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  • Bloodborne: Yharnam packt dich - und lässt dich nicht wieder los

    Mit Level 182 verabschiedet sich Isla von Yharnam - vorerst. Quelle: buffed

    Story? Braucht's nicht, wenn ein nahezu perfektes Kampfsystem konstant für gute Laune beim Metzeln unheimlicher Monster sorgt. So wie in Bloodborne. Wir haben das Spiel langzeitgetestet.

    Beim Erreichen von Charakterstufe 182 geht Isla Von Tjost die Puste aus. Erschöpft lässt sie sich auf den blutbesudelten Boden sinken und betrachtet ihre verschmierten Hände. Fast glaube ich, sie seufzen zu hören. Sie blickt starr in die Kamera und damit in meine Richtung. Isla hat in den vergangenen 150 Stunden nie eine Miene verzogen. So also auch jetzt nicht, bei unserem großen Abschied voneinander.

    Ich habe meine Jägerin Isla dreimal durch Yharnam und Umgebung gescheucht, die Welt von Bloodborne. Habe mit ihr jeden Winkel erkundet, jedes Monster erlegt, jeden noch so kleinen Fetzen der Story aufgesogen, jede einzelne Trophy des Playstation-Erfolgssystems ergattert. Es gibt für mich und Isla nichts mehr zu tun. Schade. Ich bin traurig. Mit einer Träne im Augenwinkel winke ich Isla zu, ein letzter Gruß. Dann schalte ich Bloodborne aus. Und wünsche mir im selben Moment nichts sehnlicher, als weiter Bloodborne zu spielen. "Na", denk ich mir und ziehe meine Nase hoch, "da kommt bestimmt ein DLC."

    Geliebter Tod

    Bloodborne ist vom japanischen Entwicklerstudio From Software, also von den Designern rund um Präsident Hidetaka Miyazaki. Das sind die Erfinder der sogenannten "Soulsborne"-Reihe, zu der Demon's Souls, Dark Souls, Dark Souls 2 und eben Bloodborne gehören. Die Spiele haben alle ein paar Dinge gemein: Ihr manövriert euren Helden durch eine Welt, die fast ausnahmslos von feindlich gesinnten Kreaturen besiedelt ist.

    Euer Charakter ist dabei vor allem am Anfang seines Abenteuers ziemlich schwach auf der Brust und segnet deswegen häufiger das Zeitliche. Seine gesammelten Erfahrungspunkte zum Leveln verliert er und muss sie dann wieder dort aufklauben, wo er ins Gras gebissen hat. Es gibt einen Haken an der Sache: Der Weg dorthin ist wieder mit den Gegnern gespickt, die er vor seinem zeitigen Ableben tapfer erledigt hat. Diese Kombination aus herausfordernden Kämpfen und dem Gefühl, nach einem Heldentod wieder und wieder von vorne anzufangen, hat den Soulsborne-Games den Ruf der schwierigsten Spiele auf dem Markt eingehandelt. Schwierig sind sie aber gar nicht. Vielmehr eignen sie sich nur für geduldige Spieler.
    Gemetzel in Yharnams Straßen: Die Kämpfe sind zwar herausfordernd, aber trotzdem fair. Gemetzel in Yharnams Straßen: Die Kämpfe sind zwar herausfordernd, aber trotzdem fair. Quelle: buffed Gelebte Perfektion
    Bloodbornes Helden jagen die Monster Yharnams mit einem nahezu perfekten Kampfsystem. Das ist auch wichtig, da ihr die Story des Spiels fast schon mit einer Lupe suchen müsst. Zwischensequenzen werfen eher Fragen auf, als dass sie welche beantworten. Weitere Geschichtsfetzen gibt's nur in kargen Interaktionen mit einer Handvoll von Nichtspielercharakteren, die euch freundlich gesinnt sind. Und ein bisschen erfahrt ihr aus den Beschreibungen der Gegenstände, die ihr einsammelt. Eine plakativ präsentierte Story findet ihr in The Witcher 3 (Test in dieser Ausgabe), in Bloodborne müsst ihr stattdessen aufmerksam die Spielwelt lesen. Das ist fast wie ein Detektiv-Abenteuer. Da es keine von vorne bis hinten orchestrierte Geschichte gibt, muss also das Kampfsystem für Stimmung sorgen.

