Kingdoms of Amalur: Reckoning im Test - Rollenspiel-Hit oder Action-Prügelei? - Ab sofort im Handel
Sein Schicksal kann man nicht ändern. So zumindest die einhellige Meinung in Amalur, einem Fantasy-Reich voller arroganter Elfen-ähnlicher Feien, garstiger Monster und einem Volk genialer Erfinder, den Gnomen. Zu Letzteren gehört Hugues, der beweist, dass sich das Schicksal sehr wohl beeinflussen lässt. Er belebt nämlich den Helden von Kingdoms of Amalur mit Hilfe eines seltsamen Apparates wieder.
Doch obwohl Erfinder Hugues sehr angetan ist von seinem Erfolg, bleibt kaum Zeit, sich eingehender mit dem Helden zu beschäftigen. Denn einige finstere Tuatha greifen das Laboratorium an. Und damit kommen wir zum Kernproblem von Amalur, denn die Welt wird von diesem düsteren Elfenschlag und seinem gemeinen Herrscher Gadflow bedroht: Ein neuer Gott soll alles Althergebrachte hinwegfegen – also auch jene Einwohner, die nicht das Knie beugen.
Wahlberechtigt
Spielwelt und Gegner sind fantasievoll gestaltet
Das darf natürlich nicht sein. Ihr schnappt Euch also Schwert, Bogen oder Zauberstab und vermöbelt die Tuatha. Die Waffenwahl bestimmt übrigens vorrangig Euer Geschmack – ein starres Klassensystem gibt es in Kingdoms of Amalur nicht. Bei jedem Stufenaufstieg verteilt Ihr drei Punkte in die Talentbäume Macht, Zauberkraft und Raffinesse. Jeder Talentbaum entspricht dabei einem Klasse-Archetyp: Macht entspricht einem Krieger, Raffinesse entspricht dem Schurken, und Zauberkraft erklärt sich selbst.
Ihr investiert dabei sowohl in passive als auch in aktive Talente. Im Machtbaum beispielsweise könnt Ihr einen Kriegsschrei freischalten, der die Abwehr von Feinden senkt, oder eine Harpune wählen, mit der Ihr kleinere Gegner zu Euch zieht und Euch selbst in Richtung größerer Gegner schwingt. Bei der Verteilung der Punkte seid Ihr völlig frei; wie bei den meisten Talentsystemen dieser Art stehen Euch richtig starke Attacken aber erst zur Verfügung, wenn Ihr eine Mindestanzahl an Punkten investiert habt. Auf diese Art stellt Ihr Euch Eure Wunschklasse zusammen. Wer beispielsweise einen durchs Dunkel schleichenden Meuchel-Magier spielen möchte, kann das tun. Wer es mit der Hybrid-Klasse zu weit treibt, kann sich das Leben aber auch schwerer machen. Denn manche Gegenstände setzen eine bestimmte Punkteanzahl in einem Baum voraus.
Eure Punkte-Vergabe beeinflusst auch die Wahl der so genannten Schicksalskarten. Das sind passive Boni, die Ihr beim Stufenaufstieg (oder bei speziellen NPCs) wählt. Habt Ihr zum Beispiel 49 Punkte im Macht-Baum ausgegeben, gewährt Euch die Krieger-Karte 23 Prozent mehr Nahkampfschaden. Pro Spielstil gibt es sechs Karten in sieben Kategorien. Das System lässt Euch recht viel Spielraum und gefällt uns gut. Auch das Zurücksetzen aller Punkte ist möglich.
Krasse Kämpfe
Im Abrechnungsmodus löst Ihr Finishing Moves aus
Die Ausrichtung Eurer Selbstbau-Klasse definiert dann auch Euren Kampfstil. Euer Amalur-Held kann zwar nicht springen, aber dafür schick inszeniert kämpfen. Mehrere Attacken reiht Ihr per Angriffstaste (üblich: Linke Maustaste) in einer Kombi aneinander. So folgt auf einen einfachen Hammerschwung einer mit größerer Reichweite und höherem Schaden und anschließend ein vernichtender Überkopf-Hieb, der Gegner auch mal betäuben kann. Es ergeben sich vielfältige Kombinationen, die auch durch die Waffenwahl beeinflusst werden – ein Langschwert ermöglicht andere Manöver als die Chakras (magisch aufgeladene Frisbees). Und wir sprechen hier nur von den Standard-Attacken, zu denen sich noch mächtige Spezialattacken gesellen.
