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  • Online-Sucht auf dem Vormarsch: Drogenbeauftragte warnt vor "zu viel Internet"

    Drogenbericht 2016 Quelle: Drogenbeauftragte der Bundesregierung

    Im neuen Bericht der Drogenbeauftragten Marlene Mortler gibt es einen Abschnitt über die steigenden Zahlen von Internet- und Gaming-Süchtigen. Demnach sind Internet Gaming Disorder sowie die allgemeine Internetabhängigkeit auf dem Vormarsch. Mehr als eine halbe Million Menschen seien schon davon betroffen.

    Legale Drogen gibt's viele. Manche davon auf den ersten Blick als solche zu erkennen wie Zucker, Tabak und Alkohol, andere wiederum führen gesellschaftlich noch eher ein Schattendasein als abhängig machendes Genussmittel - wie etwa täglicher ausufernder Fernsehkonsum. Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung Marlene Mortler hat in ihrem neuesten Suchtbericht einen neuen Feind ausgemacht: das Internet. Seit einigen Jahren gehen die Zahlen im Bereich Alkohol und Tabakkonsum bei Jugendlichen stetig zurück, dafür wachse aber die Zahl der Online-Abhängigen. Inzwischen soll es demnach mehr als eine halbe Million Nutzer geben, die als süchtig bezeichnet werden könnten. In der Altersgruppe der 14 bis 64-jährigen sollen das konkret 560.000 Menschen sein.

    Dabei sind wenig überraschend jüngere Menschen häufiger betroffen. Unterschieden wird zwischen der Nutzung von sozialen Netzwerken und dem zwanghaften Spielen von Online-Titeln. In ihrem Suchtbericht bezeichnet die Behörde das Gaming-Krankheitsbild übrigens als Internet Gaming Disorder. Die pathologische, also krankhafte Nutzung von sozialen Medien ist derzeit aber noch nicht hinreichend untersucht, weshalb sich zwar Erkenntnisse aus neuen Daten ziehen lassen, einheitlich anerkannte Methoden, um eine Störung in dieser Hinsicht zu erfassen, gibt es aber noch nicht.

    Deswegen kann man derzeit nicht genau sagen, ab wann ein Nutzer denn überhaupt ein krankhaftes Verhalten in Bezug auf soziale Medien zeigt und sozusagen abhängig vom Internet ist. Bei der Internet Gaming Disorder sieht das jedoch ein wenig anders aus, denn es gibt bereits Kriterien für die Diagnose dieser Abhängigkeit. Richtig konkret wird der Bericht aber an keiner Stelle. Was genau es bedeutet, wann man abhängig ist, dazu gibt es keine Daten.

    Ein paar Zahlen:

    • 16 Prozent der Neuntklässler und 4 Prozent der Neuntklässlerinnen spielen mehr als 4,5 Stunden am Tag. Das gilt schon als exzessiv, ist aber nicht automatisch mit einer krankhaften Nutzung gleichzusetzen.
    • 12- bis 13-Jährige sind im Schnitt 156 Minuten online
    • 18- bis 25-Jährige sind im Schnitt 260 Minuten online
    • Der Großteil der Onlinezeit (40 %) entfällt auf Kommunikation
    • Ein Viertel der Onlinenutzung dient der Unterhaltung, ein Fünftel wird für Spiele aufgewendet und 14 Prozent dienen der Suche nach Informationen

    Einige allgemeine Infos gab es dann immerhin doch. Die Internetabhängigkeit scheint demnach kein Problem einer speziellen Gesellschaftsschicht zu sein, sondern findet sich überall. Menschen mit einer Internetsucht haben oft auch andere psychische Erkrankungen wie Depressionen, ADHS, Affektstörungen oder Substanzmissbrauch. Geschlechtsspezifische Unterschiede gibt es ebenfalls nur im Hinblick auf die exzessive Nutzung - also wer was exzessiv nutzt (soziale Medien versus Spiele). Allgemein gesehen sind aber Jungs öfter von Gaming-Sucht betroffen als Mädchen.

