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  • Hearthstone: Die Forscherliga - die beste Abenteuererweiterung bislang im Test

    Die Forscherliga ist die beste Abenteuererweiterung, die Hearthstone bislang verpasst bekommen hat. Das liegt gefühlt aber mehr an der Inszenierung als an den neuen Karten oder der Entdecken-Mechanik, die nun ins Spiel gekommen ist. Was wir von der aktuellen Erweiterung zu Hearthstone: Heroes of Warcraft halten, findet ihr in unserem Test heraus.

    Mit der Abenteuererweiterung Die Forscherliga für Hearthstone sind die Kartensammlungen der Fans seit der Veröffentlichung im März 2014 bereits zum fünften Mal um einen Satz neuer Diener und Zauber angewachsen. Inzwischen könnt ihr eure Decks aus knapp 700 Karten zusammenstellen, ein ziemlich beeindruckender Schnitt für das noch junge Spiel. Wer nun mit der Forscherliga ein Abenteuer erwartet, das hier und da unterhaltsam daherkommt, grundsätzlich aber in der Präsentation fad wie die Vorgänger Naxxramas und Schwarzfels ist, der irrt. Die Inszenierung der Forscherliga ist das Beste, was die Hearthstone-­Macher bislang abgeliefert haben.


    Die Archäologen präsentieren sich in einem Boss-Match. In der Mobil-Version fallen die Einblendungen sehr groß aus. Die Archäologen präsentieren sich in einem Boss-Match. In der Mobil-Version fallen die Einblendungen sehr groß aus. Quelle: buffed

    Hearthstone - Forscherliga: Auf den Spuren von Harrison Jones

          

    Da ihr im Rahmen der Erweiterung Tempelanlagen erkundet und auf die Suche nach dem geheimnisvollen Stab des Ursprungs geht, lässt sich eigentlich erwarten, dass Warcrafts "Allzeit bereit"-Archäologe Harrison Jones das Ruder übernimmt. Das geht nun aber nicht, denn Harrison ist bereits ein Diener in Hearthstone. Ein adäquater Ersatz muss her. Deswegen vergnügt ihr euch mit dem Abenteurerteam von Brann Bronzebart; der bekannte Zwerg ist eine Koryphäe auf dem Gebiet der Titanenforschung. Neben Brann begleiten euch der egozentrische Reno Jackson, der sehr höfliche Murloc Sir Finley Mrrgglton und die vom Abenteuerdurst ihrer Kollegen leicht genervte Elise Sternensucher.

    Ja, ihr seid tatsächlich mit den Herrschaften der Forscherliga unterwegs, denn in jeder Schlacht gegen Troggs, Naga, wiederbelebte Artefakte und schlussendlich den Meisterdieb Rafaam wirft das chaotische Entdeckerquartett mindestens ein paar unterhaltsame Sprüche ein. Das geschieht über prominente Einblendungen. Oft greifen sie sogar in das Geschehen ein, geben wertvolle Tipps, warnen vor Fallen und helfen euch mit praktischen Aktionen. Etwa indem sie eure Klassenfähigkeit im Kampf gegen den entfesselten Rafaam mit nützlichen Artefakten tauschen. Das ist sehr viel spaßiger und interaktiver als noch der gelegentliche gehässige Kommentar eines Nefarian oder Ragnaros aus dem Schwarzfels-Off, der sich so leicht übersehen und überhören lässt. Das einzige Manko ist, dass die Kommentare von Brann und Co. vor allem in der mobilen Version von Hearthstone das Spielbrett verdecken. Bei der Flucht aus dem Tempel von Orsis ist das schon sehr nervig.

