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  • Politiker-LAN: Multiplayer-Spiele im Deutschen Bundestag - Counter-Strike und mehr

    Gestern Abend fand im Berliner Reichstag eine Veranstaltung der besonderen Art statt: Der Deutsche Bundestag lud zur ersten Politiker-LAN, auf der auch Angela Merkel, Karl-Theodor zu Guttenberg und andere prominente Volksvertreter eingeladen waren. Hier findet ihr den Bericht der Kollegin und Chefredakteurin von PC Games, Petra Fröhlich.

    Ist Karl-Theodor zu Guttenbergs Plagiats-Affäre tatsächlich das Einzige, das derzeit in Deutschland auf der politischen Bühne stattfindet? Diesen Eindruck könnte man zumindest bekommen, wenn man sich aktuelle Medienberichte zu Gemüte führt. Glücklicherweise ist dem aber nicht so, denn gestern stand im Deutschen Bundestag eine ganz besondere Veranstaltung auf der Tagesordnung: Die erste deutsche Politiker-LAN, auf der unsere Volksvertreter selbst Hand an moderne Spiele wie Red Dead Redemption oder Homefront legen konnten. Rollenspiele waren allerdings nicht allzu häufig vertreten, der Fokus lag auf sogenannten "Killerspielen" wie Counter-Strike oder eher Titeln, die für den Massenmarkt gemacht sind, wie etwa Bewegungs-Spielen mit Kinect, Move und Wii. Unsere Kollegin und Chefredakteurin von PC Games, Petra Fröhlich, war live vor Ort und berichtet ganz persönlich über ihre Eindrücke.

    23. Februar, 11:00 Uhr
    Die Politiker erwartet heute Abend ein bunter Querschnitt Für Besucher ist die Kuppel des Berliner Reichstags nach wie vor gesperrt - wegen latenter Terrorgefahr. Für Besucher ist die Kuppel des Berliner Reichstags nach wie vor gesperrt - wegen latenter Terrorgefahr. Quelle: PC Games durch die Welt der Computer- und Videospiele: Alle großen Spielehersteller werden vor Ort sein und ihre Titel präsentieren, von Wii- und Kinect-Sportspielen über Rollen- und Strategiespiele bis hin zu Ego-Shootern. Doch schon jetzt ist klar, dass gerade die Kritiker die Veranstaltung boykottieren werden. Spiegel Online zitiert Hans-Peter Uhrl, den innenpolitischen Sprecher der CDU-/CSU-Fraktion, mit den Worten: "Wozu soll ich lernen, wie man ein Killerspiel wie Counter Strike spielt?"

    23. Februar, 23:00 Uhr
    Auf jeden der 30, 40 anwesenden Abgeordneten kommen gefühlt 20 Kamerateams, Die drei Bundestagsabgeordneten, die zur Politiker-LAN geladen hatten: Manuel Höferlin (FDP), Dorothee Bär (CSU), Jimmy Schulz (FDP). Die drei Bundestagsabgeordneten, die zur Politiker-LAN geladen hatten: Manuel Höferlin (FDP), Dorothee Bär (CSU), Jimmy Schulz (FDP). Quelle: PC Games Fotografen und Zeitungsredakteure: Über mangelndes Presse-Interesse konnten sich die Veranstalter - drei Bundestagsabgeordnete und die großen Spielehersteller - nicht beklagen. Direkt unter der Reichstagskuppel wurden PCs, Spielkonsolen (Xbox 360, PlayStation 3, Wii, DS), Fernseher und Cockpits aufgebaut, damit sich interessierte Volksvertreter selbst ein Bild machen konnten, was in Sachen Computerspiele heutzutage so alles möglich ist.

    Um es vorweg zu nehmen: Minister und Parteichefs ließen sich - erwartetermaßen - nicht blicken. Prominenteste Probespielerin: Ex-Justizministerin Brigitte Zypries, die mit wachsender Begeisterung einen leuchtenden Move-Controller durch die Luft wirbelte und in Segas Tennissimulation Virtua Tennis 4 einen Aufschlag nach dem anderen übers virtuelle Netz drosch.

    Ex-Justizministerin Brigitte Zypries fand erkennbar Gefallen an Segas Tennissimulation Virtua Tennis 4 - sie war die einzige Politikerin mit Bundeskabinettserfahrung. Ex-Justizministerin Brigitte Zypries fand erkennbar Gefallen an Segas Tennissimulation Virtua Tennis 4 - sie war die einzige Politikerin mit Bundeskabinettserfahrung. Quelle: PC Games Wer aufgrund des geweihten Veranstaltungsorts erwartet hatte, dass vor allem harmlose Partyspiele wie Just Dance 2, Mario Kart und Kinect Sports präsentiert werden, sollte Recht behalten. Nichtsdestoweniger avancierte die Politiker-LAN auch zu einer Leistungsschau aktueller Spielehits - auch solche, die im Vorfeld erneut reflexartig als "Killerspiel" etikettiert wurden. Um solche Vorurteile und Klischees zu entkräften, war die LAN-Party ja eigentlich initiiert worden.

