Dragon Age: Origins - der buffed-Test
Dragon Age: Origins - Der Kampf gegen einen Wachdrachen.
Anders, aber vertraut. Taktisch tief, aber rasant inszeniert. Schmutzig, aber schön. Dragon Age: Origins schafft das Meisterstück, die besten Tugenden des ehrwürdigen Baldur's Gate in ein modernes Offline-Rollenspiel zu packen – welches zudem fantastisch aussieht und sich das Prädikat "episch" redlich verdient. Nicht nur wegen der enormen Spielzeit (über 60 Stunden sind locker drin), sondern auch aufgrund einer glaubwürdigen Fantasy-Welt mit einer dichten und packend erzählten Geschichte.
Brutale Brut
Eigentlich lässt sich die Haupthandlung des Offline-Rollenspiels in nur einem Satz zusammenfassen: "Dunkle Brut aus Untoten und Dämonen fällt über die Welt Ferelden her, unsere Heldengruppe muss die bösen Invasoren abwehren." Diesen roten Faden legt Dragon Age aber nicht schnurgerade aus, sondern mit vielen Kurven, Schleifen und weiteren Strängen. Außerdem bestimmt der Spieler selbst, welchem Abschnitt er zu welchem Zeitpunkt folgt.
Zum Beispiel müssen wir vier Fraktionen überzeugen, im Kampf gegen die Dunkle Brut mitzumischen: Magier, Elfen, Zwerge und Menschen. Ob wir zuerst die Menschenstadt Denerim aufsuchen oder den Magierturm der Zauberer, bleibt uns überlassen. Spannend ist auch, wie die vielen Nebencharaktere auf die drohende Auslöschung der Welt reagieren. Wir treffen gierige Händler, die Wucherpreise verlangen, oder Priester, die alles segnen, was nicht bei Drei aus der Kirche geflohen ist. Wir mieten Zwergensöldner, damit sie uns im Kampf beistehen, oder behalten unser Geld und versuchen es ohne Unterstützung. Wir führen versprengte Familien zusammen und überbringen Ehefrauen die traurige Nachricht, dass ihre Gatten im Kampf gefallen sind.
In Dragon Age: Origins geht's mitunter ziemlich rabiat zur Sache.
Schmutzige Fantasy
Ferelden ist keine 08/15-Fantasywelt, in der Elfen mit Bäumen plappern und alle Zwerge Erze kloppen. Dragon Age kennt nämlich nicht nur Schwarz und Weiß, sondern viele Graustufen dazwischen. Hier tapsen wir in den Hinterhalt eines elfischen Meuchelmörders, an anderer Stelle entpuppt sich eine Werwolf-Horde als durchaus zivilisiert. Wir stoßen auf Kinder, die von Dämonen besessen sind, und treffen Menschen, die Elfen wie Gesinde behandeln.
Dragon Age ist auch brutal: Wer in den Optionen "Erhöhte Gewalt aktivieren" auswählt, badet bald in Blut. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn unsere bis zu vier Helden haben nach jedem Kampf mehr und mehr Blutspritzer auf Körper und Rüstung.
Cleverer KI-Baukasten
Die Gefechte sind rasant und sehr actionreich, kein Vergleich zu den betulichen Kämpfen eines Baldur's Gate. Immer wieder vergaßen wir beim Testen, dass wir in einem Rollenspiel stecken. Wir können jedes Mitglied unserer Gruppe einzeln per WASD-Tasten steuern, mit Zifferntasten zahlreiche Spezialangriffe wie Schildschlag oder Kettenblitz ausführen. Wir dürfen aber auch in mehreren Stufen aus dem Geschehen zoomen und unsere Party wie in einem Echtzeit-Strategiespiel lenken.
