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  • Neverwinter für PS4 im Test: Solide Umsetzung des Online-Rollenspiels
    Quelle: Perfect World

    Neverwinter für PS4 im Test: Solide Umsetzung des Online-Rollenspiels

    Neverwinter retten - und dabei reichlich Loot einsacken: Wie gut ist die Umsetzung des PC-MMORPGs für PlayStation 4? In unserem umfangreichen Test erfahrt ihr, warum besonders das Looten und Leveln in Neverwinter motiviert und was ihr sonst noch über das Online-Rollenspiel wissen müsst.

    Das Dungeons&Dragons-MMO Neverwinter erschien 2013 für den PC, 2015 folgte die Umsetzung für Xbox One. Mit gehörigem zeitlichen Abstand bringen Cryptic und Perfect World ihr Fantasy-Abenteuer nun auf die Playstation 4. Neverwinter ist ein Free2Play-Spiel und demnach kostenlos im Playstation Store erhältlich, ihr benötigt sogar noch nicht einmal ein gültiges Abonnement für Playstation Plus. Skeptiker runzeln spätestens jetzt die Stirn und suchen nach dem Haken. Gleich vorweg: Neverwinter lässt sich problemlos durchspielen, ohne Echtgeld auszugeben, dennoch müssen sich Sparfüchse auf einige Nachteile gefasst machen. Mehr erfahrt ihr im folgenden Test.

    05:06
    Neverwinter: PS4-Version des Free2Play-MMOs im Video-Test

    Neverwinter: Altes Spiel, neue Steuerung

          

    Wald und Wiese: Im Spielverlauf schalten wir computergesteuerte Gefährten frei, die wir ausbilden und stärken können. Wald und Wiese: Im Spielverlauf schalten wir computergesteuerte Gefährten frei, die wir ausbilden und stärken können. Quelle: PC Games Die PS4-Version bündelt die bislang für Neverwinter veröffentlichten Inhalte: Neben dem Hauptprogramm erwarten Hobby-Helden insgesamt zehn Erweiterungen, welche die Spielzeit auf weit über 200 Stunden anschwellen lassen. Der Umfang ist also gigantisch und bietet neben der Hauptgeschichte zusätzliche, durch Mindestlevel begrenzte Kampagnen sowie Multiplayer-Raids und einen vergleichsweise unspektakulären PvP-Modus. Die Reise beginnt allerdings mit dem Charakterbaukasten. Hier bestimmen wir die Herkunft unseres Recken, wählen aus acht Charakterklassen und lassen anschließend wie in der Brettspiel- und Pen&Paper-Vorlage Dungeons & Dragons dessen Grundwerte auswürfeln. Vom Tank in Form des Beschützenden Kriegers über einen Schadensausteiler wie den Vernichtenden Hexenmeister bis hin zum heilenden Glaubenskleriker sind typische MMO-Klassen an Bord.

    Danach entlässt euch das Online-Rollenspiel in die Weiten seines Universums, führt euch aber zugleich vorsichtig in die Grundmechaniken ein. So verfügen wir zu Beginn lediglich über eine Handvoll Aktionen. Erst im späteren Spielverlauf aktivieren wir über Charakteraufstiege immer mehr Fertigkeiten und verteilen diese auf verschiedenste Tastenkombinationen. Löblich: Den Entwicklern ist es gelungen, die komplexe PC-Steuerung passabel auf den PS4-Controller zu übertragen. Dazu nutzt das Spiel vor allem die Schultertasten, über die wir auf erweiterte Funktionen sowie Inventar und Karte zugreifen. Zweifellos bedarf es einer längeren Einarbeitungszeit, ehe man sich wirklich damit angefreundet hat, doch insgesamt funktioniert die Steuerung ordentlich. Das liegt nicht zuletzt an dem geringen spielerischen Tiefgang des Kampfsystems: Wirklich zielen müssen wir hier nicht und geblockt wird automatisch. Letztlich platzieren wir unsere Figur nur in der richtigen Position und spielen dann möglichst geschwind die Neverwinter-Klaviatur herunter.