    Laut dem Drogenbericht ist die steigende Anzahl von Internet- Gaming-Süchtigen ein so großes Problem in unserer Gesellschaft, weil eine relevante Gruppe betroffen ist. Die Entwicklung von Heranwachsenden könnte gestört werden und frühes Handeln sei demnach sehr sinnvoll. Eine Antwort, wie damit umgegangen werden soll, bleibt der Bericht bis auf die Nennung diverser Präventivprojekte jedoch schuldig. Er gibt aber Tipps für den Umgang mit dem Handy im Alltag:

    Alltagstipps für eine Online-Offline-Balance:
    • Wecker statt Smartphone im Schlafzimmer
    • Armbanduhr statt Blick auf das Smartphone
    • Smartphone in den Rucksack statt in der Hosentasche
    • Ausmachen/lautlos stellen beim Treffen mit Freunden

    Der Behörde geht es auch nicht darum, Spiele oder Smartphones zu verbieten, sondern eine zielgerichtete Aufklärung zu betreiben sowie eine Diskussion über einen gesunden und maßvollen Umgang mit dem Medium Internet anzustoßen. Und das ist wohl auch der einzige Zweck dieses Berichts, der wenig Konkretes zum Thema Internetsucht zu bieten hat.

    Sicherlich lässt sich die Immer-Online-Mentalität ohne Probleme als zwanghaftes Verhalten klassifizieren. Wenn man in einer schnelllebigen Gesellschaft immer das Gefühl hat, etwas zu verpassen, sofern man nicht ständig online ist, dann ist das aber etwas anderes als seinen Körper mit dem exzessiven Konsum von Drogen zu zerstören. Eher eine Art gesellschaftlicher Gruppenzwang zum Onlinesein (so wie damals in den 70-ern beim Fernsehschauen, man will ja schließlich mit dabei sein, mitreden) - das ist ein Problem, was einer grundsätzlichen Diskussion bedarf. Ob die exzessive Nutzung von Internet so einfach zum normalen Gebrauch abgegrenzt werden kann?

    Ich bin mir nicht sicher, denn ich gehöre schon aus beruflichen Gründen zu den Menschen, die an manchen Tagen zehn Stunden im Internet oder mit Spielen verbringen. Von daher hinkt der Vergleich zu Tabak und Alkohol im Bericht der Behörde an vielen Stellen. Oder ganz salopp: Kennt ihr jemanden, der fürs professionelle Saufen bezahlt wird? Exzessives Spielen ist natürlich schon ein Phänomen, welches vor allem bei Online-Titeln auftritt, was aber wiederum auch nur ein weiteres Symptom von tieferliegenden Problemen im Leben sein könnte. So einfach wie bei den Substanzen, die von Natur aus das chemische Gleichgewicht im Gehirn zu "ihren Gunsten" manipulieren, kann eine Klassifizierung beim Internet oder Gaming also gar nicht sein.

    Dass auch die Drogenbeauftragte in ihrer Behörde nicht so recht weiß, wie man mit dem allgegenwärtigen "Neuland" Internet umgehen soll, zeigt dieser Bericht also sehr gut. Bis es irgendwann mal einheitliche Kriterien für ein pathologisches Verhalten in Bezug auf das Internet gibt, dürfte noch ein bisschen Zeit vergehen. Bis dahin könnt ihr euch den kompletten Drogenbericht 2016 auf der Internetseite in PDF-Form der Drogenbeauftragten Marlene Mortler durchlesen. Wie sieht's bei euch aus: Würdet ihr euer Internet- oder Gaming-Verhalten selber als exzessiv bezeichnen oder findet ihr das immer online sein völlig normal - es machen ja alle so? Teilt es uns in den Kommentaren mit.

  • Es gibt 3 Kommentare zum Artikel
    Von Thyral0n
    Wieder irgendeine Dame die "Mitten im Leben" steht (Altersanspielung) und absolut keinen Schimmer von Internet, Games…
    Von Mayestic
    Nochn Nachtrag, 3000 Zeichen usw :P Beim letzten Elternabend waren Smartphone und Sport mal wieder das Thema. Da…
    Von Mayestic
    Frage: Frau Mortler, wann und wie weiß ich das ich onlinesüchtig bin ? Antwort: Wenn sich mein tägliches Verhalten…
    • Silarwen
      10.06.2016 15:18 Uhr
      buffed-TEAM
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      Netiquette | Kommentar-Ticker (Live)
      Thyral0n
      am 11. Juni 2016
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      Wieder irgendeine Dame die "Mitten im Leben" steht (Altersanspielung) und absolut keinen Schimmer von Internet, Games oder deresgleichen hat. Meint alles über das Verhalten von Menschen zu wissen, die das Internet benutzen. Verallgemeinerungen an unterschiedlichen Individuen.

