Der Herr der Ringe Online: Treffen und Interview mit Turbine
Trefft den Chef – die Reportage
Bernd, Matze und Zam folgten der Einladung und nahmen die zwei Gewinner unserer "Trefft den Chef"-Verlosung mit. Was wir dort erlebten, erfahrt ihr in der folgenden Reportage.
Rudi, Bernd, Turbine-Chef Jeff Anderson, Zam, Thomas und Matze auf der exklusiven Anspiel-Veranstaltung von Der Herr der Ringe Online: Der Schatten von Angmar
Es ist Sonntag, der 4. März, 11 Uhr früh. Wir treffen Jeff Anderson im Präsentationsraum, in dem die Techniker von Codemasters gerade die PCs aufbauen. Ein paar Minuten später treffen auch schon die beiden Gewinner ein: Thomas (28) und Rudi (30) haben diesen Besuch bei dem "Trefft den Chef"-Gewinnspiel auf buffed.de gewonnen und werden heute zum ersten Mal Der Herr der Ringe Online spielen. Bei einem kleinen gemeinsamen Frühstück lernen wir Thomas und Rudi etwas näher kennen, bevor Jeff allen das Spiel zeigt. In einer knapp 30-minütigen Präsentation deckt er alle Bereiche des Spiels ab – was er dort genau erzählte, erfahrt ihr schon bald bei uns. Danach bekamen Thomas und Rudi jeweils einen Beta-Zugang und einen eigenen Spiele-PC, um dort Der Herr der Ringe Online: Der Schatten von Angmar anzuspielen. Besonders cool: Zwischendurch schaut immer wieder der Chef der Entwicklungsfirma Turbine über die Schulter und beantwortete freudig ihre Fragen. Irgendwann nach der Mittagspause entführen wir den Turbine-Chef allerdings für ein paar Minuten und löchern ihn mit unseren Fragen zur Entstehung des Spiels, dem aktuellen Stand und seinen Zukunftsplänen mit HdRO. Dieses Interview findet ihr bald in der buffed-Show 24.
Rudi startete mit einem Waffenmeister der Zwerge – das ist ein offensiver Krieger.
Gegen 17 Uhr setzen wir uns entspannt in die Lobby des Hotels und entlocken unseren Gästen ihre Erlebnisse und ersten Eindrücke vom Spiel. Rudi meint dazu: "Ich habe zu Beginn einen Zwerg-Waffenmeister ausprobiert. Das ist ganz nett, obwohl mir Schadensklassen eigentlich nicht liegen. Danach habe ich einen Jäger angefangen und obwohl ich Jäger in WoW nicht mag, hat mir das durchaus gefallen - nicht zuletzt weil man unendlich Pfeile hat. Ich hab' ja jetzt einen Beta-Zugang und probiere auf jeden Fall noch eine Zauberer-Klasse aus, vielleicht einen Heiler. Die Grafik ist übrigens sehr atmosphärisch, die Lichteffekte und das Design der Gebäude sind nett anzuschauen und vermitteln ein Herr-der-Ringe-Gefühl – ohne zu ruckeln. Außerdem gibt's viele Aha-Erlebnisse im Spiel. Da gibt es beispielsweise eine Höhle, in der man als Zwerg unterwegs ist, bis Gandalf dort einen Troll mit Tageslicht versteinert. Betritt man die gleiche Höhle als Elb, um andere Aufgaben zu erledigen, steht der Troll da bereits versteinert herum.", verrät uns der 30-jährige Hobbyspieler.
Thomas‘ erster Charakter ist ebenfalls ein Waffenmeister, allerdings ein Elb.
Wir waren neugierig, und haben ihn auch zu den anderen Spielbereichen ausgequetscht – zum Beispiel zur Benutzeroberfläche, die der von World of Warcraft sehr ähnlich sieht: "Das Interface des Spiels ist mittlerweile Standard – in Zukunft orientieren sich sicher noch andere Spiele an WoW.", meint er dazu. "Entscheidend für mich ist die Frage, ob und inwieweit das Gruppenspiel funktioniert und welche Möglichkeiten man zur Organisation und zum Zusammenspiel hat. In WoW stört mich die Tatsache, dass man Gilden und Raids extern über eine Webseite mit Forum und DKP-System organisieren muss. Ein witziges Feature ist dieses Familien-System, was Jeff in der Präsentation ansprach, das ist für Rollenspieler sicher sehr interessant. Bei mir entscheiden übrigens die ersten zehn Minuten, ob mir ein Spiel gefällt oder nicht. Wenn es mir nicht gefällt, fass ich es auch nie wieder an, aber Herr der Ringe Online habe ich jetzt ja vier Stunden gespielt ." Jetzt lacht er und macht eine kleine Pause. "Würdest du dir denn dieses Abo auf Lebenszeit kaufen?", fragen wir ihn. Die Antwort fällt kurz aus: "Ob ich mir dieses Abo auf Lebenszeit kaufe, kann ich noch nicht sagen. Turbine scheint große Pläne mit dem Spiel zu haben – Jeffs Vorstellungen sind sehr beeindruckend. Mal sehen, was sich daraus entwickelt."
Hier gibt der Turbine-Chef unserem Gewinnspiel-Sieger ein paar Spielstipps.
