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  • Meinung & Kolumne: Meilensteine der Gaming-Geschichte - Teil 2: Metal Gear Solid, die Definition des Stealth!

    Eine Serie, die 2016 ihr 30-jähriges Bestehen feiert, die darf man ruhig mal genauer unter die Lupe nehmen. Oder ihr huldigen. In lange zurückliegenden Erinnerungen schwelgen. Oder auch zerreißen - denn auch ein Meisterwerk wie Metal Gear Solid ist nicht fehlerfrei. Man es auch nicht unbedingt mögen oder gerne spielen - den nötigen Respekt aber sollte man den Abenteuern um Big Boss und Solid Snake allemal zollen, denn eines waren Hideo Kojimas Meilensteine auf jeden Fall: Wegweisend!

    Beinahe 30 Jahre ist es nun her. Fast drei volle Dekaden sind vergangen, seit einer der ältesten Videospielhelden neben Klemptner Mario das Licht der virtuellen Welt erblickte und seither mit jedem seiner Videospielauftritte Geschichte schrieb - oder seine eigene zumindest um viele wichtige Kapitel bereicherte. Und ich weiß nicht, ob ihr mein Problem nachvollziehen könnt, aber ich tue mir verdammt schwer, das Thema rund um folgenden Meilenstein der Gaming-Geschichte zu greifen. Weil es nicht nur um irgendein altes Spiel geht, in dem wir irgendeinen austauschbaren Helden steuern. Weil wir es hier mit einem Phänomen zu tun haben und einem unglaublich vielschichtigen noch dazu. Aber hey, Versuch macht bekanntlich klug; in diesem Sinne: Herzlich willkommen zum zweiten Teil meiner Retro-Kolumne. Herzlich willkommen zu Hideo Kojimas Metal Gear Solid!

    Metal Gear Solid - mehr als nur ein Spiel

          

    Wie schon im ersten Teil meiner Kolumne geht es mir auch diesmal nicht darum, die Geschichte der gesamten Metal-Gear-Serie wiederzukäuen. Oder euch mit ein und denselben Fetaures und Gimmicks zu bombardieren, die in wirklich jedem Retro-Artikel immer und immer wieder aufgezählt werden. Ja ja, Psycho Mantis hat unsere Memory Cards durchgepflügt, um uns den Eindruck zu vermitteln, er könne unsere Gedanken lesen. Und ja, das war der Hammer - doch allein dieses eine Feature ist für mich, rückwirkend betrachtet, deutlich mehr als nur ein spielerischer Gag. Dieses Feature besitzt eine Symbolik, über deren (damalige) Tragweite allein ich einen eigenen Artikel verfassen könnte. Passend zur aktuellen Situation nur soviel vorneweg: Konami wusste schon vor rund 18 Jahren, wie man geile Spiele macht, aber auch, wie man Gamern richtig die Laune verhagelt MGS 4: Erst Ray, dann Rex - mit beiden Robos gab's in Guns of the Patriots ein knallendes Wiedersehen! MGS 4: Erst Ray, dann Rex - mit beiden Robos gab's in Guns of the Patriots ein knallendes Wiedersehen! Quelle: PC Games Der Punkt ist: Metal Gear ist so viel mehr als gute Software, ist mehr als nur irgendein Videospiel. Metal Gear ist ein Meisterwerk, dass nicht nur das Stealth-Genre, wie wir es heute kennen, definiert, sondern darüber hinaus - einfach mal so nebenbei - Spielmechaniken en masse eingeführt hat, die inzwischen zum Gaming-Standard gehören und aus einem Großteil heutiger (stilistisch ähnlich angelegter) Titel nicht mehr wegzudenken wären. Und wieder gelange ich an so einen Punkt, an der ich mich entscheiden muss, in welche Richtung ich abdriften will: Setzte ich meinen Fokus auf Hideo Kojima als Künstler, Visionär und Pionier oder doch wieder auf Konami als Firma, die einst für Qualität stand, zuletzt jedoch auch durch eher zweifelhafte Aktionen wie grenzwertige Mikrotransaktionen aufgefallen ist, auf die selbst EA stolz wären?
    Timeline - der Zeitstrahl verrät, wann welcher MGS-Teil spielt. Bei all den Zeitsprüngen sehr praktisch, um den Überblick zu behalten Timeline - der Zeitstrahl verrät, wann welcher MGS-Teil spielt. Bei all den Zeitsprüngen sehr praktisch, um den Überblick zu behalten Quelle: Kotaku.com Ganz unabhängig davon muss man der Fairness und der Objektivität halber eines festhalten: Snakes Abenteuer - egal welches und egal auf welcher Plattform - sind beileibe nicht nach jedermanns Geschmack. Das ist nicht schlimm, das ist sogar absolut verständlich - man denke nur an die teils ausladenden Zwischensequenzen mit einer Laufzeit von rund einer dreiviertel Stunde - spätestens Teil 4 wanderte diesbezüglich echt an der Schmerzgrenze. Oder an die Tatsache, dass Schleicher wie MGS einfach nicht den Nerv eines jeden Gamers treffen, so wie eben auch nicht Gott und die Welt auf Renn-, Sport- oder Rollenspiele abfahren - ein Gran Turismo kann so heiße Karren im Fuhrpark stehen haben, wie es will; wer nicht auf Boliden steht, dem geht das gepflegt am Allerwertesten vorbei. Dass die Videospiellandschaft ohne Kojimas "Legacy" nicht auf dem heutigen Stand wäre, das lässt sich jedoch nicht wegdiskutieren und dafür - wenn auch ausschließlich dafür - gebührt ihm und seinem Baby tiefster Respekt. Aber entschuldigt, genug des Vorgeplänkels! Machen wir uns auf die Reise zurück ins Jahr 1998 - zurück nach Shadow Moses Island.