Per Leertaste pausiert Ihr das Spiel, um frische Befehle zu geben. Im Taktik-Menü schreibt Ihr jedem einzelnen Charakter detailliert vor, was er wann zu tun hat. So legt Ihr beispielsweise fest, dass Schurke A zum schwächsten verfügbaren Heiltrank greift, sobald seine Gesundheit unter 50 Prozent sinkt. Oder dass Eure Heilzauberin B Lebensentzug einsetzt (eine Art Vampirzauber), sobald sie angegriffen wird. Ihr könnt sogar angeben, ob Krieger C bei einem Gegner mit hohem Rüstungswert von der Fern- auf die Nahkampfwaffe(n) wechselt und einen Spezialangriff ausführt.
Die Einstellungen sind komplex, aber unkompliziert vorzunehmen, lassen sich speichern und per Knopfdruck einzeln deaktivieren. Je höher der Level eines Charakters ist, desto mehr Befehle können wir ihm vorgeben. Vor allem die Heiltrank-Einstellungen haben wir stets genutzt, da sie wirklich Leben retten.
Dragon Age: Origins - im Lager stellt Ihr Eure Party neu zusammen.
Quartett mit Ersatzbank
Ihr steuert eine Heldentruppe mit maximal vier Charakteren, während weitere Streiter in Eurem Lager warten, das Ihr per Weltkarte aufsuchen könnt. Erfahrungspunkte, die Eure Fronttruppe kassiert, landen übrigens auch bei den Zurückgelassenen – wenn Ihr also beispielsweise für Krieger Sten ein paar Spielstunden lang keine Verwendung habt und ihn danach wieder ins aktive Team aufnehmt, freut er sich prompt über einige automatische Level-Aufstiege.
Eure Begleiter sammelt Ihr im Spielverlauf auf. Bei der Suche nach einer Hexe stößt etwa die wilde Zauberin Morrigan zu Euch, in einem Wirtshaus begegnet Ihr wenig später der Barden-Schurkin Leliana. Dragon Age kommt mit je drei Heldenklassen und -rassen aus: Magier, Krieger und Schurke sowie Zwerg, Elf und Mensch. Doch mit jedem Level-Aufstieg wählt Ihr im Fähigkeiten-Baum neue Skills. Krieger bauen beispielsweise entweder starke Schwert-Schild-Kombos aus, tunen den Zweiwaffenkampf oder aber ihre Fähigkeiten im Fernkampf, indem sie "verkrüppelnder Schuss" lernen. Dadurch lassen sich die Grundklassen nach Belieben spezialisieren – egal ob es um Euren Hauptcharakter oder eines der Party-Mitglieder geht. So wird aus einem Krieger mühelos ein Vorzeige-Tank oder aber ein meisterhafter Schütze.
Wenn ich für jeden Whine oder Flame der hier raus posaunt wird 1€ bekommen würde könnte ich mich zurück lehnen und das Leben geniessen ohne einen Finger dafür krumm zu machen und zur Arbeit gehen zu müssen...
Wenn dir das Spiel taktisch zu anspruchslos ist stell die Schwierigkeit mal höher und sieh zu wie deine Gruppe von den eigenen AOE-Spells zerlegt wird... Aufm geringsten Modus ists kein Wunder das du unterfordert bist.
Aber ach...warum erwartet man von buffed noch Qualität...und @39...bekommst du für deine buffed- undf WoW-Lobhudelei Geld?
@14: Schonmal was vom berühmten Tellerrand gehört?
Das Spiel ist der Hammer, mal endlich wieder ein Spiel mit Story Tiefgang.
@37 Irgendwie dreist unter den Artikel für ein komplett anderes Spiel "Portal für WoW" zu schreiben... Tatsache ist, trotz aller Whiner und Flamer, das WoW noch immer das am meisten gespielte Online Rollenspiel ist und das eine Website die die grösste Community haben möchte auch am meisten über das bekannteste Spiel schreiben wird.
damals durfte man auch für einige Spiele ~150 DM blechen, also wo ist das Problem?