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  • buffed Kolumne: Destiny - so viele Macken, so viel Unterhaltung

    Destiny ist da. Seit einigen Wochen ist der Online-Shooter der Halo-Macher von Bungie erhältlich. Von Publisher Activision wird Destiny mit Superlativen überhäuft - von vielen Spielern gibt's hingegen eher Enttäuschung und Kritik. buffed-Redakteur David Bergmann schreibt darüber, wie er ohne Erwartungen viel Spaß hat.

    Destiny ließ mich sehr lange sehr kalt. Ein Irgendwie-online-und-vielleicht-auch-ein-wenig-MMOG-möglicherweise-sogar-RPG-Shooter von den Entwicklern der Halo-Reihe, mit der ich nie warm wurde ... "Nun ja, wird schon irgendwie werden", dachte ich mir seit der Ankündigung. Große Vorfreude kam beim Gedanken an Destiny zu keiner Zeit auf – und das unter anderem weil mir niemals wirklich klar wurde, wie sich das Ding denn eigentlich spielen soll. Weil ich trotz Entwickler-Videos und Vorberichten nie verstand, an was das Bungie-Team da genau arbeitet. Inzwischen weiß ich: Mit dieser Ratlosigkeit war ich nicht allein – und dank nicht vorhandener Erwartungen werde ich derzeit bestens unterhalten.

    Wenn Entwickler und Publisher, wie im Fall von Destiny, während der Entwicklung so lange vergleichsweise vage kommunizieren, an was sie arbeiten, dann weckt das die unterschiedlichsten Erwartungen. So mancher freut sich auf einen abwechslungsreichen Shooter mit Fokus auf Handlung – kommt ja schließlich von den Halo-Machern! Oder man erwartet eine große zusammenhängende Welt gefüllt mit Spielern – denn Destiny ist doch quasi WoW, nur eben als Shooter! Viele dieser Träume zerplatzten wohl bereits im Rahmen der Alpha- und Beta-Events. Bei denen glänzte Destiny schließlich eher durch Wiederholungen als durch brillante Missionsgestaltung oder offene Welten. Bei Diskussionen waren häufig Sätze wie "hoffentlich sind nicht alle Planeten so" zu lesen.

    Destiny: Ein Großteil der Lore ist in sogenannten Grimoire-Karten versteckt - aufrufbar nur über Webseite oder Mobile-App Destiny: Ein Großteil der Lore ist in sogenannten Grimoire-Karten versteckt - aufrufbar nur über Webseite oder Mobile-App Quelle: buffed Bei mir weckte die Beta allerlei Skepsis ("das ist jetzt also das große neue Ding?") und ausreichend Neugier ("der Shooter-Teil spielt sich schon toll, was kommt da wohl noch"). Inzwischen schieße ich seit knapp zwei Wochen Aliens ins Gesicht, spiele Missionen wieder und wieder und ... bräuchte mindestens noch zwei weitere Wochen eigentlich kein anderes Spiel. Destiny macht mir aktuell mehr Spaß als ich dem Projekt jemals zugetraut hätte. Und das, obwohl die Macken und Schwächen des Shooters deutlich leichter erkennbar sind als die irgendwo darunter verschüttete Vision der Entwickler.

    An der Handlung und den zugehörigen Dialogen stößt man sich noch im Tutorial den Denkapparat an. Solitär-Partien sind spielerisch abwechslungsreicher als die Einsätze der Destiny-Kampagne. Das Beute-System war zum Start derart marode, dass die Spieler am liebsten rudelweise auf Höhleneingänge schossen (auch zum Nachspielen verfügbar). Die Waffenboni dürften abwechslungsreicher sein, um die Item-Hatz spannender zu halten. Das Fraktions-System wirkt reichlich deplatziert und stammt wie manch anderes Element offenkundig aus dem Entwickler-Handbuch "Ist halt so: Was einfach in Online-Spiele gehört". Kaum einer an Destiny geäußerten Kritik könnte ich widersprechen – und dennoch macht es mir erst recht gemeinsam mit Freunden einfach Spaß.


    Mir dürfte es geholfen haben, reichlich unvoreingenommen an die vermeintlich revolutionäre Milliarden-Produktion heranzugehen. Ich wollte nie, dass Destiny die Shooter- oder MMOG-Genres aufmischt. Ich war nicht auf der Suche nach dem World of Warcraft der Online-Shooter. Ich war schlicht neugierig und bekam etwas, das ich – müsste ich einen Vergleich finden – eher als ein weiteres Diablo der Online-Shooter bezeichnen würde. Ein wenig wie Borderlands, nur mit mehr online ... und mehr Grind. Das hätte ich von Destiny nicht erwartet, und auch danach hatte ich nicht gesucht, aber ich nehme es. Schließlich hat das Bungie-Team den vielleicht wichtigsten Teil nicht versaut: den mit den Knarren nämlich. Die Steuerung reagiert so sauber wie eine Shooter-Steuerung mit Gamepad reagieren kann. Schießereien gehen dank tollem Treffer-Feedback gut von der Hand. Selbst der Einsatz von Nahkampfangriffen macht durch die schmissige Inszenierung Spaß. Und auch wenn auf den Destiny-Planeten gern mehr Abwechslung geboten werden dürfte – die Spielwelt sieht toll aus.