    "Weapons and Equipment OSP"

          

    Als Metal Gear Solid vor rund 20 Jahren angekündigt wurde, war der Codename Solid Snake einigen Zockern natürlich bereits von Nintendos Famicom beziehungsweise vom NES ein Begriff - zur Legende werden sollte er jedoch erst durch den fulminaten Auftritt auf Sonys Spielstation. Allein in Sachen Grafik setzten Kojima und sein Team bereits damals Maßstäbe und das sollte sich auch mit den folgenden Ablegern der bis heute erfolgreichen Reihe nicht ändern. Doch so komisch es für den ein oder anderen vielleicht klingen mag - die Optik war uns, zumindest mir und bekannten Gleichgesinnten, damals ... naja ... nicht egal, aber bei Weitem nicht der einzige/ausschlaggebende Grund, dieses Spiel zu vergöttern. Sicher, die Grafik war krass, die Umgebungen enorm detailliert und die Bewegungen aller Figuren so unglaublich geschmeidig und für damalige Verhältnisse akkurat, dass einem schon fast schlecht wurde vor Freude. Doch während sich Konkurrenzprodukte teils nur mit guter (dennoch schlechterer!) Grafik brüsten konnten, war sie im Metal-Gear-Uhrwerk nur eines von vielen, vielen Rädchen.
    MGS 1: Verstecken, rennen, betäuben - die ersten Schritte waren zur damaligen Zeit echt gewöhnungsbedürftig, so ganz ohne Waffen. MGS 1: Verstecken, rennen, betäuben - die ersten Schritte waren zur damaligen Zeit echt gewöhnungsbedürftig, so ganz ohne Waffen. Quelle: Play4
    Und dann die Vertonung dieses unglaublichen Megaskripts, das angeblich mehr als 100.000 Wörter umfasste und damit das zehnfache an Umfang besaß wie "Aliens - die Rückkehr" - zumindest hieß es das in einer der früheren renommierten Gaming-Zeitschriften, nagelt mich aber bitte nicht fest, welche. An der Stelle daher auch eine Anmerkung: Ich wollte mich noch vergewissern, ob an besagtem Umfang was dran ist, gebe aber zu, keine aussagekräftigen Zahlen gefunden zu haben. Wer sich aber auch nur die Hälfte aller Dialoge reingezogen hat, dem kommt eine derartige Größenordnung durchaus realistisch vor - mal abgesehen davon, dass "Aliens" jetzt nicht unbedingt eine Paradebeispiel für einen Film mit ausufernden Dialogen ist ...

    Aus diesem Grund habe ich mir erlaubt, KefkaProductions "Metal Gear Solid - The Movie" zu verlinken; die Damen und Herren haben sich die Mühe gemacht, sämtliche (essenziellen) Gespräche und Cutscenes aller Hauptspiel zu je einem Film zusammenzuschneiden und glaubt mir - reinschauen lohnt sich, sowohl für Nostalgiker (für die eigentlich erst recht), als auch für all diejenigen, denen Snakes Großauftritt bis heute entgangen ist! Denn selbst wenn die Grafik aus heutiger Sicht - je nach Teil - bisweilen natürlich altbacken wirkt, so vermittelt allein die großartige ENGLISCHE (!) Synchro noch heute eine unglaubliche Spannung, ergänzt vom in jeder Situation wie die Faust aufs Auge passenden Soundtrack - allein diese Komponenten machten Metal Gear Solid schon damals zu einem cineastischen Gesamterlebnis und damit zu weit mehr als einem einfachen Videospiel.

    "Can you shoot me, rookie?"

          

    Denke ich zurück an die ersten Spielminuten und Stunden ... fällt mir ein, dass ich weder vor 18 Jahren noch heute des Japanischen mächtig war respektive bin - welch Überraschung. Mein damaliger Zockkumpan (von dem übrigens auch in Teil 1 meiner Kolumne die Rede war) konnte damals dennoch nicht einmal die amerikanische NTSC-Fassung abwarten, griff also tatsächlich zum japanischen Import und nein, nix OmU. Dass von der Story dabei herzlich wenig rüberkam, interessierte erst einmal nicht - für viele Leute, mich inbegriffen, absolut unverständlich, aber hey - immerhin sah das Spiel auch mit Kanji äußerst lecker aus. Selbsterklärend jedoch, dass aufgrund der Sprachbarriere an sich simple Rätsel wie das Aufspüren und Sprengen frisch zementierter Wände zur Gedulsprobe und "Trial & Error"-Passage verkamen. "Rätsel" ist sogar noch gelogen - DARPA-Chief Donald Anderson, die erste Zielperson, die Snake aufspüren sollte, erzählte uns eigentlich sogar aufs Wort, was wir hätten tun sollen, wir haben's nur eben nicht verstanden!

