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  • Meinung & Kolumne: Sebastians Kolumne: Was mich an E-Sports aufregt

    E-Sports: Sebastian findet einige Inhalte des E-Sports peinlich und unangebracht. Quelle: globalriskinsights.com

    Der elektronische Sport (kurz E-Sports) wächst immer weiter, er versucht sich für Sebastians Geschmack jedoch zu sehr an "echten" Sportarten zu orrientieren, was teilweise einfach nur peinlich ist.

    E-Sports steht im Deutschen für elektronischer Sport und ist seit Anfang 2000 ein stark wachsender Markt. Im E-Sports treten Leute in einem Wettkampf mit Hilfe von Computerspielen gegeneinander an. Dieser Markt ist in den letzten gut 15 Jahren so gewachsen, dass mittlerweile jedes noch so kleine Spiel versucht, mit der Marke E-Sports das große Geld zu machen, und das geht mir tierisch auf den Keks.

    Das soll kein Rant gegen E-Sports sein oder warum E-Sports nicht mit "richtigen" Sportarten vergleichbar ist, sondern wie sich E-Sports allgemein verkauft beziehungsweise präsentiert wird. Ich selber schaue mir gerne Turniere auf twitch.tv an, manchmal sogar von Starcraft, obwohl ich von 80 Prozent von dem, was da gerade abgeht, keine Ahnung habe. Ich bin ein Verfechter des E-Sports, kann mit vielen E-Sports-Produktionen jedoch wenig anfangen.

    E-Sports: Die Spieler werden präsentiert wie beim American Football. Das ist einfach nur peinlich und passt nicht zum E-Sports.. E-Sports: Die Spieler werden präsentiert wie beim American Football. Das ist einfach nur peinlich und passt nicht zum E-Sports.. Quelle: http://orange-esports.com Versucht E-Sportler nicht wie richtige Sportler zu verkaufen!

    Wieder muss ich sagen, dass ich E-Sports in keinster Weise schmälern will, aber E-Sportler wie Football-Profis zu präsentieren, ist einfach nur lächerlich. Klar, manche Starcraft-Spieler werden vor allem im asiatischen Raum vergöttert, aber das klappt nicht in jedem E-Sports-Spiel. Was ich meine:

    Epische Musik ertönt, der Kommentator kündigt die Teams an als wollte er nach dem letzten Satz "Lets get ready to Rumble" rufen, Eine Lichtershow geht durch die Zuschauer, die epische Musik wird lauter. Die Spieler werden vorgestellt...Trommelwirbel. Und Bäm die Spieler werden auf dem Bildschirm gezeigt. Irgendwelche (sorry Leute) pubertierenden Jungs mit dem Namen Pawn, ClearLove und AmazingJ drehen sich mit verschränkten Armen und gelangweiltem Blick in die Kamera.

    Eh, ja...voll episch und heroisch und so. Finde nur ich das total lächerlich? Vor allem wenn man die Jungs gestern im Stream noch im Pyjama inklusive Pikachu-Mütze auf dem Kopf gesehen hat, ist dieser Art der Präsentation nur peinlich.

    E-Sports: Aalglatt im Anzug: Waren müssen Kommentatoren eines Computerspiels so auftreten? Würden wir sie sonst nicht ernst nehmen?! E-Sports: Aalglatt im Anzug: Waren müssen Kommentatoren eines Computerspiels so auftreten? Würden wir sie sonst nicht ernst nehmen?! Quelle: pbs.twimg.com Versucht Computer-Spiele nicht wie andere Sporarten zu analysieren!

    Vor dem Spiel, während einer Pause und nach dem Spiel wird bei Spielen wie CS:GO oder League of Legends meist zum sogenannten "Analyst-Desk" geschaltet, wo zwei bis vier Experten stehen, die das Spiel analysieren.

    Zunächst mal tragen die meisten von diesen Kommentatoren/Experten/whatever entweder Anzüge, Hemden mit Krawatten oder Westen. Das in Verbindung mit dem Gebrabbel, dass sie von sich geben (dazu später mehr), löst bei mir immer eine Art Fremdschämen aus. Ich stelle mal die Wage Vermutung auf, dass der Großteil der Zuschauer eines E-Sports-Events zwischen 12 und 35 Jahren alt ist. Außerdem geht es um Computer-Spiele. Müssen die Kommentatoren also Aalglatt aussehen, während sie darüber reden, wie gut der süße,kleine Hamster-Held gespielt wurde?