    00:59
    Hearthstone: Die Forscherliga - Cinematic Trailer

    Hearthstone - Forscherliga: Ich hasse Schlangen

          

    Bei den insgesamt 13 Bossen, die wir im Rahmen der Forscherliga-Erweiterung in vier Flügeln besiegen, haben Hearthstones Macher mitunter sehr viel Kreativität bewiesen. Natürlich gibt es den einen oder anderen Boss, der einfach mit gefährlichen Karten und einer ebenso gefährlichen Fähigkeit daherkommt, aber es gibt zum Beispiel eben auch die Flucht aus dem Tempel. In der geht es nicht darum, den Gegner umzuhauen, sondern mit unserem eigenen Helden zehn Runden lang zu überleben, damit wir erfolgreich Reißaus aus den einsturzgefährdeten Ruinen nehmen. Nicht nur, dass wir dafür ein passendes Deck zusammenstellen müssen. Reno Jackson kommt nahezu in jeder Runde herbeigeeilt und versucht, uns um die Fallen im Tempel zu manövrieren. Oder mitten hinein.

    Denn was wäre ein echter Abenteurer, der seine Neugierde nicht befriedigt? Deswegen haben wir immer die Wahl: Schwingen wir uns etwa über die Speergrube oder klettern wir vorsichtig hindurch? Kraxeln wir, kassiert unser Held auf jeden Fall fünf Schadenspunkte. Versuchen wir den Tarzan-Move, kommt unser Recke möglicherweise auf der anderen Seite an, ohne dass ihm ein einziges Haar gekrümmt wird. Oder aber er rutscht ab und verliert gleich zehn Lebenspunkte. In anderen Runden stürzt die Tempeldecke ein und räumt das komplette Spielbrett leer. Oder ein rollender Felsen sorgt dafür, dass all unsere Diener auf seiner linken Seite plattgewalzt werden.

    Ähnlich funktioniert die rasante Lorenfahrt im Uldaman-Flügel der Erweiterung. Der Unterschied ist aber, dass wir jede Runde nur zwei Mana einsetzen dürfen und nicht mit einem eigenen Deck spielen. Stattdessen bekommen wir Karten auf die Hand, die gegnerische Troggs mit Dynamit in die Luft jagen oder die Lore schneller fahren lassen. Das sorgt dafür, dass wir weniger Runden überleben müssen. Vor allem im heroischen Modus des Kampfes ist es eine echte Heraus­forderung, den Gegnerhorden mit den zur Verfügung gestellten Möglichkeiten irgendwie die Stirn zu bieten. Ein großartiger Spaß!

    So sieht das Entdecken aus: Ihr wählt aus drei Karten die aus, die euch am besten gefällt. Der Zufallsfaktor fällt schon recht hoch aus. So sieht das Entdecken aus: Ihr wählt aus drei Karten die aus, die euch am besten gefällt. Der Zufallsfaktor fällt schon recht hoch aus. Quelle: buffed

    Hearthstone - Forscherliga: Entdeckerdrang

          

    Die Forscherliga bringt eine neue Kartenmechanik ins Spiel, die Entdeckung. Spielt ihr eine solche Karte aus, habt ihr in vielen Fällen die darauffolgende Wahl aus drei verschiedenen Karten, von denen ihr eine auf eure Hand nehmt. Im Falle des 1/1-Wildtiers Juwelenscarabäus für zwei Manapunkte entdeckt ihr eine Karte, die drei Mana kostet. Mit der Gruftspinne gibt's ein zufällig gewähltes Wildtier auf die Hand, mit der legendären Diener-Karte Meisterdieb Rafaam bekommt ihr eines von drei Artefakten. Die haben mitunter sehr mächtige Effekte, kosten aber auch schlappe zehn Manapunkte beim Ausspielen.

    Das Entdecken bringt eine weitere Zufallskomponente ins Spiel und verständlicherweise sind darüber nicht alle Hearthstone-Fans glücklich. Denn mit den Karten aus der Erweiterung Goblins gegen Gnome oder der zuletzt mit dem Großen Turnier veröffentlichten Tjost-Mechanik gibt's eigentlich schon ausreichend Zufallselemente für ein Sammelkartenspiel. Auf der Blizzcon darauf angesprochen antwortete Game Director Eric Dodds, dass die Entdeckung sowohl Zufalls-Befürwortern als auch den Gegnern etwas zu bieten hat: "Natürlich sind die Karten zufällig, die dabei herumkommen, aber ihr habt auch eine Wahl. Und es benötigt nicht gerade eine geringe Menge an Skill, diese Entscheidung zu treffen. Ihr kommt vielleicht in die Situation, dass ihr in Runde 3 die Wahl aus drei Zaubern habt. Nehmt ihr dann den Zauber für vier Mana, der euch in der nächsten Runde helfen kann, oder nehmt ihr die Karte für acht Manapunkte, die ein Spiel komplett herumreißt? Für solche Entscheidungen müsst ihr Verständnis für das Metagame beweisen; was könnte der Gegner spielen, was bietet euer Deck noch für Möglichkeiten?" Vor allem Profispieler, die auf den höchsten Rängen des gewerteten Spiels und auf Turnieren unterwegs sind, sehen das anders. In ihren Augen verlangt Hearthstone immer weniger Skill-Entscheidungen, sondern ist mehr und mehr auf Glück ausgelegt.

