Mass Effect 3: Anspiel-Bericht zur Kampagne von Mass Effect 3
Mass Effect 3 erscheint am 8. März, und unter Fans herrscht immer noch etwas Unsicherheit, wie actionreich der dritte Teil der Mass-Effect-Reihe denn nun wird und wie viel Rollenspiel denn nun noch stattfindet rund um Commander Shepard. Im Zuge eines Anspiel-Events hatten wir nun die Gelegenheit, den Spielstart von Mass Effect 3 selbst anzutesten. Wir spielten das Intro und die ersten beiden Mission – das entspricht in etwa 45 Minuten Spielzeit. Achtung: Wir gehen vor allem im Absatz "Die Reaper sind los" auf den Story-Hintergrund der gespielten Szenen ein. Wer sich von Mass Effect 3 gänzlich überraschen lassen möchte, der sollte diese Passage entsprechend überspringen.
Das Spiel beginnt klassisch mit der Charakter-Erstellung. Man hat die Wahl, ganz neu zu beginnen oder Spielstände der vorherigen Teile der Mass-Effect-Reihe zu importieren. Das Aussehen von Shepard und bestimmt Handlungsverläufe richten sich dann wie schon aus Teil 2 gewohnt nach Euren bisherigen Taten. Beim Anspiel-Event haben wir natürlich keinen Spielstand parat, also erstellen wir uns eine weibliche Shepard, legen im Verlauf einiger Fragen Background, Handlungsverlauf und Einstellung fest. Und dann stehen wir vor der Wahl, uns einen Spielmodus auszusuchen. Drei Stück stehen zur Wahl:
- Action: Ihr habt in Mass Effect schon immer lieber geschossen als ausgiebig zu quatschen? Dann dürfte der Action-Modus Eure Wahl sein. Hier rücken die Action-Szenen in den Vordergrund, Zwischensequenzen erzählen die Handlung quasi im Vorbeigehen. Wo in andere Spieler ausgiebige Multiple-Choice-Dialoge führen, übernimmt das Spiel im Action-Modus die Führung.
- Rollenspiel: Der Rollenspiel-Modus soll die goldene Mitte sein. Es gibt sowohl Action als auch Bioware-typische Dialog-Vielfalt. Wir entscheiden uns beim Anspielen für diesen Modus, die Mischung wirkt in den gespielten Szenen gut ausbalanciert.
- Story: Der Modus für alle, denen Mass Effect schon immer zu viel Action-Schnickschnack auffuhr. Es gibt zwar immer noch Kämpfe, die sind im Vergleich zu den anderen Modi sehr leicht gehalten und sollen für etwas geübte Spieler quasi im Vorbeigehen zu lösen sein. Im Gegenzug erhalten Spieler im Story-Modus mehr Einfluss auf den Verlauf der Geschichte und lernen NPCs in Gesprächen besser kennen.
Die Wahl des Spielmodus legt übrigens nicht den Schwierigkeitsgrad fest. Dieser wird separat festgelegt.
Die Reaper sind los
Mass Effect 3: Screenshots zum Bioware-Rollenspiel (3)
Zur Geschichte: Commander Shepard wird nach den Ereignissen des zweiten Teils kurzfristig vom Dienst suspendiert, jedoch behält ihn die Erden-Führung in Rufreichweite. Eine gute Entscheidung, wie sich zeigt, denn es kommt wie es kommen muss: Im gesamten All bricht die Kommunikation zu menschlichen Kolonien zusammen – die Reaper sind zurück. Und als die Verantwortlichen realisieren, was passiert, wird die Erde auch schon attackiert. Als Expertin im Kampf gegen die Reaper übernimmt Shepard also das Kommando über die Normandy und erhält einen Auftrag von General Anderson: Sie soll ausfliegen und alle Verbündeten in der Galaxis zusammentrommeln. Denn nur gemeinsam hat man eine Chance gegen diese Übermacht.