      Warum sollte ich nicht das Smartphone als Wecker oder Uhr benutzen? Weil ich sonst direkt wieder... ka... Facebook "suchte"? Oder 9Gag? WhatsApp vielleicht? Das sagt doch nur aus, dass mir meine Freunde wichtig sind und ich gerne lache. Wenn ich 24/7 auf mein Handy starre und ...sagen wir mal... in WhatsApp schreibe, heißt das nicht, dass ich eigentlich mit meinen Freunden kommuniziere oder mit Menschen, die mir wichtig sind? Soll ich das etwa sein lassen?

      Was kommt denn als nächstes? Diejenigen die ein Unterhaltungs-Buch nach dem anderen verschlingen? Leute die jeden Tag Sport betreiben?

      Wichtigtuerin. Lächerlich.
      Mayestic
      am 11. Juni 2016
      Kommentar wurde nicht gebufft
      Melden
      Frage: Frau Mortler, wann und wie weiß ich das ich onlinesüchtig bin ?
      Antwort: Wenn sich mein tägliches Verhalten nicht mit dem beschäftigt was der Alltag von mir erwartet nämlich das ich pünktlich aufstehe, mich wasche, das ich mich ordentlich anziehe, das ich pünktlich auf der Arbeit / in der Schule bin dann ist absolute Gefahr im Verzug.

      Dann mach ich ja alles richtig und bin nicht onlinesüchtig. Ich stehe um 7 Uhr auf, wasche mich, ziehe mich ordentlich an, bin um 9 Uhr auf der Arbeit, um 17:30 Uhr wieder zuhause und zocke dann bis um 24 Uhr jeden Tag meine Spiele, vermeide aber Gott sei Dank die pösen Sozialen Netzwerke.

      Ich mache also alles richtig und bin nicht onlinesüchtig. Danke Frau Mortler.


      Aber mal ehrlich wie sieht denn heute die analoge Freizeit aus ? Viele Eltern trauen sich doch schon gar nicht mehr ihre Kinder aus dem Haus zu lassen. Denen ist es zwar nicht Recht oder sehen es mit Besorgnis das ihr kleiner Smombie in seinem Zimmer hockt und sich via WhatsApp mit seinen Freunden unterhält, haben aber Angst das dem Kind iwas passiert wenn es das Haus verlässt.

      Früher war in dem Sinne vieles besser. Ich war als Kind immer draußen und ja wir haben und auch gekloppt, ich kam nicht selten mit nem blauen Auge oder mal mit nem gebrochenen Arm nachhause. Das war aber zu meiner Zeit eigentlich noch normal und heute tobt der Krieg zwischen Eltern. Ich weiß das noch, mir brach ein Kumpel mal den Arm weil er mich vom Fahrrad geschubst hat. Abends saßen wir dann bei seinen Eltern, gaben und die Hand, dann war alles wieder in Ordnung. Heute reden nur noch Anwälte miteinander und reiben sich die Hände oder aber die Gewaltbereitschaft ist so hoch das es ausartet. Wenn damals jemand am Boden lag war die Sache erledigt, heute trampeln sie dann erst recht noch auf dem rum der am Boden liegt.

      Da hab ich lieber nen Smombie im Kinderzimmer sitzen.

      Facebook und Co waren für uns lange Zeit interessant aber aktuell hat niemand von uns noch einen Facebook-Account. Die Zeit ist für mich als nun 40-Jährigen iwie vorbei oder an mir vorbei gezogen. Ich lege aber auch mehr Wert darauf das mein Leben nicht öffentlich ist als es früher mal der Fall war.

      Ich sehe da nix verwerfliches im Moment. Der Junior ist in der Ganztagsschule geparkt, hat seinen Sportverein, am Wochenende meistens freiwillige Jugend-Feuerwehr und hängt ansonsten ständig am PC oder Smartphone. Klar geht mir das auch manchmal aufn Keks weil er sein Smartphone echt überall mit hin nimmt aber es will ihm auch keiner von uns verbieten. Wir wissen ja selbst noch wie das damals bei uns mit Verboten war. Die halfen alle nicht.