    Ich verfalle bei Destiny dann auch einem ähnlichen Spielverhalten wie bei Diablo 3. Ich rufe Freunde zusammen, wir ziehen gemeinsam los, sprechen über dieses, jenes und solches – die Zeit wird vergessen, das Spiel wird eigentlich zur Nebensache. Kaffeekränzchen mit Kanonen. Das funktioniert aber auch nur, weil sich ein so guter Spielfluss einstellt. Dann brauche ich keine ausgeklügelte Handlung und keine bis ins letzte Detail durchgestylte Kampagne. Und wenn es doch mal dramatisch werden soll, dann gibt's ausreichend Schwierigkeitsgrade und zufällige Regel-Modifikatoren, die auch tatsächlich für Herausforderungen sorgen.

    05:13
    Destiny: Testvideo - Die Shooter-MMO-Revolution bleibt aus


    Könnte Destiny ein deutlich runderes Spiel sein? Absolut. Angesichts der namhaften Verantwortlichen müsste es das sogar. Dass Teile des Projekts mitten in der Entwicklung umgeworfen wurden, macht mindestens die Handlung deutlich. Dass man tatsächlich das Grundspiel zerhackstückte, um die Lücken mit kostenpflichtigen DLCs zu stopfen, ist nicht auszuschließen. Ich glaube allerdings eher an Termindruck und Fehlplanungen und hoffe, dass es für Destiny als Serie (zehn Jahre!) von hier an eher bergauf geht. Das erste Zusatzpaket im Dezember dürfte Tendenzen aufzeigen. Bis dahin kann ich Destiny auch nicht guten Gewissens empfehlen. Bestimmte Spielertypen mit Spaß am Grinden sind hier goldrichtig, andere sind vermutlich bereits nach den ersten Missionen gelangweilt. Für mich bleibt Destiny derweil ein Kuriosum – als das erste Spiel seit Langem, das mir trotz so vieler kleiner und größerer Macken so viel Spaß macht. Guilty Pleasure? Vielleicht. Aber ein überaus kurzweiliger.

    Durch Destiny lernte ich

    • ... dass ich offenbar eine hohe Grind-Toleranz habe, die möglicherweise untersucht werden sollte
    • ... dass man auch 2014 noch gut damit fährt, sich einfach mal ohne Hype und große Erwartungen überraschen zu lassen
    • ... dass manche Spiele auch nur digitaler Kaffeeklatsch sind und wir doch alle so werden wie unsere Großeltern
    • ... dass es manchmal auch völlig ausreicht, mit einem Spiel hin und wieder zwei Stunden lang eine gute Zeit zu haben – ungeachtet dessen, was alles anders, besser und bunter hätte sein können
    02:24
    Destiny: Launch-Gameplay-Trailer veröffentlicht
  • Destiny
    Destiny
    Publisher
    Activision Blizzard
    Developer
    Bungie Studios (US)
    Release
    09.09.2014
    Es gibt 3 Kommentare zum Artikel
    Von Zerasata
    Im Vergleich zu Borderlands gibts bei Destiny halt extrem selten gescheite Beute. Zudem ist das Gunplay bei Destiny…
    Von Talasas
    ich muss sagen mir geht es eigentlich genauso. Ich hab den ganzen hype so gut es ging ignoriert und mir schließlich zu…
    Von Elenenedh
    Ja, das ist auch meine Erfahrung: Als ich Destiny in der Beta solo gespielt war ich nicht sonderlich begeistert. Jetzt…

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    • Launethil
      06.10.2014 10:15 Uhr
      Autor
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      Talasas
      am 05. Oktober 2014
      Kommentar wurde 1x gebufft
      Melden
      ich muss sagen mir geht es eigentlich genauso. Ich hab den ganzen hype so gut es ging ignoriert und mir schließlich zu release ein eigenes Bild gemacht. Sicherlich hat es noch einige Makel,aber wenn Bungie und Activision wirklich ein so lang ausgelegtes Projekt betreiben will, wird sicherlich auch einiges noch anders/besser werden. Mir gefällt es trotzdem! 1-2 Stunden am Tag Spielspaß...für mich perfekt.

      Bin gespannt was noch kommt.
      Kiril
      am 05. Oktober 2014
      Kommentar wurde nicht gebufft
      Melden
      Ganz ehrlich, wenn Destiny außer der Spielmechanik nicht viel bietet, dann kann man auch gleich zu Borderlands 2 greifen. Das gibt's inzwischen mit allen DLCs und irrsinnig viel Content für nur ein Drittel des UVP von Destiny. Warum sich mit einem bestenfalls halbfertigen Spiel herumschlagen, wenn man auch ein mehr als vollständiges haben kann? Hat Destiny denn irgendwelche hochwertigen Alleinstellungsmerkmale, die es gegenüber Borderlands 2 abgrenzen?
      Zerasata
      am 06. Oktober 2014
      Kommentar wurde nicht gebufft
      Melden
      Im Vergleich zu Borderlands gibts bei Destiny halt extrem selten gescheite Beute.