Der Angriff auf die Erde ist episch inszeniert. Ständig gibt es Explosionen, mehrmals reißt es uns den Boden unter den virtuellen Füßen hinweg. Hier zeigt sich, was die Bioware-Entwickler gut können: spannende Geschichten erzählen. In einer Videosequenz zum Start sehen wir einen kleinen Jungen, der mit einer Spielzeug-Normandy spielt. In den Szenen des Angriffs treffen wir denen Bub wieder und sprechen kurz mit ihm. Wir wollen ihn retten, aber der Kleine verweigert die Hilfe und verschwindet in einem Lüftungsschacht. "Ihr könnt mich nicht retten", sagt er – wir wünschen uns, es wäre anders. Schließlich, kurz bevor Shepard losfliegt, ist der Junge wieder im Bild. Er winkt, er hat sich bis zu einem Flüchtlings-Sammelpunkt durchgerungen. Als er in einen kleinen Raumtransporter steigt, der ihn und andere Flüchtlinge aus der Schusslinie bringen soll, fällt uns ein Stein vom Herzen ... kurz bevor ein feindlicher Laserstrahl genau den Transporter in die Luft jagt, in den der kleine Junge einstieg. Dies wird nicht die letzte Szene dieser Art bleiben. Selbst Charaktere von der Normandy, unsere Begleiter, werden wieder sterben können – wenn wir sie nicht bereits in einem der Vorgänger verloren haben. Schließlich sind wieder viele alte Bekannte dabei.
Mission to Mars
Mass Effect 3: Screenshots zum Bioware-Rollenspiel (4)
Mit der Übernahme des Kommandos über Normandy endet die erste Mission. Die zweite startet, als wir auf dem Weg durchs All eine Nachricht auffangen. Auf dem Mars, so ein Admiral, sollen in einem Archiv Hinweise versteckt liegen, die im Kampf gegen die Reaper von großer Bedeutung sein könnten. Wir sollen sie finden und mitnehmen. Auf dem Mars dann die Überraschung: Nicht die Reaper sind hier eingefallen, sondern Cerberus! Der skrupellose Konzern ist wild entschlossen, die Reaper nicht zu vernichten, sondern sie als Waffe einzusetzen. Nicht mit Shepard! Zufällig treffen wir dann aber doch noch Liara T'Soni, die uns mit ihren bionischen Kräften unterstützt. Kämpfe fallen mit ihrer Hilfe recht taktisch aus. Sie hebt auf Kommando beispielsweise eigentlich hinter Deckung kauernde Gegner kurzerhand in die Luft.
In dem von uns gewählten Rollenspiel-Modus machen diese Szenen noch richtig Spaß. Das Level-Design wirkt zwar zu Beginn schlauchig und eng, auf dem Mars aber gibt es immer wieder Stellen, an denen wir uns frei positionieren können; so lassen sich auch eigene Wege durch den Level finden. Abgesehen von einigen Kleinigkeiten stellen wir spielerisch aber kaum Neuigkeiten fest. Befehle geben wir auf der Konsole wie gehabt über das D-Pad. Im Waffenrad finden sich auch die Fähigkeiten und Waffen der NPCs, denen wir so direkt sagen, wo sie mit welcher Wumme hinzielen sollen. Vom Charaktersystem bekommen wir jedoch nicht mehr viel mit. Nach der Mission müssen wir den Controller schon wieder weglegen, erfahren nichts mehr zur Story. Nur so viel: Immer wieder werden die Entscheidungen der letzten zwei Teile zum Tragen kommen. Selbst die Romanzen, auf die man sich eingelassen hat, können eine Rolle spielen. Und egal für welche Partner, für welche Freunde und für welche Opfer man sich entscheidet, die Anzahl an Enden soll zahlreich sein.