Die Kämpfe in Amalur sind oft temporeich – vor allem, weil Ihr es oftmals mit mehreren Gegnern zu tun habt. Da muss dann durchaus geplant werden, ob man zum Beispiel erst die Fernkämpfer ausschaltet oder dem dicken Troll zusetzt. Die Kämpfe spielen sich aber nicht nur spannend und gut, sie sehen auch spitzenmäßig aus und sind von den Amalur-Machern von Big Huge Games toll in Szene gesetzt.
Spektakulär inszeniert ist auch der Abrechnungsmodus. Dieser wird verfügbar, wenn Ihr durch Angriffe Eure Schicksals-Leiste gefüllt habt. In diesem Modus wird die Spielwelt in bläulich-lilane Töne gehüllt, und Eure Feinde bewegen sich in Zeitlupe. Ihr teilt außerdem signifikant mehr Schaden aus und erledigt einzelne Gegner auf Knopfdruck mit ebenso spektakulären wie blutigen Finishern. Da wird ein Feind auf einen Speer gespießt, ein anderer bekommt die Klinge quer durch den Wanst gezogen – in jedem Fall tödlich und keineswegs zimperlich. Den finalen Tötungsakt führt Ihr dabei in einem Quicktime-Event aus. Das System kommt auch am Ende von Bosskämpfen zum Einsatz.
Entdecker gesucht
Kämpfen ist aber natürlich nicht alles im Kingdom of Amalur. Es gibt eine große, schöne und abwechslungsreiche Spielwelt zu entdecken. Zwar ist der bespielbare Amalur-Ausschnitt kleiner als etwa die Welt im Open-World-Konkurrenten Skyrim, dafür gibt es aber mehr Facetten als im rauen Nordland: Bunte, verwunschene Feenwälder, das von Tuatha unterjochte Sumpfland Klurikon, die brennend heiße Wüste Detyre oder die weiten Erathell-Ebenen. Einige große Städte warten ebenso wie zahlreiche Dörfer auf Euren Besuch, überall finden sich zahlreiche Quests. Highlight dabei sind die Fraktions-Quests, die ähnlich liebevoll inszeniert sind wie die Haupt-Quest und Euch spannend unterhalten. Aber auch die Qualität der normalen Neben-Quests ist hoch. Auch wenn meist das Prinzip "Töte X" greift, verleiten einige Aufgaben zum Schmunzeln. Etwa wenn ein Wolf, der durch Magie in einen Menschen verwandelt wurde, Euch knurrend bittet, ihn von seinem Fluch zu erlösen. Je nachdem, wie intensiv Ihr Nebenaufgaben nachgeht, seid Ihr mit dem Rollenspiel locker 80 Stunden beschäftigt.
Portiert
Technisch macht Kingdoms of Amalur durchaus einen guten Eindruck. Tolle Effekte, schöne Landschaften, coole Animationen – selbst Zuschauen macht schon Laune. Dank eines schönen und passenden Soundtracks und sehr kurzen Ladezeiten (auf dem PC zwischen drei und zehn Sekunden) entsteht eine dichte Atmosphäre. Ganz ohne Macken geht es dann aber doch nicht: Gerade PC-Spieler ärgern sich über ein Bedienkonzept, das eindeutig auf Konsolen zugeschnitten ist. Euer Inventar ist eine große (immerhin nach Kategorien geordnete) Liste. Einen Waffenvergleich gibt's nur auf Knopfdruck, und Inventar-Müll muss zunächst umständlich in die "Plunder"-Kategorie verschoben werden, bevor Ihr ihn zerstören dürft. Doch trotz einiger Mankos ist Kingdoms of Amalur: Reckoning ein großartiges Rollenspiel mit viel Kampf-Action.
