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  • Resident Evil - ein Meilenstein der Gaming-Geschichte

    Es gibt Games, die sind inzwischen zwar steinalt, aber gleichzeitig so aktuell wie nie. Gaming-Perlen , die selbst heute noch regelmßig weitergeführt werden, mitunter bereits vor Jahrzehnten ganze Genres geprägt oder vielleicht auch nur besondere, bleibende Erinnerungen in unserer eigenen Vergangenheit hinterlassen haben. Willkommen in der Vergangenheit!

    Was macht ein Kultspiel wie Pac-Man, Secret of Mana, World of Warcraft oder eben Capcoms Resident Evil eigentlich zum Kultspiel? Sind es die Verkaufszahlen? Oder basiert solch ein virtueller Ritterschlag einfach auf besonders hohen Traumwertungen? Und wenn es ein solches Stück Software dann auf den Gaming-Olymp geschafft hat, darf man trotzdem noch anderer Meinung sein als das Kollektiv? Gerade in den letzten Wochen habe ich viel über genau dieses Thema nachgedacht. Ich habe mir überlegt: Was braucht ein Spiel, damit ich mich auch in 10, 15 oder 20 Jahren noch daran erinnere? Der Antwort auf diese Frage möchte ich in meiner (hoffentlich) mehrteiligen Retro-Kolumne auf den Grund gehen und anhand einzelner Titel hervorheben, was genau diese Spiele für mich so unvergesslich macht.

    Sich bei der Klassifizierung eines sogenannten Kultgames auf die eingangs erwähnten und äußerst simplen Variablen der Erfolgsgleichung zu beschränken, ist meines Erachtens gänzlich ungenügend. Ich meine, überlegt mal: Wenn euch jemand auffordert, aus dem Bauch heraus ein Spiel zu nennen, dass euch in eurer Zockerlaufbahn nachhaltig berührt, geschädigt, zum Lachen gebracht oder sonst was hat - welcher Titel würde euch da ganz spontan über die Lippen kommen? Dieser Name, welcher das auch immer sein mag, ist unterm Strich absolut irrelevant. Viel wichtiger ist, dass ihr nie sagen werdet "Spiel X, weil das Magazin Y dem Teil vor Z Jahren eine 9/10 verpasst hat". Nein, Nostalgie funktioniert anders - egal, ob es sich um allgegenwärtige, spielgewordene Phänomene wie World of Warcraft oder Counter Strike handelt. Ihr werdet sagen "Titel X, weil ich noch ganz genau weiß, wie [insert random memory here]".
    Resident Evil: Das Gamecube-Remake hielt sich stark an die Vorlage, kam an den richtigen Stellen aber nochmal einen Tick düsterer daher. Resident Evil: Das Gamecube-Remake hielt sich stark an die Vorlage, kam an den richtigen Stellen aber nochmal einen Tick düsterer daher. Quelle: Resident Evil Wikia

    Von Untoten und anderen nicht tot zu kriegenden

          

    Aus diesem Grund habe ich mir ein paar Gaming-Perlen herausgepickt, die genau diese Anforderung erfüllen (sollen). Spiele, bei deren Erwähnung mir das Herz aufgeht und ganz besondere Erinnerungen zutage treten. Erinnerungen an Momente, die weniger mit der Software an sich zu tun haben, als das sie vor meinem inneren Auge Bilder von vergangenen Tagen zeichnen, an die ich mich noch heute mit einem Lächeln erinnere. Den Anfang machen soll der Grundstein eines bis heute aktuellen Franchises, das so langlebig ist, wie seine Monster und Resident Evil: Lächerlich - in den deutschen RE-Comics wurde besonders blutige Stellen geschwärzt, mit über Umwegen erhältlichen Stickern ließen sich die Szenen jedoch nachträglich ersetzen. Resident Evil: Lächerlich - in den deutschen RE-Comics wurde besonders blutige Stellen geschwärzt, mit über Umwegen erhältlichen Stickern ließen sich die Szenen jedoch nachträglich ersetzen. Quelle: comicvine.com Protagonisten. Ein Spiel, das nicht nur meine Jugend, sondern das gesamte Genre des Survival-Horror geprägt, ja, neu definiert und wohl auch salonfähig gemacht hat. Ein Franchise, das seit seinem Debut auf der Playstation 1 auf so gut wie jeder folgenden Plattform mit weit mehr