      Ich denke aber für mich persönlich schon das ich selbst ein Problem habe. Zumindest sehe ich es noch als Problem an. Evtl sieht es die nächste Generation schon als total normal an. Nennt man das Evolution ? Ich weiß es nicht.
      Mayestic
      am 11. Juni 2016
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      Melden
      Nochn Nachtrag, 3000 Zeichen usw

      Beim letzten Elternabend waren Smartphone und Sport mal wieder das Thema.
      Da wurde uns Eltern mal erklärt wie das heute im Sportuntericht abläuft.
      Schüler die in meiner Generation als sportlich bedenklich und eingeschränkt eingestuft wurden würden heute als normal durchgehn.

      Unsere Sportlehrerin meinte das gut die Hälfte der Klasse es nicht schafft auch nur eine Bahn im Schimmunterricht zu schwimmen ohne aus der Puste zu sein. Die Eltern fragten halt warum so viele ihrer Kinder das Schwimmabzeichen nicht bekommen haben, das wäre doch alles so einfach. Es sollten vier Bahnen zu je 25 Meter geschwommen werden und dann ein Ring aus ca. 1,8 Meter Tiefe hoch geholt werden. Das schafften nur 5 von 23 Schülern. Die anderen 18 sind durchgefallen.
      Problematisch ist auch das viele Kinder gar nicht schwimmen können und das betrifft nicht nur nicht-deutschstämmige-Familien. Die Eltern bringen ihren Kindern heute das schwimmen nicht mehr bei, denken das sei alles die Aufgabe der Lehrer.

      Danach kam dann auch wieder das Thema Smartphone. Warum haben das so viele und schon so früh ? Naja du wirst bei uns gemobbt wenn du kein Smartphone hast war die klar Antwort der Lehrer. Sie sehen das andauernd das Schüler ausgegrenzt werden weil sie kein Smartphone haben, daher keinen Zugang zu z.B. WhatsAPP haben und daher nicht mit den anderen "reden" können weil sie hocken zwar alle zusammen in einer Ecke aufm Pausenhof aber reden tut da keiner mehr, die simsen sich alle gegenseitig. Du wirst ausgegrenzt wenn du das nicht kannst.

      Der einzige Lichtblick bei uns wäre wohl ein Schulwechsel. Es gibt bei uns ne Walderdorff-Schule bei der sind Smartphone und Co. z.B. verboten. Die haben zwar Tabletts im Unterricht, bieten aber auch als Ganztagsschule viele vor allem künstlerische AGs an. Können wir uns aber nicht so recht leisten, der Kurze will auch gar nicht von seiner Schule und seinen Freunden weg aber auf den ersten Blick wäre das für uns schon ideal.

      Alternativ käme noch ein Internat in Frage. Da war ich selbst auch sechs Jahre lang und nach den heutigen Regeln dort würde ein Smartphone auch einkassiert werden. Dort hätte er viel Freizeit im Freien, mit vielen Kumpels aber meine Frau will das nicht weils doch gute 600 KM weit weg ist und sie ihn dann nur noch am Wochenende sehen würde. Die Bindung zwischen den beiden ist halt groß. Mamakind halt.
      Tidra-on
      am 11. Juni 2016
      Kommentar wurde nicht gebufft
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      Ixch bin ja noch im Analog Zeitalter geboren worden und habe so die gesamte Entwicklung hautnah mitgemacht. Ich finde schon das in den letzten Jahren seitdem Smartphones und damit auch kostengünstiges oder gar gratis Internet immer und überall zum Allgemeingut geworden sind, die Entwicklung ins Bedenkliche abrutscht.
      Dabei mach ich mir weniger Sorgen um die Gaming Sucht. Durch das mittlerweile herrschende Überangebot und dem damit einhergehenden fehlenden Reiz des Neuen (sieehe damalige WoW Anfangszeiten zb.) ist aus eigener Erfahrung und Beobachtung nur noch ein Bruchteil der wirklich exzessiv spielt. Da das Tv als Unterhaltungsmedium in den letzten jahren qualitativ dermassen erschreckend abgebaut hat, verlagern sich für die meisten Menschen die "3-4 Stunden Unterhaltung vorm TV" eben eher zum PC.
      Bedenklich, wie oben bereits angedeutet, finde ich die tatsächliche massive Abhängigkeit vieler Menschen von sozialen Netzwerken und damit einhergehend dieser Immer und überall Online/Erreichbarkeit. Damit einhergehend kann man eine sichtbare Verrohung des Miteinanders beobachten. Was im Internet mit Shitstorms und Mobbing anfängt, über Kommentare,Tweets etc schreiben in denen ein "guter Ton" mittlerweile zur Seltenheit wird, weitergeht, überträgt sich immer deutlicher auch ins "reale" Leben.
      Doomered
      am 10. Juni 2016
      Kommentar wurde nicht gebufft
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      Haha ich merks grad, wo ich mein Handy reparieren sollte und ich kein Ersatz find, dass ich etwas überflüssige Probleme hab :p
      Sackfresse
      am 10. Juni 2016
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      Ich warne vor zu vielen Warnungen. Herr/Frau Drogenbeauftragte.
      Theopa
      am 10. Juni 2016
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      ZITAT:
      "Oder ganz salopp: Kennt ihr jemanden, der fürs professionelle Saufen bezahlt wird?"

