtung gab Blizzard zu, dass man mit dem bisher eingeschlagenen Weg in einer Sackgasse gelandet war. Eine Sackgasse, die erst in einer Umstrukturierung und im September 2014 schließlich in der Einstellung der Entwicklung von Titan resultieren sollte.
    Auf der falschen Fährte: Dieses und weitere Bilder wurden fälschlicherweise für Artworks zu Titan gehalten, doch stellten sie sich als private Arbeiten von Blizzard-Künstler Nick Carver heraus. Auf der falschen Fährte: Dieses und weitere Bilder wurden fälschlicherweise für Artworks zu Titan gehalten, doch stellten sie sich als private Arbeiten von Blizzard-Künstler Nick Carver heraus. Quelle: Blizzard Aus der Asche von Titan

    Später resümierte Game Designer Jeff Kaplan selbstkritisch: "An Titan hat ein unglaubliches Team gearbeitet. Alles richtig talentierte Leute. Doch wir haben in jeder Beziehung grauenhaft versagt ... auf jede Art in der ein Projekt scheitern kann. Es war verheerend." Das Team von Kaplan wendete sich danach einem neuen Projekt zu, um sich selbst und allen anderen zu beweisen, dass sie zu Recht bei Blizzard arbeiten: "Als dann die Entwicklung an Overwatch begann, war das Team extrem eng miteinander verbunden und überall spürte man diesen Hunger, der Welt zu beweisen, dass wir keine Versager waren, sondern etwas kreieren konnten, was unglaublich viel Spaß macht.", so Kaplan. Und offensichtlich kommt der Online-Shooter auch bei den Gamern gut an: Overwatch gehört seit dem Release am 24. Mai 2016 zu den umsatzstärksten Titeln, über 15 Millionen Spieler sollen bisher zugegriffen haben. Leider werden wir nie erfahren, ob Titan auch so gut angekommen wäre.


    Mehr Specials zum Genre der MMOs gibt es auch hier: MMO-Marktübersicht 2016: Das sind die aktuell heißesten Online-Rollenspiele (1) 38

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    • creep
      20.11.2016 01:00 Uhr
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      Netiquette | Kommentar-Ticker (Live)
      Leolost
      am 21. November 2016
      Kommentar wurde nicht gebufft
      Melden
      Ich trauere noch immer um World of Darkness von CCP. Als kleiner Fan der World of Darkness, spätestens seit "Vampire Bloodlines" , und EVE Freund, habe ich wirklich gehofft, das Spiel würde erscheinen.
      Der Hintergrund von White Wolf, bietet einfach sehr viel.

      Hellgate london hatte mir ebenfalls eine ganze weile Spaß gemacht, am ende war es aber einfach nicht genug. Der Loot war ein Problem, die Performance eher ein kleines, die Welt war noch ein großes Problem.
      Irgendwann hattest du einfach genug von U-Bahn tunneln, die gefühlte 99% der Spielwelt ausmachten.
      Bluescreen07
      am 21. November 2016
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      Warhammer online hat ein paar geniale Sachen:

      * Wälzer des Wissens
      * öffentliche Quests
      * Handwerksystem
      * Chaos-Hühnchen
      ...

      wurde leider zu früh veröffentlicht (Danke EA) und hatte die falsche Spielerschaft (..."Dies ist nicht Crafthammer, Dancehammer oder Ich-spiele-Abend-für-Abend-langweilige-Raid-Dungeons-Hammer, sondern WARhammer"! Jeff Hickman, Producer des Spiels, beschwichtigt, es gäbe sicher auch PvE-Dungeons mit Bossgegnern am Ende. Allerdings nicht in dem Maße, wie es WoW sie bietet. Paul: "Wenn Du Kriege nicht magst, dann bist Du in diesem Spiel falsch". Dem ist nichts hinzuzufügen...)