Technik
Da wir nur etwa 45 Minuten spielen dürfen, können wir uns nur einen groben Eindruck vom Spiel verschaffen und auch zur Technik nicht viel sagen. Die Zwischensequenzen sind knallig inszeniert und reißen mit - ob aber auch die Dialoge fesseln, lässt sich nach so kurzer Spielzeit kaum sagen. Die Missionen machen bereits jetzt einen guten Eindruck. Man hüpft von Deckung zu Deckung und muss auf dem Mars gar einen waghalsigen Sprung zwischen zwei Seilbahn-Kabinen absolvieren.
Fazit
Schade, dass wir nur Intro, Tutorial und eine Mission von Mass Effect 3 spielen dürfen - einen richtigen Ersteindruck von all den Spielmechaniken bekommt man da nämlich nicht. Jedoch machen uns diese 30 bis 45 Minuten schon ziemlich gespannt auf das, was im März kommt. Bioware verlässt sich auf das, was das Studio kann: packende Geschichten erzählen. Das geschieht in actionreichen Missionen, epischen Zwischensequenzen, zahlreichen Dialogen und mit emotionalen Bildern – wenn mich schon der Tod eines unbedeutenden NPCs so mitnimmt, wie wird das erst, wenn ich wieder vor der Wahl stehe, ein Teammitglied sterben zu lassen? Dass man nun wählen kann, ob man Action- oder RPG-Spieler ist, macht Sinn. So bekommt jeder das geboten, was ihm wirklich liegt.
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Das einige es im vergleich zu dem ersten Teil für zu Shooter-Lastig hielten kann ich durchaus verstehen, aber mich persöhnlich störte es nicht.
Das der Dritte Teil Actionlastiger wird ist in meinen Augen durchaus logisch...immerhin tobt ein Krieg mit dem Ziel alles Leben auszuradieren..
Natürlich sollen die Mass Effect-typischen Storyelemente nicht fehlen.
Was die Aufteilung in die 3 Kategorien angeht kann ich damit gut leben, werde sicher den Story und den RPG-Modus ausprobieren...zumal ich 3 Speicherstände bereitliegen habe und in ein paar Tagen mit Mass Effect 1 und 2 wieder anfangen werde den 4ten Stand, als Einstimmung, hochzuspielen.
Was die Meinungen der Zeitschriften und I-Net Seiten angeht muss ich sagen das ich da nicht viel drauf gebe...teste es lieber selber^^.
PS: Die Musik ist zumindest schon wieder sehr gut ...siehe hier:
http://www.youtube.com/watch?v=Lg1ElmVQ2pw&feature=related
letztendlich hatte ich nichts dagegen das es weniger rpg elemente bekam als im 1er ich spiels einfach mehr wegen der story,der epic music und den unglaublich tollen dialogmöglichkeiten^^also daher egal wie der dritte teil letztendlich wird, solang die story usw epic sind bin ich zufrieden shooter oder rpg oder mix hin oder her
finde diese traurige melodie passt perfekt zur endzeit stimmung von me3 nach all der zerstörung
clint mansell ist ein genie, man kann von ihm erwarten das er den soundtrack würdig weiterentwickelt wie sein vorgänger
Vielleicht ist die Beschreibung zum Rollenspiel Modi nur unglücklich von Buffed formuliert und es beinhaltet beide Modi auf einmal... aber das ist wohl mehr Träumerei als Realität.
Die anderen Modi dienen -- so wie ich das verstehe und deute -- eher der Dosierung der Action, wenn man das möchte. Ich gehe nicht davon aus, dass es im Story-Modus wirklich so viel mehr Handlung oder Interaktion gibt, dass man ihn unbedingt zusätzlich zum Rollenspiel-Modus spielen will.
Afaik soll sich auch während des Spiels jederzeit umschalten lassen.
Es steht doch eigentlich deutlich da: Dieser Modus bietet beides, neben Action auch volle Kontrolle über die Dialoge.
zumindest für mich.
Für mich ein must have.