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  • Bitte gebt uns wieder große und komplexe Spiele, es gibt genug Casual-Kram!

    Einige der besten Spiele der letzten paar Jahre haben sich grauenhaft verkauft oder sind gnadenlos unter dem Radar gelaufen.

    CD Projekt Red gab vor einigen Tagen bekannt, dass sie über 6 Millionen Einheiten des Rollenspiel-Meisterwerkes The Witcher 3 in gerade mal den ersten sechs Wochen verkauft haben. Das ist viel, bedenkt man, dass sich ein Rollenspielklassiker wie Final Fantasy X 6,6 Millionen Mal weltweit verkauft hat. Zudem lässt sich aus veröffentlichten Geschäftsberichten entnehmen, dass das Budget für das Spiel bei 72 Millionen Euro liegt. Dabei liegt es nur wenig hinter Kojimas Abschluss-Blockbuster Metal Gear Solid V. Es wurde also ganz schön viel in dieses Spiel investiert.

    Aber genug der Fakten, die Bedeutung dahinter ist weitaus interessanter. Denn es zeigt schlichtweg, dass sich gute gemachte Videospiele gut verkaufen können. In Zeiten von DLC-Politik, Actionwahn, Marketing-Monstern und Casual-Spielen ist das doch etwas Besonderes. Videospiele sind heutzutage ein Massenmarkt, wie Filme und Serien. Das bedeutet aber auch, dass sie für die Masse funktionieren müssen. Leicht, voller Action, nicht viel Tiefe und Story nur als schmückendes Beiwerk. Wo sind die knüppelharten Spiele mit 140 Stunden Spielzeit hin?

    Spiele die mich auffordern, nachzudenken und dazuzulernen? Die erscheinen nur alle paar Jahre oder laufen absolut unter dem Radar der Öffentlichkeit. Es gibt genügend Beispiele von kritikergefeierten Spielen, die den Massenmarkt kalt lassen. Diese Spiele haben Bestnoten bekommen, sie haben sich aber grauenhaft verkauft. Sie waren tiefgründig, komplex, schwer, lang oder künstlerisch Anspruchsvoll und sind deswegen gefloppt. Siehe Beyond Good & Evil, Enslaved oder Shadow of the Colossus. Auch sind die Zeiten von großen Singleplayer-Spielen scheinbar vorbei. Bei den Spielen, die sich großartig verkaufen, ist der Storymodus meist nur noch nettes Beiwerk und spielt allerhöchstens eine Nebenrolle. Siehe die "Call of Duty"-Reihe, Battlefield oder sogar Grand Theft Auto 5.

    Der Storymodus von Grand Theft Auto 5 war spitze, aber das was die Massen im Spiel hält, ist der Multiplayer-Modus.
    Da sticht ein reines Storyspiel wie The Witcher 3 heraus. Kein Multiplayer, kein MMO, kein MOBA, kein Team-Shooter. Nichts außer dem Spieler, einer steilen Lernkurve und der umfangreichen Geschichte.

    Zudem geht CD Projekt Red mit ihrer DLC-Politik eigene Wege. Grundsätzlich sollen zusätzliche Inhalte kostenlos sein und auch in Zukunft bleiben. Die Spieler müssen erst für größere oder aufwendige Inhalte bezahlen, jedoch keine Unsummen.
    Auch hat sich die polnische Spieleschmiede bei diesem Spiel Zeit gelassen. Das Spiel war vier Jahre lang in Entwicklung und folgt keinem jährlichen Erscheinungsrhythmus. Die Entwickler haben sich die Zeit genommen, Fehler zu beheben, langweilige Stellen im Spiel auszubessern, gute Dialoge zu schreiben, die Grafik flüssig laufen zu lassen und auf das Feedback der Fans gehört.

    Als das Spiel Anfang des Jahres erscheinen sollte, hat CD Project Red sich bei den Fans entschuldigt und gesagt, sie brauchen noch etwas Zeit, um den letzten Feinschliff zu machen. Die Fans haben es verstanden und alle Seiten waren beruhigt. Das Spiel ist fertig, wenn es fertig ist. Auch eine Haltung, die heutzutage unüblich ist. Denn Fifa, Call of Duty, Battlefield oder sogar Nintendo folgen einem jährlichen Zyklus. Man hat seine Spieleserien und diese sollen ungefähr jedes Jahr in einer neuen Version erscheinen.

