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  • Clang: Schwertkampf-Simulation trotz Erfolg auf Kickstarter eingestellt

    Neal Stephensons historischer Schwertkampf-Simulator ist offiziell tot. Ein Jahr nach dem letzten Kickstarter-Update wurde das Projekt trotz erfolgreicher Finanzierung eingestellt. Dem Team ging das Geld aus und das Spiel machte schlicht und ergreifend keinen Spaß. Stephenson hofft nun auf die Finanzierung neuer Projekte.

    Eine halbe Million US-Dollar war das angepeilte Finanzierungsziel für den Schwertkampf-Simulator Clang. Die Kickstarter-Community mochte das Projekt und im Juli 2012 kamen über 526.000 Dollar zusammen. In der Video-Präsentation zum Spiel wurde Motion-Capturing mit echten Schwertkämpfen gezeigt, Clang sollte eine realistische Bewegungssteuerung bekommen und von einem "Guitar Hero mit Schwertern" war die Rede. Mitte 2013 erschien dann eine Tech Demo für die Backer, die ihr im Youtube-Video bewundern könnt:


    Natürlich handelt es sich bei dem gezeigten Material um eine sehr frühe und verbuggte Phase des Projekts, doch die Demo der historisch akkuraten Schwertkampf-Simulation ist ungefähr so realistisch wie Goat Simulator 2014. Kurze Zeit später folgte dann die Ankündigung: das Geld ist ausgegangen, das Spiel liegt auf Eis, das Team wird verkleinert und will an Wochenenden und im Urlaub weiter an dem Projekt arbeiten. Inzwischen wurde Clang komplett eingestellt, wie kürzlich auf Kickstarter angekündigt wurde.

    Von finanziellen Verlusten, die alle Mitarbeiter tragen mussten, ist die Rede. "Sie haben intensive Hingabe und verbissene Konzentration gezeigt, was viele Backer sicher rührend fänden, wenn sie die komplette Geschichte kennen würden." Diese "Geschichte" wird aber nirgends erzählt. Stattdessen berichtet Stephenson von gescheiterten Versuchen, weitere finanzielle Unterstützung für Clang zu finden und von neuen interessanten Projekten, die sich aus der Entwicklung von Clang ergaben, an denen bald neue Teams arbeiten sollen, auch wenn diese "keine offensichtliche Verbindung zu historischem Schwertkampf" haben.

    Weiterhin wird die Spielsteuerung als Problem genannt, welche "zwar technisch innovativ war, aber beim Spielen nicht besonders viel Spaß machte. Dies hat verschiedene Gründe. Einige dieser Gründe entzogen sich unserer Kontrolle, für andere war ich selbst verantwortlich, weil ich mich wahrscheinlich zusehr auf historische Genauigkeit konzentriert habe und nicht genug darauf, dass das Spiel spaßig genug wird um zusäzliches Kapital anzuziehen."

    Viele Backer sind nun entsprechend sauer. "Ihr wärt gerührt, wenn ihr wüsstest, wiesehr wir uns angestengt haben" und "für einige Probleme mit der Steuerung in unserem Spiel können wir selbst nichts", sind ein schwacher Trost angesichts der großen Versprechungen und der gespendeten 526.000 Dollar, aus denen am Ende ein paar T-Shirts und eine unspielbare Tech-Demo wurden. Eine Handvoll Spender (von insgesamt über 9000 Backern) bekam Stephenson zufolge schon ihr Geld zurück.

    "Wir haben uns durch Kommentare und Emails gekämpft und ungefähr zwei Dutzend Clang-Backer identifiziert, die nach einer Rückerstattung fragten. Diese wurden bereits bearbeitet; diese Leute haben ihr Geld zurück (insgesamt ungefähr 700 Dollar). Wir glauben, das ist innerhalb des normalen Rahmens für ein Kickstarter-Projekt und wir denken nicht, dass dies bei anderen Organisationen irgendwelche schlimmen Befürchtungen darüber auslösen wird, ihre Projekte in der Zukunft über Kickstarter zu finanzieren."

    Im Kommentarbereich häufen sich die Beschwerden enttäuschter Backer, welche nun ebenfalls ihr Geld zurückfordern. Einige Backer beklagen sich zudem darüber, dass versprochene Pledge-Rewards wie T-Shirts und Kampfanleitungen nie ausgeliefert wurden. Es gibt aber auch ein Lager von treuen Fans, das sich bei Stephenson für die Ehrlichkeit bedankt und ganz bewusst auf eine Rückerstattung verzichtet. Stephenson macht derweil auf zukünftige Projekte aufmerksam, für die er gerne ebenfalls finanzielle Unterstützung hätte.