    Neverwinter: Immer derselbe Trott

          

    Sehr viel Text: Die immer wieder eingeblendeten Infos stören mitunter die Übersicht und verdecken das Kampfgeschehen. Sehr viel Text: Die immer wieder eingeblendeten Infos stören mitunter die Übersicht und verdecken das Kampfgeschehen. Quelle: PC Games Im Gegensatz zu einem Offline-Rollenspiel à la The Witcher 3 bezieht Neverwinter seinen Reiz weniger aus den ausgefeilten Charakteren als vielmehr aus dem motivierenden Aufbau der eigenen Spielfigur. Schuld daran ist nicht zuletzt das altmodische Questdesign: Wie in Online-Rollenspielen beinahe üblich lässt uns auch Neverwinter immer wieder simple Sammelund Angriffsmissionen absolvieren. Mal klauben wir verlorene Pläne auf, mal töten wir in einem markierten Zielgebiet eine bestimmte Anzahl an Feinden. Gerade wenn viele Spieler in einem Areal unterwegs sind, verkommen diese Aufgaben zur Schnitzeljagd. Denn die Monster erwachen stets an Schlüsselpunkten wieder neu, sodass wir diese Bereiche immer wieder abklappern dürfen. Sonderlich aufregend sind also die wenigsten der Quests. Insbesondere in den Anfangsstunden zieht sich Neverwinter wie Kaugummi und wartet mit zu wenig Spannung oder wirklich intensiven Schlachten auf.

    Somit ist das stete Aufwerten des eigenen Helden die wichtigste Motivationsquelle von Neverwinter. Ständig finden wir neue Ausrüstungsgegenstände, erhalten Belohnungen oder bekommen Fähigkeitenpunkte oder Kräfte hinzu. Je weiter das Spiel voranschreitet, desto komplexer werden auch die Möglichkeiten. Nach und nach schrauben wir Edelsteine auf Waffensockel, veredeln die Klunker in aufwendigen Crafting-Verfahren oder lassen Crafting-Ressourcen über ein rudimentäres Berufssystem anfertigen. Das kontinuierliche Weiterentwickeln des eigenen Alter Ego tröstet über die insgesamt zu eindimensionalen Aufgaben hinweg. Trotzdem macht es einem Neverwinter nicht immer leicht, die Kontrolle zu behalten: Die Menüs erweisen sich als verschachtelt und speziell die Trennung von Inventar und ausgerüsteten Gegenständen sorgt für unnötig lange Bedienwege. Ferner vermissen wir einen Plunderbeutel, in dem man nicht benötigte Objekte oder Schätze direkt ablegen kann.

    Neverwinter: Her mit der Kohle

          

    Ganz hübsch hier: Speziell die Außenbereiche sind mit opulenten Statuen durchaus nett designt. Leider fallen Charakterdesign und Animationen deutlich ab. Ganz hübsch hier: Speziell die Außenbereiche sind mit opulenten Statuen durchaus nett designt. Leider fallen Charakterdesign und Animationen deutlich ab. Quelle: PC Games Spätestens wenn der eigene Rucksack aus allen Nähten platzt, wünschen wir uns eine Inventarerweiterung herbei. Diese gibt es auch, allerdings findet man sie nur sehr selten innerhalb der Spielwelt. Stattdessen ist beinahe alles, was in Neverwinter irgendwie mit Komfortfunktionen zu tun hat, an die Premium-Währung Zen gekoppelt. Nicht falsch verstehen: Man kann das Online-Rollenspiel über unzählige Stunden zocken, ohne dafür auch nur einen Cent zu bezahlen. Dann muss man eben mit einigen Einschränkungen leben - dazu gehören unter anderem besagte Inventarerweiterungen oder auch Extra-Leben. Zu Beginn des Spiels erhalten wir immerhin fünf "Schriftrollen des Lebens". Diese lassen uns und unsere Gruppe an der Stelle des virtuellen Ablebens wiederauferstehen.