    Werfen wir einen Blick zurück auf die goldenen 90ger. Nicht wegen der Musik, nicht wegen den Klamotten, aber es war eine verdammt gute Zeit für Videospieler. Viele bekannte und berühmte Spiele haben hier ihren Anfang. Und habt ihr schon mal Zelda: A Link to the Past gespielt? Das war ein langes, zähes und hartes Teil. Kaum zu vergleichen mit dem neuesten Teil der Serie. In dieser Zeit erschienen Klassiker wie Final Fantasy VII, Super Metroid, Chrono Trigger und so ziemlich alle guten Adventures. Spiele hatten einen Anspruch, wie gute Bücher eben. Sie müssen nicht jeden gefallen, aber wie und was sie erzählen, darin müssen sie verdammt gut sein. Heutzutage ist es eher anders herum.

    All das, was CD Projekt Red macht, gehörte in den Neunzigern und Zweitausendern zum guten Ton, heutzutage ist das alles jedoch Seltenheit. Aber eine sehr lobenswerte Seltenheit. Hoffentlich nehmen sich anderen Firmen daran ein Beispiel und erkennen, dass es auch noch Spieler gibt, die gerne ein gutes und ausgereiftes Spiel kaufen wollen. Tiefe und Komplexität sind keine negativen Ausdrücke. Hoffentlich erkennen das auch mal einige der großen Spielehersteller wieder.

    02:26
    The Witcher 3: Video-Rundflug durch die wunderschöne Rollenspiel-Welt
    Spielecover zu The Witcher 3
    The Witcher 3
  • Es gibt 3 Kommentare zum Artikel
    Von BoP78
    Da sehne ich mich auch zurück nach den alten Zocker-Zeiten (z.B. 80er die alten Ultima, 90er DAS Zelda überhaupt -…
    Von Imba-Noob
    Nun ja, auch die Spieler haben sich verändert. Die Jungs und Mädels von einst stehen mittlerweile voll im Berufs- und…
    Von ZAM
    Ich habe eben einen oder mehrere Kommentare gelöscht. [spoiler] 1.: Beiträge die offensichtlich der reinen Provokation…
    • Londel
      02.09.2015 18:02 Uhr
      Mitglied
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      BoP78
      am 03. September 2015
      Kommentar wurde nicht gebufft
      Melden
      Da sehne ich mich auch zurück nach den alten Zocker-Zeiten (z.B. 80er die alten Ultima, 90er DAS Zelda überhaupt - Ocarina of Time).
      Ein aktueller Tipp für die RPG-Freunde (vor allem Baldurs Gate-Veteranen) ist Pillars of Eternity.
      Imba-Noob
      am 03. September 2015
      Kommentar wurde nicht gebufft
      Melden
      Nun ja, auch die Spieler haben sich verändert. Die Jungs und Mädels von einst stehen mittlerweile voll im Berufs- und sozialem Leben und auch immer Menschen mittleren Alters entdecken das Gamen. In den 90ern und frühen 2000ern hafteten Gamern der Geruch "Stubenhocker", später "Nerd" noch an. Mittlerweile ist Gaming in der Bandbreite der Gesellschaft angekommen. Diese "neuen" Gamer sind anspruchsloser als die Oldschool-Veteran von einst.

      Der Faktor Zeit hat an Bedeutung zugenommen. Man schätzt mehr kleine Games oder Spiele, wo man einfach mal für ne halbe Stunde abschalten kann und sich nicht erst mit komplexer Materie und komplizierter Steuerung rumärgern muss oder bestimmte Inhalte wie Dungeons mehrere Stunden dauern. Auch ich als Veteran weiß Gameplay-Vereinfachungen zu schätzen.

      Dennoch hoffe ich auf neue komplexe Spiele, insbesondere im RPG-, Adventure-, Fantasystrategie- und MMORPG-Bereich. Hoffnungen habe ich auf die "next Generation"-MMORPGs "Everquest next" und "Crowfall", das "Ultima"-ähnliche RPG "Shroud of the Avatar" sowie auf das "Maniac Mansion"-ähnliche Adventure "Thimbleweed Park" gesetzt. Auffällig dass dies alles Crowdfunding-Projekte von namenhaften Spieleentwickler-Veteranen sind.
      ZAM
      am 03. September 2015
      buffed-TEAM
      Kommentar wurde nicht gebufft
      Ich habe eben einen oder mehrere Kommentare gelöscht.

      1.: Beiträge die offensichtlich der reinen Provokation der Gesprächsteilnehmer dienen, also beispielsweise bewusst ein Thema nieder machen sollen, sowie bewusst ausschließlich Offtopic darstellen sind nicht gestattet. Kritik ist erwünscht, jedoch in einem angemessenen Umgangston. Bleibt beim Thema!

