Preview: Drakensang - Am Fluss der Zeit
Ein klassischer Überfall
Da wir für die Reise nichts bezahlen, verdonnert uns der Kapitän zum Arbeitsdienst. Wir unterstützen die hübsche, aber naive Leichtmatrosin Janah bei der Suche nach etwas Zunderschwamm, um ein Feuer zu entfachen. Ist diese erste heroische Quest gemeistert, dürfen wir Erfahrungspunkte umgehend in Talentverbesserungen investieren; einen Stufenaufstieg braucht man auch in diesem Drakensang-Teil nicht abzuwarten. Im Lager lernen wir noch drei Reisegefährten kennen: Erzähler-Zwerg Forgrimm, den Adligen Ardo (dessen Ermordung im ersten Teil als Aufhänger für das Abenteuer diente) sowie den gewieften Dieb Cuano. Alle drei werden später noch von Bedeutung sein, zunächst ist nun aber Schlafenszeit.
Die Nachtruhe wird jäh unterbrochen: Flusspiraten greifen das Lager an! In einer Zwischensequenz weckt uns der Kapitän, überall klirren bereits die Säbel und zwei wilde Kerle stürmen auf uns zu. Wie von Drakensang gewohnt, wechselt das Spiel nun in den Pausenmodus. In aller Ruhe wählen wir die Sonderfertigkeit "Wuchtschlag", einen besonders kräftigen Hieb, der jedoch den Ausdauerpunkte-Vorrat unseres Haudraufs belastet. Nach dem Wechsel in die Echtzeit schauen wir zu, wie der Held die Piraten der Reihe nach auseinandernimmt. Doch gerade als wieder alles im Lot zu sein scheint, unterbricht eine Zwischensequenz erneut den Kampf: Der Kapitän ist in arger Bedrängnis. Unser spontaner Rettungsversuch wird allerdings durch einen hinterhältigen Hieb auf den Hinterkopf verhindert, unser Recke verliert das Bewusstsein, das Bild wird schwarz.
Alles eine Stimmenfrage
Nach dem Kampf gegen die Flussräuber erwacht unser Held wider Willen am Pier von Nadoret, umgeben von den drei Reisenden. Sie berichten, dass der Kampf gerade noch mal glimpflich ausgegangen sei. Jetzt nimmt die eigentliche Geschichte Fahrt auf, denn Ardo und seine Gefährten sind auf der Jagd nach eben jenen Flusspiraten. Wir erfahren, dass der nächtliche Zwischenfall nur einer von vielen Raubzügen war. Kurzerhand schließen wir uns den drei Recken an und beginnen mit der Spurensuche. Erster Schritt: Im Hafenstädtchen umhören. Und dort gibt es im wörtlichen Sinne allerhand zu hören, denn der zweite Teil der Drakensang-Reihe ist komplett vertont. Die Entwickler haben prominente und professionelle Sprecher angeworben. Der charmante Held Cuano etwa schwatzt wie Leonardo di Caprio und ein Schneider am Markt preist seine Waren gar mit der Stimme von Spongebob Schwammkopf an. Beim Schneiderlein wünscht man sich zwar ab und an, dass der berüchtigte Silentium-Zauber (bringt Feinde zum Schweigen) auch bei normalen NPCs wirken würde, generell sorgen die Stimmen jedoch für viel Flair. Diverse Figuren auf den belebten Gässchen und Plätzen führen recht belanglose Gespräche übers aktuelle Tagesgeschehen. Sie berichten etwa von der Reise des berühmten Phileasson Foggwulf, der soeben von seiner Aventurien-Umsegelung zurückgekehrt ist. Nicht nur fremde Heldentaten machen die Runde, auch unsere eigenen Taten werden bekannt: Wenn man bestimmte Aufgaben erledigt, landet die Nachricht umgehend im Aventurischen Boten, den man im Spiel lesen kann.