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  • Otherland (PC)

    Packshot von Otherland
    Genre
    Online
    Release
    Publisher
    gamigo AG (DE)
     
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    Otherland: Im Farbenrausch des Cyberspace - Vorschau

    Otherland. Mal eingestellt, mal wieder nicht. Mal in der Beta, mal wieder nicht. Wir hatten Glück und konnten eine Fahrkarte für die rasante Fahrt durch Tad Williams' knalligbunten Cyberspace lösen. Was wir im Online-Rollenspiel zu Otherland erleben durften, erzählen wir euch in unserer Vorschau.

    In einer Welt, in der Betaspieler von Entwicklern gehätschelt und getätschelt werden – schließlich haben die meisten Tester im Voraus für den verfrühten Zugang bezahlt – ist es eher selten, dass wir uns noch mit sogenannten Triple-A-Bugs aus­einandersetzen müssen, die uns vom Spielen abhalten. Insbesondere nicht bei Projekten großer Entwicklerstudios wie Blizzard oder Arenanet; bei denen sind selbst Alphas schon enorm auf Hochglanz poliert. Da vergessen die Spieler schnell, dass sie noch nicht das fertige Produkt spielen.

    In der Hinsicht ist es fast schon ein bisschen erfrischend, in die geschlossene Betaphase von Otherland hineinzuschauen. Bei den Charakteren da drüben verschwimmt die Textur regelmäßig, sodass wir uns wundern, ob wir ein Problem mit den Augen oder mit dem Bildschirm haben. Das Inventar könnte auch von einem Informatik-Grundkursler mit dem Designverständnis einer Tomate entworfen worden sein. Und irgendwie ist für uns absolut unersichtlich, wie wir in die dritte Etage der Unterwelt des Bad Sectors gelangen, sodass wir nach einer halben Stunde des ziellosen Herumirrens frustriert aufgeben.

    Otherland ist im jetzigen Zustand interessant, wenn auf euch folgende zwei Kriterien zutreffen: Wir haben eine enorme Toleranz gegenüber Bugs und Sackgassen, in denen wir steckenbleiben. Und wir haben eine absurde Faszination für das Otherland-Universum. An dieser Stelle betonen wir ausdrücklich, dass wir beides haben. Solltet ihr aber nicht wissen, was Otherland von Tad Williams ist, dann raten wir euch vom Weiterlesen ab. Auch wenn ihr kein Interesse an einem Ausflug in eine extrem altbackene, aber charmante Welt habt. Und erst recht nicht, wenn ihr keine Lust auf ein MMORPG habt, das sich nicht wie eines spielt – und in dem eigentlich alles passieren kann.

    Otherland Otherland Quelle: dtp Ausprobierstudio
    Ihr seid ja noch da! Dann berichten wir euch von diesem Videospiel, das irgendwie den Charme einer liebevoll zusammengestückelten Flickendecke hat. Denn irgendwie passt nichts zusammen. Und irgendwie passt alles zusammen. Zumindest wenn wir über das urteilen, was wir im Rahmen der zweiten geschlossenen Betaphase von Otherland gesehen haben. Das klingt merkwürdig, ist aber nun mal so.

    Aber erst geht's mit den harten Fakten los: Euer Otherland-Held kann eine von vier Klassen wählen. Entweder ihr macht als Krieger oder Assassine im Nahkampf den Gegnern den Garaus, schießt aus der hinteren Reihe als Scharfschütze auf die Feinde. Oder ihr spielt mit dem Energizer einen Hybriden, der vornehmlich im Fernkampf austeilt, aber auch heilen kann. Das Coole an Otherland: Bevor ihr euch für eine Klasse entscheidet, könnt ihr alle mal in der Startregion mit den wichtigsten Skills ausprobieren. In welchem Spiel wird euch das schon geboten?

    Kampfkrampf
    Schon beim Training mit den unterschiedlichen Klassen im Rahmen des Tutorials offenbart sich eine der existenzielleren Schwachstellen von Otherland, nämlich das Kampfsystem. In kleinen Testarealen probiert ihr die Fähigkeiten jeder Klasse aus, und zwar an lebendigen Gegnern. Ihr visiert den Gegner mit dem Mauszeiger an und kämpft vornehmlich mit der rechten und der linken Maustaste. Auf beiden Tasten liegt jeweils ein normaler Angriff. Je häufiger ihr den benutzt, desto mehr Energie sammelt ihr in einer Anzeige. Ist diese aufgefüllt, lässt sich eine Attacke auslösen, die mehr Wumms macht.

    Die Maustasten-Angriffe eures Helden richten sich danach, welche Waffen er ausrüstet. Ein Assassine, der mit Dolchen in den Händen durch die virtuellen Welten von Otherland streift, benutzt andere Attacken als ein Assassine, der sich zwei Schwerter oder einen Stab geschnappt hat. Das Beste daran ist, dass ihr jederzeit und sogar im Kampf zwischen allen drei Waffensets einer Klasse wechseln dürft, um so je nach Situation auf andere Fähigkeiten zugreifen zu können. Das klingt ziemlich brillant und spaßig.