    Und dann das Gelaber dieser Experten zwischen den Spielen....
    Wenn ich das mal mit Fußball vergleiche, will ich in der Pause oder nach dem Spiel auch keine Phrasen von Kaiser Franz hören, wie er Wolf Dieter Poschmann erzählt, dass Bayern mal wieder überlegen war, taktisch besser aufgestellt waren oder das Team keine Chance hatte. Erst letztens auf der Road to BlizzCon sprachen die Kommentatoren dasrüber wie "exciting" das Match war und es "spannend bis zum Schluss war": "WoW, that was an exciting Match". Ernsthaft? Dass das Turbocleave-Team den Stoffi in unter zwei Minuten zerrissen hat war "exciting"?! Muss man das noch in irgendeiner Weise zu Tode analysieren?! Oft müssen die Analysten nach dem Spiel doch nur die Zeit überbrücken und irgendetwas daherreden.

    Die Taktik interessiert keine Sau

    Auch hier ziehe ich mal wieder den Vergleich mit dem "echten" Sport heran. Ich habe selbst 15 Jahre Fußball gespielt. Ob ein Bundesliga-Team im 4,4,2 spielt oder wie gut ein Mannschaftsteil im Mittelfeld verschiebt, interessiert mich (und mit Sicherheit 99 Prozent vom Rest der Zuschauer) nicht wirklich, ich will einfach das Spiel sehen. Natürlich ist es wichtig als Kommentator das ein oder andere taktische zu erklären, gerade für Anfänger die das Spiel noch nicht so gut kennen und für die Profis, die gerade eine extrem seltene, taktisch grandios ausgespielte Spielsituation erlebt haben.

    Aber gerade bei Spielen wie Hearthstone, wo der Zufall eine große Rolle spielt, gleicht das Kommentieren dieser Spiele mehr einem Wrestling-Match. "Oh mein Gott er hat genau die und die Karte gezogen" oder "Ohhh mein Gott der Boombot hat das falsche Ziel für 1 Schadenspunkt erwischt". Es ist nett wenn die Kommentatoren und Analysten-Menschen gewisse Szenarien durchgehen, aber am Ende will ich einfach ein Kartenspiel für Kinder beobachten und brauche keine wanna-be-Profi-Analyse von einem Typen im Anzug.

    E-Sports: Der elektronische Sport füllt teilweise ganze Hallen und Stadien, welches Spiel erfolgreich ist, hängt jedoch meistens vom Geld der Sponsoren ab. E-Sports: Der elektronische Sport füllt teilweise ganze Hallen und Stadien, welches Spiel erfolgreich ist, hängt jedoch meistens vom Geld der Sponsoren ab. Quelle: playracecraft.com E-Sports im Live-Fernsehen?

    E-Sports-Events liefen bereits im Live-Fernsehen, wie zum Beispiel auf ESPN und haben damit viel Aufmerksamkeit erregt. Der Markt explodiert förmlich. Erst im August betrug der Preispool beim Dota2 Turnier "The International" eine Rekordsumme von über 18 Millionen USD. Dota ist beispielsweise auf twitch.tv immer ganz vorne dabei, von Turnieren hört man jedoch nur, wenn mal wieder The International ansteht...

    Ganz ehrlich, das größte E-Sports-Spiel ist immer dasjenige, von dem sich Sponsoren am meisten Umsatz Versprechen und am meisten Geld hinterherwerfen. Klar, Dota wird teilweise auch mit den Spenden der Fans finanziert, aber wenn Samsung sich dazu entscheiden würde ein Tetris-Turnier mit einem Preisgeld von 10 Millionen auszurichten, wäre Tetris auf einmal der große E-Sports-Hit. Es kommt also nicht drauf an wie E-Sports tauglich ein Spiel ist, sondern wo es die meiste Kohle zu verdienen gibt, und das ist ein großes Problem des E-Sports.

    E-Sports: WoW ist einfach nicht für den E-Sports-Bereich geeignet, bitte Blizzard, versucht es nicht krampfhaft dazu zu machen. E-Sports: WoW ist einfach nicht für den E-Sports-Bereich geeignet, bitte Blizzard, versucht es nicht krampfhaft dazu zu machen. Quelle: Blizzard Versucht keine Spiele E-Sports tauglich zu machen, die keine E-Sports-Spiele sind!