    Und heiliges Lieschen, was sind die Kämpfe in Bloodborne fantastisch und spaßig. Charaktere und fantasievoll gestaltete Gegner bewegen sich alle geschmeidig und glaubhaft und reagieren immer passend auf eure Schläge und Stöße. Das Treffer-Feedback ist gut. Das Zusammenspiel aus unseren Angriffen und den Reaktionen der Feinde lässt sich als ein wunderschönes und doch bizarres Ballett zwischen Mensch und Monster bezeichnen. Es passt einfach alles.

    Waffenhandel

    Anders als in Dark Souls ist euer Held mit Hieb- beziehungsweise Stichwaffe und einer Knarre ausgerüstet. Die Funktion der Schusswaffe ist dem Schild aus Dark Souls aber gar nicht unähnlich. Mit dem richtigen Timing betäubt ihr mit einer Kugel den Gegner. Der wiederum nimmt dann enorm viel Schaden über die Attacke, die auf dem Playstation-4-Gamepad auf R1 liegt. Statt also den Schlag des Kontrahenten zu blocken wie in Dark Souls, verhindert ihr in Bloodborne einen Angriff vollständig und sorgt in vielen Fällen dafür, dass es nicht zu einem zweiten kommt.

    Das verlassene Schloss Cainhurst ist ein Nebenbereich. Um dorthin zu gelangen, müsst ihr an der richtigen Kreuzung auf eine Kutsche warten. Das verlassene Schloss Cainhurst ist ein Nebenbereich. Um dorthin zu gelangen, müsst ihr an der richtigen Kreuzung auf eine Kutsche warten. Quelle: buffed Natürlich lassen sich die Feinde nicht ständig mit einem Schuss lahmlegen. Deswegen ist es wichtig, die Bewegungen der Gegner zu studieren und den richtigen Moment fürs Feuern abzupassen. Das braucht Übung. Viel Übung. Wer das nicht schafft, muss eben per Hechtrolle ausweichen. Timing ist auch mit den Angriffen der Haupthandwaffe wichtig. Wildes Draufloshacken wird euch keinen einzigen Blumentopf einbringen, sondern nur den sicheren Tod. In der Ruhe liegt die Kraft. Das gilt für Dark Souls genauso wie für Bloodborne.

    Plünderungen

    Den Kampf zu meistern ist die eine Sache. Mit den richtigen Gegenständen in ein Scharmützel zu ziehen, ist die andere. Während eurer Abenteuer sammelt ihr regelmäßig Blutphiolen und Quecksilberkugeln; Erstere heilen euch, Letztere füttern eure Schusswaffe. Abseits davon findet ihr Waffen und Kleidungsstücke. Jede Waffe für eure Rechte verfügt über einen Transformationsmodus, quasi eine Verwandlung in eine andere Art von Waffe, die sich völlig anders verhält als der Ursprungsschlegel. Ein Gehstock wird auf Knopfdruck zur Kettenpeitsche, ein Schwert zum zentnerschweren Riesenhammer. Ein Paradies für experimentierfreudige Jäger.

    Waffen und Kleidungsstücke könnt ihr ständig wechseln. Das ist vor allem bei Letzteren hin und wieder nötig, um etwa die Resistenz gegen eine ganz bestimmte Schadensart zu erhöhen. Davon abgesehen sind die schicken Mäntel, Hüte, Stiefel und Handschuhe meist ein optisches Highlight. Übrigens gibt's weitaus weniger Waffen und Rüstungen als in den Souls-Spielen. Macht nichts, dann müsst ihr wenigstens nicht ständig die Taschen leerräumen, weil euer Held nicht so viel tragen kann. Eine Gewichtsgrenze wirkt sich in Bloodborne eh nicht auf die Bewegungsfreiheit eures Charakters aus. Ihr könnt also alles, was ihr im Wald, in heruntergekommenen Häusern oder in der Gosse von Yharnam findet, in die endlos großen Taschen eures Recken schubsen.

    Zu zweit allein

    Wenn ihr keine Lust habt, in der Nacht der Jagd allein durch die Straßen Yharnams zu ziehen, dann holt einen Helfer herbei. Dafür schüttelt ihr die Herausforderungsglocke, die ihr im Traum der Jäger bekommt. Wenn Freunde in den Netzwerkeinstellungen von Bloodborne dasselbe Passwort wie ihr verwenden, dann muss der von euch gewünschte Kumpel seine kleine nachhallende Glocke läuten und schwuppdiwupp landen beide Charaktere im selben Spiel. Sofern ihr online spielt und das PSN gerade rund läuft. Außerdem gibt's die kleine nachhallende Glocke erst beim Einsicht-Händler im Traum der Jäger, wenn ihr zehn Einsicht gesammelt habt. Die gibt's primär über nutzbare Gegenstände und das Erlegen von Bossen. Und dann gibt es da noch die finstere nachhallende Glocke für das PvP ...