    Noch bescheuerter wurde es zum Ende hin: Um Riesenrobo Metal Gear Rex zu "deaktivieren", brauchte es drei Codekarten - hieß es zumindest. Eine hatten wir, die anderen beiden aber konnten wir zunächst ums Verrecken nicht finden. Warum? Weil wir bereits alle "drei" Karten hatten, ohne es zu wissen. Die Schlüssel waren, wie sich später herausstellte, temperaturgesteuert; so aktivierten wir zuerst ein Schaltpult mit der regulären, gelben Fassung der Karte. Anschließend mussten wir das Ding frosten, indem wir uns solange in die Kühlkammer stellten, in der auch unser Showdown mit Chaingun-Schamane Vulcan Raven stattfand, bis sowohl unsere Rationen, als auch besagte Keycard gefroren waren. Letztere änderte dann auch die Farbe, und auf ging es zu Pult #2. Um das letzte Schloss zu entsperren, mussten wir - wer hätte es gedacht? - die Karte erhitzen. Das taten wir neben einem Schmelzofen; hatte die Karte erst einmal die rote Färbung angenommen, hieß es Beine in die Hand nehmen und schnell genug zum entsprechenden Computer gelangen, bevor der Schlüssel wieder abkühlte. Und ja, auch dieser Vorgang wäre uns im Spiel erklärt worden, aber Monsieur hat's natürlich nicht gerallt, und im Internet mal schnell auf die Suche gehen, war damals nicht so einfach wie heute. Wie er doch noch draufgekommen ist? Indem er in Ravens Kühlschrank AFK ging und nach seiner Rückkehr fesstellte, dass der Schlüssel im Inventar plötzlich blau leuchtete ... yikes.

    "Six bullets, more than enough to kill anything that moves!"

          

    Wie dem auch sei, ich selbst hatte keinen Bock auf MGS.jp und wünschte mir das Game daher zu Weihnachten - die amerikanische Importfassung für damals 150 Mark, inklusive meines ersten Vibration-Pads; die kamen in etwa zur selben Zeit auf den Markt. Dass ich von den Feierlichkeiten an diesem Abend nicht allzu viel mitbekommen hab, versteht sich von selbst. Nach langem Warten konnte ich Snake nun selber durch die Anlage steuern UND verstand endlich, um was es bei der ganzen Geschichte eigentlich ging! So verging Stunde um Stunde, hatte ich mein Stelldichein mit Revolver Ocelot, mein erstes denkwürdiges Zusammentreffen mit Frank "The clashing of bone and sinew!" Jaeger, Psycho Mantis (den ich beim allerersten Mal sogar ohne Controller-/Port-Wechsel zur Strecke brachte) und Sniper Wolf, bis hin zum Stinger-Testlauf gegen Liquids Hind-Helikopter. Danach endete meine erste eigene Zocknacht - erwachen sollte ich pünktlich zum Frühstück ... mit einer Sehnenscheidenentzündung, die sich gewaschen hatte - danke, Rumble-Controller!

    "I'll send you a love letter - a bullet from my gun, straight to your heart!"

          

    Ok, ok, die legendären Bosskämpfe völlig außen vor zu lassen, das funktioniert in so einem Fall einfach nicht. Herauspicken möchte ich dennoch primär zwei Geplänkel, die mir bis heute im Gedächtnis geblieben sind und zwar aus völlig verschiedenen und für einige von euch wahrscheinlich überraschenden Gründen. Den Anfang machen soll das erste Aufeinandertreffen mit Sniper Wolf - ein wahres Schusswechselbad der Gefühle. Selbst wenn ich lange und gründlich überlege, fällt mir kein Videospielgefecht ein, das mich - rein psychisch und emotional - mehr mitgenommen hat. Sicher, Scharfschützengewehre als Waffe beziehungsweise die typische Scope-Persepktive in einem Spiel war zu diesem Zeitpunkt nichts Neues mehr, das Handling und auch (oder gerade) das Umfeld hingegen sehr wohl. MGS 1: ADrenalin pur - die Scharfschützenduelle gegen Sniper Wolf waren Anspannung pur! MGS 1: ADrenalin pur - die Scharfschützenduelle gegen Sniper Wolf waren Anspannung pur! Quelle: popscreen.com

    Kojima verstand es, das Duell zwischen Wolf und Schlange perfekt in Szene zu setzen, wenn auch gewisse Ähnlichkeiten zu Stanley Kubricks Full Metal Gear Jacket nicht zu übersehen waren. Ein Schuss, der die Stille der Nacht zerriss, eine nichtsahnende Meryl niederstreckte, in den Schnee schickte und diesen langsam und unaufhaltsam in dunkles Rot färbte - daneben Snake, der zusehen musste, wie die junge Frau drohte, kläglich wimmernd zu verbluten und sich dabei auch noch dafür entschuldigte ...
    MGS 5: Ist Sniper-Lady Quiet die Scharfschützin, die wir in MGS 1 unter dem Namen Sniper Wolf kennenlernen? MGS 5: Ist Sniper-Lady Quiet die Scharfschützin, die wir in MGS 1 unter dem Namen Sniper Wolf kennenlernen? Quelle: Konami

    "I left my mark on you!"

          