    Rocket-League als E-Sports-Spiel (auch wenn es nicht so groß ist) ist schon ziemlich abstrus, an dieser Stelle möchte ich jedoch WoW als Vergleich hernehmen. WoW ist kein E-Sports taugliches Spiel, sorry. Das Spiel wird durch Patches und allgemeine Klassen-Imbalance so stark verändert, dass man die WoW-Arena als E-Sports einfach nicht ernst nehmen kann. Hinzu kommt das Publikum für die WoW-Arena: Der Anteil an PvP-Spielern in WoW ist sowieso schon sehr gering und ein Außenstehender, der WoW nicht kennt, wird kaum Spaß daran haben, ein WoW-Arena-Match zu verfolgen (so wie ich beispielsweise gerne Starcraft anschaue, obwohl ich es nicht im PvP spiele). Hinzu kommt, dass nicht einmal die Leute die Arena casual spielen, wissen was gerade im Spiel abgeht.

    Im 3vs3 drücken 6 Spieler jede Sekunde einen Button der eine Aktion auslöst. Um da die wichtigen Momente, die meist sehr schnell aufeinanderfolgen, zu realisieren, muss man sehr viel Erfahrung in der Arena beziehungsweise von allen Klassen im PvP haben. Der Zuschauer kann dem Spiel eigentlich nicht wirklich folgen. WoW ist also kein E-Sports-Titel und man sollte nicht krampfhaft versuchen die WoW-Arena in diese Ecke zu drängen. Man könnte natürlich viel mehr Turniere austragen, um einen Anreiz für die Wow-Profis zu bieten, denn bis auf die BlizzCon findet nach dem Ausschluss von WoW aus der MLG bis auf die Road to BlizzCon keine ernsthaften Turniere für Arena-Profis statt. Also entweder richtet man mehr Turniere aus, oder lässt es einfach.

    E-Sports: Auf der Road to BlizzCon 2015 wurden gleich mehrere Spieler disqualifiziert - mitten im Turnier! E-Sports: Auf der Road to BlizzCon 2015 wurden gleich mehrere Spieler disqualifiziert - mitten im Turnier! Quelle: Blizzard Professionalität im E-Sports

    Noch einmal muss ich betonen, dass ich in keiner Weise die Arbeit der Leute, die versuchen E-Sports groß zu machen, schmälern will. Aber wenn E-Sports regelmäßig auf ESPN oder einer ähnlichen Bühne bestehen und sich in Richtung des "echten" Sports entwickeln soll, muss die Branche professioneller werden. Ich will keine Namen nennen, aber es gibt sehr viele wanna-be-steams und Organisationen bei denen es immer wieder zu Tonausfällen, Verbindungsabbrüchen oder krassen Organisationsfehlern kommt. Auch die großen E-Sports-Veranstalter wie die ESL und auch Blizzard sind nicht von Organisationsfehlern freizusprechen. Man nehme beispielsweise den Vorfall auf der Road to BlizzCon vor zwei Wochen in Prag.

    Dass die Teams disqualifiziert wurden, war nicht Blizzards Schuld, aber die Spieler hätten auch im Vorfeld vom Turnier ausgeschlossen werden können, anstatt MITTEN IN DEN QUALIFIKATIONSSPIELEN. Derartige Vorfälle wären im Profisport einfach ein riesengroßer Skandal, die Lachnummer des Jahres, undenkbar. Im "echten" Sport gibt es auch mal den ein oder anderen Skandal, im Superbowl Finale ist sogar mal der Strom kurzzeitig ausgefallen. Aber derart viele organisatorische Fehler können im E-Sports einfach nicht passieren, wenn der E-Sports ernst genommen werden will.

