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  • Doctor Strange: Marvel meets Martial Arts - die spoilerfreie Kritik zum Film!
    Quelle: Marvel/The Walt Disney Company Germany GmbH

    Doctor Strange: Marvel meets Martial Arts - die spoilerfreie Kritik zum Film!

    Am 27. Oktober kommt Marvels neuestes Meistersstück in die deutschen Kinos. Kino-Fan Veronika durfte sich den Streifen schon vorab reinziehen und wir können euch eins versprechen: Doctor Strange ist den Kino-Eintritt wert! Marvel meets Martial Arts meets Magic. Hier die spoilerfreie Kritik von uns für euch!

    Ich bin ganz ehrlich: Doctor Strange gehörte nicht zu den Filmen, die in diesem Jahr auf meiner "Oh Gott, ich freu' mich so"-Liste standen. Ein Superheld mit magischen Fähigkeiten? Joa, könnte ganz nett sein. Benedict Cumberbatch und Mads Mikkelsen? Joa, sind beide ganz cool. Hype? Nö. Was ich erwartet habe? Die Marvel-übliche nette Abendunterhaltung. Was ich bekommen habe? Mein persönliches Film-Highlight 2016.

    Die Story - einfach und löcherfrei

          

    Dabei ist die Story des Films - wie bei jedem Helden-Streifen - recht einfach gestrickt. Doctor Strange erzählt, wie aus dem genialen Chirurgen der noch ein wenig genialere Sorcerer Surpreme wird und selbstverständlich gilt es, das Böse zu besiegen. Letzteres im Übrigen geschieht auf eine recht unkonventionelle Art und Weise, was einer der Punkte war, die Doctor Strange zu meinem Lieblingsfilm des Jahres machen. Die Geschichte ist schlüssig erzählt, doch seien wir ehrlich: Bei einer Produktion aus den Häusern Marvel und Disney war dies kaum anders zu erwarten.

    Nein, der Plot ist bei diesem Film irgendwie Nebensache. Er ist nicht mehr, als das filigrane Silbertablett, auf welchem dem Zuschauer insbesondere zwei Dinge präsentiert werden: Eine mehr als zauberhafte Optik und eine Achterbahnfahrt der Emotionen und das, ohne das Publikum durch Reizüberflutung heillos zu überfordern. Mach dir die Welt, wie sie dir gefällt - mit Magie sind die Gesetze der Natur und der Physik nur mehr Schall und Rauch. Mach dir die Welt, wie sie dir gefällt - mit Magie sind die Gesetze der Natur und der Physik nur mehr Schall und Rauch. Quelle: Marvel/The Walt Disney Company Germany GmbH

    Optischer Drogentrip

          

    Kaum hatte der erste Trailer seinen Weg ins Internet gefunden, stand der Vergleich zu Inception. Dimensionen, ganze Städte, die sich nach dem Willen eines Einzelnen formen lassen - das kennt man doch. Wer die optischen Spielereien in Inception mochte, der wird jene in Doctor Strange lieben (an dieser Stelle sei empfohlen, sich Doctor Strange in 3D zu gönnen): Räume, Gebäude, ganze Städte, die sich formen, teilen, bizarre neue Strukturen annehmen, sich plötzlich wie Zahnräder bewegen (hier finden sich einige Steampunk-Elemente im Film), ineinander greifen, zerfließen. Die Umgebung und ihre Bewegung sind Teil der Kämpfe, werden genutzt, um Feinde auszuschalten, herzuholen, wegzuschieben. Während die Spielereien mit den Gebäuden eine geradezu mathematisch perfektionierte Ästhetik zeigen, ähneln die Dark Dimension (der Ort, an dem das Böse haust) und manche Dimensionsreisen einem gleichzeitig düsteren und quietschebunten sowie surrealen Drogentrip. Spätestens, wenn aus Stranges Fingern winzige Hände wachsen, aus welchen wiederum noch winzigere Händchen sprießen, stellt sich einem die Frage, welche Pillen derjenige geschluckt hat, der die Comics (in denen es ähnlich verrückt zugeht), gezeichnet hat. Doch der psychedelische Stil ist gänzlich drogenfrei entstanden und pure Absicht: Die Geschichte und Weisheit, das Ignorieren physikalischer Gesetze, alles, was Doctor Strange ausmacht, ist auf eine faszinierende Art dermaßen abgehoben, dass durchschnittliche Stilmittel der Sache nicht gerecht geworden wären. Stephen Strange verliert alles. Und auch, wenn der Mann zunächst ein arroganter Idiot ist - man fühlt mit ihm. Stephen Strange verliert alles. Und auch, wenn der Mann zunächst ein arroganter Idiot ist - man fühlt mit ihm. Quelle: Marvel/The Walt Disney Company Germany GmbH