    Was folgte war ein Stelldichein, wie es intensiver nicht hätte sein können. Da lagen wir also, unsere H&K PSG-1 im Anschlag, möglichst flach, um das Gewehr so ruhig wie möglich zu halten. Zentimeter für Zentimeter sind wir, mit schweißnassen Händen, aus unserer Deckung gerutscht, um die lange Gasse entlang in Richtung des Funkturms zu schauen - in der Hoffnung einen Blick auf unsere Widersacherin zu erhaschen, bevor sie uns eine Kugel in den Leib jagt. Wer bis zu diesem Punkt brav alle Ecken und Winkel der Basis durchsucht hatte und im Besitz eines Infrarotsichtgeräts war, durfte sich glücklich schätzen, schließlich half das Ding enorm, die Scharfschützin - oder wenigstens Teile ihres Körpers - hinter der Deckung zu erhaschen und so einen Schuss anbringen zu können. Waren wir zu langsam, tat es einen Knall, Snake schrie laut auf, unser Lebensbalken schrumpfte. Das Gewehr weiterhin ruhig zu halten, daran war erstmal nicht zu denken. Also mussten Schmerzmittel her. Diazepam haben wir packungsweise gefressen - erst Jahre später habe ich erfahren, das dieses verschreibungspflichtige Medikament in Wahrheit zu den echten Hämmern gehört ... und unser Held hat die Teile gelutscht wie saure Drops!
    MGS 1: Harter Tobak - nach dem zweiten Duell liegt Sniper Wolf blutend im Schnee - bis wir ihr auf ihren Wunsch hin den Rest geben. MGS 1: Harter Tobak - nach dem zweiten Duell liegt Sniper Wolf blutend im Schnee - bis wir ihr auf ihren Wunsch hin den Rest geben. Quelle: overmental.com Kenner wissen, das es mit diesem ersten Duell noch lange nicht vorbei war. Und als wir Sniper Wolf in einem zweiten Gefecht schließlich ein für alle Mal das Licht ausbliesen, sie in unseren Armen verblutete, uns zuvor noch von ihrer Vergangenheit erzählte und ein schluchzender Otacon über ihrem kälter werden Leib zusammenbrach, fühlten wir uns alles - nur nicht wirklich siegreich. Im Krieg gibt es eben keine Helden, und erst recht keine echten Gewinner ... oder wie Snake zu sagen pflegte "I'm not a hero. I'm just a man who's good at what he does - killing." Kojima schaffte es irgendwie immer, dem Krieg den Glanz zu nehmen, auf dem andere Actionhelden aufbauten ... getoppt hat dieses Gefühl, zumindest bei mir, bisher nur ein Spiel und zwar Spec Ops: The Line - aber das ist eine andere Geschichte.

    "There's no use for words - I am Psycho Mantis!"

          

    Numero 2 der Bosskämpfe, die ich zumindest kurz anschneiden muss, war - ihr habt's wahrscheinlich schon geahnt - Snakes Gerangel mit Psycho Mantis. Und mal abgesehen davon, dass sich das Infrarotsichtgerät auch hier als wahrer Segen bewies (Optic Camoulflage? Am Ar..., Digga!) und der Dürre mit der Gasmaske sich entgegen vieler Meinungen auch ohne das Umstecken des Joypads - wenn euch deutlich zäher - besiegen lies, so waren es doch primär Spielereien wie das eingangs bereits erwähnte Auslesen der Memory Cards oder das Bewegen des Controllers mit Hilfe der Rumble-Funktion.
    MGS 1: Psycho Mantis - der Irre liest nicht nur Snakes Gedanken, er kontrolliert auch die von Rotschopf Mery, wie ein Puppenspieler. MGS 1: Psycho Mantis - der Irre liest nicht nur Snakes Gedanken, er kontrolliert auch die von Rotschopf Mery, wie ein Puppenspieler. Quelle: Konami Für all diejenigen, die grad nur Bahnhof verstehen: Um Snake zu beweisen, was für ein krasser Hund er ist, demonstrierte Mantis ihm seine telekinetischen Fähigkeiten und zwar mittels diverser technischer Tricks. So bewegte er etwa unseren Controller allein durch die Kraft seiner Gedanken - zu diesem Trick griff Iggy Pop allerdings nur dann, wenn am P1-Port ein Vibration-Controller angeschlossen war. Den ließ der schwebende Spargel, nachdem wir ihn auf seinen Befehl hin auf eine möglichst glatte Fläche gelegt hatten, so stark zittern, dass das Pad über den Tisch oder den Boden oder was auch immer wanderte - simpel, aber damals krass! Sein zweiter Trick bestand darin, unsere Gedanken oder vielmehr unsere Vergangenheit zu lesen. Zu diesem Zweck checkte Mantis die Spielstände unserer Memory Cards und zählte sämtliche Konami-Spiele auf, zu denen er darauf die entsprechenden Save-Games fand, aber ... ja, aber! MGS 1: Die Controller-Ports symbolisierten unsere Gehirnhälften - da Mantis nur die linke Hälfte lesen konnte, wechselten wir einfach die Controller, nutzen also die anderen 50 Prozent unseres Gehirns. MGS 1: Die Controller-Ports symbolisierten unsere Gehirnhälften - da Mantis nur die linke Hälfte lesen konnte, wechselten wir einfach die Controller, nutzen also die anderen 50 Prozent unseres Gehirns. Quelle: Play4

    Damit Psycho Mantis' Gedankenleser-Trick funktionieren konnte, musstet ihr nicht nur Spielstände von Konami-Titeln auf der Memory Card gespeichert haben. Diese Save-Games mussten natürlich auch zu Spielen gehören, die denselben Ländercode besaßen, wie die Fassung von Metal Gear Solid, die gerade eben in der Playstation rotierte. Hä? Ganz einfach: Wer beispielsweise wie ich die NTSC-Fassung von MGS zockte, dem las Mantis nur Spielstände von Konami-Spielen vor, deren Save-Games ebenfalls von NTSC-Versionen stammten. Oder nochmal anders ausgedrückt: NTSC-Mantis erkannte keinen Spielstand meiner Konami-PAL-Spiele - tja, eben doch nur ein Dampflauderer!

    Sonys Import-Debakel

          

    Heutzutage macht sich kaum mehr jemand Gedanken um Import-Fassungen, es sei denn, es handelt sich um Titel, die bei uns in Deutschland tatsächlich noch indiziert sind oder einfach nur um Raritäten, vorwiegend Liebhaber-Stücke aus dem asiatischen Raum, die einfach nicht für den westlichen Markt umgesetzt werden. Auch das war damals noch ein wenig anders. Natürlich, zu Zeiten der PS 1 kam es noch deutlich öfter als heutzutage vor, dass Spiele gar nicht oder nur in stark geschnittener Fassung bei uns in Europa oder Deutschland im speziellen eintrudelten. Und spätestens seit die USK Mortal Kombat X durchgewunken hat, darf man sich zurecht fragen, was ein Entwickler anstellen muss, um diese Zulassung nicht zu erhalten.