    01:58
    Resident Evil: Origins Collection - Ankündigungs-Trailer
    Spielecover zu Resident Evil: Origins Collection
    Resident Evil: Origins Collection

    als einem dutzend Haupttitel und Ableger vertreten war, dabei mehr als 62 Millionen Einheiten an den Gamer brachte und so zu einer der erfolgreichsten Spieleserien aller Zeiten avancierte. Ein Spiel, das mehrfach (wenn auch eher schlecht als recht) verfilmt wurde, selbst vor Büchern und Comics nicht Halt machte, 2016 sein 20-jähriges Jubiläum zelebriert und dessen Werdegang ich von der ersten Minute an mitverfolgen durfte. Ich präsentiere euch den "King of Survival Horror" - RESIDENT EVIL!

    Racoon City in Farbe. Und bunt.

          

    Vor knapp 20 Jahren, war ich etwa 14, noch jung und frisch, und die Ringe unter meinen Glubschern haben nicht gleich verraten, wenn ich mal wieder durchgemacht hatte. Auch nicht im Sommer besagten Jahres 1996. Mein wahrscheinlich ältester Freund und Zockkumpan seit der 1. Klasse erzählte uns was von irgendeinem Horrorspiel mit Zombies. Das hat er als Import für die damalige PS1 bekommen. Dass sich also der ein oder andere Einzelhändler unseres Vertrauens nicht ganz an die Altersbeschränkung gehalten hat, müssen wir an der Stelle wohl nicht weiter erläutern. An der Stelle noch mal ein riesen Dankeschön an unseren einstigen Gönner - nennen wir es "Gehandelt im Auftrag der Bildung"! ;-) Ist Resident Evil: Erst der Director's Cut brachte deutsche Spieler in den Genuss des ungeschnittenen und durchaus blutigen Vorspanns. Resident Evil: Erst der Director's Cut brachte deutsche Spieler in den Genuss des ungeschnittenen und durchaus blutigen Vorspanns. Quelle: Capcom ja auch egal, irgendwas mit "Kukident" oder "Resident" hat er gelabert. Und dass das Teil voll der krasse Shiat sein soll. An dem Tag haben wir uns bei einem weiteren gemeinsamen Freund getroffen und dessen Zimmer zur Marathonzockbude umfunktioniert. Ja, ok, wir haben die Rolläden heruntergelassen, damit auch ja kein Sonnenlicht an unsere adelsblassen Ärmchen gelangte! Und dann passierte ... erstmal gar nix.

    Das verdammte Game wollte nämlich nicht in Farbe über die Röhre flimmern. Und bevor jemand fragt: Ja, das RGB-Kabel, dass man damals zwingend benötigte, um NTSC-Importspiele auf einer Import-Konsole in Farbe zocken zu können, steckte. Ja, sowohl an der Playstation, als auch am Fernseher. Wie sich nach knapp einer Stunde Rätselraten herausstellte, war letzterer die Quelle allen Übels. Die Kiste lief nämlich nur mit Auch die englische Director's Cut bot Neues, etwa direkten Zugang zu alternativen Outfits. Auch die englische Director's Cut bot Neues, etwa direkten Zugang zu alternativen Outfits. Quelle: Capcom 50hz; 60hz-fähige Röhrenfernseher gehörten damals nicht zwingend zum Inventar eines jeden Haushalts. Und bevor jetzt irgendein Klugschei... meint, was von "Dann hättet ihr halt die deutsche Version gezockt, ihr Naps!" labern zu müssen: Ja, die gab es, aber deutlich später und bis zum im Jahre 1997 veröffentlichten Director's Cut natürlich geschnitten. Eine kleine Exkursion zum damaligen Import-Wahn heb ich mir aber für Teil 2 dieser Kolumne auf. Das Ende vom Lied jedenfalls: Spielen wir eben in Schwarz-Weiß. Der Atmosphäre tat das, wie recht schnell deutlich wurde, keinen großen Abbruch!

    "Press Start" - JETZT MACH DOCH!