    Mit Gefühl

          

    Und plötzlich befindet man sich wieder in einem völlig normalen Raum. Pause für die Augen. Ein Operationssaal, eine elegante Wohnung, eine Bibliothek. Ruhige und puristische Orte, wenig, was die Aufmerksamkeit des Betrachters ablenken könnte, von dem, was jetzt dran ist: Emotionen. Feinsinnige Wortwitze, die den Saal zum Applaudieren gebracht haben. Weisheiten (maßgeblich von Tilda Swinton als The Ancient One), die einem noch lange im Gedächtnis bleiben. Ganz kurze Momente, in denen einem ein klein wenig zum Heulen zumute ist. Regisseur Scott Derrickson schafft es, elegant die Balance zwischen Optik und Emotion zu halten.

    Martial Arts und Whitewashing

          

    Die Kämpfe per se bedienen sich vieler Elemente aus dem Martial-Arts-Bereich - was nicht nur hübsch anzusehen sondern auch konsequent ist, da The Ancient One ursprünglich in Tibet lebt und agiert. Ich sage ursprünglich, denn im Film ist The Ancient One wohl der Charakter, der am weitesten von der Vorlage abweicht. The Ancient One ist im Original ein alter Mann und wie bereits erwähnt Tibeter. Die Tatsache, dass in Doctor Strange daraus eine weiße Frau wurde, die in Nepal lebt, erfuhr im Vorfeld harte Kritik. "Whitewashing" lautete der Vorwurf - das Besetzen von ausdrücklich nicht-weißen Rollen mit weißen Schauspielern (aktuell auch bei Ghost in the Shell, Mulan und The Great Wall ein heikles Thema). Der Grund dafür, dass aus dem alten Mann die eigenwillig schöne Tilda Swinton wurde, ist so einfach wie...nun sagen wir...traurig. China ist mittlerweile einer der größten Märkte, wenn es darum geht, die Produktionskosten eines Films über die Kinokassen wieder einzufahren. Und in China ist man bis heute nicht gut auf Tibet zu sprechen. Hätten Marvel und Disney hier am Original festgehalten, wäre das Projekt Gefahr gelaufen, im Land der aufgehenden Sonne auf dem Index zu landen. Ob man die Entscheidung der Produzenten nun gut findet oder nicht, liegt im Auge des Betrachters. So oder so: Tilda Swinton überzeugt in ihrer Rolle. Dasselbe gilt für Benedict Cumberbatch als Doctor Strange und Mads Mikkelsen als Bösewicht Kaecilius. Doctor Strange: Magie gibt es. Punkt! Tilda Swinton übernimmt die Rolle von The Ancient One. Auch, wenn sie kein alter Tibeter ist. Quelle: Marvel/The Walt Disney Company Germany GmbH

    Fazit und Vergleich

          

    Mein Fazit habe ich letztlich in meiner Einleitung bereits vorweg genommen: Doctor Strange ist mein Highlight 2016. Freilich stellt sich da die Frage: Highlight im Vergleich zu welchen anderen Filmen? Darum verrate ich euch an dieser Stelle meine Top 5 des bisherigen Kino-Jahres jenseits von Doctor Strange:
    1. The First Avenger: Civil War: Ein Film, nach dem ich dachte "WoW, wenn die Kino-Hochsaison so los geht - schwer zu toppen!" Doctor Strange hat's geschafft und damit Marvel eine weitere Trophäe in meiner mentalen Hall of Fame hinzugefügt. Verdammt, dabei bin ich doch DC-Fan...
    2. Warcraft: The Beginning: Nach Jahren als WoW-Spielerin kommt diese meine Welt endlich auf die Leinwand...Fandom pur, trotz kleiner Schönheitsfehler wie holprigen Szenensprüngen und massiven Änderungen der Story.
    3. Suicide Squad: Ja, der Streifen war allgemein eher von der Sorte "nette Abendunterhaltung". Aber hey: Ich liebe DC, Antihelden und vor allem Harley Quinn.
    4. Star Trek: Beyond: Die neue Reihe ist ganz klar Geschmackssache. Ich kenne jede Folge der alten Serie, jeden der alten Filme - und kann mir gut vorstellen, dass Kirk und Co. genau SO waren, als sie jung waren.
    5. Batman vs. Superman: Nein, der Film war definitiv keine leichte Kost. Und doch...ich mochte ihn. Die düstere Stimmung, die Zack-Snyder-übliche Bildgewalt und Symbolik - da verzeihe ich sogar das "Martha?"-Fiasko.

    Alles in allem: Schaut euch Doctor Strange an und das am besten in 3D. Unbedingt! Viel Spaß im Kino!