      Lokalpolitiker könnte man dazu zählen

      Was mich an den ganzen "Sucht-Geschichten" interessiert ist eher die Tatsache, was das die entsprechenden Moralapostel angeht? Bei Süchten, die tatsächlich zu Kosten für das Gesundheitssystem sorgen könnte man noch über finanzielle Aspekte sprechen, was geht es aber die Politik an was Menschen in ihrer Freizeit machen? Bei Kindern ist es der Job der Eltern, für eine sinnvolle Erziehung zu sorgen, Erwachsene können auch gerne 10 Stunden am Tag online sein, ist doch deren Sache...
      erban
      am 10. Juni 2016
      Kommentar wurde nicht gebufft
      Melden
      ZITAT:
      "was das die entsprechenden Moralapostel angeht?"


      Fehlende Steuereinnahmen wenn Leute Ausbildung und später Beruf zugunsten von Internet-Konsum vernachlässigen.

      Zum Thema Gesundheit - es ist nicht bedenkenlos - es gibt doch eine lange Liste an Bürokrankheiten. Diese kannst du fürs Zocken am PC genauso anwenden. Wenn du dann noch kombinierst Arbeit Bürojob + zu Haus PC zocken hast du praktisch eine doppelte Belastung.

      Andersrum ist das aber auch kein Todschlagkriterium, genügend andere Aktivitäten sind ebenfalls nicht Risikofrei. Eine ernste Analyse müsste Risiko und Kosten vergleichen zu anderen Hobbies.
      Tori
      am 10. Juni 2016
      Kommentar wurde nicht gebufft
      Melden
      Mist ich bin Medien süchtig...

      Warum ich mit 40 Jahren lieber 80% meiner Freizeit in Onlinewelten hänge wird mir immer dann wieder klar wenn Leute wie Frau Mortler versuchen die Realität zu erklären.

      Vielleicht sollte die Dame mal eine Nase voll von den Drogen nehmen welche sie beauftragen solchen Mist zu erzählen...

      Ich kann ja verstehen das manche meine Fantasie und die Flucht in bessere Welten als schwäche oder Sucht werten.
      Aber wenn ich ehrlich bin sind mir solche Menschen total egal.
      Ich hab halt einen andern Lebensplan als Macht-Geld-BMW-Kinder-Eigenheim-sterben.
      und ich kann verstehen das ein Arbeitsloser halt daheim sitzt und WoW zockt weil das Geld nicht für den Golfplatz oder die Abendrunde mit dem Segelboot reicht.

      Ist ja nicht so das ich mein Leben nicht im Griff hätte ich mach viel Sport hab auch noch ein paar andere Hobbys neben dem spielen, Bin glücklich Verheiratet und verdiene sehr wahrscheinlich mehr als Frau Mortler. Ob mich das zu einem guten Menschen macht ? Denke nicht.
      Man ist ein guter Mensch oder man ist es nicht... Man duscht nach dem Raid oder eben nicht...

      Ausserdem habe ich durch meine Aktivität im TS gelernt zusammenhängende Sätze zu sprechen und nicht so ins Mikrofon zu stammeln die die gute Dame da...