          

    Nachdem wir uns also damit abgefunden hatten, kein farbiges Polygonblut bestaunen zu dürfen, drückten wir endlich auf Start - ganz brav, wie es uns der Startbildschirm mit dem großen, ekligen Auge befahl, und kamen erstmals in den Genuss dieser tiefen, unerbittlichen Stimme, die bis heute Ihresgleichen sucht. Dann mussten wir uns entscheiden: Nicht direkt zwischen verschiedenen Schwierigkeitsgraden, sondern zwischen zwei Charakteren des S.T.A.R.S-Teams, das im folgenden Abenteur im Mittelpunkt stand. Das sich die Wahl des Protagonisten letztlich ganz enorm auf den Härtegrad auswirken sollte, wussten wir zunächst nicht. Zur Erinnerung: Wer mit Chris Redfield in die Schlacht zog, hatte nicht nur deutlich weniger Inventar-Slots und somit Platz für Munition, Waffen, Ratselobjekte oder Erste Hilfe-Items, auch Feinde standen vermehrt und zudem an anderen Positionen herum. Klingt trivial? Veteranen wissen, dass es das nicht war ...!
    Resident Evil: Das altehrwürdige Pianorätsel - nur Jill konnte die Mondscheinsonate auf dem Flügel spielen und so einen Geheimgang öffnen. Resident Evil: Das altehrwürdige Pianorätsel - nur Jill konnte die Mondscheinsonate auf dem Flügel spielen und so einen Geheimgang öffnen. Quelle: capcom
    Wie dem aber auch sei, wir entschieden uns für Jill Valentine, wählten also unbewusst den Normal-Mode, und starteten in den für die damalige Zeit durch die Bank gruseligen Vorspann, in dem das S.T.A.R.S-Team, gespielt von echten Schauspielern (uuuuh, Rebecca, <3), in der Nähe des bis heute berühmtberüchtigten Herrenhauses erstmals auf Umbrellas blutverschmierte Aggro-Köter traf und direkt um das ein oder andere Mitglied erleichtert wurde. Starr vor Angst rettete sich ein Teil der Truppe in die Villa. Darunter Barry Burton, der erst im zuletzt releasten Resident Evil Revelations 2 sein Comeback feierte, sowie Rebecca Chambers, die mit Resident Evil Zero ihr eigenes Abenteuer zugeschustert bekam und sich tierisch über das anstehende Remake freut. Und dann natürlich Chris Redfield und Jill Valentine.

    05:33
    Resident Evil Zero: Videovergleich zwischen Prototyp und Gamecube-Fassung

    Ein Zombie, mit dem alles begann!

          

    Da standen wir also, in der totenstillen Lobby des verlassenen Herrenhauses. Zuerst dachten wir noch, wir könnten uns einfach wieder durch die Vordertür aus dem Staub machen - den Zombie-Dobermännern davor missfiel diese Idee. Der perfekte Einstieg, haben wir uns gedacht ... wenn hirntote Hunde schlauer sind als wir! Was also tun? Richtig: Erst einmal alle Türen abchecken; die meisten waren natürlich verschlossen und Resident Evil: Das Zeug, aus dem Alpträume sind - diesen Schulterblick hat noch heute jeder Resi-Fan im Gedächtnis! Resident Evil: Das Zeug, aus dem Alpträume sind - diesen Schulterblick hat noch heute jeder Resi-Fan im Gedächtnis! Quelle: Capcom größtenteils mit Kartensymbolen wie Pik, Karo, oder Kreuz gekennzeichnet. Eine Tür hingegen führte uns durch den Speisesaal in einen abgelegenen Nebenraum, in dem wir erstmals Kontakt zu einer lebenden Person aufnahmen ... und fesstellten, das "lebend" in diesem Spiel einen Ticken anders definiert wird. Was folgte, war der wohl ikonischste und furchterregendste Schulterblick seit Exorzisten-Mädel Megan. Und Gott, habe ich The Evil Within, Mikami-sans Survival-Horror Comeback, für die Hommage an exakt diesen Moment gefeiert.