      *RIP*
      hockomat
      am 21. November 2016
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      Nö wieso mir ein bißchen mehr Entwicklungszeit wäre das Hauptaugenmerk nämlich das rvr bestimmt besser geworden und auch die Balance hätte besser gepasst aber ea tötet halt jedes game mit seiner ungeduld man siehe swtor viel zu früh releaset und aus einem eigentlich grandiosen setting und game eine Ruine gemacht
      Hosenschisser
      am 21. November 2016
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      Man könnte auch sagen, man hat am Markt vorbei entwickelt.
      Shackal
      am 21. November 2016
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      Vanguard wird an einen Emu gearbeitet und SWG gibt es EMU auh für EU bereich.

      Wo Buffed sich irrt,denn vanguard sollte nicht WoW ersetzen sondern die EQ Systeme dafür war Vanguard recht komplex aufgebaut.
      Als SOE vanguard total erleichterte war Vanguard sehr schnell Geister server wie bei SWG denn die WoWler kamen nicht genauso wie in SWG.
      Vanguard habe ich Extrem gespielt bis zur Starken Erleichterung und alle Spieler die mir bekannt waren sind gegangen.

      Vieleicht sollte sich Buffed mal genauer recherchieren
      Viele der genannten MMOs sind am P2W zu Grunde gegangen......

      Der Vanguard EMU ist aber noch im fortgeschrittenen Alpha Modus

      Vanguard : http://vgoemulator.net/index.php Orginal Client nötig.
      SWG ; http://swg-europa.com/ Orginal Client nötig.
      Rehhaile
      am 21. November 2016
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      Vanguard war in den letzten Jahren wirklich grandios. Man konnte immer was Neues entdecken, tolles Crafting und dieses Diplomatiespiel oder wie das hieß. Ein ingame-Hearthstone. Leider ohne Spieler. Sehr Schade, sie hätten es ähnlich wie Final Fantasy relaunchen sollen
      Variolus
      am 20. November 2016
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      Pirates of the Carribian hat sich allein schon dadurch überlebt, weil es bereits ein gut funktionierendes MMO in diesem Szenario gab: PotBS. Und selbst das steht nicht auf sicheren Füssen, die Server drohen immer wieder abgeschaltet zu werden, waren (zumindest in Europa) sogar zwischenzeitlich eine ganze Weile offline...

      Dabei fällt mir ein, war da schon eine Ewigkeit nicht mehr online... mal gucken, ob es überhaupt noch läuft und meine 4th Rate Fregatte noch schwimmt ^^
      Shurchil
      am 20. November 2016
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      Dawngate. Ich war so verliebt. Meine erste Berührung mit MOBAs. ?
      AGXX2
      am 20. November 2016
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      Schade um Warhammer von allen MMORPGs die ich bisher gespielt hab war Warhammer noch das mit dem besten PVP wenn auch ungebalanct obwohl das bisher noch keiner geschaft hat.
      Stancer
      am 21. November 2016
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      Genau sowas wäre mit einem 3 Fraktionen System verhindert worden. Bei 2 Fraktionen reicht es aus, wenn eine Fraktion 2-3% mehr Spieler hat als die andere um ein permanentes Übergewicht zu erzeugen. In Daoc gabs 3 Fraktionen und es war meistens sehr ausgeglichen, obwohl auf manchen Servern eine Fraktion manchmal nur 10-15% hatte !

      Schlimmer war, das man versucht hat alles sehr actionlastig zu machen und halt sehr "WoW-Like". Heiler/Tanks spielten im PvP quasi keine Rolle, da sie eh von Nukern und AE´s in Sekunden geplättet wurden ! 3 Tasten-Fraktion lässt grüßen !
      Ich hatte nen Tank gespielt und es war einfach nur frustrierend, das man sobald man in Reichweite der feindlichen Nuker war man noch maximal 2sek zu leben hatte ! Das ganze entstand aber aus dem Dilemma, das es ja eine Kollisionsabfrage gab und es zeigte sich am Anfang, das wenige Tanks eine Burg locker blockieren können und sie so uneinnehmbar machten. Also hob man den Flächenschaden massiv an !