Eine erweiterte Fassung dieses Tests findet Ihr in der kommenden Ausgabe 03-04/2012 des buffed-Magazins, die am 15. Februar 2012 am Kiosk erscheint. Nachfolgend ergänzend das Test-Video unserer Kollegen von pcgames.de:
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Ich war lange nicht mehr dermaßen von einem Spiel begeistert - technisch brilliant umgesetzt.
Will es antesten bevor ich es mir hole...
Scheinbar nicht DE im Store oder?
die vertonung fand ich nicht so toll. echt jeder redet verdammt langsam und manche haben einen schrecklichen dialekt >.< man versteht sie zwar trozdem, aber es hört sich einfach blöd an. und naja die mimik und gestik wurde von gameone ganz gut beschrieben. das haben andere spiele schon besser gemacht um es vorsichtig auszudrücken
die grafik ist geschmackssache. ich mag den stil und daher gefällt sie mir, aber nicht jeder mag dieses bunte "comic"-artige.
es gibt aufjedenfall viele nebenquests und die welt scheint auch recht groß zu sein(ich denke etwas kleiner oder so genauso groß wie skyrim). mit dem spiel kann man sich bestimmt ne weile beschäftigen, bis man alles gesehen hat.
einen großen minuspunkt kriegt das game von mir, aber nur weil es von EA ist
Ich kann aber nicht erkennen, dass die Vertonung schlecht ist. Es gibt praktisch kaum einen Unterschied in der Qualität zu Spielen wie Dragon Age. Es sind sogar teilweise dieselben Sprecher.
Die Dialoge sind zwar nicht so komplex wie in Dragon Age, dennoch kann man durch erlernte Fähigkeiten Einfluss nehmen. Bei einigen Quest-Reihen kann man sogar den Verlauf der Handlung beeinflussen: "Helfe ich der Hexe die Dorfbewohner zu töten, oder töte ich stattdessen die Hexe und rette das Dorf?"
Die Grafik ist zwar nicht auf dem Stand des technisch möglichen (muss sie das denn sein?), und ein Comic-Stil mag auch nicht jeden Geschmack treffen, aber die Engine zaubert dennoch eine der stimmigsten und schönsten Welten, die ich bisher in einem Action-Rollenspiel gesehen habe, und ich kenne sie alle.
Der einzige Kritikpunkt des Testvideos, den ich ansatzweise nachvollziehen kann, ist das leicht fummelige Menü, aber das ist selbst in Skyrim kaum besser gelöst.
Ich kann dieses Spiel nur jedem ans Herz legen, der zur Zeit keine Lust auf WoW und monatliche Gebühren hat, aber offline dennoch nicht auf ein WoW-ähnliches, progressives Spielerlebnis verzichten möchte.
Und bis man einen Crack für Lappi gefunden hat dauert es auch noch. Oder sind so umständlich .
Online zwang bei Online Games ok aber bei Solo Games komplet dagegen.
Die Bunte Grafik ist nicht jeder arts Geschmack aber eigentlich doch gut gelungen mal hier und dort Schmetterlinge , Fische im Wasser geben schon das gefühl als würd deine umgebung leben.
Aber das einzige was mir den grösstenteil des Spielspasses nimmt ist die Kamerawinkel man kann kein bissien weg scrollen so das man manchmal nichts vor sich sieht. Tja warum Fallen entschärfen 80% der Fallen seh ich leider erst wenn ich die auslöse da man wenig sicht hat.
Aber für zwichendurch ist das Spiel Lohnenswert vorallem die Kampfnimationen gefallen mir.
Buffed spricht von einer Hauptstory die schnell an Fahrt verliert dafür von spannenden guten Nebenquests.
Ja was denn nun?
Am schluss macht das SPiel nichts Richtig aber auch nichts Falsch
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Vielen Dank für Euer Verständnis
Egal wo man hin schaut. Überall werden Kommentare gelöscht^^
Das Game macht echt Spaß.
PCGames krittelt meiner Meinung nach ein wenig zu doll dran rum.
Hoffe, dass kommende Tests auch eher mehr in die oberen 80iger gehen.