    First Contact: Der erste Zombie, dem wir in Resident Evil je begegneten, hinterließ einen mehr als bleibenden Eindruck! First Contact: Der erste Zombie, dem wir in Resident Evil je begegneten, hinterließ einen mehr als bleibenden Eindruck! Quelle: Capcom
    Da standen wir nun, mit unserer Knarre in der Hand, bereit, erste richtige Erfahrungen mit dem für heutige Verhältnisse undenkbar miesen Kampf- und Bewegungssystem zu machen. Analoges, ergo punktgenaues Anvisieren? Gezielte Kopfschüsse? Ha ... haha ... Haaahaaaahaaaa!! Wer sich's dreckig gab und Monsieur Redfield durch die hausgewordene Geisterbahn steuerte, musste an diesem Punkt sogar zum Messer greifen, da die erste Schusswaffe noch in weiter Ferne lag und an diesem Punkt trennte sich dann bereits die Spreu vom Weizen - das Ergebnis war unterm Strich aber dasselbe: Irgendwann ging der Fregger zu Boden, wir machten die Mücke, und ... das Mistvieh kam uns nach. Spätestens an dem Punkt wussten dann auch die Protagonisten, dass in der Gruselbude irgendwas nicht ganz koscher war. Und dass Zombies eine Allergie gegen Barrys Magnum zu haben schienen.

    Resident Evil: Die Magnum ist aus Capcoms Zombie-Hatz nicht wegzudenken - genau wie der berühmtberüchtigte Raketenwerfer. Resident Evil: Die Magnum ist aus Capcoms Zombie-Hatz nicht wegzudenken - genau wie der berühmtberüchtigte Raketenwerfer.

    Rätseln, sammeln, ab und zu schießen

          

    Von da ab durchstreiften wir das Haus, suchten Pik-, Herz-, Karo- und Kreuz-Schlüssel, lösten haufenweise Rätsel und steckten unsere Nasen in jeden noch so unscheinbaren Tagebucheintrag und herumliegende Notizen. Wenn wir nicht weiter wussten, dann ... naja ... mussten wir weiter unsere Köpfe zusammenstecken und über die Lösung grübeln. Einfach ins Internet schauen, war damals noch nicht drin! Wir sammelten grüne, blaue (die gibt's heute schon gar nicht mehr!) und rote Pflanzen, um im schlimmsten Fall unsere Gesundheit sanieren zu können, erweiterten gemächlich unser Waffenarsenal und frohlockten, wann immer wir eine der Aufbewahrungskisten fanden, um Gegenstände auszutauschen und/oder zwischenzulagern oder wenn wir eines der spärlich vorhandenen Schreibmaschinenfarbbänder in die Finger bekamen. Diese Farbbänder waren unsere Lebensversicherung! Regelmäßige Checkpoints und Auto-Saves? You wish! Wollte man seinen Spielstand speichern, musste man es erst lebend zu einer der im ganzen Anwesen verteilten Schreibmaschinen schaffen; pro Speichervorgang war dann eines dieser Bänder fällig - das machte die Dinger nachvollziehbarerweise so wertvoll, wie vernünftige Winterkleidung beim Eisfischen. Oder Munition. Die war natürlich ebenfalls relativ rar gesät. Kein Wunder, dass wir wirklich jeden Winkel der Bude aktibisch absuchten und uns bei jedem Feind gut überlegten, ob wir ihn wirklich umnieten müssen, ob wir ihn nicht vielleicht umgehen können, oder zumindest auf das Messer zurückgreifen sollten. Ein gutes Beispiel: der blutdurstige Krähenschwarm in der Galerie schreckte erst auf, wenn wir durch den Flur RANNTEN oder einen Schuss abgaben. Liefen wir langsam und gemächlich, waren wir save! Und wer die Vögelchen mit dem Messer massakrierte, musste ebenfalls nichts befürchten.

    "Einmal Ar... auf Grundeis, bitte!"

          

    Wollte ich den gesamten Durchlauf beschreiben, würde ich die nächsten drei Wochen wahrscheinlich nur an diesem Text hocken, deswegen springen wir ein Stück nach vorne. Im Verlauf unseres Abenteuers führte uns unser Weg irgendwann nach draußen, genauer gesagt durch einen Freiluftflur in den Hinterhof des Anwesens. Dort lösten wir weitere Rätsel und erledigten noch mehr Zombies. Kurz bevor wir zurück ins Herrenhaus mussten, faselte einer meiner Kompagnons dann etwas von einer Demo, die er mal gesehen hatt. Da wäre so ein komisches Monster gewesen, dass unseren Typen angesprungen und ihm einfach den Kopf von den Schultern gerissen hätte. Und wir so: "Jaja, is' scho' recht!" Zwei Minuten später öffnete Jill die Hintertür des Anwesens. Dann wurde der Bidlschirm kurz schwarz und sahen durch die Augen eines seltsamen Wesens, dass mit mächtigen Sätzen durch das Areal sprang und sprintete, das wir gerade eben erst verlassen hatten. Die Sequenz endete an besagter Hintertür .. nur das diesmal keine zierliche Damenhand an den Knauf langte. Eine Sekunde später waren wir zurück im Spielgeschehen und sahen zu, wie der erste Hunter in der Geschichte Resident Evils in Jills Richtung sprang, mit einem beherzten Schwinger ihren Kopf vom Torso trennte und der Bildschirm langsam weiß wurde.
    Resident Evil: Der erste Hunter in der Geschichte der RE-Reihe - widerliche Biester, die uns mit einem Ruck um einen Kopf kürzer machten. Resident Evil: Der erste Hunter in der Geschichte der RE-Reihe - widerliche Biester, die uns mit einem Ruck um einen Kopf kürzer machten. Quelle: http://nerdbacon.com