    Hearthstone - Forscherliga: Ihr ergebt alle keinen Sinn!

          

    Kommen wir auf die 45 neuen Karten zu sprechen, die wir im Rahmen des Forscherliga-Abenteuers freischalten. Darunter befinden sich in einem bunten Mix Diener und Zauber, bei denen es sehr viel Sinn ergibt, sie in ein bereits bestehendes Deck aufzunehmen und schwächere Karten rauszuschmeißen. Der Wert der Vergessenen Fackel für die Magier ist exorbitant hoch. Der Tunneltrogg für die Schamanen, die Pfeilfalle für Jäger, der Ausgegrabene Raptor für Schurken ... die Karten eröffnen allesamt neue Möglichkeiten im Deckbau. Schamanen etwa versuchen es derzeit auf der Ladder wieder mit Überladen-Decks, weil sie durch den Tunneltrogg enorm an Wert gewinnen. Der Wicht bekommt nämlich jedes Mal einen zusätzlichen Angriffspunkt, wenn der Spieler eine Überladen-Karte auslegt. Durch die niedrigen Kosten lässt sich der Trogg schon in Runde 1 ausspielen. So kommen Schamanen im Early Game besser zurecht.

    Auf der anderen Seite gibt's einige Karten, deren Sinn sich nicht so richtig erschließt. Das beste Beispiel ist der Uralte Schemen. Für vier Mana spielt ihr einen Diener mit sieben Angriffspunkten und vier Zählern Lebens­energie aus. Dafür, dass sich der Schemen schon recht früh im Match aufs Brett legen lässt, landet in eurem Deck eine Karte, die euch sieben Schadenspunkte zufügt, wenn ihr sie auf die Hand bekommt. Bei Decks mit Heilpotenzial mag sich der Nutzen des Schemens noch erklären. Wer aber eh schon auf Angriff gebürstet ist und den Gegner mit seinem Deck möglichst schnell in Grund und Boden rammen will, der schreckt vorm Schemen zurück. Denn mit sieben Attackepunkten ist er sehr anfällig für den Einsatz von Großwildjägern und Schattenwort: Tod. Die vier Lebenspunkte sind wiederum ein attraktives Ziel für Magier- und Druidenzauber.

    Erst im heroischen Modus sind die Bosse der Forscherliga eine nennenswerte Herausforderung. Den müsst ihr aber nicht für die Karten durchspielen. Erst im heroischen Modus sind die Bosse der Forscherliga eine nennenswerte Herausforderung. Den müsst ihr aber nicht für die Karten durchspielen. Quelle: buffed

    Hearthstone - Forscherliga: Einbahnstraße Aggrodeck

          

    Es gibt auch das andere Extrem bei den Forscherliga-Karten, denn einige von ihnen fallen für unseren Geschmack sehr stark aus. Das sind Karten, die ohnehin schon aggressive und erfolgreiche Decks wie einen Murlocritter-Paladin zusätzlich buffen. Der Zauber Rückkehr der Verflossenen holt sieben in dem Match gestorbene Murlocs wieder aus dem Grab zurück. Und mit dem Diener Miniflosse, der keinen Manapunkt kostet, werden Murlocdecks noch mal gestärkt. Grundsätzlich gewinnen wir den Eindruck, dass von Entwicklerseite weiterhin darauf verzichtet wird, das Tempo aus den prominenten Aggro-Decks zu nehmen. Stattdessen werden sie noch verbessert.

