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  • Kolumne: Ich packe meine Koffer ...!
    Quelle: buffed

    Kolumne: Ich packe meine Koffer ...!

    Ich möchte die Welt retten, aber keinen Krieg. Ich möchte in den Ring steigen, aber niemandem wehtun. Und ich würde die Ozeane erforschen, hätte ich nicht so große Angst vor dem offenen Meer. Ein gutes Spiel lässt mich nicht nur solche Abenteuer erleben, es weckt zudem den Drang nach mehr!

    Vergangenes Wochenende war ich kurz davor, einfach aufzustehen, meinen Rucksack zu packen und mit der Kreditkarte ein One-Way-Ticket in die Karibik zu buchen. Dann hab ich kurz nach unten geschaut, gesehen wie mich meine beiden Ladys (Katzen, herrje!) aufgrund der zwar leichten, aber erfahrungsgemäßig kaum tolerierbarstörenden Bewegung missbilligend anschauten und meine Pläne ad acta gelegt. Sorry an die, die sich schon gefreut haben - aber ich bleib euch noch eine Weile erhalten. Der Grund für diesen Anflug von Fernweh aber möchte ich euch erzählen und vielleicht können manche von euch die folgende Story sogar nachvollziehen. Uncharted 4: Urlaub im Urwald - klingt verlockend. Uncharted 4: Urlaub im Urwald - klingt verlockend. Quelle: buffed

    Anders als viele meiner Freunde habe ich kaum Fernweh. Ich verspüre eigentlich nicht diesen Drang, jede frei Minute draußen sein zu müssen oder direkt am ersten Urlaubstag in einem Flieger in Richtung "irgendwo anders, nur nicht daheim" zu sitzen. Habe ich ein paar Tage frei, hab ich Spaß daran, mich mit meinen "Herzensdamen" morgens nochmal umzudrehen, nach dem Aufstehen in Ruhe Kaffee zu trinken, ein wenig in der Wohnung herumzubasteln oder eben einfach nur die ein oder andere Zockstunde nachzuholen, für die unter der Woche mitunter einfach keine Zeit ist. Wegfahren? Mir reichen die Auswärtstrips mit der Band, auch wenn die nur einen Tag gehen - da ist die Gesellschaft eben Trumpf. Und richtigen Urlaub, den habe ich zuletzt vor - puuuh - 15 Jahren gemacht. Also richtigen Urlaub, mit länger als drei Tage wegfahren. Zwei Tage L.A. vor eine BlizzCon hängen oder ein Wochenende in irischen Pubs abhängen, das verstehe ich nicht unter Urlaub. The Witcher 3: Egal, zu welcher Tageszeit - Skellige ist ein spielgewordener Traum und dreht bei Nacht nochmal richtig auf! The Witcher 3: Egal, zu welcher Tageszeit - Skellige ist ein spielgewordener Traum und dreht bei Nacht nochmal richtig auf! Quelle: PC Games

    Location, Location, Location

    Umso überraschter von mir selbst war ich daher, als ich letztes Jahr allen Ernstes kurz davor war, mitten in der Nacht an den Nürnberger Flughafen zu fahren und mir ein Ticket in den hohen Norden zu buchen, an irgendeinen gottverlassenen Fjord. Und wer war schuld? Geralt, der alte ....! Ja, Geralt von Riva hatte es geschafft, mein Fernweh zu wecken. Das hat mich, auch wenn's vielleicht übertrieben klingt, richtig fertiggemacht - einfach, weil ich nie der Typ für deratige Anflüge war. Als ich aber da oben stand, auf dieser mittelalterlichen Brücke von Kaer Trolde und am fortgeschrittenen Abend zur Anlegestelle hinunterschaute, an der die im Schein der Fackeln zitternden Drachenboote vor Anker lagen, war's um mich geschehen. Plötzlich wollte ich einfach nur weg. Am besten nur mit Rucksack und Zelt irgendwo durch Norwegen stapfen, auf der Suche nach altertümlichen Ruinen. Ich hab das nicht gemacht. Natürlich nicht. Weil ich keine Zeit hatte. Weil mir plötzlich einfiel, dass ich Kälte abgrundtief hasse. Wahrscheinlich auch, weil ich tief im Inneren Schiss vor so einem Trip gehabt hätte. Naja, und weil meine beiden Viecher mal wieder auf mir drauf lagen und die Idee jetzt nicht so toll fanden. Na guuuut .... aber irgendwann mach ich das. Bestimmt! Uncharted 4: Das derzeit wahrscheinlich schönste Spiel neben the Witcher 3. Uncharted 4: Das derzeit wahrscheinlich schönste Spiel neben the Witcher 3. Quelle: buffed