    Kein Ende in Sicht

          

    Ich könnte ewig so weitererzählen. Etwa über die Zwischensequenz mit dem genmanipulierten Hai, vor dem wir in hüfthohem Wasser panisch fliehen mussten. Vor der Riesenpflanze, deren Wurzeln wir entweder verdorren lassen konnten oder die wir im Zuge eines außergewöhnlichen Bosskampfes (!) mit Hilfe eines Flammenwerfers abfackeln mussten. Von den zwei gottverdammten Büchern, die man im Check-Fenster total bescheuert drehen und wenden musste, um sie zu öffnen und so die beiden darin versteckten Medaillons für den Brunnen-Lift zu erhalten; an der Stelle legten wir das Game damals tatsächlich zur Seite, weil keiner von uns wusste, wie's weitergeht - bis ich durch puren Zufall und einen versehentlichen Resident Evil: Hunter - agil, tödlich und noch heute gefürchtet. Drecksviecher! Resident Evil: Hunter - agil, tödlich und noch heute gefürchtet. Drecksviecher! Quelle: Resident Evil Wikia Tastendruck drauf gekommen bin.

    Ich könnte nun erzählen von unserem darauffolgenden Abstecher ins erste Umbrella-Untergrundlabor aller Zeiten. Von unserem ersten Selbstzerstörungs-Countdown und Raketenwerfer-Gebrauch - beides Running-Gags ("...the self-destrcut sequence has been activated. All personel evacuate immediately! Tuut tuut tuut!") die noch heute zu jedem, wirklich JEDEM Resident Evil-Finale gehören, wie das Papamobil zum Papst. Und danach könnte ich weitermachen mit dem inzwischen glücklicherweise nicht mehr indizierten und herausragenden zweiten Teil, für den ich damals meine letzten Mark zusammengekratzt hab, nur um mir endlich meine eigene PS1 kaufen zu können! Oder den eher durchwachsenen dritten Teil Nemesis, den ich dummerweise verliehen und nie wieder zurückbekommen habe. Ich könnte über Leon S. Kennedy und Chris' Schwester Claire Redfield schreiben, deren Intro-Zeilen ich so oft gehört habe, dass ich sie auswendig mitsprechen konnte. Mit Albert Wesker, der bis zum Ende von Resident Evil 6 versuchte, die gesamte Welt mit Hilfe von Umbrellas Biowaffen ins Unglück zu stürzen.