    Rockstar war mit dem Western-Shooter Red Dead Redemption vertreten, THQ lud zum Homefront-Spielen ein und einige mutige Abgeordnete ließen sich sogar beim Counter-Strike-Source-Fraggen fotografieren. Man musste sich tatsächlich die Augen reiben, um zu realisieren: Hier werden Ego-Shooter gespielt, nur wenige Meter über den fliederfarbenen Sesseln, auf denen sonst einige der erbittertsten Computerspiel-Gegner der Republik Platz nehmen - eine Steigerung gegenüber dem Schauplatz Berliner Reichstag wäre nur noch die bayerische Staatskanzlei.

    Die teilnehmenden Spielehersteller (darunter Sony, Electronic Arts, Activision, Ubisoft, Sega, Microsoft, Nintendo) zeigten sich am Ende der Veranstaltung zufrieden - vielleicht lassen sich beim nächsten Mal auch einige der "restlichen" 600 Bundestagsabgeordneten motivieren. Den Originalartikel zur Politiker-LAN im Deutschen Bundestag findet Ihr auf pcgames.de.

    24. Februar, 9:00 Uhr
    Die drei Bundestagsabgeordneten über ihre Beweggründe, die erste Politiker-LAN ins Leben zu rufen:

    Dorothee Bär (MdB, Stellvertretende CSU-Generalsekretärin): "Computerspiele sind mittlerweile ein Teil der Kultur unserer Gesellschaft und genießen als anerkanntes Kulturgut den besonderen Schutz (...) sowie auch die explizite Förderung des Staates. (...) Wünschenswert ist, dass diese Erfahrungen zu einer sachlicheren und fachlich fundierteren Diskussion zum Thema Computerspiele führt."

    Manuel Höferlin (MdB, FDP): "Die erste Politiker-LAN soll mehr Verständnis für Computerspiele in den Plenarsaal bringen. (...) Es ist mir wichtig zu zeigen, dass das oft gezeichnete Bild des vereinsamten Computerspielers vielmals wenig mit der Wirklichkeit zu tun hat. (...) Computerspiele sind für mich eine natürliche Weiterentiwcklung des herkömmlichen, "analogen" Spielens."

    Jimmy Schulz (MdB, FDP): "Seit Anfang der 80er Jahre, also seit den ersten überhaupt verfügbaren Computerspielen, begeistere ich mich dafür. (...) Einige meiner Kollegen kennen die digitale Welt der Computerspiele noch nicht und urteilen über das Unbekannte, Neue, scheinbar Gefährliche. Mein Anliegen ist es, diese Vorurteile zu hinterfragen. (...) Generell bin ich überzeugt davon: Politiker sollten öfter selbst erleben, worüber sie entscheiden."

  • Es gibt 3 Kommentare zum Artikel
    Von Minatrix
    @eaglestar: Ok, so formuliert geb ich dir Recht ;) Allerdings mag ich anmerken das ich den Versuch gut fand und ich…
    Von MoK
    warum versöhnen wenn man spalten kann :D
    Von Sarjin
    Stimm ich dir zu. Besonders die Kritiker haben sich die Sache natürlich nicht angesehen. Wenn man sich mit etwas…
    • Petra Fröhlich
      24.02.2011 12:15 Uhr
      Mitglied
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      MoK
      am 24. Februar 2011
      Kommentar wurde nicht gebufft
      Melden
      warum versöhnen wenn man spalten kann
      Mumrich
      am 24. Februar 2011
      Kommentar wurde 1x gebufft
      Melden
      naja, man muss sich ja ranntasten, man darf halt nicht vergessen, daß der typische abgeortnete wohl einer anderen generation angehöhrt und wohl auch besseres zutun hatten als sich wärend ihrer studumszeit mitm zocken zubeschäftigen.

      mir würde es schon reichen wenn deutschland sich auch mal auf die PEGI einstufungen einlässt und nicht immer noch an ihrem/unserem eigenem prüfferfahren festbeißt.
      Glaub da sind wir eines der letzten länder die PEGI nicht wirklich annerkenen
      eaglestar
      am 24. Februar 2011
      Kommentar wurde 2x gebufft
      Melden
      Wenn man ein Urteil über etwas fällt, das man nicht (gut) kennt, ist das "Urteil" als "VORURTEIL" zu betrachten!

      Diskriminierung und Verurteilung von Computerspieler ist mittlerweile ein erstes Thema und scheint nicht mehr aus den Köpfen dieser Menschen zu verschwinden.