    Wer mehr über die Story hinter Doctor Strange erfahren will, der findet auf unserer Sammelseite alle wichtigen Infos.

    • Ghost
      27.10.2016 12:04 Uhr
      buffed-TEAM
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      Tikume
      am 24. Oktober 2016
      Kommentar wurde nicht gebufft
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      Suicide Squad habe ich mir gestern mal angesehen - ein Glück dass ich nebenher an der Vita zocken konnte, sonst hätte ich diesen Mist nicht durchgestanden. Dagegen war Deadpool ein Juwel der Filmkunst.
      Naviesh
      am 25. Oktober 2016
      Kommentar wurde nicht gebufft
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      Gott wird hier ein Bullshit verzapft. Das Ende der Superhelden Fahnenestange? Natürlich. Es ist aber auch alles so unglaublich schlecht geworden. Und Deadpool ist sicherlich nur für Prolls und Ungebildete. Und RTL2 ist ja auch nur Hartz 4 TV. Und so lebt hier jeder brav mit seinen Vorurteilen.

      Nene, ich find den Mainstream wie Deadpool auch total kindisch und prollig und verstehe überhaupt nicht, wieso das andere so gut fanden. Scheiss auf die Comicvorlagen und lasst uns aus Deadpool eine Angela Merkel des Friedens machen. Ach ja, ihr seid alles so tolle Gutmenschen - was wäre das Forum nur ohne Euch? Wohl toleranter!
      Tikume
      am 24. Oktober 2016
      Kommentar wurde nicht gebufft
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      Ich habe das Gefühl, dass so langsam das Ende der Superhelden-Fahnenstange erreicht ist.
      Geile Effekte allein haben an Reiz verloren - einfach weil man sich dran gewöhnt hat. Es wird sich in Sequels ergangen und die absurdesten C-Liga Superhelden aus der Kiste gezogen (was eine Chance sein könnte die aber offenbar nicht genutzt wird).
      Dazu kommt für mich, dass Serien allgemein derzeit das Kino überholen da sie auch überzeugende Optik liefern und gleichzeitig mehr Zeit für Story und Charaktere haben.
      Gonzo333
      am 24. Oktober 2016
      Kommentar wurde nicht gebufft
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      So mies fand ich ihn jetzt auch nicht. Ich hab mir den aber auch ohne grosse Erwartungen zu Hause
      angeguckt
      Für 4 Euro geliehen wars ok - für 20 Euro Kino (mit dem üblichen drumherum), hätte es mich ein bischen geärgert.
      Nexilein
      am 24. Oktober 2016
      Kommentar wurde nicht gebufft
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      ZITAT:
      "Dagegen war Deadpool ein Juwel der Filmkunst. "


      Deadpool habe ich neulich auf einem 10 Stunden Flug gesehen. Ich glaube mit anderen Rahmenbedingungen hätte ich ihn nicht bis zum Ende angeschaut
      Gonzo333
      am 24. Oktober 2016
      Kommentar wurde 2x gebufft
      Melden
      Ironie ist nicht so dein Ding oder?
      DerPrinzz82
      am 24. Oktober 2016
      Kommentar wurde nicht gebufft
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      Deadpool ist einer der schlechtesten Filme die ich jemals gesehen habe. Juwel der Filmkunst? Niemals. Wohl eher Juwel der ungebildeten.

      Für mich wäre da die neue Westworld Serie schon eher ein Juwel der Filmkunst.
      dettweilertj
      am 24. Oktober 2016
      Kommentar wurde nicht gebufft
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      Geht mir genauso, von Deadpool hab ich nix erwartet und wurde positiv überrascht und bei Suicide Squad war es genau andersherum. Bei Doctor Strange liegen meine Erwartungen eher im unteren Mittelfeld, die Trailer sind mir dann doch ein wenig zu sehr auf Drogentrip getrimmt! Genau wie früher bei Matrix, einige stehen auf diesen völlig übertriebenen slow motion Nonsens und andere bekommen Kopfschmerzen
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1211201
Doctor Strange
Doctor Strange: Marvel meets Martial Arts - die spoilerfreie Kritik zum Film!
Am 27. Oktober kommt Marvels neuestes Meistersstück in die deutschen Kinos. Kino-Fan Veronika durfte sich den Streifen schon vorab reinziehen und wir können euch eins versprechen: Doctor Strange ist den Kino-Eintritt wert! Marvel meets Martial Arts meets Magic. Hier die spoilerfreie Kritik von uns für euch!
http://www.buffed.de/Doctor-Strange-Film-213673/Specials/kritik-review-1211201/
27.10.2016
http://www.buffed.de/screenshots/medium/2016/04/Doctor-Strange-Poster-buffed_b2teaser_169.jpg
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