    Resident Evil 2: Hommage an Resi 1 - nachdem ein Spieler in Japan Resident Evil 1 nur mit dem Messer in weniger als drei Stunden durchzockte, führte Capcom in Teil 2 den Tofu ein - ein Block Sojaquark, der nur sein Messer hatte und damit ein bockschweres Bonusszenario durchqueren musste. Resident Evil 2: Hommage an Resi 1 - nachdem ein Spieler in Japan Resident Evil 1 nur mit dem Messer in weniger als drei Stunden durchzockte, führte Capcom in Teil 2 den Tofu ein - ein Block Sojaquark, der nur sein Messer hatte und damit ein bockschweres Bonusszenario durchqueren musste. Quelle: Resident Evil Wikia
    Ich könnte auch in Erinnerungen an diverse Tyrants und Mister X schwelgen, an Las Plagas und Uroboros, versteckte Bonusszenarien (Hunk und Tofu - absolute Highlights meiner persönlichen Gaming-"Karriere"), an Koop- und Multiplayer-Modi, die teils spaßig, teils so überflüssig wie ein Blinddarm waren respektive sind. Ich könnte schwärmen von einem fulminanten vierten Teil, der es uns endlich ermöglichte, frei zu zielen, da auch die Spielwelt erstmals wirklich dreidimensional war und nicht aus vorgerenderten Hintergründen mit fixen Kameraeinstellungen bestand. Oder von den zig Stunden Spielzeit, die ich in den Raid-Mode der beiden Revelations-Ableger gesteckt habe. Den 70-jährigen Zocker, den ich online kennengelernt und mit dem ich am zweiten Weihnachtsfeiertag stundenlang im TS gequatscht hab - einfach so. Von Remakes die es gab und in naher Zukunft wieder geben wird, von zweitklassigen Rail-Shootern, furchtbaren Online-Koop-Ablegern (Operation Raccon City *hust*) und grandiosen Nintendo DS-Portierungen. Oh Mann, noch während ich diese Zeilen tippe, fällt mir meine RE2-Figurensammlung ein, die ich irgendwann an einen (hihi) Kindergarten verschenkt habe. Das war dann wohl mein Beitrag zum Bildungsauftrag.

    Der finale Nostalgie-Check

          

    Aber ich muss zum Ende kommen. Vorerst. Wie es mit dieser Strecke weitergeht, entscheidet ihr - an dieser Stelle daher Danke für's reinschnuppern und bis zum Ende durchhalten. Lasst einen Comment da, egal ob mit Wünschen für kommende Artikel oder euren eigenen persönlichen Erinnerungen. Zu guter letzt gibt's aber noch den Resident Evil-Qualitäts-Nostalgie-Check: "Resident Evil, ja klar! Das war doch das Game, in dem die scheiß Köter durch die Fenster in dem Gang gesprungen sind. Alter, bin ich da früher erschrocken!" Fazit: Test bestanden.
    Resident Evil: Monumental - jeder, der Resident Evil wenigstens kurz gespielt hat, erinnert sich an diesen Moment! Resident Evil: Monumental - jeder, der Resident Evil wenigstens kurz gespielt hat, erinnert sich an diesen Moment! Quelle: Resident Evil Wikia

    • Maroonaar Google+
      04.10.2015 01:00 Uhr
      buffed-TEAM
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      Vanord
      am 06. Oktober 2015
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      Wünsche mir die ZEit zurück Ich werde mir wohl doch noch mal eine PS1 + MGS und RE Teile kaufen.
      Silarwen
      am 06. Oktober 2015
      buffed-TEAM
      Kommentar wurde nicht gebufft
      Eine PS3 tuts auch. Da gibt es zumindest den ersten und den dritten Teil von RE als Classic-Version im PSN - den zweiten habe ich aber glaube nicht gesehen - den habe ich aber noch Original rumliegen und die PS1-Spiele laufen ja auch auf der PS3.


      Trashmen
      am 05. Oktober 2015
      Kommentar wurde nicht gebufft
      Melden
      Was ich damals sehr schade fand ist das es nie die davor hergesehene Entwicklung von RE2 als komplettes Spiel geschafft hat,und dann komplett umgeworfen wurde Resident Evil Director´s Cut war dann auch richtig gut und heiß erwartet Beim damaligen Exporthändler in Ingolstadt hat man dann auch 50DM für die Demo hingelegt
      Maroonaar
      am 05. Oktober 2015
      buffed-TEAM
      Kommentar wurde nicht gebufft
      Überwältigendes Feedback, Danke!
      Und wenn ich mir die Comments so anschaue, hätte zumindest RE 2 sogar nochmal einen eigenen Teil verdient ... ich kann mich noch erinnern, dass ich damals einen extra Speicherstand hatte, um mir auf Wunch sofort die Zwischensequenz mit Hunk reinziehn zu können ^^ Und die 2-Disc-Geschichte - aaaah! We'll see, ein paar Sachen stehen ja noch auf der Liste