    Doch spätestens wenn wir uns mit Giganten wie dem Drachen Charthraxis anlegen oder uns in höherstufige Gebiete vorwagen, beißen wir häufiger ins Gras. Sind die Schriftrollen aufgebraucht, erwachen wir am letzten Lagerfeuer. Das bedeutet: jede Menge Laufarbeit - oder Echtgeld-Einsatz. Überhaupt fühlt sich Neverwinter zwischenzeitlich wie eine Teleshopping-Show an. Ständig ballert euch das Spiel Werbebanner um die Ohren. Die Aufforderung, sich endlich das Leben mit ein bisschen Zen zu erleichtern, ist allgegenwärtig. Das ständige Herumwedeln mit der Karotte vor der Nase stört den Spielablauf hier und da dann doch, da sie eine ewige Versuchung ist, doch noch Geld zu investieren. Fünf Extra-Leben kosten übrigens 500-Zen-Punkte. Das wiederum entspricht knackigen 4,99 Euro. Da fühlt man sich beinahe an die örtliche Spielhalle erinnert.

    Neverwinter: Keine Schönheit

          

    Kein Gegner: Dem Kampfsystem mangelt es nicht an Möglichkeiten, wohl aber an Tiefe und Komplexität. Kein Gegner: Dem Kampfsystem mangelt es nicht an Möglichkeiten, wohl aber an Tiefe und Komplexität. Quelle: PC Games Ähnlich altbacken wie das Gameplay fällt auch die technische Umsetzung aus. Man sieht Neverwinter an, dass es schon drei Jahre auf dem Buckel hat. Zwar gibt es durchaus hübsche Areale wie beispielsweise den Marktplatz des zentralen Hubs Protector's Enclave. Aber gerade die Monster lassen ein gewisses Maß an Detailtiefe und Verspieltheit vermissen. Die Animationen hinken technisch ebenfalls hinterher. Etwas störend fallen zudem die immer wieder auftretenden Clipping-Fehler sowie die ständig aufploppenden Infotexte auf. Mitten im Kampf prangt dann auf einmal mit roten Lettern "Ihr Charakter ist verletzt" auf dem Bildschirm. Alternativ wird auch gerne das Absolvieren gleich mehrerer Quests mit übergroßen Kommentaren gefeiert - ganz gleich, ob noch Gegner um einen herumstehen oder nicht. Die Momente, in denen die Übersicht komplett verloren geht, häufen sich daher, je umfangreicher und schwieriger die Schlachten werden. In unserem Test lief das Spiel über weite Strecken flüssig. Einzig in der Protector's Enclave fiel die Bildrate unter die magischen 30 Bilder pro Sekunde. Zu Stoßzeiten - also beispielsweise am Wochenende - kam es zudem zu kleineren Lags und Verbindungsproblemen. Die Ruckler sind angesichts des niedrigen Schwierigkeitsgrads und der geringen Komplexität der Kämpfe allerdings verschmerzbar.

    Neverwinter: Die besten Momente

          

    Trotz einiger Schwächen ist Neverwinter daher eine annehmbare Alternative für MMO-Fans. Es entpuppt sich als Zeitfresser, der Spielen durch sichtbaren Fortschritt belohnt und bis zum Level-Cap 70 immer wieder neue Inhalte wie Kampagnen oder Dungeons freischaltet. Den meisten Spaß hat man in dem Online-Rollenspiel zweifellos mit Freunden - in den Fünf-Spieler-Dungeons oder dem gemeinsamen Bekämpfen von Drachen erzeugt Neverwinter seine besten Momente.


    Neverwinter (PS4)

    Spielspaß
    72 %
    Leserwertung:
     
    Bewerte dieses Spiel!
    Pro & Contra
    Motivierendes Looten und Leveln
    Solide Steuerung
    Riesiger Spielumfang
    Umfangreiches Charaktersystem
    Mäßige Präsentation/kleineGrafikfehler
    Lags bei vollen ServernMonotones
    Quest-Design
    Allgegenwärtige Mikrotransaktionen

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    • Olaf Bleich
      28.07.2016 11:36 Uhr
      Mitglied
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      Pracke
      am 29. Juli 2016
      Kommentar wurde nicht gebufft
      Melden
      Also 72% für dieses Spiel ist definitiv zu wenig - meine Wertung ist 82 % !
      Insgesamt habe ich auch durchaus mehr Spaß am Spiel als der Tester dies hier ausgibt (spiele die PC Version).
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28.07.2016
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