    Was also soll daran eine Schwachstelle sein? Die Technik von Otherland kommt mit dem Kampfsystem nicht mit. In schnellen Kämpfen, in denen es auch darauf ankommt, mit dem Helden agil auszuweichen, fühlt sich das Auslösen von Attacken enorm schwammig an; das Zielen gelingt nicht so richtig. Und die Verzögerung beim Einsatz der Waffen ist nur schwer erträglich. Vielleicht liegt es nur an den Servern. Wenn nicht, dann sollten die Macher von Otherland bei Drago dem Kampfsystem noch einmal eine ausführliche Überarbeitung spendieren.

    Otherland Otherland Quelle: dtp Cyberkaleidoskop
    Wir haben noch gar kein Wort über die Welt von Otherland verloren. Wie schon erwähnt, basiert das Spiel auf einer Roman-Tetralogie von Tad Williams, die denselben Namen trägt. Otherland ist eine virtuelle Realität mit verschiedenen Welten, deren Besitzer mit ihren Bereichen machen können, was sie wollen. Das macht den großen Reiz an Otherland aus, denn wir können in den abgefahrensten Welten landen. Und es fühlt sich überhaupt nicht seltsam an, eben noch ein romantisches Schlösschen besucht zu haben, und im nächsten Moment im Steampunk-Ballon über die Marsoberfläche zu gondeln. Wer Otherland besucht, muss sich auf jede Menge Überraschungen einstellen.

    Die Hauptstadt "Lambda Mall" ist ein knallbuntes Einkaufszentrum – ein bisschen wie Coruscant in SWTOR. Von der Mall aus reisen wir zu unseren Abenteuern in den anderen Bereichen und zu unserem Otherland-Apartment – Housing gibt's nämlich auch, wenngleich es in der Beta einen recht rudimentären Eindruck macht. 5Isle, das erste Gebiet nach dem umfangreichen Tutorial, ist wiederum eine von Fantasythemen inspirierte asiatische Welt, in der wir Geistern der Natur und ihren Behütern helfen. Es gibt den Bad Sector, eine düstere Gegend, in der wir uns nachts niemals herumtreiben sollten. Dumm, dass es dort immer dunkel ist. Es gibt die Welt, in der wir uns wie Winzlige fühlen, denn riesige Insekten sausen durch die Lüfte. Und das sind nur ein paar der Regionen von Otherland.

    Otherland Otherland Quelle: dtp Weniger Quests, mehr Story
    Die Freude, schon zu Beginn des Tutorials auf Charaktere zu treffen, die Roman-Fans bekannt sind, wird ein bisschen dadurch getrübt, dass die Quests nicht sonderlich spannend sind. Innovation finden wir nicht, während wir auf 5Isle nach gestohlenen Schätzen, weggelaufenen Baumwesen und Helfern für eine große Party suchen.

    Das müssen sich auch die Entwickler bei RealU und jetzt bei Drago gedacht haben, denn statt eine Plethora an redundanten Missionen zu liefern, gibt's die meiste Zeit nur zwei bis drei Questreihen, mit denen unserer Held im Questlog herumläuft. Das ist ganz nett, denn so rennen wir nicht wie ein kopfloses Huhn einfach nur herum und boxen alles, was bei drei auf den Bäumen ist, weil wir komplett den Überblick verloren haben.

    Außerdem fällt es so leichter, sich auf die erzählten Geschichten zu konzentrieren. Die sind zu Beginn nicht besonders spannend oder überraschend, geben uns aber den Eindruck einer großen, übergreifenden Geschichte. Zudem sind auch die kleinen Questreihen in den jeweiligen Gebieten interessant, denn außerhalb der Lambda Mall ist nur den wenigsten Nichtspielercharakteren bewusst, dass sie eigentlich nicht real sind, sondern nur Teil einer Simulation. Was übrigens nicht bedeutet, dass sie für unseren Charakter harmlos sind. Der Cyberspace lockt aber hin und wieder auch Hacker an, die in die Simulationen eindringen und alles auf den Kopf stellen. Wenn Otherland-Simulation und Otherland-Realität aufeinandertreffen, wird es auf jeden Fall lustig. Und dadurch, dass wir gleich zum Start von Otherland essenziellen Charakteren wie Renie, !Xabbu, Orlando und Mr. Sellars begegnen, fühlen sich Fans wie zu Hause.

    07:06
    Otherland: Anspielvideo aus der Beta


    Jade Otherland
    Egal ob ihr euch im Otherland-Universum auskennt oder einfach nur Bock auf eine interessante Cyberwelt habt, während ihr vielleicht auf Cyberpunk 2077 oder auf das neue Deus Ex wartet: Euch wird bestimmt das Gefühl überkommen, dass Otherland weniger ein MMORPG, sondern mehr ein Offline-Rollenspiel ist. Das hat nicht nur damit zu tun, dass während eines Betatests nicht viel los ist.
    Auch die Charakterentwicklung vermittelt das Gefühl, dass Otherland eher ein Jade Empire denn ein World of Warcraft ist.

    Denn bei Klassentrainern lassen sich nach einem Stufenaufstieg des Helden zwar verbesserte Fähigkeiten shoppen, aber das ist auch schon alles. Es gibt keine Talentbäume, keine Regler und Schieber, an denen sich irgendetwas anpassen lässt. Das ist vielleicht schade, wenn ihr das unter dem Gesichtspunkt der Klassenvielfalt in einem MMO betrachtet. Es ist aber total in Ordnung, wenn ihr Otherland als Solo-Rollenspiel anseht. Bleibt abzuwarten, wie sich das Spiel in künftigen Betas noch entwickelt.


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