      Cheers, Mates!
      Trashmen
      am 05. Oktober 2015
      Kommentar wurde nicht gebufft
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      Weiss noch sehr gut wie ich damals die MANIAC in den Händen hielt im Supermarkt und zum 1x von Resident Evil gelesen hab.Das war der Hammer!Ob die zensierte Demo damals dabei war weiss ich nicht mehr,dort wo die Szene mit dem Zombie war der aus den Schrank kam.Teil 2 folgte dannprompt als US Import und wurde noch intensiver gezockt Teil 3 mit dem Mercenary Modus war auch richtig richtig geil!Und ab Teil 4 war´s dann vorbei...
      tumAngor
      am 04. Oktober 2015
      Kommentar wurde nicht gebufft
      Melden
      oh mann echt schade ohne psx aufgewachsen zu sein, die ganzen mindblows von metal gear solid über die ersten 3d final fantasys bis hin zu resident evil und silent hill zu verpassen
      Jarbur
      am 04. Oktober 2015
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      Sehr sehr schöner Bericht zu einem der wohl besten Spiele aller Zeiten. Ich habe keine Ahnung wie oft die Teil 1 und 2 durchgespielt habe und mir nie langweilig wurde.

      Kann mich noch genau an den Versionswirrwar erinnern. Japan Import Intro Uncut (die einzige Version die ich nicht besitze), USA Import Intro Cut in schwarz/weiss (auch mit RGB Kabel), Deutsche Version Intro schwarz/weiss und Cut.
      Dann wurde der DC mit Uncut Intro + Farbe angekündigt und habe mir natürlich bei meinem Importhändler in der Stadt (Internet, was ist das?) die US Version geordert weil ich nicht auf die Monate später erscheinende Deutsche Version warten wollte. Mit einer riesigen Vorfreude bin ich damit nach Hause, das Teil in die PS1 eingeschmissen und was war? Es war immer noch Schwarz/weiss und Cut. Warum entzieht sich meiner Kenntnis bis heute wobei ich gleich mal googeln könnte.
      Erst der deutsche Directors Cut bescherte mit eine ungeschnittenes farbiges Intro was zu damaligen Zeiten weiss Gott nicht normal gewesen ist.
      Also habe ich von der Ur PS1 Version 4 Versionen gekauft. Ich muss echt wahnsinnig gewesen sein damals, würde ich heute nie wieder machen. Am besten gefällt mir noch die Verpackung der normalen US Version mit DVD ähnlicher Verpackung (anderer Verschluss und etwas breiter als DVD Hüllen) die bis heute einen Ehrenplatz im Regal besitzt.

      Teil 2 + 3 sah es ähnlich aus, erst US dann die deutschen Versionen gekauft weil ich nicht abwarten konnte wobei ich dann die US Fassungen wieder verkauft habe. Selbst die Dreamcast habe ich mir fast nur wegen RE Code Veronica gekauft.
      Bei der Ankündigung von Teil 4 war ich enttäuscht, Capcom wollte also auf die 3D Shooter Welle aufspringen, hab das Spiel nur einmal durchgespielt und war enttäuscht. Ab da hat mich RE nicht mehr intessiert, Teil 5 und weiter Ableger habe ich mir mal angesehen aber nach wenigen Minuten Spielzeit ausgemacht, das ist kein RE mehr für mich. Das Remake von Teil 1 auf dem Gamecube war wieder in Ordnung aber hatte nicht das gleiche Feeling wie das Original.

      Teil 1-3 waren genial selbst als die Kritik anfing das Teil 3 immer nur das gleiche ist, alles was danach kam ist in meinen Augen Murks. Der gleiche Fehler wurde dann auch noch mit Silent Hill wiederholt, ab Teil 4 (hiess glaube ich The Room) ging es mit der Serie ebenfalls bergab.

      Sorry für den vielen Text, schwelgte grad ein wenig in Erinnerungen.
      Pyrr
      am 04. Oktober 2015
      Kommentar wurde nicht gebufft
      Melden
      Ich bin ein Fan der ersten Stunde, aber wenn ich an Resident Evil zurückdenke, muss ich immer an das erste Zusammentreffen im zweiten Teil mit dem Licker in der Polizeistation denken. Eine Sequenz, die ich nicht so schnell vergessen werde. Man sieht kurz vor der Sequenz das Vieh am Fenster vorbeihuschen. Ich kann mich noch erinnern, dass mir durch den Kopf ging "da willst du jetzt wirklich rein?"^^ Und dann kam die Videosequenz mit dem Licker an der Decke. Ein Gänsehautmoment!
      Es war eine tolle Zeit!
      Maeroth
      am 04. Oktober 2015
      Kommentar wurde 3x gebufft
      Melden
      Endlich mal wieder ein guter Artikel hier auf Buffed der nichts mit WoW zu tun hat.