    Halt, Stopp! Das klingt kompliziert? Das System mit den Glöckchen funktioniert für gezielte Zusammenführungen mit eurem Metzelpartner besser als in Dark Souls. Dennoch kann es einige Momente dauern, bis ihr euren Mitspieler seht. Und da es Sinn macht, dass beide Charaktere an derselben Stelle im Spiel stehen, artet das mitunter mal in gelangweiltem wildem Rumgespringe aus. Irgendwie muss man sich die Zeit ja vertreiben. Sonderlich intuitiv ist das Systen nicht, eher umständlich und fummelig. Aber besser als nichts! Nerviger hingegen sind die mitunter enormen Performance-Einbrüche im kooperativen Spiel. In optimierten Bossräumen läuft Bloodborne noch einigermaßen rund. Aber in den Bereichen davor müsst ihr euch mitunter auf eine Diashow einstellen, die einen oder beide Charaktere das Leben kosten kann. Das nervt, betrifft aber nur den Koop-Modus. Denn sonst läuft das Spiel erste Sahne, das wunderschöne Yharnam lässt sich weitestgehend ruckelfrei erleben und bestaunen.

    In den Verliesen lassen sich Materialien und Kelche, Waffen und Blutechos finden. In den Verliesen lassen sich Materialien und Kelche, Waffen und Blutechos finden. Quelle: buffed Freilich könnt ihr auch Mitspieler in euer Spiel rufen, wenn ihr gerade Kelchverliese spielen wollt. Dabei handelt es sich um von Yharnam abgeschottete Dungeons, die geschichtlich gesehen in den finsteren Tiefen unter der Stadt angelegt sind. Die meisten Verliese werden zufällig generiert, nur die Story-Dungeons sind eine Ausnahme. Generell sind die Verliese eine Aneinanderreihung von widerlich aussehenden Räumen, die mit Monstern und Fallen gespickt sind. Und manchmal stolpert ihr über Schatztruhen. Das klingt ein bisschen nach Nephalemportalen in Diablo 3, ist aber ungleich dröger. Aussehen und Layouts der Verliese wiederholen sich schnell. So werden die Abenteuerhäppchen relativ bald fade. Richtig Spaß machen sie in ihrer aktuellen Form nur, wenn ein besonderer Modifikator greift. Etwa dass euer Jäger nur über die Hälfte seiner Lebenspunkte verfügt. Oder wenn ihr mit einem Komplett-Guide neben dem Gamepad genau wisst, wohin ihr wollt. Probiert sie mal aus. Isla zumindest kann von ihren Abenteuern in den Verliesen schon ein Liedchen singen.

    Den Test und mehr zu Bloodborne findet ihr auch in buffed-Magazin 07-08/2015.

    Bloodborne (PS4)

    Spielspaß
    90 %
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Fazit
    „Ich hatte nicht vor, Bloodborne zu spielen, weil ich Dark Souls bislang rein vom Zugucken her nichts abgewinnen konnte. Bei Bloodborne sagte mein Freund „Hier, probier mal“. Zwanzig Minuten später war ich um 70 Euro ärmer; ich habe Bloodborne sofort gekauft. Weder Dark Souls noch Bloodborne sind die schwierigsten Spiele aller Zeiten, wie es so oft heißt. Das weiß ich nun aus eigener Erfahrung. Stattdessen geht es um Geduld. Und ich kann sehr geduldig sein. Ich hatte mehr als 150 Stunden lang Spaß mit Bloodborne. Deswegen wünsche ich mir, dass ich mit meiner Isla bald wieder durch Yharnam streunen kann – im Rahmen einer Erweiterung.“
  • Bloodborne
    Bloodborne
    Publisher
    Sony
    Developer
    From Software
    Release
    25.03.2015

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      21.06.2015 22:05 Uhr
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Bloodborne
Bloodborne: Yharnam packt dich - und lässt dich nicht wieder los
Story? Braucht's nicht, wenn ein nahezu perfektes Kampfsystem konstant für gute Laune beim Metzeln unheimlicher Monster sorgt. So wie in Bloodborne. Wir haben das Spiel langzeitgetestet.
http://www.buffed.de/Bloodborne-Spiel-54461/Tests/Yharnam-packt-dich-und-laesst-dich-nicht-wieder-los-1162551/
21.06.2015
http://www.buffed.de/screenshots/medium/2015/06/Bloodborne__20150509230030-buffed_b2teaser_169.jpg
bloodborne,from software
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