    Wie dem auch sei, dementsprechend boomte der Importhandel. Magazine wie die Maniac! waren voll mit Werbung namhafter Shops, die sich gar auf Importe spezialisierten, denn es gab mehr als nur eine Handvoll Gamer, die liebend gerne 50 Öcken drauflegten, um einen hierzulande nicht erhältlichen Titel oder einfach nur eine vernünftig spielbare Fassung in die Hände zu kriegen. Alte Prügler wie Tekken etwa waren in der PAL-Fassung während des regulären Kampfgeschehens so langsam, wie das Replay der japanischen oder amerikanischen Versionen - kein Witz. Aber auch Metal Gear Solid - so sehr es schmerzt - war eine Paradebeispiel dafür, wie man ein derartiges Weltklasseprodukt komplett versauen kann!

    Vorsicht: Synchro verursacht Ohrenbluten!

          

    Im Fall von Snakes Abenteuer aber lag das Problem nicht etwa bei der technischen Umsetzung. Konami schaffte es vielmehr, der deutschen Fassung eine derart miese Übersetzung und vor allem Synchro zu verpassen, dass selbst einem Gehörlosen schlecht wurde! Allein dafür wurde das Spiel hierzulande zerrissen und viele Gamer legten sogar nach Release der dennoch für viel Geld portierten Fassung lieber besagte 50 Kröten obendrauf, um sich die amerikanische Version zu gönnen. Für Sony EU bedeutete das entsprechende Umsatzeinbußen und zwar nicht zu knapp! Und das wiederum war der Stein des Anstoßes, den damals so beliebten PS-Mod-Chips den Krieg zu erklären. Diese Chips gab es in mehreren Ausführungen: Die einen dienten ausschließlich dazu, Import-Spiele auch auf deutschen Playstations ohne "Deckel auf und Zahnstocher einklemmen"-Trick zum Laufen zu bringen. Die anderen, später folgenden Chips hingegen ermöglichten sogar das Einlesen gebrannter Spiele.
    MGS 1: Granaten gegen Panzer? Läuft, die Teile müssen nur in der (eogentlich verschlossenen) Luke landen und Bä-BÄM! MGS 1: Granaten gegen Panzer? Läuft, die Teile müssen nur in der (eogentlich verschlossenen) Luke landen und Bä-BÄM! Quelle: PC Games An dieser Stelle kamen Konami ins Spiel, Vandall Hearts: Wollte man den Import mit gechippter PS1 spielen, musste man erst die Abwehr umgehen - danke, Konami! Vandall Hearts: Wollte man den Import mit gechippter PS1 spielen, musste man erst die Abwehr umgehen - danke, Konami! Quelle: Konami die ihren Games folglich einen Kopierschutz der besonderen Art verpassten. Dieser scannte das Gerät, also die Playstation, auf besagte Chips; wurde er fündig, verweigerte die Software den Dienst, das Spiel wurde also nicht geladen. Der eigentliche Witz an der Sache aber war, dass dieser Kopierschutz nicht gegen Raubkopierer gerichtet war - die konnten ihrem Treiben nämlich weiterhin ungestört nachgehen! Nein, Konamis Abwehrmaßnahme galt den Spielern, die ihr Geld lieber in Importspiele investierten, als es für die heimischen Produkte auszugeben. Richtig gelesen: Anstatt lieber vernünftige Qualität zu produzieren, bestrafte man die Spieler, die nicht nur ohnehin zahlten, sondern (meist gerne) sogar noch ein Drittel des Preises drauf legten!

    Vandal Hearts: Ziemlich blutig für ein Strategie-RPG; blutig genug, um in Deutschland zensiert zu erscheinen! Vandal Hearts: Ziemlich blutig für ein Strategie-RPG; blutig genug, um in Deutschland zensiert zu erscheinen! Quelle: Konami Natürlich fanden Spieler auch für dieses Problem ein entsprechendes "work around" und zwar in Form damals noch existierender Schummelmodule wie dem Gamebuster, dem X-ploder oder wie sie alle hießen. Ich selbst musste mir so ein Teil anschaffen, als ich feststellte, dass meine NTSC-Fassung von Konamis Vandal Hearts dank des tollen Chip-Scanners nicht funktionierte. Also legte ich nochmal 80 Mark obendrauf, nur um mit Hilfe eines Codes, den ich in diesem Peripheriegerät eingeben musste, ein Spiel zu spielen, für dass ich bereits 130 Märker auf den Tisch gelegt hatte; machte insgesamt also 210 Mark, und gebraucht hab ich die Hardware danach nie wieder - danke Konami ... und nein, so geil war das Spiel dann auch nicht!

    "On the battlefield ... you never think about what's next!"