      Wie auch immer, ich hoffe ich bleibe noch lange gesund damit ich meine Internetsucht feiern kann.
      Alphanius
      am 10. Juni 2016
      Kommentar wurde 1x gebufft
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      Frau Mortler hatte merklich nicht den Hauch einer Ahnung, wovon sie spricht, als sie ihre "Fakten" zur Online- und Computer-Spiel-Sucht vorgetragen hat. So hat sie auf die (ich meine dritte) Nachfrage nach einem Beispiel für ein solches schädliches, "fesselndes" Computerspiel angefangen zu erklären, sie "schaue solche Filme nicht" (ein Beispiel konnte sie übrigens die ganze Zeit über nicht nennen, nicht einmal ein Klischee wie "World of Warcraft").
      Schaut euch das Video mal an, wenn ihr Lust auf Fremdschämen habt.
      Zum Abschluss noch ein Zitat von ihr:
      "Das ist alles in den Statistiken der Experten!"
      Stancer
      am 10. Juni 2016
      Kommentar wurde nicht gebufft
      Melden
      Sie muss auch keine Ahnung haben. Sie stellt die Statistik nur als Verantwortliche vor. Das heisst aber nicht, das sie diese Statistik selber ermittelt hat, das machen nämlich tatsächlich Wissenschaftler, die sich damit auskennen

      Allerdings wäre es in der Tat besser, wenn man zumindest ein paar Basiskenntnisse von der Materie hat !
      Stancer
      am 10. Juni 2016
      Kommentar wurde nicht gebufft
      Melden
      Die Eltern sind in der Verantwortung aber warum sollten die was tun ? Mit dem Smartphone in der Hand ist das Kind für Stunden ruhig gestellt ! Studien zeigen ja immer wieder, das selbst die Generation, die vor 15 Jahren den Aufbruch ins Internet Zeitalter voll miterlebt hat kaum weiss was ihre Kindern im Internet so treiben. Ich verstehe nicht wieso ein 7 Jähriges Kind schon mit nem Iphone durch die gegen laufen muss, sehe das hier aber nahezu täglich und es sieht immer gleich aus. Blick starr nach unten gerichtet ohne Wahrnehmung für die Umwelt !

      Die Probleme die dadurch entstehen sind heute schon statistisch erfassbar :

      - Stark steigende Zahlen an Unfällen von Fußgängern, weil diese nur auf ihr Smartphone gucken
      - Stark steigene Zahlen von durch Handynutzung am Steuer verursachte Unfälle

      Das eigentliche Problem sehe ich aber, das sich die Gesellschaft auseinander lebt. Es wird fast nur noch übers Internet kommuniziert allerdings wird dort ein wenig anders kommuniziert als im echten Leben ! Die Menschen rechnen Informationen aus irgendwelchen Internetforen höhere Glaubhaftigkeit zu als der Realität, die sie mit eigenen Augen sehen können..... blöd nur wenn man die gesamte Welt nur durch sein Smartphone Display betrachtet !

      Der Vergleich mit dem Fernsehen hinkt allerdings, denn der Fernseher stand Zuhause, selbst die Computer in den 90er Jahren waren nicht immer verfügbar, da man dafür ebenfalls Zuhause sein musste . Ein Smartphone ist quasi immer und überall dabei !

      Viele kriegen am Ende zwar die Kurve und lernen rechtzeitig, das es wichtigere Dinge gibt aber manche eben nicht und werden dann entweder zum Problem für sich selbst oder für die Gesellschaft !
      Stancer
      am 10. Juni 2016
      Kommentar wurde nicht gebufft
      Melden
      Bei welcher Sportart gibt es bitteschön viele "Sporttote" ? Die Statistik sagt das jährlich 1 von 100.000 Sporttreibenden tödlich verunglückt und meistens ist das noch nicht mal auf den Sport selbst zurück zu führen, sondern hätte bei Herz/Kreislauf auch bei einer anstrengenden Tätigkeit oder sogar beim liegen auf dem Sofa passieren können !

      Durch Smartphonenutzung sterben jedes Jahr bzw werden schwer verletzt nachweislich tausende ! Und diese hätten verhindert werden können wenn die Leute nicht wie Suchtis auf ihr Smartphone geschaut hätten !

      Es gibt natürlich auch Sportsucht, aber hast du jemals den ganzen Tag Sport gemacht ? Selbst Hochleistungssportler machen selten mehr als 8Std pro Tag Sport und die machen das nicht, weil sie süchtig sind, sondern weil das meistens ihr Beruf ist. Sehr ambitionierte Hobbysportler schaffen max. 3-4 Std, mehr macht der Körper gar nicht mit. Ich laufe selbst Marathon etc. und trainiere zwischen 5 und 8 Std pro Woche , 8Std aber nur in der direkten Marathonvorbereitung.

