Entwickler-Interview: Aaron Campbell, Live-Producer HdRO
Aaron Campbell arbeitet als Live-Produzent bei Turbine und stand uns vor dem heutigen Start von Buch 7 Rede und Antwort. In unserem Telefon-Interview spricht er über seine Einstellung zu den neuen Quest-Hilfen, geht auf die Kritik von Handwerkern ein und erklärt, warum es in Der Herr der Ringe vorerst keine neuen 24-Mann-Schlachtzüge geben soll. Das komplette Interview lest Ihr auf den folgenden Seiten:
buffed.de: Buch 7 wurde erst veröffentlicht. Seid Ihr zufrieden damit?
Aaron Campbell: Ja, wir sind sehr zufrieden damit. Buch 7 ist das erste große, kostenlose Inhalts-Update nach der Veröffentlichung von Die Minen von Moria und erweitert die Welt östlich des Nebelgebirges um Lothlórien und fügt zusätzliche, neue Inhalte für Moria hinzu.
buffed.de: Wie bereits auf den Test-Servern zu sehen war habt Ihr ein neues Quest-Hilfe System implementiert, welches das Spiel sehr vereinfacht. Habt Ihr das Gefühl es war bisher zu schwer?
Aaron Campbell: Das Spiel war bisher nicht zu schwer. Manche Spieler haben aber zusätzliche Hilfe gefordert und da wir dafür sorgen möchten, dass jeder Spaß am Spiel hat, sind wir dem nachgekommen. Natürlich gibt es Spieler die das Erkunden der Welt genießen und keine zusätzliche Hilfe möchten – diese können diese Funktion einfach abschalten. Für Leute, die eine Ziel orientierte Spielerfahrung haben und kleine Hinweise auf der Karte möchten verbessert das neue System das Spielgefühl hingegen ungemein.
buffed.de: Denkt Ihr nicht, dass diese Hilfestellung das Spiel zu sehr vereinfacht? Vielleicht rennen die Spieler jetzt zu schnell durch das Spiel und benötigen so schneller neue Inhalte…
Aaron Campbell: Das neue System löst nicht jedes Problem und hebt jegliche Herausforderung auf. Es erleichtert das Verstehen der Quest-Anweisungen und bietet zusätzliche Unterstützung für den Spieler. Diese haben verschiedene Ansichten: Fragt man eine größere Gruppe von Spielern sieht man, dass es viele verschiedene Meinungen und darunter auch viele Leute, die dieses Feature toll finden, gibt.
buffed.de: Das Handwerksystem erfährt gerade jedoch auch Kritik: Es gibt viele Beschwerden von Leuten, die bemängeln, dass sie aufgrund der Legendären Waffen und dem Rüstungsset des Wächters nicht mehr viel zu tun haben. Niemand kauft die hergestellten Gegenstände aus dem Auktionshaus, da jeder die legendären Sachen haben möchte.
Aaron Campbell: Es wird definitiv mehr für Handwerker zu tun geben. Mit Lothlórien kommen neue Ruf-Gegenstände für Handwerker ins Spiel. Wir planen auf dieses System aufzubauen und in Zukunft noch fortzuführen. Das Handwerk soll auf maximaler Stufe nicht überflüssig werden. Ihr könnt nützliche Dinge für Euch selbst und die Gemeinschaft herstellen. Zusätzlich werden Handwerker auch in großen Weltereignissen eine wichtige Rolle spielen. Mit Buch 7 wird beispielsweise eine neue Höhlen-Schlachtzug-Instanz im Wasserwerk eingeführt. Mit dieser Instanz hängt eine Serie von Aufgaben zusammen, zu denen Handwerker viel beitragen. So müssen unter anderem Gegenstände zum Beruhigen dieser Kreatur hergestellt werden.
Das Interview ist eine Farce und hat nichts wirklich mit den Fragen von HdrO-Spielern zu tun. Beispiel das Questhilfesystem. Allein die Frage "wird das Spiel jetzt nicht zu leicht" beinhaltet in sich die komplett verklärte Einstellung des Fragestellers.
HdrO erlebt man und weniger kommt es dort auf die "Herausforderung" an. Hinterher fühlt sich ein HdrO-Spieler auch nicht als der "Schaffer", sondern erfreut sich an dem eben Erlebten. Wann wird das mal in die Köpfe von "virtuality pimped my confidence" Spielern rein gehen. Ich frage mich jedenfalls wie man mit dieser Einstellung überhaupt Spielen kann bzw. Spass findet. Daher kommt es wahrscheinlich auch zu solchen Fragen, denn auf der ewigen Suche nach dem Kampf mit sich selbst, können diese Menschen sicherlich nie zufrieden gestellt werden.
@1 - Erst dacht ich "mal wieder so ein Dummer" aber ich veruche von Aron Campell zu lernen: Lieber Sonaka, alles was Du im Film gesehen hast, stammt zu 99% aus dem Buch und ist eine Erfindung des englischen Schrifstellern J.R.R. Tolkien. Auch alles was Du aus WoW kennst stammt zu 85% daher...und alles was Du aus irgendeinem anderen Fantasyding kennst auch. Mein Tip: schau weniger in die Glotze und lese mehr ...zumindest über das was Du schaust.
Was sie nicht nehmen dürfen sind zum Beispiel der Filmsoundtrack oder einzelne Video-Sequenzen aus den Filmen, wie es ja die EA Spiele teilweise taten. Aber alle Orte, Personen und Ereignisse deckt die Buchlizenz ebenfalls ab und dazu noch diverse Dinge mehr, die in den Filmen nichtmal erwähnt wurden.
Da auch der Film lediglich auf dem Buch basiert, dürfen Charaktere und Orte auch so aussehen wie im Film, die Zugrunde liegende Beschreibung ist ja identisch.
Wenn sie dadurch nicht sogar mehr Kunden anlocken können.
Ich selber werde die Questhilfen nutzen da ich nicht die Zeit hab zu suchen und stattdessen lieber die Zeit nehmen die Questtexte in Ruhe zu lesen und die Spielewelt zu geniessen.
@3 Da kann ich dir guten Gewissens zustimmen.
mfg
Zur Quest Hilfe:
Also bis auf Moria fand ich die Quest-Anweisungen bis auf einige Ausnahmen immer ausreichend, aber in Moria musste ich schon öfters auf "Der Widerstand" zurückgreifen...
Ich denk ich lass das Hilfe-System ausgeschalten, außer ich find das Questziel halt wirklich nicht
Wenn die Leute keinen Spaß am Spiel finden dann sollen sie doch was anderes machen, es gibt genug die sich täglich daran erfreuen
@Sonaka: was hat denn die Filmlizenz mit dem Spiel zu tun? Das komplette Spiel ist an der Buchlizenz orientiert, was ja Gondor und Rohan keinesfalls ausschließt