          

    Dass nach Snakes grandiosem und wegweisenden Auftritt eine Fortsetzung kommen musste, war klar und entsprechend gehyped waren wir, als MGS 2: Mochte keiner - Frischling und Whiner Raiden war vieles, aber nicht, was Spieler damals wollten! MGS 2: Mochte keiner - Frischling und Whiner Raiden war vieles, aber nicht, was Spieler damals wollten! Quelle: Konami Kojimas ebenfalls tollem Titel Zone of the Enders (gibt's inzwischen als Remake und ist wirklich einen Blick wert) für die Playstation 2 damals eine Demo beilag. In der steuerten wir erneut Snake, diesmal über das Deck und durch die engen Gänge eines Tankers - bei strömendem Regen und einer Grafik, die uns nur so dahinschmelzen ließ. Und erstmals durften Feinde mit Hilfe einer Betäubungspistole auch aus der Entfernung auf non-letale Weise auszuschalten, konnten sie mit vorgehaltener Waffe bedrohen oder mit einem Taschenlampenaufsatz blenden - sowohl aus der Third-Person-, als auch der neuen Ego-Perspektive.
    MGS 2: Überraschen, bedrohen, gewaltfrei ausschalten - das geht dank vorgehaltener Knarre bereits seit MGS 2! MGS 2: Überraschen, bedrohen, gewaltfrei ausschalten - das geht dank vorgehaltener Knarre bereits seit MGS 2! Quelle: http://thereticule.com Was zu diesem Zeitpunkt niemand wusste, war, dass Snake nicht der Protagonist des eigentlichen Hauptspiels war; er kam zwar vor, aber nur als Außenstehender, der sich als Navy S.E.A.L. ausgab. Stattdessen steuerten wir Frischling Raiden - einen Charakter, der den meisten Leuten durch seine androgyne Art und seinen augenscheinlich weinerlichen Charakter tierisch auf den Senkel ging. Und auch der gesamte Spielverlauf ähnelte dem des Vorgängers wie ein Ei dem anderen - sogar die Bosse, mit denen wir es zu tun bekamen sowie die Reihenfolge, in der wir sie MGS 2: Sein Händchen für Schwerter bewies Raiden schon in MGS 2, unter anderem im Kampf gegen Endboss Solidus Snake - Solids und Liquids Bruder. MGS 2: Sein Händchen für Schwerter bewies Raiden schon in MGS 2, unter anderem im Kampf gegen Endboss Solidus Snake - Solids und Liquids Bruder. Quelle: http://i.ytimg.com abfrühstückten. Ich denke sogar, ich bin einer der wenigen, dem Sons of Liberty richtig gut gefallen hat. Raiden war mir egal, und die Ähnlichkeiten zwischen MGS 1 und 2 waren so offensichtlich, dass ein klein wenig genauer hinhören ausreichte, um Kojimas Intention hinter der Geschichte zu verstehen. Denke ich heute - oder gerade eben - an Metal Gear Solid 2, schwelge ich in erster Linie in Erinnerungen an ein technisch nahezu perfektes Spiel, etliche neuartige und bis heute genutzte Mechaniken und an meinen ersten geschrotteten Vibration-Controller ... 1,5 Tage hat mich Endboss Solidus im European Extreme-Modus gekostet, danach hat auf unerklärliche Weise das Gehäuse meines Pads geklappert und die Schultertasten wollten nicht mehr so richtig ... sehr merkwürdig.

    Zurück auf Null - das eigentliche Ground Zeroes?!

          

    Metal Gear Solid 3 - Snake Eater setzte die Reihe zwar fort, aber nicht, wie es die Fans erwartet hatten. Anstatt nach dem Raiden-Debakel wieder MGS 3: Ein bisschen zu fest gedrückt und die Befragung unserer Opfer endete im Blutbad. MGS 3: Ein bisschen zu fest gedrückt und die Befragung unserer Opfer endete im Blutbad. Quelle: Konami auf Solid Snake als Helden zu setzen, warf uns Hideo Kojima an den absoluten Nullpunkt. Was uns erwartete war die erste Mission des damals noch frischen Soldaten Naked Snake, inzwischen besser bekannt als Big Boss und "Vater" der Les Enfants terribles - Solid, Liquid und Solidus Snake. MGS 3 ließ uns Zeuge werden, wie Snake nicht nur in den Besitz seiner legendären Augenklappe kam. Wir treffen auf einen jungen Spetsnaz-Soldaten namens Ocelot und natürlich unsere finale Widersacherin - Snakes Mentorin The Boss, für deren Tod ihm seine Vorgesetzten überhaupt erst den Titel Big Boss verliehen. MGS 4: Findet Waldo - Octo-Camo war DAS Feature in Teil 4. Snakes Anzug passte sich, wie die Haut eines Octopus, an jede Oberfläche an. MGS 4: Findet Waldo - Octo-Camo war DAS Feature in Teil 4. Snakes Anzug passte sich, wie die Haut eines Octopus, an jede Oberfläche an. Quelle: PC Games MGS 4: So ließen sich feindliche Soldaten problemlos überrumpeln. MGS 4: So ließen sich feindliche Soldaten problemlos überrumpeln. Quelle: PC Games Doch abgesehen von Story, Timeline oder Charakterausarbeitung waren es erneut die vielen technischen Details, Spielereien und Easter-Eggs, die Kojima auch mit diesem Ableger integrierte und das - ich möcht's nochmal betonen - bereits auf der PS 2: Etwa der Survival-Gedanke; das Fangen, Suchen, Erlegen und Essen von Tieren und Früchten, um bei Kräften zu bleiben. Die Wahl der entsprechenden Camouflage, die mit Old Snakes Octo-Camo in Metal Gear Solid 4 ja noch auf die Spitze getrieben wurde. Die Einführung des CQC, des Close Quarters Combat, also der vielen Nahkampftechniken wie Haltegriffe oder Würfe. Snake Eater nutzte genau dafür übrigens die analogen Tasten des Playstation-Pads - und was hab ich geflucht! Was habe ich gebraucht, um endlich ein Gespür für den richtigen Druckpunkt der Kreis-Tastezu bekommen, um Feinde in den Schwitzkasten zu nehmen und anschließend wirklich nur zu bedrohen! Drückte man nämlich nur ein Quäntchen zu fest, schlitzte Snake seinem Opfer die Gurgel auf. Wer hingegen den richtigen Punkt fand, entlockte seinem Fang stattdessen wertvolle Informationen wie geheime Sendefrequenzen. Ja, auch das Befragungs-Feature gibt es bis heute - dieses und so ziemlich alles andere auch - nur Schlangen und Spinnen müssen wir inzwischen glücklicherweis nicht mehr fressen!