      Ja, auch ich habe RE damals als Importware auf einer modifizierten PS1 gezockt und habe es geliebt. Unvergessen ist immer noch der Moment im Flur als die Dobermänner (oder das was davon noch übrig war) durch das Fenster kamen. So wie in diesem Moment habe ich mich nie wieder erschrocken. Auch Re2 hat mir noch Spaß gemacht, danach waren die Teile einfach nur noch langweiliger Mist die mir keinen Spaß mehr gemacht haben. Soviel zu RE.

      Unvergessene Titel, die mir heute noch einen angenehmen Schauer über den Rücken jagen sind allerdings sehr viel Älter. Zu Commodore 64 Zeiten, dem Brotkasten, war Maniac Mansion eins meiner absoluten Highlights. Was habe ich dieses Spiel geliebt und ich habe heute noch die Hoffnung das es eines Tages einmal eine wirklich gute Neuauflage dieses Games geben wird. Das Fanprojekt davon ist nett, aber nicht der Bringer. Und auch noch California Games...der Titel spricht wohl für sich

      Danach natürlich, aber schon auf PC, Monkey Island 1, das ebenfalls wie MM mit makaberen Humor punktete und auch heute noch Spaß macht. Ebenso die alten Leisure Suit Larry Teile (1-7, ohne 4 ), ebenso X Wing oder Indy Jones 4. Ab den 2000er Jahren dann noch Vampire Redemption & Vampire Bloodlines, von denen es vermutlich leider keine neuen Spiele geben wird. Jahrelang hieß es das ein Vampire MMO geben wird, was sich aber leider komplett zerschlagen hat.

      Obwohl viele Spiele von damals heute wohl nur noch langweilig und kurz wären, hatten diese Spiele das gewisse etwas das mich auch heute noch wehmütig an sie zurück denken lässt.
      Jarbur
      am 04. Oktober 2015
      Kommentar wurde nicht gebufft
      Melden
      Remakes werden wohl nie das komplette Flair eines Originals einfangen können. Habe die Neuauflagen von Monkey Island gerne gespielt aber dann auch schnell wieder vergessen.
      An die alten Teile wird niemals etwas heranreichen, hier kommt aber auch wieder der Spruch das früher alles besser war. Heute ist die Computertechnik so vorangeschritten das einem kaum noch was vom Hocker haut, besondere Spiele sind heute recht selten.
      Wobei ich mich trotzdem ein wenig auf das Remake von Day of Tentacle freue falls es überhaupt noch in Arbeit ist.
      Maniac Mansion, Indy 3+4, Loom, ZaKMcCracken, die ganzen Lucasfilm(Arts) Spiele sind einfach nur Kult. . Alleine wie toll die gedruckte Zeitung von ZakMcCracken gemacht wurde, sogar auf Deutsch oder bei Loom lag sogar eine MC (na wer weiss noch was das ist?) dabei mit einem Hörspiel. An Sprachausgabe war damals nicht zu denken.

      Wenn ich da an das wechseln von Disketten denke, MI2 (nein nicht Mission Impossible) hatte 11 (???) Disketten, 2 für jede Insel die im wechsel eingelegt werden mussten, ein 2. Floppylaufwerk war da Luxus. Heute wird schon gemeckert wegen 5 Sekunden Ladebildschirm bei einer SSD Festplatte.
      Wynn
      am 04. Oktober 2015
      Kommentar wurde nicht gebufft
      Melden
      Auf der einen Seite eine Person die gerne Menschenfleisch kaut (Zitat Nico 6.3.2013) und auf der anderen Seite die Resident Evil Zombies

      Coole Retro Ecke
      Ghost
      am 04. Oktober 2015
      buffed-TEAM
      Kommentar wurde nicht gebufft
      Ich hab RE nie gespielt und auch sonst nicht viel für Zombies übrig - aber den Artikel hab ich mit Genuss gelesen Mehr davon!
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Meinung & Kolumne: Meilensteine der Gaming-Geschichte - Teil 1: Resident Evil, der König des Survival-Horror
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http://www.buffed.de/Meinung-und-Kolumne-Thema-200184/Specials/Retro-Meilensteine-der-Videospielgeschichte-Resident-Evil-1173105/
04.10.2015
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