      So eine Aktion sehe ich daher eher als Alibi, damit niemand sagen kann, dass sich die deutsche Politik nicht mit dem Thema befasst.
      Minatrix
      am 25. Februar 2011
      Kommentar wurde nicht gebufft
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      @eaglestar: Ok, so formuliert geb ich dir Recht
      Allerdings mag ich anmerken das ich den Versuch gut fand und ich mich freuen würde wenn diese Aktion so viel Aufmerksamkeit bekommt wie sie verdient, damit sich die lieben Parteichefs und Minister gezwungen fühlen da anwesend zu sein. Mag naiv klingen aber es wäre doch sooo schön, oder?
      Sarjin
      am 24. Februar 2011
      Kommentar wurde nicht gebufft
      Melden
      Stimm ich dir zu. Besonders die Kritiker haben sich die Sache natürlich nicht angesehen. Wenn man sich mit etwas ernsthaft auseinander setzt, hätte man als Kritiker dahin gehen sollen und zum Beispiel bei Homefront sagen können: Hey aber das ist doch schon ziemlich brutal!
      Dann hätte man entsprechende Anwtorten bekommen und seine Meinung danach reflektieren können.
      Aber sowas machen ja selbst gebildete Menschen aus dem Bundestag nicht..
      eaglestar
      am 24. Februar 2011
      Kommentar wurde 2x gebufft
      Melden
      Minatrix,

      einfach eine Veranstaltung die ernst genommen wird. Auf der nicht mehr Reporter als Politiker sind. Eine Veranstaltung bei der Journalisten nicht schreiben müssen:

      "...Um es vorweg zu nehmen: Minister und Parteichefs ließen sich - erwartetermaßen - nicht blicken. ..."

      Meiner Meinung nach wird sich das Bild über uns Gamer erst ändern, wenn Menschen Politik machen, die selber mit Videospielen aufgewachsen sind.
      Minatrix
      am 24. Februar 2011
      Kommentar wurde nicht gebufft
      Melden
      Wie müsste den dann eine Aktion aussehen um eben nicht den von dir erwähnten Anschein zu machen?
      Hellgoth
      am 24. Februar 2011
      Kommentar wurde 4x gebufft
      Melden
      Generell bin ich überzeugt davon: Politiker sollten öfter selbst erleben, worüber sie entscheiden."

      das ist der intelligenteste satz den ich jemals von einem politiker gelesen/gehört habe. die herren politiker sollten auch mal selbst das benzin bezahlen müssen, das sie tanken, und nicht einfach in eine limousine einsteigen und sich herumfahren lassen. wenn alle dem gedankengut von jimmy schulz` partei folgen, weiß ich, wen ich wählen gehe^^
      InterstateKiller
      am 24. Februar 2011
      Kommentar wurde 4x gebufft
      Melden
      "Hans-Peter Uhrl, den innenpolitischen Sprecher der CDU-/CSU-Fraktion, mit den Worten: "Wozu soll ich lernen, wie man ein Killerspiel wie Counter Strike spielt?""

      Solch eine ignoranz.... Die Videospielbranche ist heutzutage stärker als die Filmbranche und die deutschen politiker sind einfach zu dumm und zu ignorant ihre augen ma vernünftig aufzumachen das das nicht mehr kinderspielzeug ist und eine äußerst starke lobby hat. Ich fühle mich wirklich beschämt das solch geistig rückständige menschen unseren staat vertreten.
      Mumrich
      am 24. Februar 2011
      Kommentar wurde nicht gebufft
      Melden
      öh, wenn er kein sinn dahinter sieht, gibt es auch keinen grund es zulernen!

      schlieslich ist zocken ein hobby das spaß machen soll und keine pflicht.

      jemanden als dumm und ignorant zubezeichnen, weil er sich aus welchen gründen auch imer nicht dafür interessiert zeugt deinerseits von dummheit und ignoranz.


      P.S.: schau mal bei dem Poster über dir, der drückt das vernünftig aus ohne jemanden zubeleidigen
      Dakirah
      am 24. Februar 2011
      Kommentar wurde nicht gebufft
      Melden
      Meiner Grundshculelehrerin hab ich mal ein Verfahren gezeigt. wie man SUbstartion & Addition nur addieren braucht. Hat dann ur eins gesagt, das hab ich mir gemerkt :

      Ich bin zwar eine alte Kuh, aber ich lern immer noch was dazu.

      Man sollte imemr über den Tellerrand schauen, Und auch mal Berichte über Spiele lesen, die man eigentlich nicht spielt.
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Politiker-LAN: Multiplayer-Spiele im Deutschen Bundestag - Counter-Strike und mehr
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http://www.buffed.de/Jugendschutz-Thema-24986/News/Politiker-LAN-Multiplayer-Spiele-im-Deutschen-Bundestag-Counter-Strike-und-mehr-813313/
24.02.2011
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