      Und mit der Arbeit ist ein noch lächerlicheres Beispiel : Arbeiten geht man um Geld zu verdienen. dabei gilt in Deutschland die 40Std Woche, teilweise 38Std. Das hat nichts mit Sucht zu tun, sondern mit der Pflicht, da die Leute gerne ihren Lebensunterhalt verdienen wollen !

      Du scheinst auch nicht wirklich die Definition von Sucht zu kennen. Das jemand etwas sehr lange tut ist noch kein Anzeichen für eine Sucht. Zur Sucht wird es erst, wenn man nicht mehr drauf verzichten kann und andere Lebensbereiche nur noch stark eingeschränkt wahrgenommen werden. Also jemand der z.b. zum Sport geht obwohl er Termine oder ein krankes Kind Zuhause hat um das er sich sorgen müsste.... ganz klar Anzeichen einer Sportsucht. Jemand der sich auf einen Ironman vorbereitet (bis zu 25 Wochentrainingsstunden) , dies aber im Einklang mit Familie und Beruf macht... keine Sucht !
      Bei Smartphone nutzern sieht man das alles etwas schneller, z.b das sie permanent im Minutentakt checken ob es neue Nachrichten gibt oder wenn sie z.b. bei einer wichtigen Tätigkeit sind und plötzlich eine Nachricht kommt sie die Tätigkeit unterbrechen egal wie belanglos die Nachricht ist ! Klare Anzeichen einer Abhängigkeit !

      Irgendwie kommt mir dein Beitrag nach dem Motto "Getroffene Hunde bellen".....
      ayanamiie
      am 10. Juni 2016
      Kommentar wurde nicht gebufft
      Melden
      ich find solche studien und berichte immer peinlich lachhaft.

      Geht mehr raus an die luft blabla treibt sport der hat noch kein umgebracht ach mist stimme ja die vielen sporttoten mit 20jahren -40 die gibts nur in meinem kopf aber hey wenn ich den ganzen tag sportmache kommt keiner sagen guck dir den suchti an ganzen tag am sportmachen pc guck dir den an ganzentag am zocken blabla.


      Immer dieses rentner geseiber die total realitätsfremd von den sachen leben. aber is einfacher zusagen das is sucht anstatt sich wirklich damit zubeschäftigen.

      stehst morgens 6aufs fährst zur arbeit 8gehts los 16uhr ende evtl 17 dann biste 18-19 uhr wieder zuhause usw aber hey man is ja süchtig arbeiten ok aber spaß haben neiiiiiiin
      ZAM
      am 10. Juni 2016
      buffed-TEAM
      Kommentar wurde nicht gebufft
      ZITAT:
      "Der Vergleich mit dem Fernsehen hinkt allerdings, denn der Fernseher stand Zuhause, selbst die Computer in den 90er Jahren waren nicht immer verfügbar, da man dafür ebenfalls Zuhause sein musste . Ein Smartphone ist quasi immer und überall dabei !"

      Naja, jaein: Die umfängliche Zeit verbrachte/verbringt man dann an dem einen Fleck.
      Killernurse
      am 10. Juni 2016
      Kommentar wurde 4x gebufft
      Melden
      Die Lesesucht ist ein thörigter, schädlicher Mißbrauch einer sonst guten Sache, ein wirklich großes Übel, das so ansteckend ist, wie das gelbe Fieber in Philadelphia; sie ist die Quelle des sittlichen Verderbens für Kinder und Kindes Kinder.
      – Johann Gottfried Hoche, »Vertraute Briefe über die jetzige abentheuerliche Lesesucht« (1794)
      Silarwen
      am 10. Juni 2016
      buffed-TEAM
      Kommentar wurde 5x gebufft
      Jupp, in den 70ern war es die Glotze. Jedes neue Medium wird verteufelt. Das Internet gehört eben zum Leben inzwischen dazu. Ich wüsste nicht, wie oder wo man da eine Grenze zieht.
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Online-Sucht auf dem Vormarsch: Drogenbeauftragte warnt vor "zu viel Internet"
Im neuen Bericht der Drogenbeauftragten Marlene Mortler gibt es einen Abschnitt über die steigenden Zahlen von Internet- und Gaming-Süchtigen. Demnach sind Internet Gaming Disorder sowie die allgemeine Internetabhängigkeit auf dem Vormarsch. Mehr als eine halbe Million Menschen seien schon davon betroffen.
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