    Gleiches gilt für Zoolocks mit der Hexenmeister-Dienerin Archäologin der Akademie, die einen Manapunkt kostet und auf jeweils einen Lebens- und Angriffspunkt vier Zähler dazugewinnt, wenn der Hexer beim Ausspielen bereits sechs Helferlein auf dem Brett liegen hat. Generell tendieren die Meister der Schattenkünste in letzter Zeit eh wieder stärker zu Aggro-Decks, und gepaart mit der Wichtelexplosion aus Goblins gegen Gnome werden sie ziemlich schnell ganz schön überstark.

    Hearthstone (PC)

    Spielspaß
    87 %
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Fazit
    Ich habe extra für das Abenteuer mehr als 3.000 Goldstücke angehäuft, damit ich für die Forscherliga nicht extra Kohle ausgeben muss. Hätte ich das Gold nicht vorher gebunkert, dann hätte ich die Entwickler von Blizzard eben mit Echtgeld beworfen. Denn die Forscherliga ist die knapp 22 Euro meiner Meinung nach wirklich wert. Die Präsentation des neuen Abenteuers schlägt die von Naxxramas und Schwarzfels um Längen. Und viele Kämpfe sind richtig cool geworden. Besonders die Flucht-Szenarien aus Uldaman und Orsis’ Tempel haben es mir angetan. Die Entdecken-Mechanik ist mir allerdings zu zufällig. Und ich habe den Eindruck, dass viele neue Karten vor allem Aggrodecks unterstützen. Immerhin animieren die neuen Karten dazu, mal wieder andere Decks auszuprobieren – auch wenn ich schnell wieder zu meinem bewährten Totem-Schamanen zurückgekehrt bin.

    • Elenenedh Google+
      09.01.2016 21:30 Uhr
      buffed-TEAM
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      Snoggo
      am 09. Januar 2016
      Kommentar wurde nicht gebufft
      Melden
      Ja, eine wirklich schöne Erweiterung. Wie so oft kam diese natürlich nur bedingt auf der Ladder an. Nach der ersten Woche Renodecks ist es im Großen und Ganzen beim alten geblieben: Aggro, Aggro, Aggro.
      Jetzt auch mit Kirsch/Schamanengeschmack!
      Dazu noch die elendig verseuchten legendären Ränge mit Fischgeschmack via Anyfin.
      Aber da kann die Erweiterung nichts für, die Ladder ist einfach ein von Grund auf doofes Design.

      Meine Frau hats bequem via Gold gekauft, ich hab zu Amazon Coins gegriffen.
      Nur der letzte Flügel auf Heroisch hätte für meinen Geschmack etwas weniger blöd sein dürfen.
      Regorsen
      am 09. Januar 2016
      Kommentar wurde nicht gebufft
      Melden
      kam für mich alles zu kurzfristig ohne wirkliche Gold Reserven ... nun hab ich den Spielbetrieb erstmal eingestellt
      NarYethz
      am 09. Januar 2016
      Kommentar wurde nicht gebufft
      Melden
      find die Naxx karten sind zum großteil immernoch unerlässlich.. sludgebelcher und die spinne findet man in jedem 2.Deck.. genauso wie den Secret-Doktor und Loathep.. finde Naxx wesentlich wichtiger als LoE
      netter aufgebaut zum durchspielen fand ich LoE jetz auch net unbedingt.. die A.I. hat teils sehr fragwürdige züge gemacht.. etwas buggy
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Hearthstone
Hearthstone: Die Forscherliga - die beste Abenteuererweiterung bislang im Test
Die Forscherliga ist die beste Abenteuererweiterung, die Hearthstone bislang verpasst bekommen hat. Das liegt gefühlt aber mehr an der Inszenierung als an den neuen Karten oder der Entdecken-Mechanik, die nun ins Spiel gekommen ist. Was wir von der aktuellen Erweiterung zu Hearthstone: Heroes of Warcraft halten, findet ihr in unserem Test heraus.
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09.01.2016
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