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  • Es gibt 3 Kommentare zum Artikel
    Von hockomat
    Ich finde nicht das man über Leute die sich für etwas begeistern so abwertend reden muss wie zb geistig zu jung…
    Von hockomat
    Ich würde mich und viele meiner Freunde sicher nicht als nerds bezeichnen und trotzdem interessiert uns e Sport und…
    Von ohh
    Also als Magic (the Gathering) spieler schau ich mir gern die turniere, offiziele oder auch von scg, fast jede…
    • SGlanzer
      16.10.2015 17:18 Uhr
      buffed-TEAM
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      Netiquette | Kommentar-Ticker (Live)
      ohh
      am 18. Oktober 2015
      Kommentar wurde 1x gebufft
      Melden
      Also als Magic (the Gathering) spieler schau ich mir gern die turniere, offiziele oder auch von scg,
      fast jede wochenende (über sa und so verteilt) an, welche professionell sind.

      und da schauen dann 10-20k leute über twitsch gleichzeitig zu- obwohl da die preisgelder in 10k euro bereichen liegen und nicht bei 10 millionen.

      dass die leute nicht im abgeranzten t-shirt kommentieren usw. ist doch verständlich - lieber overdressen,
      und einige von denen sind auch keine 18/20 Jahre sonder vielleicht 30/40 da sollte man sich eh dem entsprechend kleiden wenn man ersnt genommen werden will.

      dass die kommentatoren/Interviewer generell ihr spiel ein wenig "overhypen" ist auch komplett verständlich,
      leuten bei der arbeit zuschaun, die sich langweilen, ist langweilig.

      professionalität( welche den meißten echten fans sicher zweitrangig ist) kommt mit der zeit und der konkurrenz.

      aber hey hauptsache einen weitern artikel produziert
      Egooz
      am 17. Oktober 2015
      Kommentar wurde 1x gebufft
      Melden
      Interessanter Artikel, hat Spaß gemacht zu lesen.

      eSport, wie übrigens auch youtube ist aktuell einfach das Mittel der Wahl, um bei der momentanen Jugendkultur und geistig (zu) jung gebliebenen Menschen mit belanglosem Mist möglichst maximale Gewinne zu erzielen. Und es funktioniert. Ob das jetzt gut ist lass ich mal offen...RTL2 und co funktioniert ja auch.

      Ich habe mehrfach versucht eSport Turniere anzuschauen. Anderen beim Daddeln zuzusehen ist für mich schon uninteressant genug, aber die Aufmachung, die Kommentare, die 20 jährigen Anzugträger etc. konnte ich einfach nicht ernst nehmen. Dabei war es unabhängig, um welches Spiel es dabei ging.

      Mich hat der Hype nie erwischt, obwohl ich seit über 25 Jahren Zocker bin und somit grundsätzlich dem Thema nicht abgeneigt sein müsste. Aber es ist halt auch nur Zocken. Ich verstehe die Milliarden-Branchen Fußball, Formel 1, NBA etc. übrigens genau so wenig. Aber ein Teil der Gesellschaft benötigt sowas wohl.
      hockomat
      am 18. Oktober 2015
      Kommentar wurde nicht gebufft
      Melden
      Ich finde nicht das man über Leute die sich für etwas begeistern so abwertend reden muss wie zb geistig zu jung geblieben etc. Und das ganze mit rtl2 Niveau zu vergleichen
      Nobbie
      am 17. Oktober 2015
      Autor
      Kommentar wurde 1x gebufft
      Dem eSport gehört die Zukunft. Das beste Zeichen dafür ist, dass Blizzard hier 2016 voll einsteigen und massiv investieren wird. An der Kleiderordnung der Moderatoren/Caster störe ich mich überhaupt nicht, das gehört im "Big Business" dazu. Das Outfit reicht hier übrigens von sportlicher-leger bis Klaus Kleber, was absolut OK ist. Zur Qualität der Caster kann man nur sagen, dass eben nicht jeder eine eSports-Kanone wie Manuel "Grubby" Schenkhuizen ist, der natürlich Heroes-Matches fantastisch kommentieren kann, lies: der richtige Mix aus Stimmungsmache und Infos. Ich freu mich auf nächstes Jahr wenn neben Heroes auch Overwatch mitmischt.
      hockomat
      am 18. Oktober 2015
      Kommentar wurde nicht gebufft
      Melden
      Ich würde mich und viele meiner Freunde sicher nicht als nerds bezeichnen und trotzdem interessiert uns e Sport und wie nobbie schon sagte die Zahlen der Besucher solcher Veranstaltungen sprechen da ganz klar eine andere Sprache
      Nobbie
      am 17. Oktober 2015
      Autor
      Kommentar wurde 1x gebufft
      LoL füllt mittlerweile ganze Stadien /Arenen, die machen das schon richtig. Der Umbruch findet jetzt erst auf breiter Ebene statt, wo zeitintensive MMOs immer mehr "out" und weniger zeitraubende ARPGs, MOBAs sowie Shooter "in" sind. Ist ja auch kein Wunder, schau dir die gesellschaftliche Entwicklung seit 2005 an. "Times change", wie Garrosh sagen würde.
      Nexilein
      am 17. Oktober 2015
      Kommentar wurde nicht gebufft
      Melden
      ZITAT:
      "Dem eSport gehört die Zukunft."


