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  • Mit dem Zauberschwert nach Polen - Gaming-Reisebericht aus Warschau und Posen

    Blühende Gaming-Landschaften im Osten! Wir waren in Polen und haben Entwickler, die Posen Games Arena sowie eine Game Designer Conference besucht. Was wir dabei erlebt haben, lest Ihr in unserem Reisebericht-Special.

    Was ist das Erste, das Euch in den Sinn kommt, wenn Ihr an Polen denkt? Ostblock, Autoschieber, Piroggen? Nichts davon? Glückwunsch, dann gehört Ihr zu den Menschen, die nicht in Stereotypen denken. Denn in Polen gibt es auch etwas anderes als lebende beziehungsweise essbare Klischees. Neben wunderschönen Städten wie Posen oder der ausladenden Seenlandschaft in Masuren ist Polen vor allem für studierte Game-Designer eine Alternative.

    Der Besuch bei CD Projekt, Platige Image und 11-bit-Studios in Warschau sowie der Games Arena und der Game Designer Conference in Posen zeugte davon, dass es in Polen zwar durchaus auch leckere Piroggen gibt, Programmierer und Entwickler auf Jobsuche aber nicht nur aufgrund von guter Küche in die aufblühende Gaming-Landschaft im Osten ziehen, sondern in einem exzellenten Arbeitsklima kreativ sein können.

    Ist das Alles?*

    Das spürt man auch auf der größten polnischen Gaming-Messe. Die Posen Games Arena ist eine Art polnische Gamescom, auch wenn sie mit nur knapp 20.000 Besuchern deutlich kleiner ausfällt als das Original in Köln. Ansonsten fehlt nichts was das Gamer-Herz begehrt. Derzeit sind besonders MOBAs beliebt, sodass an fast jedem zweiten Stand entweder League of Legends oder Smite auf Anspielstationen gedaddelt wurde. Posen Games Arena. Posen Games Arena. Auf einem gesponserten Turnier traten sogar die besten polnischen Teams gegeneinander an. Das Kräftemessen stand dabei in Fankultur und Besucherandrang den großen eSports-Vorbildern in nichts nach. Außerdem beliebt: Eine Runde Achterbahn mit Oculus Rift, für die man zeitweise mehr als zwei Stunden Schlange stand. (Ein Video zur Achterbahnfahrt findet Ihr unterhalb des Beitrags)

    Im Gegensatz zur Gamescom ist die Posen Games Arena eine kleine und gemütliche Gamer-Messe, die derzeit noch ohne Bassboxen mit 10.000 Watt, Marktschreier oder aufdringliche Flyer-Uschis auskommt. Dafür gibt's dort aber auch keine neuen Produkte zu sehen. Ausgenommen Warface -- der Free2Play-Shooter von Crytek war vor Ort spielbar und wurde in einer russisch-polnisch-englischen Übersetzungs-Koproduktion in amüsantem Kauderwelsch auf der Hauptbühne präsentiert. Allerdings ist die Qualität von Warface unterirdisch und den Shooter darf man deswegen wohl kaum als Messe-Highlight bezeichnen. (Den Test zu Warface unserer Kollegen von PC Games haben wir unterhalb des Beitrages verlinkt)

    Kopfüber in die Hölle

    Spannender als die öde Free2Play-Ballerei war die Game Designer Conference, die ebenfalls auf dem riesigen Aussteller-Gelände in Posen Auf der Games Arena gab es auch ein Tunrier für Spieler von League of Legends. Auf der Games Arena gab es auch ein Tunrier für Spieler von League of Legends. stattfand. Spiele und Hardware belegten insgesamt nur drei der 15 Hallen. In anderen Gebäuden fanden zeitgleich weitere Messen statt. Und so begegneten einem auf dem Weg zu einem interessanten Designer-Panel polnische Omis mit Häkeldeckchen, duftender Räucherkäse und fette Bratwürste, Brettspiele oder die neuesten Trends fürs Kinderzimmer, bis endlich das unscheinbarste aller Häuser auf dem Areal erreicht war.

    Der Andrang bei der Game Designer Conference war überschaubar. Klar, ging es doch vor allem um die polnische Indie-Szene. Und die ist nicht nur winzig sondern auch noch besonders misstrauisch. Auf die Frage, warum sich die zehn Indie-Entwickler aus Posen nicht persönlich kennen, entgegnete einer der Anwesenden: "Ich habe Angst, dass jemand meine Ideen klaut." Was natürlich bei einer so bahnbrechenden Idee wie einem Bejeweled-Klon auf der Hand liegt. Verständlich. Von dieser Art Spiel gibt es weltweit auch nur gefühlt 10.000 Titel.

    Das Lied vom Scheitern

    Der interessanteste Vortrag wurde von Brandon Sheffield gehalten. Der Senior Editor von Gamasutra und "Editor-in-Chief" des Game Developer Magazine sprach über seine Erfahrung mit der Spieleentwicklung, die er in den vergangenen Jahren mit seiner kleinen Indie-Firma Necrosoft Brandon Sheffield auf der Game Designer Conference. Brandon Sheffield auf der Game Designer Conference. Quelle: buffed Games machte, die er zusätzlich betreibt. Besonders spannend waren Bilder über die Entstehung des Arcade-Game' Gunhouse, welches sich nach über einem Jahr Entwicklungszeit so weit von der ursprünglichen Idee entfernt hatte wie Gabe Newell vom Geburtsgewicht.