Unser zweiter Gewinner, Thomas (28), offenbarte sich während der Veranstaltung als wahrer Online-Rollenspiel-Fanatiker. Von MMOG-Urgesteinen wie Ultima Online und Meridian 59 hat er fast alles gespielt: City of Heroes und Dark Age of Camelot und natürlich World of Warcraft. Auf seine Meinung von Der Herr der Ringe Online sind wir gespannt: "Für einen Beta-Test ist der Ersteindruck wirklich sehr positiv. Ich habe selten ein Spiel im Beta-Stadium gesehen, das schon so fertig ist. Angefangen habe ich mit einem Elben-Waffenmeister und habe mich durch die erste Tutorial-Instanz gekämpft, um das Startgebiet zu sehen. Danach habe ich einen Hobbit begonnen, um auch mal einen anderen Bereich zu sehen. Die Steuerung ist echt zugänglich, wer schon einmal ein Online-Rollenspiel gespielt hat, der kommt damit ebenso schnell zurecht, wie Neueinsteiger." – ein Fazit, dem wir nichts hinzufügen wollen. Doch Thomas hat während seiner Spielstunden auch auf andere Spielbereiche geachtet, zum Beispiel den Aufgaben: "Das Questsystem ist gut durchdacht, denn während man den Aufgaben nachgeht, fällt es kaum auf, dass man in einer Instanz ist. Grafisch ist das Spiel sehr beeindruckend und realistischer als World of Warcraft. Es fühlt sich gut an und schaut gut aus – und Herr-der-Ringe-Fans fühlen sich sofort in die Welt versetzt. Ob ich von WoW auf HdRO wechsle ist abhängig davon, wer von meinen Freunden mitkommt, denn wer spielt schon gern alleine Online-Rollenspiele? Das Life-Time-Abo schließe ich momentan noch aus, auch wenn das für Herr-der-Ringe-Fans eine tolle Sache ist. Ich war vor dieser Veranstaltung ziemlich skeptisch, ob Turbine die Erwartung der Community einhalten kann. Jetzt bin ich mehr als positiv überrascht."
Ein frischer Screenshot aus der Beta – hier sieht man sehr genau, wie detailliert die Grafik des Spiels ist.
Mit diesen Worten neigt sich ein aufregender und langer Sonntag dem Ende zu. Wir verabschieden uns also von allen Beteiligten und den Gewinnern und machen uns wieder auf den Weg ins Fürther buffed-Hauptquartier. An dieser Stelle wollen wir uns bei den Organisatoren von Codemasters bedanken – und vor allem bei Jeff Anderson, der uns und den Teilnehmern so offen für alle Fragen zur Verfügung stand.
Christian Zamora
Weitere Bilder von der Veranstaltung und Screenshots aus dem Spiel findet ihr auf der nächsten Artikelseite.
Und könnte man das bitte nochmal in einem Buffedcast wiederholen, weil die meisten leute es ja immer noch nicht verstanden haben: WoW hat das allerwenigste selber \"erfunden\". Das Zahlungssystem gab es schon lange vorher, 3rdPerson view, was weiß ich. Und das Interface geht nach aktueller technik einfach nicht mehr besser. Wenn man es oben am Bild oder am Rand machen würde, wäre es für die Wahrnehmung einfach schwerer, darum geht es eigentlich nicht mehr anders.
Ausserdem wird WoW auch immer nur von denen als das nonplusultra angesehen, die nichts anderes kennen. Also: Informieren > Spielen > Entscheiden, bitte.
muss Dir leider fast zu 100% Recht geben...
aber vielleicht feilen sie noch etwas daran
was mich aber noch interessiert ist, wie die pvp-modi aussehen werden;
da gibt es ja dann keine 2 fraktionen die auf einem schlachtfeld gegeneinander kämpfen können.
ausserdem is das interface so ziemlich das einzige was mich je an wow erinnert hat. da ich das interface in wow (als so ziemlich die einzige sache im game) wunderbar fand, glaube ich kaum, dass jmd wie du es einen "abklatsch" nenn sollte, wo du das spiel nich kennst, vom gespielt-haben ganz zu schweigen.
zu deiner frage: ja, es wird gebühren kosten und warum sollte es (für uns als spieler) ein nachteil sein, ein unbekanntes spiel zu spielen??
naja, wie auch immer, informier dich beim näxten mal besser bevor du "thesen" aufstellst.
MfG
Anorianna
Die Minikarte, die Castbar, das Unitframe und das Chatfenster befinden sich an exakt den selben Stellen wie bei WoW und sehen auch noch genau so aus... ich kann mir allerdings nicht vorstellen, dass es annähernd an WoW heran kommt. Ich weiß nicht ob dieses Spiel auch Kosten über Zeit also monatliche Gebühren beinhaltet,
sollte das der Fall sein, glaube ich wird dieses Spiel nicht sehr berühmt, da der Gedanke von Blizzard bereits verwirklicht wurde...
Fals allerdings keine Gebühren entstehen, denke ich dass dieses Spiel eine Chance als WoW Ersatz hat... ich denke nicht dass es dann so viele Spielinhalte besitzt und so ausgeklügelt ist...
Ich bezweifle allerdings so oder so stark, dass es sich um ein Spiel handelt, dass so berühmt wie WoW wird... Allein die Tatsache, dass ich von diesem Spiel noch nie etwas gehört habe und WoW bereits lange vor dem Erscheinen schon in aller Munde war, spricht nur für meine These.
klar war es so. meinte das ja auch nit anders oder hast du das jetzt falsch verstanden?
Foxlars: anscheinen ist es wie in WoW: Freie Welt, alles relativ an einem Stück, aber bestimmte Bereiche sind instanziert, wie z.B. der Beginn-bereich ( weil nicht fünfzehn leute in der bewussten Höhle zusehen sollen, wie Gandalf die Decke aufbricht).
Vielen Dank an die, die mir Antworten.