      Zudem ist das Gunplay bei Destiny um einiges besser. Bungie Standard halt.

      Das Game macht wirklich so unglaublich viel falsch, man ärgert sich beim spielen immer mal wieder über haarsträubende Designpatzer aber es macht trotzdem igendwie Spaß.

      Was die DLCs angeht so tendiere ich jedoch erstmal nicht dazu, diese nicht zu kaufen. Wenn der Content dieser wirklich so überschaubar ausfällt, wie kürzlich geleaked, ist das Preis Leistungsverhältnis ganz schwach.
      Bobbotter
      am 05. Oktober 2014
      Kommentar wurde nicht gebufft
      Melden
      Wenn Du etwas von Destiny haben willst was wirklich episch ist kauf Dir die DVD mit dem Soundtrack.Da hast du dein Geld gut "investiert".

      mfg Bobb
      Telkir
      am 05. Oktober 2014
      Autor
      Kommentar wurde nicht gebufft
      Bei Borderlands fehlt mir in der Gruppe das flüssige Spiel. Zu viel Beute, zu oft bremst das Spiel. Allein ist das unterhaltsam - in der Vierergruppe habe ich das nie länger als 30 Minuten durchgehalten.

      Destiny ist hingegen angenehm unkompliziert.
      Bobbotter
      am 04. Oktober 2014
      Kommentar wurde nicht gebufft
      Melden
      Dieses Spiel ist in meinen Augen von dem noch 2013 vorgestellten derart weit entfernt, das es bis auf die Grafik fast nichts gemeinsam hat.Das was ich bis jetzt gespielt hab ist einfach nur schlecht.Es wird Leute geben denen das momentan vorhandene gefällt(vor allem wenn Sie zu 3 spielen),doch für Singleplayer ist das Spiel nach ca 15 min durch da haben sie alles gesehen was das Spiel zu bieten hat.
      All das ist natürlich nur mein persönliches Empfinden.

      mfg Bobb
      Elenenedh
      am 05. Oktober 2014
      buffed-TEAM
      Kommentar wurde nicht gebufft
      Ja, das ist auch meine Erfahrung: Als ich Destiny in der Beta solo gespielt war ich nicht sonderlich begeistert. Jetzt mit zwei Freunden zusammen ist das Spiel aber ein netter Zeitvertreib, weil man nicht wirklich viel drüber nachdenken muss.
      Ferox21
      am 04. Oktober 2014
      Kommentar wurde nicht gebufft
      Melden
      Ein guter Kommantar. Ich hatte mir wegen Destiny überhaupt erst eine PS4 angeschafft und war zunächst doch sehr enttäuscht von dem Spiel. Mittlerweile habe ich ihm aber eine 2. Chance gegeben und es macht wieder Erwarten doch eine Menge Spaß. Ich stimme da David voll und ganz zu. Das Spiel hat ne Menge Macken, aber der Kern, die Spielmechanik, das Gameplay funktioniert.

      Und ja, auch ich muss wohl meine Grindstoleranz untersuchen lassen...
      Danny V
      am 04. Oktober 2014
      Kommentar wurde 3x gebufft
      Melden
      Danke David, endlich bringt es jemand mal auf den Punkt!
      Das Spiel hat so viele Schwächen, das ist schon unglaublich, und dennoch macht es mir Spaß. Eben weil ich nichtsahnend und ohne Erwartungen an das Spiel ran bin. Und es stimmt, man sollte tatsächlich mal über seine Grind-Toleranz nachdenken. Ich glaube der Punkt hierbei ist eher die Seltenheit einer Item-Belohnung, im Gegensatz zu D3 wird man hier halt nicht mit Loot überschüttet und freut sich so richtig, wenn es dann mal was gibt.
      Bis zum ersten DLC würde ich das Spiel ebenfalls nicht unbedingt weiterempfehlen, einfach nur kund tun, dass es einem gefällt. Also vielen Dank nochmal für diesen Kommentar, auf dass er den ewigen Nörglern zumindest ein wenig Wind aus den Segeln nehmen möge!
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buffed Kolumne: Destiny - so viele Macken, so viel Unterhaltung
Destiny ist da. Seit einigen Wochen ist der Online-Shooter der Halo-Macher von Bungie erhältlich. Von Publisher Activision wird Destiny mit Superlativen überhäuft - von vielen Spielern gibt's hingegen eher Enttäuschung und Kritik. buffed-Redakteur David Bergmann schreibt darüber, wie er ohne Erwartungen viel Spaß hat.
http://www.buffed.de/Destiny-Spiel-21308/Specials/buffed-Kolumne-Destiny-so-viele-Macken-so-viel-Unterhaltung-1138184/
06.10.2014
http://www.buffed.de/screenshots/medium/2014/09/wallpaper_destiny_20_2560x1600-pc-games_b2teaser_169.jpg
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