    Lange sprach er über die begangenen Fehler und gab den angehenden Entwicklern vor Ort einen besonders wichtigen Tipp: "Testest Euer Spiel immer auf dem Gerät, auf dem es auch der Kunde spielen soll." Gunhouse durchlebte eine Katharsis und Sheffield musste das Spiel immer wieder umbauen, bis es auch auf mobilen Geräten funktionierte. Er hatte stets auf dem PC getestet und stellte kurz vor Fertigstellung beim Test auf einem Endgerät entnervt fest, dass selbst seine eher schmalen Finger beim Zocken den halben Bildschirm verdeckten und Gunhouse somit unspielbar war. Man lernt eben nie aus.

    Lohn der Leere

    Solche Anfängerfehler passieren dem Team von CD Projekt wohl nicht mehr. In Warschau befindet sich das Studio des Entwicklers, der besonders für den zweiten Teil der Witcher-Reihe international viele Preise einheimste und mit The Witcher 3 ein heißes RPG-Eisen im Feuer hat. Von Außen sieht das Studio von CD Projekt unscheinbar aus. Von Außen sieht das Studio von CD Projekt unscheinbar aus. Beim Besuch in dem von außen unauffälligen Plattenbau, der von Innen einem hochmodernen Loft gleicht, gab das Team keine neuen Infos zum dritten Teil der Hexer-Saga preis. Trotzdem führte Marcin Iwinski, Mitgründer und Joint CEO bei CD Projekt, durch die ansehnliche Wirkstätte und beglückte die Mitreisenden mit einer Vorführung von The Witcher 3, die für offene Münder sorgte. Die Szenen zeigte CD Projekt jedoch bereits auf der E3 und auf der Gamescom - im Osten nichts Neues für Spielejournalisten.

    Ich bin ein Punk

    Allerdings ließ sich ein kleiner Eindruck von Cyberpunk erhaschen, das Sandbox-Rollenspiel, welchem sich das Team zu 100 Prozent nach der Veröffentlichung von The Witcher 3 widmen möchte. Neben einer großen Übersicht mit Kernpunkten des Gameplays am Eingang des kleinen Büros, in dem derzeit knapp 25 Designer an Artworks, Modellen und der atmosphärischen Grundstimmung des Spiels arbeiten, zeigte das auch für die The-Witcher-Cinematics verantwortliche Studio Platige Image einen Trailer, der zwar ohne viele Animationen auskommt, aber die Bladerunner-Optik von Cyberpunk toll in Szene setzt.

    Die Geschichte von Cyberpunk soll weniger durch Standard-Quests erzählt, sondern soll eher wie in Mass Effect an den Spieler gebracht werden - was bedeutet, dass es viele Cinematics und Video-Sequenzen zu sehen gibt , in denen wahrscheinlich schicksalsträchtige Entscheidungen warten Cyberpunk soll frühestens 2015 erscheinen. Cyberpunk soll frühestens 2015 erscheinen. Quelle: Platige Images . Cyberpunk basiert auf dem bekannten Pen&Paper-Rollenspiel Cyberpunk 2020 von Autor Mike Pondsmith und erschien bereits 1988. Die Vorlage glänzt vor allem durch vergleichbar undurchsichtige Regeln und ein komplexes Gameplay, welches auch den Braindance beinhaltet und auch heute noch Fans hat. (Was es mit dem Braindance auf sich haben könnte, erfahrt Ihr im kommenden buffed-Magazin, das am 18. Dezember erscheint.)

    Anders als beim letzten Mal

    Was bleibt am Ende der Reise an Erkenntnissen? Aus Polen kommen sehr gute Spiele und Cinematics. Besonders das spannende Cyberpunk könnte CD Projekt dabei unterstützen, sich vom Image des Studios, das "nur" The Witcher kann, zu lösen. Bei der Finanzierung helfen dürfte dabei natürlich auch die Plattform Good Old Games, die ebenfalls zur Firma gehört und Gewinn abwirft. Genauso interessant ist die Entwicklung der polnischen Indie-Szene, die sich größtenteils aus Absolventen der Privaten Hochschule für Computer-Design in Warschau zusammensetzt und tolle Ideen hervorbringt.

    Auch wenn man in manchen Hotels in Polen noch immer ein Kabel in die Hand gedrückt bekommt, wenn man nach Wi-Fi auf dem Zimmer fragt, so bleibt definitiv eines festzuhalten: Rückständig ist was anderes. Die Zukunft der polnischen Video- und Computerspiele-Industrie sieht durchaus rosig aus. Es lohnt sich, am Ball zu bleiben.
    Einen etwas ausführlicheren Artikel zum Besuch in Polen findet Ihr im kommenden buffed-Magazin, das am 18. Dezember in den Handel kommt. Hier entlang geht es zum Test des Free2Play-Shooters Warface.

    *die Zwischenüberschriften sind Songs der Band Die Ärzte

    06:16
    Virtual Reality Deluxe: Achterbahn-Simulator mit Oculus Rift und menschlichem Force Feedback im Exklusiv-Video!


  • Es gibt 1 Kommentar zum Artikel
    Von Spay
    Macht Ihr sowas auch für Besucher?^^
    • Silarwen
      31.10.2013 14:22 Uhr
      buffed-TEAM
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      Netiquette | Kommentar-Ticker (Live)
      Spay
      am 29. Oktober 2013
      Kommentar wurde nicht gebufft
      Melden
      Macht Ihr sowas auch für Besucher?^^
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http://www.buffed.de/Internet-Thema-34041/Specials/Gaming-in-Warschau-und-Posen-1094670/
31.10.2013
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