      Genau das würde ich aktuell eher bezweifeln, und genau so verstehe ich auch SGlanzers Kritik.
      Der E-Sport präsentiert sich aktuell nicht seriös, und er erweckt auch nicht den Eindruck in Europa und den USA neue Zielgruppen erschließen zu wollen.
      Er ist zur Zeit ein "Nerd-Ding" für "Nerds"; billige Werbung für ein paar Unternehmen die in 10 Jahren wahrscheinlich vom Markt verschwunden sind. E-Sport kann sicher mehr sein, aber dann müssen die Akteure auch etwas dafür tun...
      Hipp
      am 17. Oktober 2015
      Kommentar wurde 2x gebufft
      Melden
      Orientiert sich sowas nicht im Allgemeinen daran was gewünscht und von der Masse gewollt ist?
      Erfolg gibt Recht!
      Würde die bombastische, übertriebene Darstellung nicht gefallen => weniger Erfolg => Änderung seitens der Produktion.
      Wenn jedoch ein diesjähriges LOL Worlds Finale in Berlin (welches zu 100%iger Sicherheit eben jene bombastische, übertriebene Darstellung beinhalten wird) mit 17000 Karten in nahezu 2min ausverkauft ist, denke ich die Frage nach Gleichgesinnten ist schon fast gewagt und die Suche nach der Nadel im Heuhaufen
      Snoggo
      am 17. Oktober 2015
      Kommentar wurde nicht gebufft
      Melden
      Ich schaue seit einigen Jahren schon diverse amerikanische Sportarten, und die Inszenierung ist genau so, und ich mag sie so. Ja das ist teils lächerlich und irgendwie ist auch ein wenig fremdschämen dabei. Aber die Amis mögen es so. Und ich mittlerweile auch.

      Mal sehen wo eSports in 50 Jahren steht (und ob ich da noch lebe). Fussball war zu Beginn der Massenfertigung von Fernsehgeräten zwar auch Massensportart, aber nicht Massenevent.
      Kiova
      am 17. Oktober 2015
      Kommentar wurde 3x gebufft
      Melden
      Darf man Sponsoring im (e)Sport kritisieren? Unbedingt. Nimmt es teils lächerliche Züge an? Auf jeden Fall. Schade, dass ausgerechnet dieser Punkt nur indirekt thematisiert wird.

      Zum Rest des Artikels: Ich ? alle.
      Apropos Professionalität, so eine halbwegs fundierte Kolumne, welche nicht nur auf persönlichen Abneigungen - "Ich mag das nicht.", "Ich finde das lächerlich.", "Das finden eh alle doof." - beruht, wäre mal wieder etwas Feines.
      erban
      am 16. Oktober 2015
      Kommentar wurde 3x gebufft
      Melden
      Die Inszenierung mit der großen Show gehört doch dazu, das Ganze soll doch ein Spiel als legitimen Konkurrenten verkaufen zu sonstigen Turnieren. Einfachste Art es den Leuten ins Hirn zu hämmern ist es einfach möglichst ähnlich zum Vorbild zu gestalten.