      Das zeigt eigentlich auch das Problem von dem Spiel. Es wurde sich um ein Problem gekümmert aber daraus resultierten dann 10 neue Probleme !
      Variolus
      am 20. November 2016
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      Warhammer war genial, krankte aber von vornherein an einem unübersehbaren Ungleichgewicht. Das ist aber der Tod für jedes PvP-lastige MMO.
      Ich habe solange ich es gespielt hatte, auch nur einen Server gefunden, auf dem die "Ordnung" halbwegs konkurrenzfähig gewesen wäre. Am Ende wurde die Hauptstadt der Ordnung ständig geraidet, Gegenschläge waren mit den nur wenigen Highlevelspielern nicht möglich. Und dabei war es egal, auf welcher Seite man kämpfte, denn es war weder spaßig immer nur Opfer zu sein, genausowenig mit dem Gegner problemlos ohne echte Gegenwehr den Boden wischen zu können. Dazu dann eine Vielzahl an unerfüllten Versprechen (sollte es nicht Hauptstädte für jedes Volk geben? ^^) und andere Probleme.
      Wieweit ich dabei den ganzen Spielemagazinen die Schuld am Ungleichgewicht geben kann, ist mir ziemlich klar (die haben allesamt schon bei der Vorankündigung verkündigt, wie toll doch Chaos ist und man nur diese Seite ernsthaft spielen könne)...
      Skabeast
      am 20. November 2016
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      Ich habe WAR geliebt, trotz der bugs.
      hockomat
      am 20. November 2016
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      Ich bin mir ziemlich sicher das die damals das für das fanprojekt gemacht haben und die auf alle Fälle die Erlaubniss haben
      Ogil
      am 20. November 2016
      Moderator
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      Ok - wie offiziell das ist weiß ich nicht. Ich meinte auf jeden Fall "Return of Reckoning" - allerdings verweilte der Client nur sehr kurz auf meiner Platte.

      Und ob die aktuelle Games Workshop Führungsebene wirklich "netter" ist, bezweifeln vermutlich gerade alle die Brettspiele mögen und noch nicht über das Zerwürfnis mit Fantasy Flight Games hinweg sind...
      Snoggo
      am 20. November 2016
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      Offiziell freigegeben wurde nix, vor allem wenn Games Workshop mitmischt, wäre das garnicht drin gewesen (zumindest damals, seitdem wurde die komplette Geschäftsleitung ausgetauscht, und die ist etwas netter zu ihren Kunden).

      Es gibt allerdings mehrere Privatprojekte, die ganz gut laufen.
      Das bekannteste dürfte Return of Reckoning sein.
      Ist recht gut besucht, und auf allen Tiers findet man Spieler.

      Die Collectors Edition steht bei mir im Regal. Der Waaaghboss führt seit gefühlten Äonen meinen Waaaagh an.
      Ogil
      am 20. November 2016
      Moderator
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      Ja - gibt es. Hab ich ausprobiert aber schnell festgestellt, dass die Erinnerung an WAR besser ist als die Wirklichkeit. Und selbst in der Erinnerung hatte das Spiel viele Probleme. Das ist für mich von allen oben genannten auch das wo ich sagen muss "Das hätte so toll werden können..." aber leider wurden viele gute Ideen nur sehr ungar umgesetzt...
      hockomat
      am 20. November 2016
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      Ja Warhammer trauere ich auch noch hinter her. Aber gibt's da nicht son Fan Projekt wo man spielen kann die haben doch damals die Daten frei gegeben
      Stancer
      am 20. November 2016
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      Ja das stimmt aber sie haben einfach zu wenig auf die Spieler gehört und haben sich massiv von EA unter Druck setzen lassen.

      Die Spieler wollten ein PvP wie in Daoc mit 3 Fraktionen, EA wollte ein 2. WoW ! Tja und das Ergebnis hat man gesehen !

      So viel vergeudetes Potenzial...
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20.11.2016
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