    Thunder in Paradise

    Letzte Woche hatte ich dann endlich mal die Zeit, meinen ersten Durchgang in Uncharted 4 abzuschließen. Und da war es plötzlich wieder, dieses Gefühl. Der Drang, einfach nur weg zu wollen - am besten für immer, aber wenigstens für ein paar Tage. Da stand ich also, an der Spitze eines Kliffs und blickte hinab auf verlassene Karibikinselchen, überwuchert mit sattem dampfenden Grün, traumhaft klarem Wasser und mysteriösen Schiffswracks, geparkt in bunten Korallenriffs. Und alles, was ich mir in diesem Moment gewünscht hatte, Uncharted 4: Ab in den Süden und mit Schnorchel durch's Korallenriff. Uncharted 4: Ab in den Süden und mit Schnorchel durch's Korallenriff. Quelle: buffed war, selbst an genau so einem kleinen und nicht von ätzenden Touris überschwemmten Strand zu liegen. Ich konnte vor meinem inneren Auge sehen, wie ich selbst mit Sauerstoffflasche auf dem Rücken und Schnorchel im Mund durch so ein Wrack tauchte, die Insel erforschte mit ihrer exotischen Flora und Fauna, und den Abend am Strand bei einem Lagerfeuer und einem Gläschen Rum ausklingen ließ. Dann fiel mir ein, dass ich Rum nicht mag. Dass ich keine Tauchausbildung habe, dafür aber mehr oder minder große Angst (oder sagen wir Respekt) vor dem offenen Meer, und dass ich wahrscheinlich keinen weiteren Fuß in den Inselurwald gesetzt hätte, sobald mir die erste dicke Spinne über den nackten Fuß gekrabbelt wäre. OK, vielleicht nicht jetzt - aber irgendwann mach ich das. Bestimmt!!

    Im Nachhinein betrachtet waren diese beiden Nahurlaubserfahrungen aber tatsächlich nicht das erste Mal, dass ein Spiel ein gewisses Verlangen in mir geweckt hat, nur eben nie derart intensiv. Ich weiß noch, wie gerne ich in WoW in den Grizzlyhills unterwegs war und wie ich mir teilweise wünschte, ein paar Wochen in einer Jagdhütte irgendwo in Alaska zu verbringen. Mit ein paar Freunden die hiesigen Wälder zu durchstreifen, vor dem offenen Kaminfeuer zu relaxen und zu hoffen, beim Weg auf's hinter dem Haus liegende Klo nicht von einem Bären zerfleischt zu werden. Auch vergesse ich das erhabene Gefühl nicht, das der erste Anblick der Normandy in mir auslöste, als ich zum ersten Mal Mass Effect 2 einlegte. Und nein, bevor einer fragt: Astronaut wollte ich deswegen nicht werden. Uncharted 4: Nie ans Kraxxeln gedacht und plötzlich Bock, die Kletterwand unsicher zu machen. Uncharted 4: Nie ans Kraxxeln gedacht und plötzlich Bock, die Kletterwand unsicher zu machen. Quelle: buffed

    Auf dem Weg, Großes zu verrichten?!

    Der Punkt, auf den ich hinausmöchte ist, dass ich selbst nach 30 Jahren Gaming unfassbar faszinierend finde, welche Gefühle ein Spiel in jemandem, in mir auslösen kann - wie viel mehr Videospiele sein können, als das stupide Klicken bunter Knöpfchen, als das es (mituner leider zurecht) auch heute noch von vielen Leuten angesehen wird, die unser Hobby belächeln. Warum mich gerade The Witcher und Uncharted so geflasht haben? Weil deren Geschichten einerseits toll geschrieben und umgesetzt und diese spürbar mit Liebe gemacht sind. Weil sie trotz aller Übertriebenheit irgendwie natürlich wirken. Weil sie mir als langweiligem Normalo das Geben, was mir gute Spiele geben sollen: das Gefühl, selbst ein Abenteurer zu sein, der zu Großem bestimmt ist. Andererseits natürlich, da die heutige Computer- und Konsolengeneration es Entwicklern mitunter erlaubt, teils fotorealistische Welten zu erschaffen, die uns die Immersion entsprechend leichter gestalten, als ein pixeliges Strichlabyrinth. Ich möchte die Welt retten, aber ich will keinen Krieg! Ich möchte in den Ring steigen, aber niemanden verletzten. Und hätte ich nicht so ein abgrundtiefe Urangst vor Haien, würde ich nur zu gerne mit diesen Kreaturen tauchen. Nicht heute und auch nicht morgen. Aber irgendwann mach ich das ... ganz bestimmt ...

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      04.06.2016 00:30 Uhr
      buffed-TEAM
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      Lhionna
      am 05. Juni 2016
      Kommentar wurde nicht gebufft
      Melden
      Kann ich soooo gut nachvollziehen. Normalerweise ist es für mich auch Urlaub genug einfach den Kopf ausschalten zu können und meine Zeit mit Hund, Pferd, Mann, Freunden und der ein oder anderen ausgiebigen Runde zocken zu verbringen. Aber manchmal kriegen mich Spiele dann auch in die andere Richtung. Gerade Geralt hat das bei mir auch geschafft, als ich an irgendeinem kleinen See saß und in der Ferne die Rehe beobachtet hab. Da kam auch bei mir der Gedanke hoch irgendwo hinzufahren und die Seele baumeln zu lassen. Weg von allem und jedem.
      Lustigerweise hat den Gedanken als letztes Stardew Valley aufflammen lassen^^ Mir gefiel der Gedanke vom Anfang, einfach all seine Sachen zu packen und irgendwo im Nirgendwo ein neues, einfaches und selbstbestimmtes Leben anzufangen
      Kolrarr
      am 04. Juni 2016
      Kommentar wurde 1x gebufft
      Melden
      Sehr schöne Kolumne. Da finde ich mich voll wieder. Die von dir erwähnten Spiele geben mir auch das Gefühl dort hin zu wollen.
      Und dann ist man mal in Andalusien im Urlaub. Streift durch irgendeine Ruine und im Kopf spielt die Titelmelodie von Uncharted...
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04.06.2016
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