    Zurück in die Zukunft ... und wieder zurück ...

          

    Mit Metal Gear Solid 4: Guns of the Patriots sprang Kojima in der Zeitlinie schließlich wieder nach vorne und schlug die Brücke zwischen Sons of Liberty und dem später folgenden, von den Slasher-Spezialisten Platinum Games produzierten Metal Gear Rising: Revengeance, zu schlagen. Letzterer Ableger könnte weiter vom Spielprinzip eines Metal Gear zwar nicht entfernt sein, lässt Spieler jedoch in die Haut des Raiden schlüpfen, der uns zuletzt in Old Snakes Abenteur den runzligen Hintern rettete und dabei viel angeschlagenes Image wett machte. Mit viel Blut, und Cyber-Ninja-Stuff und ordentlich Schwertgedöns und - sofern man drauf steht - einem extremst geilen Soundtrack - tja, Technik, die begeistert! Einen weiteren MGS-Teil gab's hingegen auf Sonys Handheld: Peacewalker erschien 2010 für die PSP, wurde als Teil der Legacy Edition für die PS3 poliert und portiert und spielt direkt vor Ground Zeroes, dem offiziellen Prolog zum derzeit aktuellen Finale The Phantom Pain.
    MGS 5: Heikel - das Thema Kindersoldaten nahm sich schon MGS 2 und Revengeance zur Brust. MGS 5: Heikel - das Thema Kindersoldaten nahm sich schon MGS 2 und Revengeance zur Brust. Quelle: Konami Und an genau dieser Stelle möchte ich langsam zum Ende kommen. Weil MGS V noch zu neu für Nostalgie ist. Vielleicht. Aber auch, weil The Phantom Pain, obwohl es aus rein technischer Sicht erneut ein Schmankerl der Superlative ist, ein besonders schwieriges Kapitel darstellt. Für Kojima, der nach 29 Jahren Metal Gear Solid auch seine ebensolange Tätigkeit bei Konami beendet - die in den Augen der Fans natürlich die Bösen darstellen. Urteilen möchte ich nicht, das steht mir und eigentlich niemandem zu, der keinerlei Übersicht über beide Seiten der Geschichte und entsprechende Interna besitzt. Und ja, auch wenn Kojima ein Visionär ist, so redet es sich trotzdem leichter, wenn man nicht mit seinem eigenen Kapital pokert. Auf der anderen Seite macht das Unternehmen keinerlei Hehl daraus, dass Geld neben Japanisch inzwischen die einzige Amtssprache im Hause Konami ist. Sicher, jedes Unternehmen muss sehen, wo es bleibt; und bedenkt man, wie schnell für ein Studio allein ein oder zwei Flops das Aus erreicht ist ... an dem Punkt allerdings, an dem wir Offline-Inhalte wie unsere FOB gegen Echtgeld vor PvP-Spieler schützen sollen, ist für mich eine Grenze überschritten. Auch mit obszönen Bikini-Skins für Dead or Alive-Beach-Babes. Die sind dumm und überteuert, aber immerhin optional ;-)

    Kein Metal Gear ohne Hideo Kojima?

          

    Wie die Zukunft von Metal Gear aussieht? Warten wir's einfach ab, angeblich soll die Serie ja doch weitergehen. Natürlich ohne Kojima, aber wer weiß: Vielleicht stellt sich auch das wieder als großangelegter Hoax heraus, vielleicht auch nicht. Und vielleicht ist ein Metal Gear ohne seinen ursprünglichen Schöpfer an den Zügeln tatsächlich der letzte Dreck - womöglich aber auch nicht. Reden wir nicht über ungelegte Eier, erfreuen wir uns lieber an dem, was wir haben: Am Wissen, dass es irgendwo ferngesteuerte Raketen gibt, die in Zeitlupe durch die Luft schweben und im Hideo Kojima: An dieser Stelle einfach nur Danke! :-) Hideo Kojima: An dieser Stelle einfach nur Danke! :-) Quelle: PC Games rechten Winkel abbiegen können. An der Tatsache, dass sich vor Metal Gear Solid keine Sau für französche Sturmgewehre interessiert hat. An der Erkenntnis, dass man sich - wird man zu lange oben ohne in einer Basis mitten in Alaska gefoltert - schnell mal erkältet (ach wa?) und mit starkem Niesreiz keinem genetisch verbesserten Supersoldaten auflauern sollte. An der Erleuchtung, dass Pappkartons unabdingbar für die Infiltration einer militärischen Anlage sind. Und beispielsweise auch daran, dass Snake in einer Zeit, in der uns Gamer die ganze Welt als pseudopsychopatische Killerspielspieler beäugte, eine Lanze für uns brach und themafremden Kritikern zeigte, dass wir nicht nur mit virtueller Gewalt können! ... dass sich aber dennoch niemand Gedanken macht, wievielen seiner Gegner Snake mit diesen vermaledeiten Betäubungspfeilen die Augen ausgeschossen hat *hust*.