      2.: Achtet bitte auf Euren Umgangston. Verbale Entgleisungen, reines Rumgenöle oder Profilierungsposts werden hier vergeblich gepostet, weil wir diese löschen - auch wenn es manche nicht so sehen wollen, die haben nichts mit Kritik zu tun. Kritik wird immer sachlich (aus-)formuliert.

      3.: Beleidigungen, Abfälligkeiten und persönliche Angriffe anderer Mitgliedern, Außenstehenden, Unternehmen oder sonstigen Dritten ist untersagt. Dies widerspricht unserer Netiquette, sowie den Community-Regeln und jeglicher vernünftiger Umgangsform.

      Vielen Dank für Euer Verständnis

      Firngrim
      am 02. September 2015
      Kommentar wurde nicht gebufft
      Melden
      Ich hoffe die Qualitäten der 90er-2000er werden wieder Einzug finden... aktuell ists doch eher so - Hmm sieht interessant aus - matsch grafik, sinnlos, mach immer mal wieder 1, 2, 3, 4 und links klick, spiel ist in xh durch - deinstalliert. Das dann für ca. 8-20€ und davon gibts doch hunderte - tausende spiele innerhalb der letzten 1-2 Jahre... Teilweise mit guten aspekten, aber eben kaum noch was, das dem gehobeneren Anspruch gerecht wird.

      Für mich darfs ruhig wieder mehr geben, wie Final Fantasy 7 oder 8 oder Super Metroid, Secret of Mana etc. eben modernisiert und der Technik angepasst. Ein STALKER mit Elementen aus Fallout in einer Deus Ex/Warhammer 40k Umgebung mit vergleichbarem Umfang des Inhalts von FF7/FF8.

      Jop das wäre mal was. Freue mich ja aktuell auf die beiden Warhammer 40k Titel die noch kommen werden (Deathwing und Eternal Crusade). Wobei ich hier hoffe, dass es nicht zu simpel wird. Zu Nerdy und schon wird es schnell in der Ecke liegen bleiben beim gemeinen standard User.

      Mit Witcher 3 hat man da schon echt gut hingelangt. Dragon Age Inquisition kann ich nicht genau sagen, aber wirkt schon recht gut auf mich.
      M.Kay
      am 02. September 2015
      Kommentar wurde nicht gebufft
      Melden
      Jo, kann ich voll und ganz zustimmen! Leider ist dies auch das Problem von WoW Aber Witcher 3 macht richtig Lust auf mehr!
      Snoggo
      am 02. September 2015
      Kommentar wurde nicht gebufft
      Melden
      Man darf halt nicht vergessen, die 90er waren noch die Zeit, wo die Muttis regelmäßig geflucht haben, dir dieses doofe "SCHNÄSS" gekauft zu haben.
      Nu stehen die Mutti mit deren Mutti vor der Wii und spielt Bowling.

      Zeiten ändern sich, der Markt ändert sich, und es wird deutlich mehr produziert.
      Und das mag ich, denn gerade weil es so viel "Masse" gibt, geniesse ich die "Klasse" umso mehr.
      Auch wenn die insgesamt weniger ist, gehöre ich doch auch zu einem veränderten Markt.
      Die Zeit der 90er habe ich garnicht mehr, Beruf, Familie und co. verschlingen nun einen großen Teil der Zeit, die ich früher nach der Schule hatte. Wo ich früher ein Spiel innerhalb einer Woche "durch" hatte, brauche ich nu 2-3 Monate (oder länger, Witcher 3 habe ich noch immer nicht durch).
      Und heutzutage ist diese Zeit bei der Jugend auch anders besetzt, da wird auf Facebook der Status geteilt, via Whatsapp getextet usw.
      Gonzo333
      am 02. September 2015
      Kommentar wurde nicht gebufft
      Melden
      Es zählt anscheinend nur noch Masse und schnelles Geld.
      Tiefgang und Anspruch sind schon lange den Bach runter.
      (von der Qulaität der Software will ich mal gar nicht reden).
      Girderia
      am 02. September 2015
      Kommentar wurde nicht gebufft
      Melden
      ich habe witcher 3 auch als extrem großen wurf empfunden, eine referenz für die nächsten jahre.
      und zum glück haben sie es, im vergleich zum zweiten teil, etwas entschärft. das ende dort war doch mehr als hart, das progrom mit einer szene einer pfählung hat mich dann doch ziemlich schlucken lassen.

      aber den erfolg haben sie allemal mal verdient, für alle drei teile.
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02.09.2015
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