    "Weitere Backer dürfen sich nun auf einer Liste namens REVERB anmelden, auf welcher zukünftige Ankündigungen für kommende Projekte gemacht werden. Es ist möglich, dass diese Projekte eines Tages Bonus-Belohnungen für Clang-Backer beinhalten werden, aber ich kann in dieser Hinsicht nichts garantieren, weil wir diese Projekte erst jetzt starten und weil diese vermutlich andere Firmen als die Subutai Corporation involvieren."

    Passend dazu sagte Stephenson vor einem Jahr übrigens: "Hat man erst mal Geld von einer Menge Leute bekommen, um etwas damit zu machen, dann muss man das auch tatsächlich durchziehen und sich nicht auf irgendwas Neues konzentrieren, was einem inzwischen vielleicht in den Sinn gekommen ist." Dies bezeichnete er als klaren Nachteil von Kickstarter. Ein Zyniker könnte jetzt den Schluss ziehen, dass Stephensons beworbene neue Projekte schon seit geraumer Zeit geplant waren, während sein Interesse an der Fertigstellung von Clang derweil gegen null ging.

    Ob weitere Backer ihr Geld zurück bekommen, ist fraglich. Das Risiko trägt auf Kickstarter immer der Unterstützer. Das Vorstellungsvideo zum eingestellten Schwertkampf-Simulator findet ihr unter diesen Zeilen.

    06:41
    Clang: Video zur geplanten Schwertkampf-Simulation


    Das Geld der Backer ging sang- und Clanglos flöten. Das Geld der Backer ging sang- und Clanglos flöten. Quelle: Subutai

  • Es gibt 3 Kommentare zum Artikel
    Von hockomat
    Das ist schon richtig aber das Geld in einem Projekt verschleudern und dann schon nächste Projekte ankündigen ist dann…
    Von ohh
    mein gott, ist doch normal dass nicht jedes projekt auf kickstarter erfolgreich enden kann, bzw. den großteil der…
    Von Belo79
    Man ist das schlecht, schaut euch mal das Techdemo an...lölsen

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    • Berserkerkitten
      20.09.2014 15:00 Uhr
      Mitglied
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      ohh
      am 20. September 2014
      Kommentar wurde 2x gebufft
      Melden
      mein gott, ist doch normal dass nicht jedes projekt auf kickstarter erfolgreich enden kann, bzw. den großteil der backer zufriedenstellt.
      die publischer sind halt im grunde nicht die bösen, sonder experten, im gegensatz zur breiten kickstartermasse, welche dann eher über das potetial urteilen können.
      für das eine überagende konzept dass nur dank crowdfunding realisiert werden kann, kreuchen da sicher jeweils 10 eintagsfliegen herum
      hockomat
      am 21. September 2014
      Kommentar wurde nicht gebufft
      Melden
      Das ist schon richtig aber das Geld in einem Projekt verschleudern und dann schon nächste Projekte ankündigen ist dann doch etwas zweifelhaft
      Belo79
      am 20. September 2014
      Kommentar wurde nicht gebufft
      Melden
      Man ist das schlecht, schaut euch mal das Techdemo an...lölsen
      Geige
      am 20. September 2014
      Kommentar wurde nicht gebufft
      Melden
      Wenn ich mir die Techdemo so ansehe, frage ich mich was bei diesem Projekt Fünfhunderttausend
      US-D gekostet haben soll.

      Noch zwei, drei solcher Nachrichten, und kickstarter verschwindet genauso schnell wieder, wie
      es groß geworden ist!
      19michael95
      am 20. September 2014
      Kommentar wurde 1x gebufft
      Melden
      Oh man, verarscht werden und dann sich auch noch bedanken.. gibt schon Leute...

      Kein Geld um das Projekt fertig zu stellen, aber welches haben um neue zu beginnen?^^
      Skabeast
      am 20. September 2014
      Kommentar wurde 1x gebufft
      Melden
      nett bedanken kann ich mich auch, also her mit der kohle pn an mich.
      Berserkerkitten
      am 20. September 2014
      Kommentar wurde nicht gebufft
      Melden
      Und er wird trotzdem wieder Deppen finden, die ihm auch für zukünftige Projekte die Kohle hinterherwerfen. Die geprellten Backer bedanken sich im Kommentarbereich ja teilweise noch. ARGH!
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Clang
Clang: Schwertkampf-Simulation trotz Erfolg auf Kickstarter eingestellt
Neal Stephensons historischer Schwertkampf-Simulator ist offiziell tot. Ein Jahr nach dem letzten Kickstarter-Update wurde das Projekt trotz erfolgreicher Finanzierung eingestellt. Dem Team ging das Geld aus und das Spiel machte schlicht und ergreifend keinen Spaß. Stephenson hofft nun auf die Finanzierung neuer Projekte.
http://www.buffed.de/Clang-Spiel-20108/News/Clang-Schwertkampf-Simulation-trotz-Erfolg-auf-Kickstarter-eingestellt-1136701/
20.09.2014
http://www.buffed.de/screenshots/medium/2014/09/buffed_clang-buffed_b2teaser_169.jpg
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