      Viele Titel sind ja nichtmal auf Playerskill basiert und lassen RNG dominieren. Die Hersteller finanzieren die Turniere als effektive Werbung für ihr Spiel- solange eine große Show am Start ist denken doch viele das ist competitives Gaming, da muss ich dabei sein aber im Grunde kannst genauso Münzwurf als Turnier aufbauen solange du bezahlst.
      Golddieb
      am 16. Oktober 2015
      Kommentar wurde 1x gebufft
      Melden
      Super Artikel. Musste verdammt oft zustimmen.
      Wie quittiert man das nochmal? Ach ja, mit /sign.
      Smirr
      am 16. Oktober 2015
      Kommentar wurde nicht gebufft
      Melden
      Deinem Grundgedanken kann ich nur zustimmen. Ich gebe aber zu das mich mittlerweile Spiele bei denen ich mich nicht im Multiplayer mit anderen vernünftig(also nicht Diablo 3 Ladder/GRIFT Nerding. Das hat nix mit Wettkampf zu tun) messen kann nicht mehr für die Plattform PC interessieren. Dabei will ich aber ganz sicher auch keine Lackmeier in Anzügen sehen. Ich habe zum Beispiel bei BF:Hardline oder Starcraft nicht einmal einen Fuß in die Kampagne gesetzt. Interessiert mich einfach nicht. Ich will nur den Multiplayer.
      Mahoni-chan
      am 16. Oktober 2015
      Kommentar wurde 2x gebufft
      Melden
      Es gibt einige Aspekte, die sehe ich durchaus ähnlich. Der Gesamtheit des Artikels kann ich jedoch nicht zustimmen.

      Womit ich übereinstimme ist folgendes:
      Kommentatoren in Anzügen.
      Das hat für mich den selben Charme-Faktor wie die 18 jährigen Azubis bei einer Bank, die mit Anzug (sorry an Betroffene da draußen) einfach nur lächerlich aussehen. Ich verstehe aber auch, dass es sein muss. Möchte man den eSport auf eine große Bühne bringen, dann muss man professioneller werden. Ich lobe mir da Sjokz zum Beispiel von LoL. Klar sind es dresses, aber das wirkt um ein vielfaches mehr "Casual" als dieses Anzuggehabe der männlichen Kollegen. "Business casual" reicht vollkommen aus.

      Nicht jedes Spiel ist ein eSport
      Dies ist absolut wahr. Allerdings spielt hier auch die Definition des Begriffs eSport eine Rolle. Beispiel:
      Ein Spiel kann competetive content enthalten ohne ein eSport zu sein. Auch wenn es Turniere gibt, selbst mit Preisgeldern, muss es nicht unbedingt ein eSport sein. Aber IMMER wird es als solcher verkauft. eSport ist nichts weiter als ein Buzzword - genau wie Web2.0. Von daher sollte man den Begriff einfach nicht zu ernst nehmen.

      Counter Punkte sind jedoch folgende.
      Man muss nicht alles gleich machen.
      Das stimmt, allerdings kritisierst Du genau den einen Punkt, bei welchem es Unterschiede gibt. Nämlich jener in der Detailanalyse der Spiele. Sicherlich ist dies eine subjektive Meinung, allerdings sind diese Sachen im "eSport" schlichtweg benötigt. Streams als solche sind nicht interessant, weil ein Spieler spielt. Sie sind interessant, weil alle Kleinigkeiten zu dem Spiel, den Spielzügen und allen Entscheidungen, Kommentare ausgesprochen werden. Das erwartet man schlichtweg und ich finde es gut. Es ist zudem erforderlich neue Leute zu gewinnen. eSport ist nunmal um ein vielfaches Komplexer als traditioneller Sport. Beim American Football wird auch sehr häufig erklärt was gewisse taktische Entscheidungen bedeuten

      Das Vorstellen der Spieler muss "mega" sein.
      Dass die Spieler sich selbst nicht mehr inszenieren empfinde ich vielmehr als ein Problem. Ich vermute hier zu viel Einfluss der Sponsoren und/oder Organisatoren. Genau so das Verhalten nach einem Spiel bei LoL. Alle stellen sich vors Publikum und verbeugen sich - wtf. Die Jungs sollen jubeln, in die Luft springen und mit dem Publikum feiern und nicht ein auf Formal höflich als Asia-Raum machen...


      Zum Schluss bleibt nur zu sagen, dass eSport weiterhin eine Niche ist, welche sich noch am finden ist. Es ändert sich an vielen Stellen in die Richtige Richtung und an manch anderen wiederum versucht man zu sehr professionell zu wirken (siehe Kommentatoren outfits). Was die Zukunft bringt weis keiner aber ein Fakt derzeit ist, dass alles größer wird. Und die nächsten 5-10 Jahre wird sich daran vermutlich nichts ändern. Derzeit kann es nur noch besser werden
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