    An dieser Stelle sage ich Danke: Fürs reinklicken und vor allem fürs bis zum Ende durchhalten - irgendwann muss Schluss sein, auch wenn mir noch tausend Dinge eingefallen sind, die eigentlich mit in den Text gemusst hätten! Beispielsweise, dass Bring me the Horizon einen Song namens Shadow Moses auf ihrem Album Sempiternal haben, in dem sogar ein Sample des MGS 1-Titeltracks "The best is yet to come" verwurstet wurde. Oder dass ich in jugendlichem Leichtsinn meine komplette Metal-Gear-Actionfiguren-Sammlung verschenkt habe. Auch ihr habt ganz besondere Erinnerungen an Snake und seine geschichtsträchtigten Abenteuer, die ihr loswerden wollt, vielleicht sogar ein paar besonders irre Anekdoten? Immer her damit, die Kommentarspalte freut sich und ich mich natürlich auch. In diesem Sinne euch allen ein schönes Wochenende, massig S-Rankings und ein herzhaftes "SNAKE! SNAKE? SNAAAAAAAAAAAAKEEEEE!?!?"

    Mehr Snake in bewegten Bildern gefällig? Metal Gear Solid 5 - The Phantom Pain: Packender Launch-Trailer von Hideo Kojima 5:08 Metal Gear Solid 5 - The Phantom Pain: Packender Launch-Trailer von Hideo Kojima PC Games Video-News: MGS 5-Produktionskosten enorm 0:51 PC Games Video-News: MGS 5-Produktionskosten enorm Metal Gear Solid 5: Hideo Kojimas Debriefing 10:13 Metal Gear Solid 5: Hideo Kojimas Debriefing Metal Gear Solid 5: Dusch-Szene mit Quiet - so geht's 2:24 Metal Gear Solid 5: Dusch-Szene mit Quiet - so geht's MGS 5: Der "Running Gag" - den Pappkarton gibt's seit Metal Gear Solid 1, kein Teil kommt ohne das Wunderwerk der Spionagetechnik aus! PC PS1 5

    Metal Gear Solid: Südkoreaner auf Raubzug á la Snake!

      Wer braucht schon eine Strumpfmaske? Der Südkoreaner Choi ging zwei Jahre auf Raubzug und tarnte sich dabei mit einem Pappkarton!
    PC PS4 XBO X360 PS3 2

    Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain: DAS ist Stealth!

      Stealth mal anders - mit Rauchgranaten und einem Jeep. Nach diesem Video kommen euch Pappkartons wie eine gängige Infiltrationsmethode vor.

    • Maroonaar Google+
      25.10.2015 00:30 Uhr
      buffed-TEAM
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      Der Pfandleiher
      am 27. Oktober 2016
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      Ein echt nices Special, Niggo!

      Zu den 100.000 Wörtern des Skripts.
      Ich hab' mal in der Schule ein Referat über die PS1 gehalten.
      Unter dem Punkt, wichtige Spiele, durfte natürlich MGS nicht fehlen.
      Dort habe ich auch erzählt, dass die Sprachausgabe ein 200 Seiten dickes Buch füllt.
      Würde hinkommen mit den 100.000 Wörtern.
      Hatte die Info entweder aus der Megafun oder play the Playstation.
      Trashmen
      am 26. Oktober 2015
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      Metal Gear Solid 1 war neben Resident Evil 1-3 wohl das prägendste Spiel
      Combust90
      am 26. Oktober 2015
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      MGS 1 ist eines der wenigen Spiele, die mich zu tränen gerührt haben (Sniper Wolfs Tod).
      Habe nie verstanden warum immer empfohlen wurde, Vulcan Raven mit der Nikita zu besiegen. Fand ich mit der Stinger viel einfacher. Überhaupt finde ich eigentlich jeden Kampf in MGS 1 cool. Die Folterszene fand ich aber echt schwer zu schaffen damals ^^.

      MGS2 finde ich auch ganz gut, wenn auch nicht so denkwürdig wie der erste und der dritte Teil.

      Beim dritten Teil finde ich auch die Bosskämpfe wieder ziemlich gut. Vorallem den gegen den alten Snipertyp und natürlich The Boss. Auch die Fluchtszene vor dem Shagohod fand ich immer sehr cool.

      Teil vier erinnere ich mich nicht mehr ganz so stark dran.

      Teil fünf habe ich nicht gespielt und werde ich wohl auch nicht. Für mich ist die Geschichte nach dem vierten Teil irgendwie abgeschlossen.
      Snoggo
      am 25. Oktober 2015
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      Metal Gear Solid hat mich immer ziemlich kalt gelassen. Bin nie warm geworden, weder mit Story, Charakteren oder sonstwie.

      Was Schleicher betrifft bin ich aber ein großer Fan des "alten" Thief.
      creep
      am 25. Oktober 2015
      Autor
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      Der Kampf gegen Psycho Mantis gehört für mich immer noch zu den magischsten Momenten der Videospiele-Geschichte.
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Meinung & Kolumne
Meinung & Kolumne: Meilensteine der Gaming-Geschichte - Teil 2: Metal Gear Solid, die Definition des Stealth!
Eine Serie, die 2016 ihr 30-jähriges Bestehen feiert, die darf man ruhig mal genauer unter die Lupe nehmen. Oder ihr huldigen. In lange zurückliegenden Erinnerungen schwelgen. Oder auch zerreißen - denn auch ein Meisterwerk wie Metal Gear Solid ist nicht fehlerfrei. Man es auch nicht unbedingt mögen oder gerne spielen - den nötigen Respekt aber sollte man den Abenteuern um Big Boss und Solid Snake allemal zollen, denn eines waren Hideo Kojimas Meilensteine auf jeden Fall: Wegweisend!
http://www.buffed.de/Meinung-und-Kolumne-Thema-200184/Specials/Meilensteine-der-Gaming-Geschichte-Teil-2-Metal-Gear-Solid-die-Definition-des-Stealth-1175217/
25.10.2015
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konami
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